Ebook-Reader: Lesen wie auf Papier mit dem E-Paper

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E-Paper hat etliche Vorteile gegenüber LCD-Bildschirmen: Sie sind besser lesbar und verbrauchen wesentlich weniger Strom. Aber die schicken elektronischen Schmöker haben auch Nachteile. Hier erfahren Sie welche und was Sie beim Kauf bedenken müssen.

 

Ebook-Reader: Lesen wie auf Papier mit dem E-PaperDer PRS-T3 Reader von Sony kommt inklusive aufklappbarem Schutzcover. (Copyright: Sony)

 

 

Was ist E-Paper?

Bei E-Papern werden die Buchstaben durch elektronisch geladene Pigmente produziert. (Copyright: E Ink) LCD-Bildschirme stellen Farben mit Hilfe von Flüssigkristallen (Liquid Crystals) dar. Die meisten Ebook-Reader dagegen arbeiten mit "Elektronischem Papier" (kurz E-Paper) bzw. "Elektronischer Tinte": Das elektronische Papier enthält Mikrokapseln; darin wiederum schwimmen weiße (positiv geladene) Partikel und schwarze (negativ geladene) Partikel in einem transparenten Polymer. Wird eine elektrische Spannung angelegt, ordnen sich die Partikel entsprechend an und formen die schwarzen Buchstaben. Graustufen lassen sich durch den zeitlichen Verlauf der Spannung steuern.

 

Zum Ansteuern der Bildpunkte kommt im E-Paper ebenso wie im LCD eine TFT-Matrix zum Einsatz. Durch die Mikrokapseln lässt sich für den Bildschirm auch flexibler Kunststoff statt Glas verwenden. "E-Ink" ist eigentlich der Firmenname des bekanntesten Herstellers, mittlerweile aber hat sich der Begriff auch für die Tinte selbst eingebürgert.

 

 

E-Paper punktet mit geringem Stromverbrauch

Das E-Paper verbraucht im Vergleich zu LCDs sehr viel weniger Strom. Sind die Mikrokügelchen einmal "ausgerichtet", bleibt ihr Zustand auch ohne weitere Stromzufuhr erhalten. Das bedeutet, Ebook-Reader mit E-Paper-Technik verbrauchen nur Strom, wenn sich das Bild verändert – etwa beim Umblättern. Außerdem brauchen Sie keine Hintergrundbeleuchtung. Das bedeutet: Sie können im Urlaub wochenlang fern jeder Steckdose schmökern –allerdings nicht mit allen Geräten. Achten Sie auf die angegebenen Laufzeiten.

 

 

Brillante Optik aus jedem Blickwinkel

E-Paper sind auch bei Sonnenschein gut lesbar. (Copyright: Amazon) Während LCDs nur in einem eingegrenzten Blickwinkel eine farbtreue Wiedergabe leisten, sehen E-Paper-Seiten aus jedem Blickwinkel gleich aus. Dadurch lassen sie sich auch entspannter halten. Die Schrift ist sehr gut lesbar, sogar bei hellem Sonnenschein. Außerdem ist die Auflösung mit 200 ppi sehr hoch –  angenehm für die Augen. Im Dunkeln allerdings kehrt sich der Vorteil um: Dann sind unbeleuchtete Ebooks nicht mehr zu lesen. Aktuelle Modelle wie der Kindle Paperwhite haben deshalb eine zusätzliche Beleuchtung: LEDs am Rand des Bildschirms beleuchten eine spezielle Folie auf der Bildschirmoberfläche. Die Akkuleistung wird dadurch nur minimal beansprucht. Zur Not tut es aber auch eine Leselampe. Sie ist teilweise sogar im Lieferumfang enthalten.

 

 

Viele E-Paper sind völlig farblos

Zurzeit stellen E-Tinten nur Schwarz oder Weiß dar. Farbige Tinte wurde zwar schon entwickelt, sie ist aber im Preis noch nicht konkurrenzfähig. Es gibt schon einige farbige E-Paper-Displays auf dem Markt, diese arbeiten jedoch mit Farbfiltern, nicht mit Farbtinte.

 

 

Zu langsam für Animationen und Videos

Die "Umschaltgeschwindigkeit" eines E-Papers ist langsamer als bei LCDs. Beim Lesen macht sich dies nur beim Umblättern bemerkbar und fällt kaum ins Gewicht. Für Animationen oder gar Filme sind die Ebooks aber noch zu langsam.

 

 

Fazit

Ein Extra-Gerät für nur einen Zweck? Das finden viele überflüssig – Lesen kann man auch auf dem Smartphone oder Tablet. Dennoch: Ein Ebook ist leichter als ein Tablet, das Lesegefühl ist wesentlich besser und nicht jeder möchte sein teures Arbeitsgerät mit in den Urlaub nehmen. Leseratten, die sich ganz aufs Schmökern konzentrieren möchten, sind mit einem Reader mit E-Paper-Technik bestens bedient.

 

 

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