Ebay oder lieber doch in die Mülltonne?

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Ich sammle selbst Militaria. Da ich jedoch nur eine spezielle Organisation sammle und hier Originale extrem selten und teuer schaffe ich mir auch nebenbei nachgemachte Uniformen und Effekten aus Film und Theaterproduktion an. Dummerweis kann man die auf Fundusauktionen meistens nur in großen Konvoluten erwerben. So komme ich ab und an also auch zu Artikeln, für die ich keine Verwendung habe.

Diese Artikel stellte ich bis jetzt bei ebay ein. Nun frage ich mich aber, soll ich das Zeug nicht lieber dem nächsten Flohmarkthändler schenken oder gleich in den Müll werfen. Hier meine Gründe als Anregung für andere.

Die Gebühren und Kostenfalle
Klar, ebay will Geld verdienen und der Kunde ein Schnäppchen machen. Da ist ja grundsätzlich auch nichts gegen einzuwenden. Aber wenn sich dann Dank Einstellgebühren, Versteigerungsgebühren, PayPal, Kosten für Verpackungsmaterial, schließlich will Kunde Schnäppchenjäger ja nur das reine Porto zahlen und die Versandtasche sowie den Euro für den Nachbarsjungen der für mich zur Post läuft, soll ich zahlen, am Ende dann für mich ein Minus ergibt, tja dann ist die Entscheidung für die Tonne nun mal die günstigere.

Die Erpresser
Wenn dann mal ein Artikel wirklich zu einem vernünftigen Preis verkauft wurde, Sind sie da. Sie wollen unter allen Umständen das Porto so billig wie möglich. Sie bestehen auf unversichertem Versand und so sicher wie das Amen in der Kirche, kommt die Meldung über einen nicht gelieferten Artikel, die Forderung nach Erstattung des Geldes oder Nachlieferung. Tja und selbst wenn man im guten Glauben und vertrauen auf die Ehrlichkeit des Kunden reagiert, gibt es noch eine negative Bewertung.

Das neue Bewertungssystem
Na nun ist jeder Verkäufer den schwarzen Schafen unter den Kunden ja wehrlos ausgeliefert. Wer jetzt noch privat verkauft,ist selbst schuld.

Die ebay Grundsätze
Ebay hat so seine Grundsätze. Das ist ja auch ok. Aber zum einen ist es nicht notwendiger, päbstlicher als der Pabst zu sein. Speziell wenn es um Dinge aus der Zeit des Dritten Reiches geht, sind die Gesetze in Deutschland völlig ausreichend. Ebay erlegt sich und seinen Kunden aber ein Vielfaches an Hürden auf, natürlich nur in Deutschland. Wenn ebay es moralisch nicht verwinden kann, mit solchen Dingen Geld zu verdienen, na dann sperrt doch die komplette Kategorie. Aber dazu wird wohl zuviel Geld damit auf dem internationalen Markt gemacht.

Die Inkompetenz der Mitarbeiter
Gerade bei Militaria aus der Zeit des zweiten Weltkrieges treibt das Unwissen der Mitarbeiter wahre Stilblüten. Da werden Artikel völlig willkürlich gelöscht. So verstößt der Verkauf von Schulterklappen und Ärmelbändern der Wehrmacht, solange keine verbotenen Abzeichen darauf sind und auch keine Namen von NS Größen, was es außer bei der Luftwaffe eh nie gab, nicht gegen die Grundsätze. Es sei denn, es geht um Artikel der Division GD. Einer ganz normalen Wehrmachtseinheit die auch nie irgendwelcher Verbrechen angeklagt wurde. Allerdings müsste man als Sheriff dann ja wissen, über was man da urteilen soll. Nein, bei ebay kommt das in einen Topf mit der Leibstandarte und wird einfach gelöscht. Einwände werden wohl nicht mal gelesen und es gibt nur Standartmails als Antwort, wenn überhaupt.

Und als Fazit? Nun man kann abwandern zu anderen Auktionshäusern, wo die Mitarbeiter wenigstens wissen, über was sie urteilen und wie die gesetzlichen Bestimmungen sind, oder das Zeug zukünftig in die Tonne klopfen.

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