E-Zigarette statt Tabak

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Mein "kurzer" Weg zum Dampfen (Juni 2015)

Bis vor 4 Wochen habe ich seit rund 17 Jahren täglich zwischen 30 und 40 meist selbstgedrehte Zigaretten geraucht. Als sich mein Arbeitskollege eine E-Zigarette kaufte, fragte ich, ob ich mal probieren dürfte. Als ich an der E-Zigarette zog, dachte ich mir, naja gar nicht so übel. Daraufhin ging ich bei uns in der Stadt in einen Dampfladen und probierte verschiedene Liquids, bis ich mich für eines entschied, welches meinem Drehtabak vom Geschmack her am nächsten war.  Ich war sogar erstaunt, dass so ein Zug an der E-Zigarette auch einen "Flash" erzeugt und mein Verlangen nach einer normalen Zigarette für kurze Zeit stillt. Natürlich habe ich, als starker Raucher, ein Liquid mit Nikotinstärke 18 mg gewählt. Das braucht man Anfangs auch für den Umstieg, da sonst der Suchtdruck zu groß wird und man dann wieder zur normalen Zigarette greift.

Nun habe ich mir also eines der sogenannten  Starter-Sets, die den Anfängern immer geraten werden, in einem Dampfshop gekauft. Diese bestehen meist aus 2 E-Zigaretten und kosten zw. 50 und 70 Euro. So eine E-Zigarette setzt sich im Wesentlichen aus drei Teilen zusammen: 1. dem Akku / 2. dem Verdampferkopf / 3. dem Tank für das Liquid.
Das Set, das ich mir gekauft habe, war von der Firma Aspire. Der Clearomizer (also der Verdampferkopf + Tank ) war ein ET-S mit 2,4 ml Tankvolumen von Aspire. Und der Akku hatte eine Kapazität von 700 mAh (für einen starken Raucher hält der Akku ca. 4-7 Std.)

In den ersten 3 Wochen hatte ich einen Rückfall und rauchte kurzzeitig ca. 10 Tabakzigaretten, die mir aber gar nicht mehr so richtig geschmeckt haben. Den Rückfall führe ich auf das Starter-Set zurück, das ich mir gekauft hatte. Ich habe herausgefunden, dass einem starken Raucher wie mir (zwischen 30 und 40 Zigaretten am Tag) so ein "normales" Starter Set zu wenig Leistung und Intensität hat und beschloss daraufhin mir eine E-Zigarette mit mehr Power zu holen. Es ist auch noch anzumerken, dass auch starke Raucher den Umstieg mit diesen "normalen" Starter-Sets durchaus schaffen, ohne sich gleich eine E-Zigarette mit mega power zu holen. Bei mir wars halt so.

Für Einsteiger/Umsteiger, die viel geraucht haben, empfehle ich z.B. eine E-Zigarette von Joyetech mit dem Namen "Ego One Mega". Hört sich erstmal ziemlich groß an, das Wort "Mega". Die E-Zigarette ist aber wirklich nicht übermäßig groß. Sie ist sogar kürzer als meine Aspire aus dem Starter-Set, - aber dafür dicker. Sie passt ohne Probleme in die Hosentasche. Der Akku dieser E-Zigarette hat eine Kapazität von 2600 mAh und einen Micro-USB-Ladeanschluss. Sie kann also z.B. an einem Computer geladen und gleichzeitig gedampft werden. Der Tank fasst so ca. 4 ml, was schon ziemlich reichlich ist, - mir reicht eine Tankfüllung fast den ganzen Tag und mit einer vollen Akkuladung komme ich locker 1,5 Tage durch. Die Verarbeitung dieser E-Zigarette ist tadellos und macht einen sehr massiven Eindruck. Es ist noch anzumerken, dass bei dieser E-Zigarette ein Liquid mit 12 mg statt 18 mg für starke Raucher völlig ausreicht. Als ich mit der Ego One Mega ein Liquid mit 18 mg rauchte war ich schon ziemlich "fertig", - also mir war richtig schwindelig, Herzklopfen, Übelkeit... Auf den Punkt gebracht: Nikotinüberdosis! Also seit vorsichtig!

Bei der Ego One Mega handelt es sich um ein Sub-Ohm-Gerät, d.h. die für diese E-Zigarette erhältlichen Verdampfer haben alle gleich oder weniger als 1 Ohm Widerstand. Es werden bei Kauf ein 0,5 Ohm und ein 1 Ohm Verdampfer mitgeliefert. Wobei der 1-ohmige schon verbaut und für "Anfänger" voll ausreichend ist! Je niedriger die Ohm-Zahl, desto stärker und schneller erhitzt sich der Verdampfer (Draht). Beim 0,5er muss man mit dem Nikotingehalt im Liquid sehr vorsichtig sein, da dieser extrem viel Dampf produziert. Da schießt ihr euch mit einem 18er die Birne weg! Also vorsichtig und auf alle Fälle erst den 1-ohmigen mit weniger als 15 mg versuchen, - auch wenn ihr sehr starke Raucher gewesen seit.

Die Ego One Mega kostet im Internet zwischen 50 und 70 Euro. Achtet darauf, dass ihr ein "Starter"-Kit kauft (da ist dann ein Wandadapter + Bedienungsanleitung + USB-Kabel dabei)

Aktualisierung  18.04.2016:
Leider habe ich  letztes Jahr auch nicht mit der Ego One Mega den Umstieg geschafft. Ich habe es mit dem Konsum der Ego One mächtig übertrieben und fast ohne Pausen mit tiefen Lungenzügen Nebelwolken geblasen, bis ich irgendwann gar nichts mehr von den Liquids schmeckte. Schließlich schmeckten dann alle Liquids, die ich probiert hatte (und das waren eine Menge) nur noch nach "Scheiße", bzw. faulen Eiern. Auch den Flash habe ich, trotz 18 mg Nikotin, nicht mehr gespührt.

Weil ich so verzweifelt war, habe ich den Phil vom Liquidhimmel angeschrieben um eine Erklärung zu finden. Er meinte jedoch auch, dass ich es einfach übertrieben habe und mein Körper "zu gemacht" hat.
 
Jetzt nach einem dreiviertel Jahr Rauchen habe ich wieder angefangen zu dampfen mit dem Starter-Set vom Anfang. Werde mich nun zurückhalten, Pausen machen zwischen dem Dampfen und einfach bewußter dampfen. Zurzeit dampfe ich nur reine Base mit 18 mg Nikotin im Rhythmus wie ich Zigaretten geraucht habe und das klappt bis jetzt eigentlich ganz gut. Aber es ist wohl wie bei einem Alkoholiker: einen Rückfall könnte ich auch nicht nach mehreren Jahren Rauchfreiheit ausschließen...

Ich hoffe ich halte die nächsten Tage weiterhin durch. Werde mich nach geraumer Zeit wieder melden...

Aktualisierung 13.10.2016:
Ich dampfe seit einigen Monaten nun mit dem "Kayfun lite plus" von Svoemesto und bin durchaus zufrieden damit. Dieser Verdampfer ist nahezu perfekt für das traditionelle Backendampfen und macht so gut wie keine Probleme. Bei diesem Verdampfer muss man den "Coil" jedoch selbst wickeln, was auch sehr einfach ist. Ich habe mir auf eBay 100m Kanthal-Draht (0,28 mm stark) gekauft, - für rund 10 Euro. Des weiteren habe ich mir noch 1 Packung (180 Pads) Muji-Watte geholt, die hat so gut wie keinen Eigengeschmack und ist sehr saugfähig, - auch für rund 10 Euro und hält auch ewig. Ein Watte-Pad reicht mir für gut 10 Wicklungen, - in der Summe reicht also eine Packung Muji-Watte genau für 1800 Coils (für ca. für 75 Jahre, wenn ich im Monat 2 Coils mache). Ach ja, für einen Coil brauche ich ca. 10-15 cm Draht (also reicht mir der Draht ca. 27 Jahre). Und wenn ich den "alten" Draht freibrenne (dryburn) und wieder verwende, was überhaupt kein Problem ist, hält der noch mal 3 mal länger. Ich wickle den Draht auf 2,5 mm Durchmesser und mache 8 Windungen, - so bekomme ich immer +/- 1,8 Ohm. Die dampfe ich dann mit 10,5 Watt Leistung.

Als Akkuträger verwende ich den eVic-VTC Mini 75 Watt von Joyetech mit einem 18650 Akku (ungeschützt) mit 3500 mA. Eine volle Akkuladung hält bei mir genau 2 Tage (48 Std.). In diesem Segment und für genau mein Dampfverhalten ist dieser wohl das Beste, was man für rund 50 Euro kaufen kann (Stand 01.09.2016).  Für Subohm-Fans ist er allerdings überhaupt gar nix! Ich selbst habe, nach eigener Erfahrung, überhaupt kein Interesse mehr am Subohm-Dampfen. Das traditionelle Dampfen, also auch das Backendampfen, wie man es von der Zigarette gewohnt ist, finde ich am genussvollsten. Aber das muss jeder selbst für sich entscheiden, wie er gerne Dampfen möchte.

Vielen Dank für Euer Interesse an meinem Artikel und viel Glück beim Umstieg!




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