E-Gitarren – 5 Tipps für den Gebrauchtkauf

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Preiswerte Einsteigermodelle, hochwertige Highend-Gitarren, Sammlerobjekte oder Vintage-Gitarren – alle haben ihre speziellen Aufgaben und ihren ganz eigenen Charme. Es gibt viele Gründe, sich für eine gebrauchte E-Gitarre zu entscheiden. Das Außergewöhnliche ist, dass bei guter Pflege der Wert bei vielen Modellen im Laufe der Zeit sogar steigen kann. Genau wie Akustik-Gitarren müssen ihre elektrifizierten Varianten erst einmal eingespielt werden. Zudem werden etliche Modelle von den Herstellern nur limitiert angeboten; viele der hochbegehrten Gitarren sind im Handel schlichtweg nicht mehr neu verfügbar. Umso lohnenswerter ist der Blick auf den Gebrauchtmarkt.
Genau hinsehen beim Gebrauchtkauf (Foto: Thinkstock)
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Genau hinsehen beim Gebrauchtkauf (Foto: Thinkstock)

Tipp 1: Beim Gebrauchtkauf Herkunft beachten – Gitarristen haben eigene Gesetze

Der Markt präsentiert permanent neue E-Gitarren. Was neu ist, ist anders. Gitarristen empfinden das aber nicht zwangsläufig als besser oder erstrebenswerter. Die meisten Saitenakrobaten sind Puristen, die sich über Jahre hinweg ihren ganz speziellen Sound erarbeitet haben. Die ersehnten Traumgitarren gibt es nicht selten auf dem Gebrauchtmarkt. Viele namhafte Hersteller haben die Produktion mittlerweile nach Ostasien verlagert. Je nach Budget und Reibung zwischen Daumen und Zeigefinger lautet also die erste Frage: Handelt es sich um eine E-Gitarre aus maschineller Massenproduktion oder ist das Instrument in weiten Teilen handgearbeitet?
Les Paul mit Humbuckern – druckvoll erdig (Foto: Thinkstock)
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Les Paul mit Humbuckern – druckvoll erdig (Foto: Thinkstock)

Tipp 2: Einsteiger zwischen clean und heavy – ideal ist ein Kompromiss

E-Gitarren sind einfacher bespielbar als ihre akustischen Freunde. Der Hals ist schmaler. Für das Niederdrücken der Saiten muss weniger Kraft aufgewendet werden. Es existieren weitere – teilweise riesige – Unterschiede. Für den Grundsound sind vornehmlich die Pickups und die Saitenführung verantwortlich. Einsteiger treffen eine gute Wahl, wenn sie auf ein gut bespielbares Allroundinstrument setzen. Für den variablen Sound achten Sie darauf, dass die Gitarre über Single-Coil- und Humbucker-Pickups verfügt. Der Hals sollte angenehm in der Hand liegen, der Korpus sich mit Shaping und zurückhaltendem Gewicht vernünftig am Körper tragen lassen. Immer daran denken: E-Gitarristen spielen stehend.
Stratocaster – der legendäre Klassiker (Foto: Thinkstock)
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Stratocaster – der legendäre Klassiker (Foto: Thinkstock)

Tipp 3: Individuelle Fakten und Bespielbarkeiten – keine E-Gitarre ist wie die andere

Eine Stratocaster punktet mit perkussivem Sound. Die Les Paul überzeugt mit Druck. Bespielen lässt sich die „Paula“ einfacher; die Saitenlage ist in Nuancen gleichmäßiger. Manche Modelle bieten endlose Schaltmöglichkeiten und laden über sämtliche Bünde hinweg zu Hochgeschwindigkeitsorgien ein. Floyd-Rose-Systeme sind geeignet für Hard- und Mainstream. Tief in den Blues und Hillbilly tauchen Sie mit ES-Modellen ein. Besonders für jene, die nach traditionellen Sounds suchen, ist der Gebrauchtmarkt eine ideale Fundgrube.
Griffbrett und Bundstäbchen in idealem Zustand (Foto: Thinkstock)
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Griffbrett und Bundstäbchen in idealem Zustand (Foto: Thinkstock)

Tipp 4: Wie ist der Zustand zu beurteilen und auf welche Komponenten gilt es zu achten?

Halten Sie sich vor Augen, dass eine E-Gitarre stets eine Kombination aus Holz und verstärkender Elektronik ist, wird schnell deutlich, worauf Sie beim Gebrauchtkauf achten müssen. Der erste Blick sollte dem Hals gelten. Zeigt sich der Hals gerade mit einer lediglich winzigen Wölbung? Leichte Unregelmäßigkeiten können durch den integrierten Halsstab korrigiert werden – ein vollkommen übliches Vorgehen. Einen konkreten Eindruck über den Zustand gibt das Griffbrett mitsamt Bundstäbchen und Mechanik. Sind die Bünde sauber, sind die Frets heruntergespielt? Vergessen Sie nicht, einen prüfenden Blick auf das Elektronikfach zu werfen. Das Wichtigste: Es sollte frei von Korrosionsspuren sein. Diese könnten von einer feuchten Lagerung zeugen. Alle anderen Makel lassen sich locker beheben und sind eher Ausdruck der Seele der Gitarre.
Optimal gewickelt; gleichmäßiger Saitenzug (Foto: Thinkstock)
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Optimal gewickelt; gleichmäßiger Saitenzug (Foto: Thinkstock)

Tipp 5: Angesagte Marken – die Klassiker reichen sich immer wieder die Hand

Die etablierten Alltime-Helden der E-Gitarren sind den Musikern bekannt: Von der Fender Stratocaster oder Telecaster über die Gibson Les Paul, die Music Man Signature-Modelle, Jackson oder Halbresonanz von Gretsch. Allesamt punkten sie mit eigenständigem Charakter und eigener Bespielbarkeit. Interessante Modelle im mittelpreisigen Segment bieten Peavey, Yamaha, Squier, Epiphone oder Ibanez.
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