E-Gitarre (welche, wann und welcher Preis)

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Das Kernproblem - das Auge hört mit

Als ich wieder nach langen Jahren die Lust zum E-Gitarren spielen verspürte, fing ich wieder ganz von Vorne an.
Wie die meisten an meiner Stelle, wurde ich primär (so ist das Leben) von der Optik beeinflusst - man sah Gitarren, man sah die Musiker mit den Gitarren, man hörte den Sound der Musiker mit den Gitarren - hat der Sound des Musikers gefallen, war das optisch - die Gitarre!
Viel weiss man am Anfang nicht, aber rein optisch gab es da z.Bsp  ACDC - mit dem Gibson SG- style (Gitarre mit "2 Hörnern" ) ;  Pink Floyd - Strat -Style ( oberes Horn lang, unteres wengier),  Metallica Gibson Les Paul (oberes kleines Horn und unteres Lang)
So einfach entscheidet man optisch, Sound und Gitarre und den ersten Kauf!

Die 1. Entäuschung

Man kauft sich nun anhand des optischen Eindrucks die Gitarrenform und danach hat man je nach Geldanlage die 1. teuere oder preiswerte  Entäuschung.
Die Finger sind z. Bsp nicht geeignet (Griffbrett kann z. Bsp nicht voll umgriffen werden) , das Instrument ist zu schwer, oder zu halslastig..  - die Gitarre fühlt sich einfach schlecht an.
Hier sollte man sich spätestens jetzt zugestehen, dass man Gitarren nicht kauft, sondern wie Schuhe zuvor "ausprobieren" muss.
Zur Vermeidung der 1. grossen Entschäuschung - nichts geht ohne das Fachgeschäft und dessen probierbaren Instrumenten.

Die 2. Enttäuschung

Relativ unsicher schlendert man mit mehr oder gar keinen Kenntnissen und 3-4 Akkorden ins Fachgeschäft.
Dort ist der kundige Fachberater gleich zu Stelle und zeigt einem da Sortiment an Gitarren. Man bekommt diese nacheinander in die Hand gedrückt - und hat nun das Gefühl - man fühlt die richtige Gitarre. Nach diesem Gefühl geht es dann mit dem Objekt der "Begierde" gesteuert über den Händler zum Verstärker - und siehe da - jetzt gehts ans Eingemachte - ich muss mich bzgl des Klangs entscheiden, ich muss spielen und das nach derFrage - welcher Verstärker, welches Effektgerät...     - hab ich es noch - ich wollte doch bloss eine E-Gitarre und was soll denn dann das mit dem Verstärker und den Effekten.
Nach minutenlangem Geklimper auf meinen mir 3 bekannten Akkorden , mit Echo, Hall , Chorus und vollem Volumen ..., stand ich nun da und hörte alles nur nicht den bekannten Sound, des Musikers mit der Gitarre.
Mit dieser Frustration ging ich erstmals, ohne Gitarre gekauft zu habe,n nach Hause - ich brauchte Verständnis, Information und Erklärung - ich brauchte Google!

Die 1. Erkenntnis

Nach tagelangem Suchen im Internet kam ich zur Erkenntnis, dass es im Internet nur um Sound, Verarbeitung, Material- Einstellungen und vielen Varianten zur Entscheidung geht - also 50000 geschätze Variablen, welche abgestimmt meinen Sound bringen würden.
Ab zurück ins Fachgeschäft - eine kurze Erklärung an den Händler und gekauft die gefühlt gute Gitarre (natürlich in rot) und dazu ein Multieffektgerät zur  Lösungsuche bzgl der 50000 Möglichkeiten. Den Ratschlag mir den passenden Verstärker nach der Variablen- und Soundsuche zu kaufen -befolgte ich.
Tagelang mit Kopfhörer und Multieffektgerät und geschätzten 200 gespeichteren Sounds kannte ich nun alle möglichen Effekt- und Tonvarianten für meine 3 Akkorde - das erste gespielte Lied war noch weit weg - zuerst muss der Sound stimmen - dann kommen die Lieder - geht doch einfach nicht anderst ? - ich kann ja spielen!!!

Die 1. Hardware

Mit der Kenntnisnahme den richtigen Sound über das Effektgerät zu haben wurde ich nun wieder beim Fachhänder vorstellig. Diemal muss der Verstärker gekauft werden!
Nachdem ich die Wunscheinstellungen des Multieffekts vorgetragen, hatte bekam ich die Empfehlung einen Marshall zu kaufen.
500 Euro mit Röhre zum Wärmen und sattem warem Sound - Bo-  Eh zu viel für mein Budget!
Aber macht nichs - Ebay wirds richten- also Marshall VS 30 (mit kleiner Röhre) gebraucht für 100 Euroen - wer sagt es denn!

Es ist nichts einfacher als das Einfache

Der VS 30 kam und er sollte mein Leben, mein Verständnis und die Methode Musik machen zu wollen -grundsätzlich ändern! (Rein vorweg - es lag nicht am Verstärker - sondern am Zufall!)
Nun nachdem der Verstärker da war, wollte ich "spielen". Die Gitarre an das Multieffekt - das Multieffekt an den Verstärker -  Schei..ade -  da fehlt ein Kabel, es war Sonntag und ich wollte "Spielen". Also den Verstärker dran  an die Gitarre mit dem einzigen Kabel - und den 2. Kanal.
Hier kam er nun - ich hörte den warmen Ton, ich sah meine Gitarre ich sah den Musiker - mein Sound.

Der Zufall oder Nichts verstanden?

Nachdem ich das Effektgerät verkauft hatte sind nun 2 Jahre vergangen. Aus den 3 Akkorden sind Lieder geworden, aus dem Sound ist ein Gefühl entstanden - mein Gefühl Musik zu machen. Da gibt es Beziehungen zu Balladen, Rock und Blues - doch beschreiben kann ich da ebensowenig wie ich dazu kam - ich glaube es die Wiedergabe eines persönlichen Lebensgefühls in Ton.
Ich hatte wohl Glück im Umstand, dass ich persönlich fündig geworden bin, aber hätte ich mich zuerst auf mein Gefühl verlassen wäre ich wohl einfacher und schneller ans Ziel gekommen - ich hätte erst "Spielen" sollen, dann hören und fühlen.

Was spiele ich nun?

Mich hat es zur Squier Classic Vibe 50 s gezogen. Fender Gitarren waren schon immer mein Ding  (Status Quo und so!). Die Stratform ist für meine Körpergrösse richtig und meine kurzen, dicken Finger kommen gut rum!
Der Verstärker ist geblieben und auch die Erfahrung, dass es auch in diesem einfachen Gitarren/ Verstärker - System Unerwartetes gibt!
Nachdem ich nach ca 1 Jahr (wahnsinng wie dies Saiten das aushielten) neue, 
vermeindlich orginale Saiten kaufte - bin ich 2 Wochen verrückt gewesen - ich hatte die Falschen gekauft mit wenig Nickel - und der warme Sound war weg! . Nun hab ich Ihn wieder (ich hatte mich im Internet kundig gemacht und nach zig anderen Saiten die Richtigen mit hohem Nickelanteil gefunden ) und  habe wieder dazugelernt - selbst Einfaches zu verstehen und beherrschen kann schwierig werden.
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