Durch diese Techniken werden 3D-Filme so plastisch und realistisch

Mag ich anklicken, wenn dieser Ratgeber hilfreich war
Durch diese Effekte wirken 3 D-Filme besonders plastisch und realistisch

3D-Filme sind seit dem Jahr 2008 verstärkt in den Kinos anzutreffen. Außerdem hielt die Technik Einzug in die heimischen Wohnzimmer. Mit dafür verantwortlich ist die Blu-ray Disc, welche genug Speicherplatz bietet, um einen 3D-Film in hochwertiger Optik auf einem entsprechenden Fernseher, Monitor oder Beamer auszugeben. Aber auch für DVDs gibt es einige dreidimensionale Filme und zeitweise laufen sogar Fernsehsendungen, die auf die dritte Dimension setzen. Bei eBay erhalten Sie alle notwendigen Geräte, um in den eigenen vier Wänden Filme mit Tiefenwirkung ansehen zu können. Darüber hinaus können Sie hier auch viele 3D-Filme erwerben.

3D-Filme gestern und heute – ein Blick in die Geschichte

Der erste 3D-Film wurde bereits im Jahr 1915 in New York gezeigt. Es handelte sich dabei um einen Testfilm. Im Jahr 1922 kam dann der erste dreidimensional wirkende Film in Spielfilmlänge heraus, der Stummfilm „The Power of Love". In der Folgezeit wurden immer wieder kürzere oder längere Filme in 3D gezeigt. Besonders in den 1950er-Jahren erlebte der 3D-Film in den USA eine Blütezeit, denn das Fernsehen stand dort in starker Konkurrenz zum Kino. Kinos setzten auf 3D, um die Zuschauer zurück in die Lichtspielhäuser zu holen. Jedoch konnte die damalige Technik die Besucher nicht überzeugen und so liefen 3D-Filme lange Zeit nur in bestimmten Erlebniskinos, die meist in Vergnügungsparks und ähnlichen Einrichtungen zu finden waren. Im Jahr 2008 kam dank neuer Projektionstechniken 3D in die Kinos zurück. Eine treibende Kraft dafür war wiederum der Versuch der Kinobetreiber, das Publikum wieder in die Zuschauersäle zu holen. Aber auch in den heimischen Wohnzimmern hielt die 3D-Technik Einzug. Heute ist die dritte Dimension nicht nur exklusiv den Kinos vorbehalten, sondern Sie können 3D-Filme auch zu Hause genießen.

Generelles zu 3D-Filmen und der dahinter stehenden Technik

Eigentlich ist für die gängigen 3D-Filme die Bezeichnung falsch gewählt, richtig wäre die Begrifflichkeit "stereoskopische Filme". Das liegt daran, dass echte Dreidimensionalität es erlauben würde, die Gegenstände auch aus anderen Betrachtungswinkeln anzusehen oder Objekte in unterschiedlicher Entfernung beliebig zu fokussieren. Solche echten dreidimensionalen Bilder kennen Sie vielleicht von Hologrammen, die man beispielsweise bei eBay kaufen kann. Bei stereoskopischen Bildern haben Sie hingegen nur einen räumlichen Eindruck von der Szenerie, können aber durch Änderungen des Blickwinkels keine weiteren Informationen vom Bild erhalten, sprich das frontal aufgenommene Auto nicht von der Seite ansehen. Um stereoskopische Bilder bzw. Filme zu erhalten, muss die Kamera zwei im Aufnahmewinkel leicht versetzte Bilder aufnehmen. Meist haben diese Kameras zwei Objektive, die etwa im Abstand der menschlichen Augen angebracht sind. Sie filmen also die Bilder, wie sie der Mensch sehen würde. Werden diese zwei aufgenommenen Bilder jeweils dem richtigen Auge gezeigt, baut das Gehirn daraus ein Bild mit Tiefenwirkung. Um zu erreichen, dass auf einem Bildschirm oder einer Leinwand die Augen zwei unterschiedliche Bilder erhalten, ohne dass sich die Bilder gegenseitig stören, gibt es unterschiedliche Techniken.

Pseudo 3D-Film mit dem Pulfrich-Verfahren mit der dazu notwendigen Brille

Einer der bekanntesten 3D-Effekte ist sicherlich der Pulfrich-Effekt. Hierbei handelt es sich um keine echte stereoskopische Darstellung, da hier nicht mit zwei getrennt aufgenommenen Bildern gearbeitet wird. Grundvoraussetzung für dieses Verfahren ist, dass der Film mit einer sich horizontal bewegenden Kamera aufgenommen wurde. Weiterhin wird eine Brille mit hellem und dunklem Sichtfenster benötigt. Wird nun der Film durch diese Brille angesehen, kommt das Bild, welches durch das dunkle Fenster gesehen wird, im Gehirn zeitverzögert an. Dadurch werden im Hirn zwei leicht versetzte Bilder wahrgenommen und es baut diese mit Tiefenwirkung zusammen. Vorteil dieses Verfahrens ist, dass auch jemand ohne Brille das Bild im Fernseher betrachten kann und es deutlich erkennt. Nachteil dieses Verfahrens ist, dass die Kamera sich immer gleichmäßig horizontal bewegen muss, was sich nur für kurze Filmsequenzen eignet, aber nicht für einen ganzen 3D-Film. Im Fernsehen gibt es ab und zu Naturdokumentationen zu sehen, die auf diesen Effekt setzen. Im Heimkinobereich spielt er keine Rolle.

Der Klassiker unter den Effekten für 3D-Filme – die farbanaglyphe Projektion

Meist wird diese Methode auch kurz als anaglyph bezeichnet. Hierbei werden beide Bilder gleichzeitig auf den Bildschirm oder die Leinwand projiziert. Um diese für das Auge zu trennen, benötigt der Betrachter eine spezielle Brille. Beim farbanaglyphen Verfahren hat diese Brille entweder die Farben Rot-Grün, Rot-Cyan, Rot-Gelb oder Grün-Magenta. Die zwei übereinander gelagerten Bilder auf der Leinwand oder dem Bildschirm sind in den Farben der Brille eingefärbt, und zwar so, dass der Farbfilter jeweils das richtige Bild für das richtige Auge herausfiltert. So bekommt jedes Auge die korrekte Bildinformation, um ein stereoskopisches Bild im Hirn entstehen zu lassen. Die farbanaglyphe Projektion war das erste Verfahren, um stereoskopische Bilder auf die Leinwand zu bringen. Sie hat den Vorteil, dass Sie 3D-Filme auf jedem Fernseher betrachten können. So gibt es etwa zahlreiche DVD-Filme, die farbanaglyph codiert wurden und 3D angesehen werden können. Als Tipp soll hier „Coraline" genannt werden. Dieser fantasievolle und kluge Film bezaubert Erwachsene wie Kinder gleichermaßen und nutzt in der DVD-Version die farbanglyphe 3D-Technik. Die Nachteile dieses Verfahrens liegen in der Natur der Farbfilter, d. h., das Bild ist farblich verfälscht, was nicht dem natürlichen Sehen entspricht. Auch können sogenannte Geisterbilder auftreten, da manchmal das Bild für das linke Auge nicht genau vom Bild für das rechte Auge getrennt werden kann. Außerdem benötigen Sie für dieses Verfahren spezielle Brillen, die allerdings sehr preiswert bei eBay verkauft werden.

Zuverlässig und kostengünstig – 3D Filme mit Polarisationstechnik

Die Polarisationstechnik arbeitet im Grunde genommen wie die farbanaglyphe Technik. Zwei Bilder werden übereinander gelagert auf den Bildschirm oder die Leinwand gebracht. Der Zuschauer braucht eine Brille, um diese Bilder für das linke und rechte Auge zu trennen. Allerdings setzt dafür die Brille auf die Polarisationstechnik. Dabei werden nur Lichtwellen mit einer bestimmten Ausrichtung durch die Brille gelassen. Hat nun das linke Brillenglas eine andere Polarisation als das rechte Brillenglas, kann gesteuert werden, welches Bild für welches Auge bestimmt ist. Auch die Polarisationstechnik ist ein alt hergebrachtes System, wobei früher lineare Polarisation genutzt wurde, die bei geneigtem Kopf kein 3D-Bild ermöglichte. Heute wird zirkulare Polarisation verwendet, bei welcher Sie den Kopf auch zur Seite beugen können und trotzdem den stereoskopischen Effekt sehen.

Um einen 3D-Film zu Hause betrachten zu können, der mittels Polarisation die Bilder für das linke und rechte Auge trennt, benötigen Sie einen entsprechenden Fernseher. Diese sind von namhaften Herstellern wie Philips oder LG bei eBay erhältlich. Oft wird die Polarisations-Methode auch als Passiv-3D-Technologie bezeichnet. Die Vorteile dieser Technik bei der stereoskopischen Darstellung von Filmen liegen auf der Hand: So bleiben die Farben der Bilder erhalten und der 3D-Effekt wirkt echt. Weiterhin sind die Polarisationsbrillen für die Fernseher preiswert, dadurch können auch mehrere Personen einen 3D-Film bei Ihnen zu Hause ansehen. Allerdings sind die einzelnen Polarisationssysteme und damit die Brillen nicht untereinander kompatibel. Das müssen Sie beim Nachkauf der Brille beachten. Der Nachteil dieser Technik liegt darin, dass die beiden Bilder sich die Auflösung des Fernsehers oder des Monitors teilen müssen. Haben Sie also ein Full-HD-Gerät mit 1900 x 1080 Pixel Auflösung, nutzt das Bild für das linke Auge die halbe Auflösung und das Bild für das rechte Auge genauso. Das stereoskopische Bild ist dann nur noch mit 950 x 540 Pixel aufgelöst. Filme in 3D, die mit dieser Technik arbeiten, sind auf Blu-ray Disc erhältlich und können bei eBay erstanden werden. Ein absolutes Muss für jeden 3D-Fan ist hier sicherlich der Film „Avatar". Dieser wurde sozusagen für die Stereoskopie gedreht, denn in 2D kann er seine Wirkung nur unvollkommen entfalten.

3D-Filme in Full-HD mit Beamer und Fernseher dank Shuttertechnik

Bei der Shuttertechnik werden nicht die beiden Bilder für das linke und rechte Auge gleichzeitig gezeigt, sondern im extrem kurzen Wechsel. Mithilfe einer Shutter-Brille können diese Bilder dann dem richtigen Auge zugeordnet werden. Dazu muss sich die Brille mit dem Fernseher oder Beamer permanent synchronisieren, damit sie das richtige Bild für das richtige Auge bereitstellt. Diese Technik hat den enormen Vorteil, dass die volle Auflösung des Fernsehers auch in das stereoskopische Bild einfließt. Bei einem Full-HD-Gerät haben Sie also auch Full-HD-3D. Auch für die Shuttertechnik benötigen Sie ein dafür ausgelegtes Fernsehgerät. Außerdem ist mittels Beamer die Shuttertechnik ebenfalls nutzbar und damit ideal für das private Heimkino. Nachteilig ist der relativ hohe Preis der Brillen, zudem sind sie schwerer als Polarisationsbrillen. Alle 3D-Filme auf Blu-ray Disc können Sie natürlich auch mit der Shuttertechnik bewundern. Genauso wie auf einem Display, das mit Autosteroeskopie arbeitet.

3D-Filme ohne Brille – Fernseher und Monitore mit Autostereoskopie

Einige Monitore und Fernseher, etwa der Toshiba 55Zl2, sind in der Lage, 3D-Bilder ohne Brille darzustellen. Dafür haben Sie auf der Bildschirmoberfläche Linsen, welche die Bilder für das linke und rechte Auge trennen. Allerdings muss der Betrachter bei diesen Displays eine bestimmte Sitzposition innehaben, um den Effekt zu sehen. Jedoch entwickeln die Hersteller immer ausgefeiltere Systeme, die etwa die Kopfstellung des Zuschauers registrieren und dementsprechend die Linsen ausrichten, sodass der 3D-Effekt bei nicht idealen Sitzpositionen trotzdem besteht. Auch wenn mehrere Zuschauer das Bild betrachten, kann es zu Problemen kommen, da nicht für jeden die Linsen optimal ausgerichtet werden können. Die Hersteller geben deshalb immer an, wie viele Personen maximal einen 3D-Film auf dem Gerät ansehen können. Der Vorteil dieser Technik liegt klar auf der Hand: Sie müssen keine Brille zum Fernsehen tragen. Der Nachteil ist, dass die Tiefenwirkung nicht so hoch ist wie bei der Shutter- und Polarisationstechnik. Auch kann nur eine begrenzte Zahl an Personen den Film ansehen. Der prominenteste Vertreter dieser 3D-Technik ist übrigens kein TV-Gerät, sondern der Handheld Nintendo 3DS.

Möchten Sie Ihr Wissen weitergeben? Erstellen Sie Ihren eigenen Ratgeber… Verfassen Sie einen Ratgeber
Weitere Ratgeber erkunden