Durch Abschirmung abgezockt! - Was machen? -

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RECHT

Was mache ich, wenn ich feststelle, dass ich durch Abschirmungstrick (Gebotsabschirmung) abgezockt worden bin? Kann ich mich wehren?

Dazu meine Ansicht:

Ja, ich kann mich wehren und mir mein Eigentum zurückholen. Die Frage ist nur, wird sich der Aufwand rechnen.

Ich würde dazu folgendermassen vorgehen

1. Den ganzen Ablauf der Sache gedanklich noch einmal nachvollziehen und prüfen, so weit es mir möglich ist, ob ich wirklich ein Abzockopfer geworden bin. Hierzu nochmal den Beitrag " ABSCHIRMUNG - eine Betrugsmasche die daneben gehen kann" lesen.

2. Den Beitrag  Zustandekommen eines Vertrages auf ebay   lesen um zu verstehen wie ein Vertrag überhaupt zustande kommt.

3. nachschauen, was ich noch an Unterlagen habe (Beweise).
  (z.B. Name und Anschrift der Person die meine Ware erhalten oder abgeholt hat, Rechnungen, Quittungen oder sonstige Unterlagen, die ich noch von meinem eigenen Kauf habe (Eigentumsnachweis); jede Art von Notizen oder Unterlagen die ich in diesem Zusammenhang noch finden kann).

4. mich selbst fragen ob sich der ganze hier zu betreibende Aufwand an Zeit und Geld überhaupt lohnen wird im Verhältnis zu dem mir entstandenen Schaden.

5. zur nächsten Polizeidienststelle gehen und um Rat fragen. Wenn es darum geht, personenbezogene Daten von den ausführenden Tätern zu bekommen, gibt es von dort die Möglichkeit, diese von den Betreibern der Auktionsplattformen wie ebay, Auvito, Amazon, hood & Co., zu beschaffen. Wer diesen Weg scheut, kann sich auch hier Rat holen: Sicherheit für Käufer .

Für mich würde ich durchaus eine Möglichkeit sehen, mir mein Hab und Gut wiederzuholen, oder wenn nicht, weil es bereits weiterverkauft wurde, Schadenersatz zu verlangen und einzufordern. Denn wenn ich durch Täuschung veranlasst worden bin und etwas weggegeben habe ohne dass den Umständen nach tatsächlich eine echte Willenserklärung zu einem Vertragsabschluß von mir vorgelegen hat, ist unter Umständen auch kein rechtswirksamer Vertrag (Kaufvertrag) zustande gekommen (auch wenn es so aussieht), und ohne rechtsgültigen Vertrag (wie z.B. bei Diebstahl oder Betrug) bzw. rechtliche Wirksamkeit, kann kein rechtsverbindlicher Eigentumsübergang erfolgen. Und ohne Eigentumsübergang bin ich immer noch Eigentümer und kann die Herausgabe meines Eigentums verlangen und/oder Schadenersatz einfordern. Die Aushändigung der Sache ist nur Besitzübergang, nicht Eigentumsübergang.

Der Andere ist zwar durch die Übergabe der Sache (unrechtmäßig) Besitzer geworden, aber eben nicht Eigentümer. Der Eigentümer bin wegen mangelnder Rechtsverbindlichkeit aufgrund der Täuschung nach wie vor ich geblieben! Besitz und Eigentum sind zwei verschiedene Begriffe, die aber aus Unwissenheit häufig gerne miteinander vermengt werden.

Allerdings wird der Weg der Wiederbeschaffung über Anfechtungsklage mit einem Herausgabeverlangen nicht einfach und ohne juristischen Beistand wohl kaum erfolgreich durchsetzbar sein und und Zeit und Kostenaufwand erfordern. Zwar können im Falle des Obsiegens auch die entstandenen Kosten als Schadenersatzlforderung beim Täter geltend gemacht und beigetrieben werden, aber ob sich der Aufwand dann gerechnet hat, ist schhlecht im Voraus zu sagen und muss auch in Relation zum Wert der Sache gesehen werden.

Hierbei auch gleich eine Warnung an potentielle Täter:
Bei einer Verfolgung der Tat können die resultierenden wirtschaftlichen Folgen hieraus für einen Täter schlimmer sein, als die Folgen aus dem Strafrecht!

Über Aussichten, Durchführbarkeit und Kosten sollte man sich aber anwaltlich beraten lassen.

Dieser Beitrag soll keine falschen Hoffnungen wecken, denn es wird nicht einfach werden, und Zeit- und Kostenaufwand sollten in einem wirtschaftlichen Verhältnis zu den Erfolgsaussichten stehen. Er soll aber auch Mut machen, so etwas nicht hinzunehmen und sich auch zu wehren, denn

ES GIBT IMMER EINEN WEG

(er muß ja nicht gerade bis nach Rom führen)


Aber der beste Weg ist immer die Vorbeugung!


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