DuMont Schnellkurs Architektur / Baatz, Willfried

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Denn: ich bekomme momentan ein paar Mal pro Tag einen riesen Schreck, wenn ich daran denke, was mir in Bezug auf die Uni im nächsten Jahr bevorsteht. Ich werde bald meine Magisterarbeit anfangen und in ziemlich genau einem Jahr meine mündlichen Prüfungen haben….das Problem: ich habe das Gefühl, ich habe nicht mal ansatzweise Ahnung von Kunstgeschichte. Ich habe es mehr schlecht als recht die letzten Jahre studiert, mich immer mehr auf Germanistik konzentriert, weiß schon ein paar Dinge, aber mir fehlt eben ein wenig der Überblick. Nun war ich am Überlegen, welche Themen ich in der Prüfung nehme, und da Architektur mir schon immer lag, habe ich mich unter anderem für die Architektur der Gotik entschieden. Zunächst jedoch nahm ich mir vor, mir einen kompletten Überblick zu geben, ganz von klein anzufangen und mich langsam tiefer in die Materie einzuarbeiten. Dadurch bin ich bei dem mir empfohlenen "Schnellkurs für Architektur" vom Verlag DuMont gelandet. Es hieß, man könne durch dieses Buch einen guten Überblick über die gesamte Architektur des Abendlandes bekommen, was mir äußerst willkommen war. Und der Vorteil: Man kann sich Bücher gebraucht kaufen! Ich musste also nicht mal den vollen Preis bezahlen… Für diejenigen unter euch, welche Bücher lieber neu erwerben: Neupreis: 14,90 Euro Meine Ausgabe ist von 1992, jedoch denke ich, dass nicht innerhalb von 14 Jahren die ganze Anschauung der Kunstgeschichte über den Haufen geworfen wird, es werden lediglich wohl die Bilder in den Ausgaben moderner und wahrscheinlich besser. Mir ging es jedoch vor allem darum, Fakten zu erfahren und zu lernen, wie die einzelnen Dinge dann aussehen, weiss man auch so, weil man sie doch irgendwie schon mal gesehen hat. Bebilderung: gezeichnete Anschauungsbeispiele…. ….man kann es auch als "süß" bezeichnen :) Nett gemacht, aber nicht sonderlich modern. Was mir persönlich jedoch nichts ausmacht. Was die Größe und den Seitenumfang des Buches angeht,… … kann man sagen, dass es wirklich sehr für die Lektüre für unterwegs geeignet ist. Das Buch misst ca.17x12 cm und ist in dieser Ausgabe von 1992 247 Seiten stark. Man kann es also problemlos in die Tasche stecken und einfach so in der Bahn lesen oder auch immer dabeihaben, wenn man sich auf einem kulturellen Trip in Italien oder was weiß ich wo befindet. Für mich als angehende Kunsthistorikern war es toll, nicht, wie sonst so oft, dicke Wälzer mit rumschleppen zu müssen, sondern sich auch mal "leicht" fortzubilden. Zumal ich sowieso lieber unterwegs als hinter dem Schreibtisch lese. Der Inhalt des Buches… … ist in Kapitel gegliedert, welche klar voneinander zu unterscheiden und chronologisch geordnet die einzelnen Epochen der Kunstgeschichte behandeln. 1. Die griechische Antike: wird als erstes Thema angeführt, hier folgen Unterkapitel, die zum einen Tempel und zum anderen Theater behandeln. Zu Beginn jedes Kapitels sieht man eine Zeittafel abgedruckt, die es dem Leser erleichtert, den Überblick zu bekommen und zu bewahren. Die geschichtlichen Eckdaten werden hier aufgezeigt. Anhand von Schaubildern werden wichtige Merkmale für jede Epoche, hier zum Beispiel Säulenordnungen, aufgezeigt. Sehr sinnvoll ist das in jedem Fall, da zumindest ich leichter lerne, wenn ich Bilder habe, die beschriftet sind und nicht nur einen Text zum durchlesen. 2. Weiter geht es mit der römischen Kaiserzeit. Diese Kapitel ist in die Unterkapitel "Tempel", "Basiliken", "Thermen", "Theater", "Amphitheater", "Triumphbogen", "Aquädukte und Brücken" und "Wohnhäuser" gegliedert. Meiner Meinung nach ist dies hier sehr anschaulich gestaltet, dass auch der Laie einen guten Überblick und Einblick in die Architekturgeschichte von ihren Anfängen an bekommt. Es werden alle zu der Zeit wichtigen Elemente der Baukunst behandelt, ausführlich genug, damit der Leser genug erfährt, aber nicht zu kompliziert. Der Text ist klar und verständlich geschrieben, ohne unnötige Fremd- und Fachwörter. Dies ist vor allem angesichts der Tatsache toll, weil viele Kunsthistoriker meinen, je schwieriger der Text geschrieben, desto qualitativ hochwertiger ist er auch. Also, sehr angenehm zu lesen. 3. Im Anschluss daran werden Frühchristentum und Byzanz und 4. Die Baukunst der Mauren besprochen. Alles nicht zu ausführlich, aber auch nicht zu knapp. Ich finde dies gut, weil dem Leser ja schon von Anfang an ein guter Überblick gegeben sein soll, jedoch die eigentliche Baukunst für viele ja erst ab der Gotik interessant ist (ich meine hier nicht die Bedeutung, sondern das Interesse, das man der Kunst entgegenbringt!!) 5. Weiter geht es in diesem Kapitel mit der Romanik und ihren Wallfahrtskirchen und der romanischen Plastik und in Kapitel 6 mit der Gotik und deren Sakralbau, auf die ich nicht weiter eingehen möchte. Schließlich sollt ihr ja selbst auch noch ein wenig selbst lesen ;) Kapitel 7 bis 10... behandeln die Kunst von der Renaissance, über das Barock, den Klassizismus, bis zum 19. Jahrhundert. Dies geschieht ausführlich auf knapp 80 Seiten. Auch hier werden die einzelnen Kapitel unterteilt in zu der jeweiligen Zeit wichtige Gebäudetypen, sodass der Leser einen guten Überblick erhält. Es werden Palazzi zum Beispiel in der Renaissance angesprochen, Schlösser im Barock. Auch gibt es hier ein eigenes Unterkapitel des Rokoko. Im Kapitel der Architektur des 19. Jahrhundert liegt der besondere Augenmerk auf dem Thema der Industriellen Revolution. Meiner Meinung nach etwas zu kurz kommt die Kunst der Moderne, jedoch lässt sich die Frage stellen, wie man die Kunst des 20. Jahrhundert in einem kurzen Überblick zusammenfassen soll. Diese ist hier auf 20 Seiten abgehandelt, zwar auch nicht weniger, als in den anderen Kapiteln, jedoch ist es klar, dass dieses Jahrhundert über weitaus mehr Kunstvielfalt verfügt, als die vorangegangenen. Es sind hier zu nennen, die Zeit der Art nouveau, Art deco, des Expressionismus, Brutalismus, Bauhaus und Funktionalismus etc. Jedoch kann ich hier sagen, dass es eigentlich ein recht guter Überblick ist um vielleicht zu merken, mit welchem Thema man sich doch noch mehr beschäftigen möchte. Hat man dies herausgefunden, kann man sich ja weitere Bücher zu diesem Thema kaufen. Einmal kur die wichtigsten Vorteile zusammengefasst: 1. Man kann sich einen guten ersten Überblick über die Architektur verschaffen. 2. Es sind sehr viele Fachbegriffe gut erklärt. 3. Alles ist anschaulich durch Bildschemata erläutert 4. Das Buch kann man gut auch gebraucht erstehen. 5. Im Anhang finden sich diverse Erläuterungen zu Baumaterialien, Begriffen, architektonischen Stilelementen, alles bebildert. 6. Das Buch ist handlich und man kann es gut in der Tasche verstauen. Noch was vergessen oder habt ihr noch fragen? Dann meldet euch kurz, bin etwas aus der Schreibübung und der Text ist noch etwas konfus;)
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