Dimmer selber einbauen - so geht's

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Dimmer selber einbauen - so geht's

Mit einem Dimmer lässt sich die Beleuchtung den jeweiligen Anforderungen anpassen. So können Sie zum Beispiel eine helle Beleuchtung zum Arbeiten oder gedimmtes Licht zum Entspannen schaffen. Viele Verbraucher haben angesichts der großen Auswahl unterschiedlicher Leuchtmittel und Dimmer allerdings Probleme bei der Auswahl der richtigen Produkte. In diesem Ratgeber erfahren Sie daher, welchen Dimmer Sie für welches Leuchtmittel verwenden können und wie Sie ihn selber einbauen.

 

Wie Sie dimmbare Leuchtmittel im Handel finden

Nicht jedes Leuchtmittel ist uneingeschränkt dimmbar. Zwar können Sie alle herkömmlichen Glühbirnen mit Glühfaden dimmen, allerdings sind die alten Glühbirnen durch EU-Gesetze nicht mehr für den Verkauf zugelassen. Alternativen sind LED-Leuchten, Halogenlampen und Energiesparlampen. Energiesparlampen lassen sich nur selten dimmen. Hierfür benötigen Sie spezielle Ausführungen, die von den Herstellern entsprechend als dimmbar gekennzeichnet sind. Dasselbe gilt für LED-Leuchten und Halogenlampen. Ob sie dimmbar sind, erkennen Sie an der Verpackung. Meist finden Sie hier die Aufschrift R, L oder C.

 

Welchen Dimmer Sie für welches Leuchtmittel einbauen müssen

Die Buchstaben R, L und C stehen für die elektronischen Lasten, die der Dimmer steuern muss: R steht für ohmsche Lasten, L für induktive Lasten und C für kapazitive Lasten. Die Art des Dimmers entscheidet bereits darüber, wie Sie ihn installieren. R-Dimmer werden nur noch selten verkauft, da sie hauptsächlich für normale Leuchten wie Glühbirnen verwendet werden. Meist müssen Sie deshalb zwischen diesen beiden Dimmern unterscheiden:

  • Phasenanschnittdimmer: Sie sind auf induktive Lasten (L) ausgelegt und dimmen Leuchten, die mit einem magnetischen Trafo betrieben werden. Dies sind hauptsächlich Halogenleuchten.
  • Phasenabschnittdimmer: Sie sind auf kapazitive Lasten (C) ausgelegt und dimmen Leuchtmittel, die mit einem elektronischen Trafo betrieben werden. In den meisten Fällen sind dies LED-Leuchten.

Der Einsatz des passenden Dimmers hängt also hauptsächlich vom Trafo ab, den Sie für das jeweilige Leuchtmittel benötigen. Einen Trafo benötigen Sie wiederum nur für Leuchtmittel, die nicht mit den üblichen 230 V Haushaltsstrom arbeiten.

 

Wie Sie Dimmer und Trafo bei Niedrigvolt-Lampen installieren

Niedrigvoltlampen sind alle Leuchtmittel, die mit weniger als 230 V arbeiten. Meist sind dies 12 V. Hierbei wird zwischen zwei Installationsarten unterschieden: der Installation auf der Primärseite und der Installation auf der Sekundärseite.

  • Installation auf der Primärseite: Dies bedeutet, dass der Dimmer vor dem Trafo eingebaut wird. Hierfür müssen Sie die drei Phasen, die farbig gekennzeichnet sind, in die entsprechenden Buchsen einschrauben. Sie installieren also zunächst den Dimmer (einen Phasenabschnittdimmer) in das Stromkabel, das zur Leuchte führt. Achten Sie hierbei darauf, dass Sie Ein- und Ausgang des Dimmers nicht verwechseln. Nach dem Dimmer installieren Sie auf dieselbe Weise den LED-Trafo. Nach dem Trafo wird das Leuchtmittel installiert.
  • Installation auf der Sekundärseite: Dies ist nur bei 12-V-Dimmern notwendig. Sie werden erst hinter dem Trafo installiert, da Sie die geringere Spannung von 12 V benötigen. Hierbei verwenden Sie einen Phasenanschnittdimmer.

Bei beiden Installationsarten verschwindet der unansehnliche Trafo in der Wand oder in der Zwischendecke. Den Dimmer selbst bauen Sie wie einen normalen Lichtschalter ein, sodass die Verkabelung später nicht mehr zu sehen ist.

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