Digitalpiano als Alternative

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Flügel, Klavier oder Digitalpiano - Eine echte Wahl.

Wenn Sie mit dem Gedanken spielen, an Stelle eines Klavieres oder Flügels ein Digitalpiano zu kaufen, oder auch statt eines digitalen Instruments ein akustisches Piano, dann möchte ich Ihnen mit diesem Ratgeber etwas Entscheidungshilfe leisten. Detaillierter Einstieg in die Qualitätsmerkmale von Digitalpianos und Keyboards ist nicht beabsichtigt, dazu gibt es bereits eBay-Ratgeber anderer Verfasser (am Ende dieses Ratgebers finden Sie passende Links). Doch möchte ich ein paar wesentliche Aspekte einander gegenüber stellen.

In den frühen 80er Jahren waren die ersten marktgängigen Digitalpianos sehr innovativ und ziemlich teuer. Mit vollem Tastenumfang, dynamischem Anschlag, gewichteter Klaviatur und anspruchsvoll aufbereitetem Klavierklang ließen sie die bis dahin üblichen "E-Pianos" weit hinter sich; doch haftete ihnen noch lange Zeit der zweifelhafte Nimbus des Möchtegern-Klavieres für Technikgläubige an. Inzwischen ist viel Zeit vergangen. Was damals Avantgarde war, gilt heute als einfach, ist aber in vielen Variationen immer noch aktuell, weil sehr viel preiswerter als irgendein akustisches Klavier zu bekommen. Doch insgesamt sind die Digitalpianos technisch, klanglich und äußerlich sehr viel besser geworden, es gibt sie jetzt in sehr professionellen und praktischen Varianten, wie auch als optisch ansprechende Wohnzimmer-Instrumente.

Als moderne anspruchsvolle elektronische Instrumente sind gute Digitalpianos früheren Zweifeln und Fragwürdigkeiten entwachsen. Sie bilden eine respektable Alternative zu den akustischen Klaviern und Flügeln, die sich - entgegen früheren Befüchtungen - weiterhin größter Beliebtheit erfreuen. Auf digitalen wie akustischen Pianos können Sie Klavier spielen. Doch es gibt charakteristische Unterschiede. Die gab es zwar von Anfang an, doch je besser die Digitalpianos werden, umso mehr setzt sich die Erkenntnis durch, dass das so auch in Ordnung ist und auf lange Sicht so sein wird.

Ein Digitalpiano

ist sehr vielseitig und mobil: Leichter Transport, geringer Platzbedarf, Spielen bei Tag und Nacht, zahllose verschiedene virtuelle Instrumente, Rhythmen, Klangteppiche, Effekte, Keyboardfunktionen, veränderte Tonhöhen und Tonarten, verschiedene historische Stimmungen, Speichermöglichkeiten, Komponieren-Bearbeiten-Abspielen, Begleitung anderer Musiker, musikalisches Entertainment, undundund... Da gibt es wirklich vieles, worüber Sie sich auf sehr eigenständige Weise freuen können. Zu alledem bieten Ihnen gute Digitalpianos anspruchsvolle "Klavierigkeit", hohe mechanische Qualität und den vollen 88-Tasten-Umfang. Ein gutes Digitalpiano ist heute ein vollwertiges modernes Musikinstrument. Darauf wird Ihnen das Musizieren Spaß machen - auch wenn nach wie vor gilt: Wer Klavier spielt, möchte das meist am liebsten an einem akustischen Klavier oder Flügel tun!

Ein akustisches Piano

ist groß, schwer, äußerst langlebig und hat eine starke optisch-handwerklich-musikalische Ausstrahlung: Es gibt nur jeweils ein individuelles Klangbild, dieses aber in unendlich vielen Varianten. Alle Töne werden beim Spielen direkt per Hand mechanisch erzeugt, in feinster Unterschiedlichkeit und großer Bandbreite. Alle angeschlagenen Töne, ob einzeln, gleichzeitig oder nacheinander, beeinflussen sich gegenseitig zu einem jeweils einzigartigen flächigen Klang, der über den Resonanzboden in den Raum verbreitet wird. Ein Klavier oder Flügel ist nach wie vor ein unnachahmlich lebendiges Musikinstrument, das Ihnen und Ihrem Spielgefühl eine unübertroffene Vielfalt dynamischer Feinheiten und Phrasierungen ermöglicht. Darauf wird Ihnen das Klavierspielen Spaß machen - sogar dann, wenn es technisch widerspenstig und etwas verstimmt ist. Was Sie bei einem Digitalpiano nicht befürchten müssen.

Ein bisschen Fachsimpelei...

Ein akustisches Piano hat 85 oder 88 Töne, die mit ca. 210-250 Saiten erzeugt werden. Für jeden Ton gibt es unzählige Lautstärke-Abstufungen, und diese jeweils kurz, lang, gebunden, gedämpft und ungedämpft und noch ein paar mehr. Wenn nun für die Klang-Herstellung eines Digitalpianos, sagen wir mal, 8 Varianten jedes akustischen Klaviertons in jeweils 50 Lautstärkestufen "gesampelt" werden müssen, dann wären das 400 Varianten pro Ton und ca. 35000 insgesamt. Die genauen Zahlen kenne ich nicht, es mag auch die Hälfte oder das Fünffache sein. Das spielt aber kaum eine Rolle; denn solche Größenordnungen sind bei den heutigen elektronischen Speicher-Möglichkeiten kein Problem mehr. Und darum klingen die heutigen Digitalpianos in den einzelnen Tönen und im Zusammenklang wirklich beachtlich gut.
Beim Klavier oder Flügel ist durch die flächige Klangabstrahlung jeder Tastenanschlag ein nahezu unverwechselbares Individuum, und die damit möglichen kombinierten Klangvarianten mit irgendwelchen der 88 Tasten sind praktisch unendlich zahlreich, die Vielfalt der Möglichkeiten ist milliardenfach größer als z. B. die der Lottozahlen. Eine solche klangliche Variationsbreite ist bislang nicht elektronisch kopierbar, und das dürfte sich in nächster Zeit auch schwerlich ändern.

Mein Fazit für Sie:

  • Ein Digitalpiano ist eine gute Wahl. Denn ein Digitalpiano ist ein eigenständiges Tasteninstrument mit gutem realitätsnahem Klavierklang und sehr vielseitigen elektronisch-musikalischen Möglichkeiten, respektablen mechanischen Eigenschaften und ansprechendem Äußeren.
  • Ein Klavier oder Flügel ist eine gute Wahl. Denn ein akustisches Piano ist nach wie vor ein eigenständiges Instrument mit einer unverwechselbar lebendigen Faszination im Äußeren, in der Mechanik und im Spielgefühl, sowie im Klang und seinen Feinheiten.

Für Kinder wie Erwachsene ist das Erlernen des Klavierspiels auf beiden Instrumenten-Typen möglich. Da sie jeweils ihre eigene unverwechselbare Faszination haben, sollten bei der Anschaffung die Motivationen und Vorlieben der lernenden Hauptpersonen maßgeblich mitentscheiden.

Es gibt übrigens auch Klaviere und Flügel mit "Silent"-Einrichtung. Das sind ganz normale akustische Instrumente, bei denen sich die Hämmer stumm schalten lassen, und dann wird mit den Tasten ein eingebautes Digital-Modul betätigt. Mechanisch ist das, im Hinblick auf das Klavierspielen, die beste Digital-Variante. Doch die Vielfalt elektronischer Möglichkeiten lässt sich bei einem reinen Digitalpiano, dank dessen Mobilität, wohl eleganter zum Einsatz bringen.

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