Digicam, Navi, Flachbild-TV -TIPPS VOM TECHNIK-N.E.R.D.

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Als jemand der sich schon immer für Technik-Trends und neue Entwicklungen im Bereich der Heim- und Unterhaltungselektronik interessiert hat und dabei auf zahlreiche z.T. berufliche Erfahrungen zurückblicken kann, möchte ich hier ein paar Tipps dazu geben:

 

-Digitalkameras

Nun zunächst mal ist zu klären ob Sie lieber eine kleine kompakte "Immer dabei"-Kamera suchen, eine Megazoomkamera (relativ kompakt und einfach zu bedienen aber mit größerem Zoom und mehr Gestaltungsmöglichkeiten) oder gleich eine digitale Spiegelreflexkamera. Der Unterschied zwischen diesen Kameras liegt nicht, wie man meinen könnte, in der Bildqualität, d.h. sie machen mit einer Spiegelreflex nicht automatisch bessere (technisch: z.B. schärfere oder gestalterisch: z.B. aussagekräftigere) Fotos! Einfach d.h. vollautomatisch können sie heute mit allen Modellen fotografieren. Sie haben mit einer Spiegelreflex (wenn sie sie auch tatsächlich mitnehmen und bedienen können!) aber die Möglichkeit ein Bild manuell nach ihren Vorstellungen zu komponieren und können dabei auf unzähliges Spezialzubehör (Wechselobjektive, externe Blitzgeräte ...) zurückgreifen.

Dabei gilt es aber einiges zu bedenken:

Sie haben bei einer digitalen SLR in der Regel keinen Vorschaumonitor, der ihnen die Motivsuche anhand des Monitors (wie bei kompakten Modellen) erlaubt. Nur ganz wenige SLR's bieten wenigstens eingeschränkt diese Funktion: z.B. Olympus E-330, Pentax K 100D

Sie entscheiden sich mit einer digitalen SLR für ein System: Canon, Nikon/Fuji, Minolta/Sony, Olympus/Panasonic, Pentax/Samsung, Sigma. Wenn sie bereits Besitzer einer analogen SLR des jeweilligen Systems sind könnte sich Systemtreue auszahlen. Bis auf Sigma sind aber eigentlich alle Hersteller interessant: Pentax und Minolta bieten einen ins Gehäuse integrierten Bildstabilisator und auch sonst die meiste Austattung fürs Geld, für Olympus gibts hochauflösende digitale Leitz-Objektive, Canon und Nikon haben die größte Auswahl und sind oft günstig in Sonderangeboten zu bekommen.

Digitale SLR speichern zumeist auf Compact-Flash Karten. Wenn sie also eine kompakte Digitale z.B. mit SD-Karten besitzen, brauchen sie für eine SLR andere Karten oder müssen sich für eines der folgenden Modelle entscheiden: Nikon D40/x/50, Pentax Ist DL/DS oder baugleiche Samsung, Pentax K 100D

Nicht zu empfehlen sind generell Kameras, die nur die teuren Memory-Sticks (Sony) oder die z.T. inkompatiblen XD-Karten (Olympus/Fuji) als Speichermedien akzeptieren.

Bei Kompaktkameras empfehlen sich Modelle mit gehäuseintegriertem Zoomobjektiv, d.h. solche bei denen das Objektiv beim Einschalten oder Zoomen nicht aus dem Gehäuse herausfährt - sie sind einfach robuster!

Metallgehäuse und die Möglichkeit mit normalen Mignon-Akkus/Batterien arbeiten zu können sind natürlich immer gut!

 

-Navigationsgeräte

Neben den fest eingebauten Systemen (sehr genau, da sie über Radsensoren verfügen und deswegen auch bei schlechtem Satellitenempfang immer wissen wo man sich gerade befindet - aber leider sehr teuer und eben nicht mobil!) boomen derzeit die tragbaren Navigationsgeräte! Neben den wenig empfehlenswerten Handy-Lösungen (die Route wird dabei jeweils einzeln berechnet und dann über einen kostenpflichtigen GPRS-Download ins Handy geladen - bei regelmäßigen Gebrauch sehr teuer) gibt es reine Navigeräte (oft mit Zusatzfunktionen wie MP3-Player oder Photo-Viewer) oder PDA's mit Navi-Software/Zubehör. Falls sie sowieso schon einen  PDA oder Pocket PC besitzen lohnt sich in jedem Fall dessen Aufrüstung. Sie kriegen bei ebay z.B. für ca. 30 Euro den kompletten und sehr empfehlenswerten ("baugleich" mit der preisgekrönten Falk-Software) Marco Polo Mobile Navigator (aktuell ist die Version 3) mit allen Karten von Westeuropa. Vom Preis-Leistungs-Verhältnis ist diese Software allen Konkurrenten (auch den hochgelobten Navigon und Destinator Softwareangeboten) überlegen. Einfach auf Speicherkarte überspielen, externen GPS-Empfänger anschliessen und los gehts.

Falls sie sich für ein reines Navigerät (ein sogenanntes PNA) entscheiden sollten sie auf folgendes achten:

Prüfen sie wie lange die Routeneingabe dauert! Auch wenn die Routenberechnung und -führung selbst in den Elektronikmärkten meist nicht zu auszuprobieren ist (weil kein Kontakt zu den Satelliten aufgebaut werden kann), sagt dieser Test schon eine Menge über die Qualität des Gerätes bzw. der Software aus: Nach welchen Kriterien kann das Gerät suchen - reichen Postleitzahl oder der Städtename allein aus? Macht das Gerät Suchvorschläge (oder muss man erst alle Namen vollständig eingeben) und wie lange braucht es dazu? Mit welcher Verzögerung arbeitet der Touchscreen? Wie groß und eindeutig gekennzeichnet sind die Tastflächen? Wie übersichtlich ist die Kartendarstellung des eingegebenen Zielortes?

Wenn sie die Möglichkeit haben, sollten sie ein Navigationsgerät natürlich auch praktisch testen! Erst dann erfahren sie wie präzise, rechtzeitig und unmißverständlich die Ansagen erfolgen, wie lange die Routen- und Routenneuberechnung dauert und wie gut die dynamische Kartendarstellung ist. Wichtig ist vor allem, daß das Gerat keine zweideutigen Ansagen macht, die Routenneuberechnung bei Umleitungen schnell erfolgt und das die Karte kontrastreich und ohne zuviele Details eindeutig (z.b. bei Kreisverkehren) dargestellt ist.

Meine persönlichen Favoriten: TomTom Go, Garmin Streetpilot/Nüvi oder Becker. Viel Gutes hört man auch über die Falk-Serie, aber diese kenne ich nicht persönlich.

 

-LCD oder Plasma-TV

Grundsätzlich sollte man sich im Klaren sein, das das bisher ausgestrahlte PAL-Signal ob analog oder digital (JA selbst digital übertragene Signale!) immer noch am besten auf einem Röhren-TV wiedergegeben wird. Hinzu kommt dass es noch einige Jahre dauern wird, ehe es wirklich ein breites Angebot an hochauflösenden Fernsehsendungen geben wird (und selbst dann wohl nicht kostenlos im Free-TV). Allerdings kauft man sich einen solchen Flachbildschirm ja auch nicht nur wegen eines besseren -, sondern wegen eines größeren Fernsehbildes (DVD und Videospiele sehen natürlich auch schon heute besser aus!) und wegen dem Design des Gerätes an sich. Schließlich sieht so ein Fernseher an der Wand ja viel besser aus, als ein Riesen-Kasten mitten im Zimmer...

Worauf gilt es zu achten:

HD-Ready Norm: Egal ob Plasma oder LCD, diese Norm stellt sicher, daß ihr neuer Fernseher wenigstens die Mindestanforderungen an hochauflösendes Fernsehen erfüllt (d.h. min. 720 vertikale Bildpunkte, einen digitalen Signaleingang (DVI oder besser HDMI) mit Kopierschutzschaltung (HDCP). Theoretisch ist natürlich "Full - " bzw. "True HD" mit 1080 x 1920 Bildpunkten noch schärfer, aber nur wenn auch tatsächlich eine Sendung in dieser Auflösung ausgestrahlt wird. Ansonsten passiert dasselbe wie jetzt schon beim PAL-Bild: Das Bild wird in der Auflösung einfach "hochgerechnet", ist dadurch aber nicht unbedingt besser - oftmals eher das Gegenteil!

Vergleichen sie die Bilder unterschiedlicher Geräte mit den jeweilligenWerkseinstellungen! Ich bin immer wieder schockiert wie unterschiedlich diverse TV's in Großmärkten eingestellt sind. Machen sie sich die Mühe die Bildparameter (Farbe, Helligkeit, Kontrast, Schärfe) aller Geräte die sie vergleichen wollen, erst auf die Standardwerte oder ihren persönlichen Vorlieben entsprechend einzustellen. Vergleichen Sie dann beim selben Programm und am besten auch zusätzlich noch mit einem DVD-Signal. Erst dann können sie wirklich zwischen den Geräten unterscheiden. Denn jeder gute TV kann auch einfach nur miserabel eingestellt sein...

Berücksichtigen sie die unterschiedlichen Betrachtungsabstände bei verschiedenen Bilddiagonalen. Ein größeres Bild sollten sie auch aus einem größeren Abstand betrachten und beurteilen als ein kleineres. Das sollten sie auch beim Einrichten ihres Wohnzimmers berücksichtigen. Um ein Bild mit einer Diagonalen über einem Meter dauerhaft vernünftig zu betrachten, sollten sie zuhause (im Laden darfs auch mal weniger sein) mindestens fünf Meter Abstand halten.

Videospiele (vor allem mit den neuen Konsolen), PC-Grafiken, Fotos oder DVD's sehen auf einem Bildschirm mit mindestens 1024 vertikalen Bildpunkten am besten aus, sind aber auch auf normalen HDTV's ein Hochgenuß.

Plasma oder LCD: Obwohl Plasma-TV's oftmals geringere Auflösungen haben als LCD's erscheinen ihre Bilder meist plastischer. Das liegt am deutlich höheren (ca 10x) Kontrast der Plasma-Geräte. Deswegen erscheinen auch die Farben, vor allem aber das Schwarz (wichtig bei Kinofilmen) deutlich klarer und satter. Außerdem ist ihr Betrachtungswinkel größer und sie haben seltener Bildruckeln. Das Einbrennen von Bildern (deswegen mussten auch PC's früher Bildschirmschoner haben) ist bei aktuellen Plasmas übrigens kein Thema mehr. Allerdings haben Plasma-TV's einen höheren Stromverbrauch und eine kürzere Lebensdauer als LCD's (keine Sorge: 10 Jahre sind aber immer drin und länger behält man so ein Gerät meistens eh nicht als Hauptgerät). Bei LCD's sind die Unterschiede zwischen den einzelnen Geräten meistens größer: achten sie auf ein natürliches und ruhiges Bild und auf das Bildruckeln bei Kameraschwenks. Bis zu 1m Bilddiagonale gibt es inzwischen sowieso nur LCD und ab 1,26 m fast nur Plasma (bis auf extrem teure Exoten) Geräte, deswegen erübrigt sich meist eine Entscheidung. Falls sie aber doch wählen, rate ich persönlich zu Plasma!

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