Dieses Zubehör können Sie beim Handywechsel weiterverwenden

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Tipps zum Zubehörkauf bei Handywechsel: Dieses Zubehör können Sie weiterverwenden

Die Vielfalt der unterschiedlichen Handyhersteller und Modelle ist riesig und jeden Monat erscheinen die neuesten Smartphones auf dem Markt. Was heute modern ist, kann morgen schon wieder veraltet sein. Da ist die Versuchung groß, sich immer wieder mit den aktuellsten Mobiltelefon-Exemplaren auszustatten. Es gibt viele Gründe für ein neues Handy: Vielleicht ist das alte nicht mehr funktionstüchtig oder weist immer mehr Macken und Mängel auf, vielleicht trug es beim Sturz oder einem Wasserbad irreparable Schäden davon oder eventuell läuft der alte Handyvertrag aus und der Mobilfunkanbieter lockt mit den neuesten technischen Errungenschaften. Die wenigsten Menschen behalten ihr Mobiltelefon viele Jahre lang – denn vor allem die hochtechnischen Exemplare sind sehr anfällig für Störungen und weisen keine lange Lebensdauer auf.

Das Problem ist häufig nicht der Wechsel an sich, sondern die Tatsache, dass zum Besitz eines Handys fast immer ebenfalls eine Vielzahl an Zubehörartikeln gehört. Die Anschaffung geht in der Regel mit spürbaren Ausgaben einher, und wenn Sie Ihr Handymodell austauschen, müssen Sie unter Umständen ebenfalls für Ersatz bei den zugehörigen Gadgets sorgen. Wenn Sie nicht bei jedem Neuerwerb von vorne anfangen wollen, erfahren Sie, welches Zubehör Sie eine längere Zeit und für viele Handys benutzen können und welches sich nicht dazu eignet.

Die Taktik der Handyhersteller – Hersteller-abhängiges Zubehör

Wohl allen Handyherstellern ist die Tatsache bewusst, dass sie zubehörtechnisch von allen Seiten durch Konkurrenz umzingelt sind. Daher haben sie sich eine raffinierte Taktik ausgedacht, um den permanenten Absatz von Zubehörartikeln zu gewährleisten. Bei Ladegeräten ist die Strategie besonders ersichtlich. Es gibt kaum zwei verschiedene Hersteller, die sich den gleichen Ladeanschluss teilen. So besteht nicht die Gefahr, dass die Geräte des Konkurrenten häufiger gekauft werden als die eigenen.

Vor allem der amerikanische Mobilgerätehersteller Apple hat diese Methode beinahe allumfassend perfektioniert. Die Mobilgeräte besitzen unter anderem weder einen USB-Steckplatz noch eine andere Schnittstelle zu markenfremden Exemplaren. Lediglich der Audioausgang ist mit Kopfhörern und Lautsprechern unterschiedlicher Hersteller kompatibel. Inzwischen existieren Ladegeräte oder Kabel, die über einen applespezifischen Stecker verfügen, jedoch nicht vom Unternehmen selbst hergestellt wurden, doch scheinen die iPads, iPhones und iPods nicht wirklich gut mit ihnen zu funktionieren. Sie erwärmen sich sehr schnell, die Ladezeiten dauern ewig und die Datenübertragungsgeschwindigkeit kann mit den Originalkabeln nicht mithalten.

Ladegeräte für Handys – kein Licht am Ende des Chaos-Tunnels

Europaweit gibt es viele verschiedene Ladegeräte für Mobiltelefone. Diese unterschieden sich voneinander nicht nur durch die herstellerspezifischen Eigenheiten, manchmal kommt es sogar vor, dass unterschiedliche Modelle einer Marke eigene Geräte zum Aufladen des Akkus benötigen. Dadurch müssen Verbraucher nicht selten zum neuen Handy auch eine neue Ladevorrichtung erwerben. Dies hat nicht nur einen finanziellen Aspekt – auch die Umwelt leidet darunter, wenn regelmäßig riesige Mengen der Elektrogeräte im Müll landen.

2009 brachte die EU-Kommission einen Vorstoß ins Rollen, der Vereinheitlichung forderte. Die größten Hersteller von Mobiltelefonen verpflichteten sich daraufhin freiwillig dazu, einheitliche Anschlüsse herzustellen. Das brachte zunächst den gewünschten Erfolg, doch lief die Selbstverpflichtung Ende 2012 aus und es scheint, als komme für die meisten Hersteller eine erneute nicht infrage. Die könnte den Grund haben, dass Unternehmen immer stärker nach neuen Lösungen, wie kabellosem Aufladen und Ähnlichem suchen und sich nicht auf einen Standard festlegen wollen. Für Sie bedeutet es, dass Sie auch in Zukunft wahrscheinlich viele unterschiedliche Geräte zum Aufladen Ihres Handys besitzen werden.

Ladegeräte von Fremdherstellern – eine gute Alternative?

Es scheint, als wären damit alle Fronten im Zubehörsektor geklärt und die Grenzen abgesteckt. Jedoch wollen auch andere ein Stück vom großen Kuchen abbekommen. Es gibt einen überraschend großen Markt für Zubehörhersteller, die Geräte anbieten, die mit Handys kompatibel sind, auch wenn sie nichts mit dem Hersteller des Telefons zu tun haben. Originalhersteller versuchen vor allem bei Ladegeräten, die Nutzer mit Warnhinweisen vor dem Kauf von Exemplaren fremder Unternehmen abzuhalten.

Dies hat einen berechtigten Grund. Meistens sind die Kopien deutlich minderwertiger verarbeitet und können, da sie häufig nicht vollkommen kompatibel zum Handysystem sind, großen Schaden anrichten. Es ist verständlich, dass es auf den ersten Blick verlockend erscheint, nur die Hälfte des Originalpreises für ein Gerät auszugeben, das vermeintlich ebenso gut funktioniert wie die Marken-Ausführung, doch könnte Sie die Ersparnis unter Umständen im Nachhinein teuer zu stehen kommen. Nämlich dann, wenn Sie ein neues Smartphone kaufen müssen.

Kopfhörer und Mikrofone – Zubehör, das Sie nicht wechseln müssen

Anders sieht es da bei Kopfhörern aus. Audiosignale werden im Kleinspannungsbereich in den meisten Fällen durch sogenannte Klinkenstecker übertragen. Alle wiedergabefähigen Geräte im Mobilgeräte-Sektor sind mit einer einheitlich großen Buchse ausgestattet, die mit allen gängigen Hörersteckern kompatibel sind. In der Praxis bedeutet das: Wenn Sie für das bisherige Telefon ein Kopfhörermodell besitzen, können Sie es bei allen Handys nutzen sowie bei Mobilgeräten wie MP3-Playern oder Tablets. Beachten Sie, dass einige der Stecker auch bei Kopfhörern über unterschiedliche Durchmesser verfügen. Sie können größer und auch kleiner als die handykompatiblen Modelle sein. Jedoch gibt es in diesem Fall diverse Klinke-Adapter, die die Größenverhältnisse ausgleichen. Genauso verhält es sich bei Mikrofonen. Auch sie verfügen über Klinkenstecker zur Signalübertragung und lassen sich an jedes Mobiltelefon anschließen.

Handytaschen und Schutzhüllen – auf die Größe kommt es an

In ihrer Funktionalität unterscheiden sich Handys nicht so sehr wie im Aussehen. Da wäre zum Beispiel die Größe: Während manche Mobiltelefone bequem in die Hosentasche passen, sehen andere mit ihren riesigen Displays mehr nach Tablet als nach Smartphone aus. Deshalb hängt die Antwort nach der Weiterverwendung davon ab, wie groß Ihr neues Modell sein wird. Bei Handytaschen ist es nicht schlimm, wenn ein kleineres Gerät in einem größeren Behältnis steckt, bei Cases und Schutzhüllen sieht es jedoch anders aus. Es muss eine genaue Passform gewährleistet werden, denn ansonsten verliert die Schutzvorrichtung eine der Grundlagen, auf der sie basiert, und büßt somit ihre Schutzfunktion ein. Ähnlich verhält es sich übrigens auch bei Schutzfolien. Sie könnten eine zu große Folie unter Umständen zuschneiden, doch ist diese zu klein, müssen Sie sich eine passende besorgen.

Gerätehalterungen für Handys können Sie nicht in jedem Fall behalten

Smartphones sind unglaublich vielseitig und ihre Funktionen unterstützen uns in vielen Situationen des alltäglichen Lebens. Das gilt auch für die Navigation. Jedes aktuelle Smartphone enthält ein integriertes und umfassendes Kartensystem, das Ihnen in vielen Ländern der Welt den Weg weisen kann. Da es bekanntlich nicht erlaubt ist, sich im Straßenverkehr mit dem Handy zu befassen, Sie aber trotzdem einen ungehinderten Blick darauf brauchen, empfiehlt sich eine Gerätehalterung, die Sie mit wenigen Handgriffen an der Frontscheibe anbringen können. Bei vielen Halterungen handelt es sich um Universalkonstruktionen, die sich flexibel an die Handygröße anpassen lassen. Sie machen jeden Handywechsel mit und müssen nicht wieder neu erworben werden.

Filigraner und dezenter wirken gegen die etwas klobige Form der Universalhalterungen sogenannte Halteschalen. Sie sind jedoch, ebenso wie Cases, von genauer Passform abhängig und müssen im Falle eines Wechsels wahrscheinlich ersetzt werden.

Eingabestifte für Touchscreens – praktisches Zubehör für Ihr Handy

Eines der Dinge, die die Welt der Telefone revolutioniert haben, sind die Flächen, die auf Berührung reagieren und mit denen alle modernen Mobilgeräte ausgestattet werden. Es ist schön, dass Smartphones superempfindliche hochfunktionale Touchscreens haben, die auf Berührungen reagieren. Weniger schön ist dagegen, dass jedes Tippen auf dem Bildschirm Fingerabdrücke hinterlässt. Besonders unterwegs haben Sie oft keine Möglichkeit, die Oberfläche sachgemäß zu reinigen und müssen nach einer Weile durch die hinterlassenen Abdrücke hindurchschauen.

Eingabestifte für Handy-Displays hinterlassen keine Spuren auf den Hochglanzoberflächen und Sie können auch nach stundenlanger Benutzung die Spiele und Videos auf glasklarem Display genießen. Sie sind für alle Typen von Mobiltelefonen geeignet, die mittels Touchscreen gesteuert werden, und können folglich auch einen Handywechsel überstehen. Es existieren ebenfalls zahlreiche elektronische Eingabestifte, die nichtsdestotrotz in der Regel nur für ein ganz bestimmtes Handymodell geeignet sind und nur in Verbindung mit diesem funktionieren. Es gibt auch hier herstellerunabhängige Modelle, doch weisen sie häufig nicht die gleiche reibungslose Funktionalität auf, wie die Originale.

Bluetooth reißt Schranken ein – so wird das Zubehör universell

Viele Menschen können sich nur noch dunkel an die Zeiten erinnern, als Kabelwirrwarr die Computertische und die Wohnzimmer vieler Wohnungen dominierte. Heutzutage spielen wir Konsolenspiele auf kabellosen Controllern, Computermäuse und Tastaturen nutzen Funktechnologie und wir hören laut Musik über unsere Handys. Die Bluetooth-Technologie macht viele Kabel und Anschlüsse überflüssig und nimmt im Bereich des Datenaustauschs bei Mobilgeräten immer größeren Stellenwert ein.

Die Methode wurde in den neunziger Jahren entwickelt und ist für Datenübertragung per Funktechnik zuständig. Nahezu jedes aktuelle Smartphone, verfügt über einen Sender und Empfänger mithilfe derer den Nutzern eine Vielzahl an Möglichkeiten zur Verfügung stehen. Da wären beispielsweise kabellose Kopfhörer und Headsets, die Anschlüsse an Smartphones und ähnlichen Geräten in Zukunft unnötig machen. Fotos, Videos und andere Dateien können hersteller- und modellunabhängig und schnell ausgetauscht werden und Musik wird via Bluetooth auf der heimischen Stereoanlage abgespielt. Die maximale Entfernung ist nicht sehr groß, doch spielt das in der Praxis kaum eine Rolle.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Sie in den meisten Fällen die Möglichkeit haben, Ihr bereits vorhandenes Zubehör weiterhin zu nutzen, wenn Sie sich ein neues Handy kaufen. Durch die rasanten technischen Fortschritte verwischen viele Grenzen, die Modelle unterschiedlicher Hersteller trennen.

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