Dieses Zubehör für Gartentore sollten Sie sich anschaffen

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Gartentore selber einbauen: Dieses Zubehör sollten Sie sich anschaffen

In Abhängigkeit zum Material und der Art der Zaunsysteme – Maschendraht oder Matte – halten Sie sich penibel an die Montageanleitung, wenn Sie vorhaben, ein Gartentor selbst aufzubauen. Pfusch und Ungenauigkeit führen zu Problemen: Das Gartentor schließt nicht richtig oder verzieht sich mit der Zeit. Umgehen Sie diese Einschränkungen in der Funktion und gehen Sie Schritt für Schritt bei der Montage vor. Bevor Sie mit der Anschaffung des Gartentores beginnen, sollten Sie das nötige Zubehörmaterial bereitlegen, wenn Sie kein vollständiges Set einer Zaunanlage erworben haben. Insbesondere bei gebrauchten Gartentoren müssen Sie einige Bauteile und Details erneuern, da diese nach gewisser Zeit Verschleißerscheinungen zeigen. Auf welche Zubehörteile kommt es beim Bau des Gartentores an?

Das Torschloss – das Herzstück der Gartentore

Das Gartentor sollte Fremde daran hindern, des Nachts, tagsüber und vor allen Dingen bei Ihrer Abwesenheit in das Innere Ihres Grundstücks einzudringen. Besorgen Sie sich einen hochwertigen Schlosskasten und installieren Sie diesen nach Vorschrift. Verschließen Sie mit einem Sicherheitsschlüssel das Gartentor. Die Schlosskästen sind bei einem Schlüsseldienst oder Baumarkt in vorgefertigter Form erhältlich. In den meisten Gartentoren ist an dieser Stelle bereits ein Hohlraum, in Holztoren kann der Hohlraum selbst eingelassen werden. Mithilfe eines 17er-Bohrers bohren Sie die entsprechenden Löcher direkt in das Material der Tür. Ränder, die bei der Bohrung in Holztoren entstehen, entfernt ein Stechbeitel. Nachdem Sie den Schlosskasten eingeführt haben, wird dieser mit den dafür vorgesehenen Schrauben fixiert. Erst im Anschluss schieben Sie Schloss und Türklinke ein, um diese mit einer Blende zu verschließen.

Viele der Torschlösser, die es für Gartentore gibt, sind bereits vormontiert. Wollen Sie den Anschlag abändern, bauen Sie das Schloss aus und drehen den Riegel um 180 Grad. Wenden Sie Zange und Inbusschlüssel an, so sind Sie in wenigen Minuten fertig. Das Schloss verschrauben Sie an der vorgesehenen Stelle – die Torscharniere müssen in den Pfostenlöchern verschraubt werden. Dabei gilt es, einen exakten Abstand zu wahren. Die meisten Schlösser hat der Hersteller serienmäßig auf DIN links eingestellt.

Drückergarnitur: Drücker und Knäufe für Ihr Gartentor auswählen

Tür und Tordrücker sowie Knäufe können aus Aluminium, Edelstahl oder schmiedeeisernem Material gefertigt sein. Natürlich sind die Drücker beidseitig verwendbar und mit einem entsprechenden Montageschild fest verbunden. Dieses benötigen Sie, um die Drücker am Torschloss zu verschrauben. Der Unterschied zwischen einem Drücker und einem Knauf besteht in dem Mechanismus der Öffnung des jeweiligen Gartentores. Befragen Sie die gesamte Familie oder Ihren Partner nach den Wünschen im Bereich des Knaufs. Hier sind keinerlei richtungsweisenden Tendenzen oder ausschlaggebende Vor- und Nachteile auszumachen.

Bei einem Knauf drehen Sie einen kreis- bzw. kugelförmigen oder rechteckigen Griff, um das Schloss zu öffnen. Bei der Klinke oder dem Drücker schieben Sie diesen einfach Richtung Boden und die Tür steht Ihnen offen. Beidseitige oder doppelte Knäufe schieben Sie in die Schlossnuss und verschrauben diese im Anschluss fest. Einige der Knäufe verfügen im Verschluss über eine elastische Feder und verhindern das Verhaken der Mechanismen miteinander. Vor dem endgültigen Abschluss der Befestigung gilt es, die Made anzuziehen – eine Schaube, die sich unter dem Knauf befindet. Diese bricht in das Innere ein und verleiht dem Torknauf nochmalig Festigkeit und Stabilität.

Zubehör: Torbänder, Federn und Torfeststeller anschaffen

Das Torband besteht aus einem u-förmigen Bügel, daran befinden sich zwei Löcher, so findet es an den beiden Pfosten Halt. Hinzu kommen die Gewindestangen. Die Torbänder ermöglichen eine 180-Grad-Öffnung jedes Gartentores und sind an jedem Flügel zumeist doppelt zu finden. Werfen Sie einen Blick in das Datenblatt des Gartentores, ob diese Zubehörteile im Lieferumfang bereits enthalten oder schon verschraubt sind. In der Montage lassen sich die Bänder auf drei Ebenen verbauen. Torbänder werden auch in Form von Rollen zum Zwecke des Anschweißens hergestellt oder in Zusammenhang mit einer Einschweißmutter oder Maurerhülse.

Betrachten Sie sich die örtlichen Gegebenheiten. Wo soll das Tor eingebracht werden? – In das Mauerwerk, den Zaun oder in Holzmaterial? In dieser Abhängigkeit sollten Sie das passende Zubehör besorgen. Bestehen in diesem Bereich Unklarheiten, helfen die FAQ des Herstellers weiter, da mit Sicherheit bereits zahlreiche Handwerker diese Fragen und Probleme beantwortet wissen wollten. Nur wenn Sie fragen, besteht die Möglichkeit, eine Hilfestellung zu erhalten – nur keine falsche Scham.

Verschleißteile: Austausch der Torfedern am Gartentor

Torfedern müssen in regelmäßigen Abständen erneuert werden, da diese sich mit der Zeit abnutzen. Sie gehören im Bereich der Gartentore zu den Verschleißteilen. In der Regel befinden sich auf der linken und rechten Seite der Schwingtore Zugfedern. Kommt es zu einem einseitigen Bruch einer Feder im Gartentorbereich, müssen Sie auch die anderen Federn austauschen. Die Hersteller gehen davon aus, dass die bestehenden Federn ebenfalls ihre Belastungsgrenze erreicht haben. Sie dürfen die Federn nicht nach eigenem Belieben austauschen, da diese mit den definierten Bestätigungszahlen versehen sind.

Insbesondere die manuell betriebenen Gartentore fallen schnell wieder zu, wenn Sie diese nicht festgestellt haben. Passiert dies beim Durchfahren mit dem eigenen Auto, ist der Lackschaden perfekt und keine Versicherung kommt für den selbst verschuldeten Schaden auf. Fest und sicher sind nur die Torfeststeller, wenn sie nicht schon zum Zubehör Ihres Gartentores gehören. Die Torfeststeller können aus zwei Teilen bestehen. Ein Teil wird im Boden installiert, ein anderer im unteren Bereich des Tores. Öffnen Sie dann Ihr Gartentor, so sollte der obere Teil in dem unteren sicher einrasten. Andere Torfeststeller rammen Sie in den Boden, vorausgesetzt Sie haben den Bereich der Toreinfahrt nicht komplett gepflastert oder ein Loch für den Torfeststeller hinterlassen. Von Bauklötzen oder Steinen ist dringlichst abzuraten, da gerade bei starkem Wind ein Holzklotz die wirkenden Kräfte nicht aufhalten kann.

Zubehör: Torkloben im Bereich der Gartentore

Neben den festen und korrosionsbeständigen, schmiedeeisernen Tor- und Türbeschlägen benötigen Sie die Torkloben. Diese können im Bereich der Tore und Türen angebracht werden. Das Türscharnier setzen Sie direkt in die Kloben ein. Achten Sie darauf, dass die Kloben in einem exakten Abstand (wie das Scharnier der Gartentore) angebracht sind. Andernfalls ist alle Mühe der Montage umsonst, denn das Gartentor wird nicht in die Kloben passen. Diese Materialien gelten nicht als Verschleißteile, da sie aus widerstandsfähigen Metallen bestehen und nach einiger Zeit höchstens ein quietschendes Geräusch hören lassen, jedoch niemals unbrauchbar werden. Dem nervenden Quietschgeräuschen rücken Sie mit einem guten Schmiermittel zu Leibe.

Komfort am Gartentor: Handsender und Funkbetrieb

Entscheiden Sie sich für den elektrischen Funkbetrieb an Ihrem Gartentor, dann wollen Sie dieses ohne Betätigung des Knaufs via Knopfdruck auf einen Handsender öffnen. Besorgen Sie sich im Fachhandel eine Funknachrüstung und installieren Sie diese am Türschloss des Gartentors. Zumeist muss das gesamte Schloss entnommen und ausgetauscht werden, denn durch den Druck auf den Handsender geben Sie einen Impuls an das Schloss weiter. Es springt auf und die Tür steht offen. Beachten Sie beim Einsatz dieser Technologien die vorgeschriebenen Prüfsiegel, denn diese gewährleisten Sicherheit bei möglichen Einbrüchen. Natürlich sollten sich die Knäufe auch bedienen lassen, wenn ein technischer Defekt oder eine Funktionsstörung vorliegen sollte.

Sichtschutzbänder und Matten selbst einbauen

Soll Ihr Grundstück vor fremden Blicken geschützt werden, empfiehlt sich die Anschaffung von Sichtschutzbändern oder Sie wählen von Beginn an ein blickdichtes Gartentor. Entscheiden Sie sich für diese lamellenförmigen Bänder, lassen sich diese zumeist mit den Mattenzäunen kombinieren. Ziehen Sie die Lamellen einfach durch die einzelnen Drähte; hier finden diese einen sicheren und dauerhaften Halt. Um einen gewissen optischen Effekt zu erzielen, nehmen Sie Abstand von den tristen Schwarztönen, sondern wählen Sie ein frisches Grün – obwohl dies selbstverständlich dem subjektiven Geschmack des Grundstücksbesitzers unterliegt.

Wie Sie die Sichtschutzbänder montieren

Am Maschendraht knüpfen Sie das pflegeleichte und robuste Vlies an. Es sichert das Grundstück zuverlässig gegen fremde Blicke und kann zudem über mehrere Jahre am Zaun verbleiben, ohne Löcher oder Risse aufzuzeigen. Beim hölzernen Gartentor ist ein zusätzlicher Blickschutz zumeist nicht nötig, da die breiten Zaunlatten, in einem dichten Abstand angebracht, kaum einen Blick hindurchlassen. Hier entsteht aber ein erheblicher Pflege- und Wartungsaufwand. Sie müssen im Frühjahr und im Herbst den Zaun mit einer Lasur streichen, um diesen vor den widrigen Witterungsbedingungen zu schützen. Sie investieren in ein Holztor zusätzliche Zeit und Arbeit sowie wiederkehrende Kosten für die Lasuren. Dies mögen nur einige Gründe sein, warum viele von der Anschaffung eines Holztores Abstand nehmen.

Fazit: Gartentore einbauen mit dem passenden Zubehör

Um auf Nummer sicher zu gehen und die Installation nicht wegen fehlendem Zubehör zu unterbrechen, sollten Sie sich vorab den Lieferumfang der Gartentore genau ansehen. Gerade Schloss, Scharniere und Installationsteile sowie das nötige Werkzeug, wie Bohrer, Schraubenzieher oder Hammer, müssen vor Ort bereitliegen. Im Nachhinein können Sie einen Gartentorstopper, den elektrischen Funkbetrieb oder einen Sichtschutz nachrüsten. Die Hersteller helfen in einem Support- und Serviceteil mit den FAQ – den häufig gestellt Fragen – oder durch eine Hotline, mit der erfahrene Mitarbeiter jedem Kunden und Zaunbauer Rede und Antwort stehen. Im Zweifelsfall lassen Sie Ihr Gartentor von einem Profi-Handwerker vor Ort installieren und gehen so auf Nummer sicher.

Insbesondere bei gebrauchten Toren sollten Sie vor der Abholung oder dem Abschluss des Kaufs mit dem Verkäufer in Kontakt treten. Die Verschleißteile, wie etwa Federn, gilt es vor der Installation noch einmal zu prüfen und gegebenenfalls auszutauschen. So gehen Sie späteren Defekten oder Reparaturen von Beginn an aus dem Weg und haben ein voll funktionstüchtiges Gartentor, das Ihnen über viele Jahre hinweg zuverlässige Dienste leistet. Sollte es jedoch wirklich mal kaputt gehen, können Sie bei eBay natürlich neue Gartentore kaufen.

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