Dieses Equipment benötigen Sie, um Motorrad- und Autoteile fachgerecht zu verzinken

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Dieses Equipment benötigen Sie, um Motorrad- und Autoteile fachgerecht zu verzinken

Zink schützt Metalle wie zum Beispiel Stahl und Eisen vor Korrosion und verhindert, dass Rost entsteht. Diese Eigenschaft des Zinks macht man sich in verschiedensten Bereichen zunutze, sehr oft werden auch Motorrad- und Autoteile verzinkt, um der Korrosion entgegenzuwirken. Was man zum Verzinken benötigt und worauf dabei zu achten ist, erfahren Sie hier.

 

Zink als Korrosionsschutz: Wissenswertes zur Wirkungsweise des Zinks

Stahl- und Eisenteile rosten über kurz oder lang, wenn sie nicht entsprechend behandelt werden. Zink bietet sich als idealer Korrosions- und Rostschutz an, da es aktiv und passiv verhindert, dass Metalle rosten. Aktiv entsteht durch das Verzinken eine Barriere, passiv fungiert Zink als sogenannte Opferanode, was bedeutet, dass das Zink als Schutzschild für die darunter liegenden Metalle mit der Zeit selbst durch den Prozess der Korrosion zerstört wird.

 

Näheres zu den verschiedenen Verfahren des Verzinkens

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, Bauteile aus Stahl zu verzinken. Sinn und Zweck dieses Verfahrens ist es, den Stahl mit einer Schicht aus Zink oder aber einer Zinklegierung zu versehen, um ihn vor Korrosion zu schützen. Beim Feuerverzinken wird das Bauteil aus Stahl in eine Schmelze aus flüssigem Zink eingetaucht, sodass ein metallischer Überzug entsteht. Beim galvanischen Verzinken werden die Bauteile nicht in eine Zinkschmelze, sondern in einen Zinkelektrolyten getaucht. Dabei fungiert das Werkstück als Kathode und die Elektrode aus reinem Zink als Anode. Beim Sherardisieren werden die Metallteile in einer geschlossenen, rotierenden Trommel mit Zinkpulver bei Temperaturen von 300 bis 500 °C erhitzt. Durch die hohe Temperatur verbindet sich das Zink mit dem Metallteil. Beim mechanischen Verzinken erfolgt der Auftrag von Zinkstaub ohne Wärmeeinwirkung durch eine Art Aufhämmern. Eine weitere Option ist auch Zinkspray.

 

Do it yourself: was zum Verzinken benötigt wird und worauf zu achten ist

Wer lieber selbst Hand anlegt und Auto- oder Motorradteile selbst verzinken möchte, der kann dies ebenfalls tun. Es gibt zum Beispiel entsprechende Sets zu kaufen, die alles enthalten, was man zum Verzinken braucht: Werkzeuge, auch Handhabe genannt, Elektrolytflüssigkeit, eine Kontaktplatte, Elektroden und Pads. Zunächst sollte man kontrollieren, ob sich am zu verzinkenden Teil Rost befindet. Ist dies der Fall, muss der Rost vor dem Verzinken gründlich entfernt werden, da Zink sonst nicht haften kann. Dann muss man die Handhabe und das zu verzinkende Metall über die Elektroden mit der Stromquelle verbinden, die anschließend eingeschaltet wird. Das Werkzeug wird dann mit Elektrolyt getränkt, wobei überflüssiger Elektrolyt abgestreift wird. Daraufhin streicht man mit einem feuchten Pad über das zu verzinkende Bauteil. Durch dieses Vorgehen wird die Elektrolyse in Gang gesetzt, indem leichter Strom, der weder gefährlich noch spürbar ist, fließt. Die Oberfläche des Werkstücks verfärbt sich schon nach kurzer Zeit, die Zinkoberfläche ist nach wenigen Minuten zu erkennen. Alles, was Sie für ein erfolgreiches Verzinken benötigen, finden Sie bei eBay.

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