Dieser Strandkorb passt auf Ihre Terrasse

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Dieser Strandkorb passt auf Ihre Terrasse

Was Sie über Strandkörbe für die Terrasse wissen sollten

Der Strandkorb gehört inzwischen zum klassischen deutschen Kulturgut. Als im 18. Jahrhundert der Badebetrieb an Nord- und Ostsee gesellschaftsfähig wurde und die ersten Kurbäder entstanden, wurde nach Sitzmöbeln für den Strand gesucht, die auch vor neugierigen Blicken zu schützen vermochten. Neben den auch aus England bekannten Badehütten und Badekarren entwickelten deutsche Korbmacher den Strandkorb, dessen Form sich im Laufe der Jahrhunderte kaum verändert hat.

Mit diesem Ratgeber möchten wir Sie über den Aufbau und die Modellvielfalt moderner Strandkörbe vertraut machen. Sie werden inzwischen nicht mehr nur an den Stränden der Nord- und Ostsee eingesetzt. Die Anzahl der Bestellungen aus dem Binnenland, wo Strandkörbe im Garten und auf Terrassen als bequeme und optisch interessante Sitzgelegenheit eingesetzt werden, erhöht sich von Jahr zu Jahr. Damit auch Sie den passenden Strandkorb für Ihre Terrasse auswählen können, können Sie sich zunächst einen Überblick über die unterschiedlichen Strandkorbmodelle verschaffen. Strandkörbe gibt es inzwischen nicht nur in der klassischen Standardausführung für zwei Personen. Damit ist der Strandkorb auf Ihrer Terrasse auch eine perfekte Sitzgelegenheit für Ihre Partygäste.

Der Aufbau eines traditionellen Strandkorbs

An Form und Aufbau eines Strandkorbs hat sich seit Anfang des 20. Jahrhunderts wenig verändert. Die Höhe beträgt etwa 1,60 Meter, die durchschnittliche Breite für ein zweisitziges Modell liegt bei etwa 1,20 Metern, und ein herkömmlich aufgebauter Strandkorb wiegt etwa 70 bis 80 Kilogramm. Damit ist klar, dass Sie Hilfe brauchen werden, um den Strandkorb auf der Terrasse auf die richtige Position zu stellen. Die Basis bildet ein Bock, der gewöhnlich aus Kiefer- und Fichtenholz, in einigen Modellen auch aus Birkenholzmultiplex- oder Schichtholzplatten hergestellt wird. Exotischere Modelle zeigen gelegentlich auch einen Bock aus afrikanischem Iroko- oder asiatischem Teakholz. Auf jeden Fall sind alle Holzteile eines Strandkorbs gegen Witterungseinflüsse behandelt worden. Diesen Holzschutz sollten Sie jedoch von Zeit zu Zeit erneuern. Mit diesem Bock verschraubt sind die Seitenteile, an denen zwei Tragegriffe angebracht sind. Das in das Dach übergehende Rückenteil wird beim Strandkorb als Haube bezeichnet. Die Haube wird am Bock mit Metallschlaufen befestigt. Damit bleibt sie beweglich und lässt sich in mehreren Stufen nach hinten verstellen. Seitenteile und Haube haben einen Rahmen aus Holz, der früher mit einem Korbgeflecht gefüllt war. Inzwischen werden fast 100 Prozent aller Strandkörbe mit einem Kunststoffflechtwerk ausgefüllt, das in der Optik aber dem natürlichen Korbgeflecht sehr ähnlich sieht. Damit entfällt der früher notwendige Ölanstrich, der das Geflecht vor Witterungseinflüssen schützen sollte. Wenn heute noch natürliches Material für die Produktion von Strandkörben verwendet wird, handelt sich dabei meist um Bambus oder Rattan. Strandkörbe aus natürlichem Weidengeflecht sind fast vollständig auch dem Angebot verschwunden.

Der herkömmliche Strandkorb von innen und besondere Modelle

Der Strandkorb soll nicht nur vor Witterungseinflüssen schützen und einen Sichtschutz bieten, sondern auch als bequeme Sitz- oder Liegegelegenheit dienen. Die Sitzflächen werden deshalb mit hochwertigem Kunststoff gepolstert. Für den Bezug können sowohl imprägnierter Markisenstoff als auch PVC-Folie verwendet werden. Da sich PVC-Folie im Sommer sehr stark aufheizt, sind für den täglichen Gebrauch auf der Terrasse Strandkörbe mit einem Stoffbezug im Inneren eher geeignet. Einen erheblichen Teil seiner Bequemlichkeit bekommt der Strandkorb durch die ausziehbaren und gepolsterten Fußkästen. Außerdem verfügen die meisten Modelle über mit Drahtbügeln eingehängte Seitentischchen, die als bequeme Ablage dienen. Während Strandkörbe überwiegend aus weißem oder naturfarbenem Geflecht bestehen, sind die Bezugsstoffe oder PVC-Folien im Inneren häufig sehr farbenfroh und auffällig.

Heute sind Strandkörbe zum Beispiel auch in einer Single-Version als Einsitzer erhältlich. Aber auch Strandkörbe für bis zu fünf Personen werden inzwischen hergestellt. Hier ist dann auch eine zusätzliche Innenausstattung vorgesehen. Aufklappbare Sitze, integrierte verschließbare Fächer und größere, gleichwohl abnehmbare Tische bieten viel Komfort. Besonders die großräumigen Strandkörbe werden heute auch in Luxusversionen angeboten. Sie enthalten dann zum Beispiel eine eingebaute Heizung, ein Barfach mit Kühlschrank oder eine Musikanlage.

Der Bock eines Strandkorbs für mehr als zwei Personen ist häufig auf einem drehbaren Untergestell angebracht, das über ein Kugelkranzlager verfügt. Strandkörbe für die Terrasse sind inzwischen häufig mit Rollen am Unterbau versehen, damit sie leichter hin und her bewegt werden können. Belastungsfähige Rollen für jeden Strandkorb kann man als Zubehör auch einzeln kaufen und selbst montieren.

Modell Nord- oder Ostsee – wo liegen die Unterschiede?

Qualitativ besteht zwischen diesen beiden Bauformen keinerlei Unterschied. Bei beiden Strandkorb-Variationen handelt es sich um sogenannte Halblieger, deren Rückenfläche bis zu einem Winkel von etwa 55 Grad nach hinten verstellbar ist. Einige Strandkörbe werden auch als sogenannte Liegermodelle gefertigt. Hier reicht der Absenkwinkel bis an 90 Grad heran.

Der Unterschied zwischen den Nordsee- und Ostseestrandkörben besteht also rein in der Optik. Während bei der Ostseeform die Seitenteile abgerundet und geschwungen sind und die Haube gebogen ist, hat die Nordseeform gerade Seiten und ein eher kantig wirkendes Oberteil. Eine komfortable Weiterentwicklung der Nordseestrandkörbe ist der Syltkorb. Hier lässt sich die Haube mit einem relativ aufwendigen mechanischen Federzug stufenlos nach hinten oder vorn bewegen. Fast schon einen Kultstatus nehmen heute die Strandkorbbauformen aus der ehemaligen DDR-Produktion ein. Die Tatsache, dass die Seitenteile aus Spanplatten und die Hauben aus geformtem Phenolharz bestehen und keinerlei Geflecht aufweisen, hat diesen Strandkörben – angelehnt an die eher schmucklosen Plattenbauten im Osten – die umgangssprachliche Bezeichnung „Typ Platte“ eingebracht. In der ehemaligen DDR wurden auch erstmals komplett zerlegbare Strandkörbe hergestellt. Diese Modelle sind heute an den Stränden Mecklenburg-Vorpommerns noch durchaus gebräuchlich, werden aber für die Garten- und Terrassenmöblierung eher selten eingesetzt.

Der Fertigungsprozess für Strandkörbe

Strandkörbe werden auch heute noch – zumindest zu einem Teil – manuell hergestellt. Besonders das Flechtwerk ist nicht industriell produziert, sondern wird in Handarbeit gefertigt. Für den Bau eines Strandkorbes sind sieben unterschiedliche Prozesse notwendig. Zuerst werden in einer Tischlerei die Rahmen- und Kleinteile gesägt, gebohrt, gefräst, gehobelt und geschliffen. Notwendige Nuten werden eingebracht und dort, wo Teile mit Klammern zusammengehalten werden, erfolgt auch das Klammern bereits im ersten Arbeitsgang. Anschließend werden die Holzteile überwiegend in Tauchbädern lasiert und mit einer wetterfesten Imprägnierung versehen. Je nach Modell werden hier einzelne Teile auch lackiert. Die verzinkten Bleche für die Schienen, Aufhängungen und Beschläge müssen passend gestanzt und gebohrt sein, um beim weiteren Bau des Strandkorbs eingesetzt werden zu können. Diese Arbeitsgänge werden normalerweise in einer Schlosserei ausgeführt. Die aufwendigste Arbeit ist das Verflechten der Kunststoffbänder, die direkt in die Rahmenteile eingeflochten werden. Heute wird dazu überwiegend Kunststoffband verwendet. Für einen zweisitzigen Strandkorb ist ein Materialverbrauch von etwa 500 Metern Band zu veranschlagen. Das Polstern der Sitzflächen, Rückenlehnen und Fußhocker übernimmt die Polsterei, die auch den Bezugsstoff passend zurechtschneidet und die Seitenteile vor dem Zusammenbau bereits bezieht. Nun können alle Teile des Strandkorbs zusammengesetzt werden und danach erfolgt noch eine Endkontrolle, damit sichergestellt ist, dass nur einwandfreie Strandkörbe die Produktion verlassen. In der Regel ist ein Strandkorb innerhalb von acht bis zehn Arbeitsstunden fertig.

Wetterschutz und mehr – Schutzhüllen für Strandkörbe

Auch wenn das Geflecht eines Strandkorbs aus Kunststoff besteht, sollte er doch vor Witterungseinflüssen so gut wie möglich geschützt werden. Dazu gibt es besondere Schutzhüllen, die den gesamten Strandkorb perfekt einhüllen. Mit Reißverschlüssen versehen oder in Form eines Spannbettlakens mit Gummibändern, die die Hülle am Strandkorb festhält, wird sichergestellt, dass Wind und Wetter nicht an den Korb und seine diversen Holzteile herankommen. Abdeckhüllen gibt es sowohl aus transparenter als auch aus farbiger Kunststofffolie, die reißfest und natürlich wasserdicht ist. Transparente Folien lassen allerdings UV-Licht durch, sodass Holzteile und Bezugsstoffe mit der Zeit ausbleichen können. Wer den Strandkorb auf Jahre hinweg vor solchen Ausbleichungen schützen möchte, sollte beim Kauf der Schutzhülle darauf achten, dass die verwendete Folie UV-beständig ist. Einen 100prozentigen Schutz bietet auch das nicht, aber die Zeit, bis sich erste Alterungserscheinungen bemerkbar machen, kann damit deutlich verlängert werden. Manche Modelle dieser Schutzhüllen verfügen über einen integrierten Sonnenschutz. Mithilfe zweier Stangen kann aus der Vorderseite der Schutzhülle eine Art Vorzelt für den Strandkorb erzeugt werden. Diese Stangen müssen aber im Untergrund befestigt werden können. Auf einer komplett gefliesten Terrasse kann man das durch passend gebohrte Löcher oder passende Bodenhülsen sicherstellen. Steht der Strandkorb auf einer Wiese, können die Stangen einfach in den Boden gedrückt werden.

Sonneninseln: Die moderne Form des Strandkorbs

Angelehnt an das Funktionsprinzip eines Strandkorbs findet man heute auf dem Markt auch Sonneninseln. Sie verfügen über eine bequeme Sitzfläche und darüber hinaus über eine Haube, die in Form und Funktionsweise an ein überdimensionales Kinderwagenverdeck erinnert. Solche Sonneninseln, die auch aus hochwertigem, handgefertigten Geflecht in unterschiedlichen Farben angeboten werden, können durch zusätzliche Hocker oder gepolsterte Bänke ganz bequem in eine großzügige Liegefläche umgewandelt werden. Sonneninseln werden zum größten Teil aus einem Aluminiumgestell und einem Geflecht aus Rattan oder Polyrattan hergestellt. Damit sind sie zum Beispiel wesentlich leichter als ein herkömmlicher Strandkorb. Sonneninseln werden rund, oval oder eckig angeboten und es gibt für sie reichhaltiges Zubehör, sodass sich daraus leicht ganze Wohnlandschaften auf der Terrasse oder im Garten zusammenstellen lassen. Zwei bis fünf Personen finden in der Regel Platz in dieser etwas anderen Form eines Strandkorbs. Modellvarianten von Sonneninseln, für die es natürlich auch passende Schutzhüllen gibt, finden Sie auf eBay.

 
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