Diese Tipps erleichtern Ihnen die Suche nach Nutzfahrzeugen

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Diese Tipps erleichtern Ihnen die Suche nach Nutzfahrzeugen

Unter die Kategorie „Nutzfahrzeuge“ fallen all jene Wagen, die zum gewerblichen Transport von Gütern und Personen genutzt werden. Dazu zählen Omnibusse und Lkws ebenso wie nicht motorisierte Fahrzeuge, wie Anhänger oder Sattelauflieger.

Verschiedene Berufe verlangen verschiedene Anwendungsbereiche von ihren Nutzfahrzeugen. Kein Wunder also, dass die Palette der Nutzfahrzeuge ganz besonders groß ist. Die Suche nach dem passenden Fahrzeug für den Beruf kann da ganz schön schwierig werden.

Mithilfe dieses Ratgebers erhalten Sie einen kleinen Überblick über die verschiedenen Arten und Formen von Nutzfahrzeugen. So können Sie einfach herausfinden, welches Nutzfahrzeug für ihre Zwecke geeignet ist. Außerdem erläutert er, worauf Sie beim Kauf des jeweiligen Fahrzeuges zu achten haben. Mit dieser Vorbereitung sollte Ihnen die Suche nach einem Nutzfahrzeug ganz einfach von der Hand gehen.

Bevor die einzelnen Fahrzeugarten und Fahrzeugtypen vorgestellt werden, soll Ihnen eine kleine Einführung in das Thema „Nutzfahrzeuge“ geboten werden.

Wie alles begann: Eine kleine Geschichte der Nutzfahrzeuge

Nutzfahrzeuge sind so alt wie das Rad. Genau genommen sind sie der Grund dafür, dass es überhaupt erfunden wurde. Die frühen Karren und Kutschen bilden die Grundlage für jede Art des motorisierten, auf Rädern basierenden Verkehrs. Zu Beginn des letzten Jahrhunderts kamen die ersten motorisierten Nutzfahrzeuge zum Zuge.

Omnibusse und Lastkraftwagen wurden zu einem wichtigen Faktor in der Industriegeschichte. Technisch sind Nutzfahrzeuge eine Weiterentwicklung der damaligen Kutschen und sind auch heutzutage noch vom Grundaufbau recht einfach konstruiert. Doch ständige Innovationen im Bereich der Motorenleistung und der Spezialisierung der Fahrzeuge stellt die Nutzfahrzeugindustrie einen volkswirtschaftlich bedeutenden Wirtschaftszweig dar.

Transport in allen Facetten: In diesen Bereichen werden Nutzfahrzeuge eingesetzt

Nutzfahrzeuge, zu denen zum Beispiel auch Gabelstapler oder Gepäckfahrzeuge gehören, kommen vor allem im gewerblichen, landwirtschaftlichen oder behördlichen Rahmen zum Einsatz. Spezielle Nutzfahrzeuge werden auch von Einsatzkräften der Polizei, der Feuerwehr oder des Technischen Hilfswerks (THW) genutzt.

Generell können Nutzfahrzeuge am Straßenverkehr teilnehmen, wenn sie eine gültige Zulassung aufweisen können. Nutzfahrzeuge wie Gabelstapler oder Baustellenfahrzeuge werden in Sonderfällen per Tieflader zum Einsatzort gefahren. Die steuerliche Behandlung von Nutzfahrzeugen weicht oft von der Handhabung bei Pkws ab. So wird hier, anders als beim Pkw, nicht nach Hubraum, sondern nach Gewicht besteuert.

Personentransport, Lastenbeförderung und Landwirtschaft – Nutzfahrzeuge in den verschiedensten Formen

Nutzfahrzeuge, die für den Normalbürger erwerblich zu kaufen sind, lassen sich in die drei Nutzungskategorien Personentransport, Lastentransport und Arbeitsfahrzeuge einteilen. Einsatzfahrzeuge für behördliche Zwecke sind Spezialanfertigungen und werden häufig nach Ende ihrer Laufbahn versteigert. Beliebte Marken bei Nutzfahrzeugen aller Arten sind:

In diesen Nutzungskategorien sind wiederum viele unterschiedliche Fahrzeugtypen vertreten, die Ihnen nun näher vorgestellt werden sollen. Des Weiteren wird erläutert, welche gesetzlichen Vorschriften es bezüglich der Führerscheinklassen bei den einzelnen Fahrzeugtypen gibt.

Personentransport in jeder Größenordnung: vom Kleinbus bis zum Reisebus

Nutzfahrzeuge für den Personentransport werden im öffentlichen Personenverkehr, öffentlichen Personennahverkehr und von privaten Personentransportunternehmen (zum Beispiel Busunternehmen) genutzt. Auch in Betrieben werden Personenfahrzeuge zur Beförderung von Mitarbeitern genutzt. Nutzfahrzeuge für die Beförderung von Personen sind in den verschiedensten Größenordnungen zu haben: von Kleinbussen über Omnibusse bis hin zu großen Reise- und Gelenkbussen.

Mannschaftswagen oder Großfamilienauto: Kleinbusse für die Beförderung von bis zu neun Personen

Kleinbusse sind für die Beförderung von bis zu neun Personen ausgelegt. Da das Gewicht von Kleinbussen gesetzlich auf höchstens 3,5 Tonnen festgelegt ist und auch die Personenzahl auf neun beschränkt ist, zählen Kleinbusse zu den Pkws. Daher dürfen sie von Fahrern mit Pkw-Fahrerlaubnis geführt werden. Bekannte Vertreter der Kleinbus-Modelle sind der VW-Bus, Fiat Ducato, Fiat Scudo, Peugeot Boxer, Peugeot Expert, Renault Espace, Citroen Jumper und die Mercedes Benz-Modelle MB100, Vito und Sprinter.

Kleinbusse sind nicht nur im gewerblichen bzw. öffentlichen Bereich, zum Beispiel bei Sportvereinen, Gemeinden oder sozialen Einrichtungen in Gebrauch. Auch immer mehr Familien wissen den zusätzlichen Stauraum und Platz zu schätzen. Auch auf Urlaubsreisen und Campingausflügen sind Kleinbusse eine komfortable und unkomplizierte Alternative zu Zelt oder Wohnmobil.

Für Profis: Omnibusse für den Transport von bis zu 16 und über 16 Fahrgäste

Omnibusse werden in zwei Klassen eingeteilt: Omnibusse mit bis zu 16 Personen und Omnibusse mit mehr als 16 Sitzplätzen. Für beide Fahrzeugklassen sind je unterschiedliche Führerscheine nötig. Omnibusse mit maximal 16 Fahrgastplätzen dürfen mit der Fahrerlaubnis D1 gefahren werden. Voraussetzung für diesen Führerschein ist ein bereits vorhandener Führerschein der Klasse B. Um Omnibusse mit mehr als 16 Plätze fahren zu dürfen, wird der Führerschein D benötigt. Hier wird zusätzlich zum Führerschein der Klasse B ein Gesundheitscheck verlangt.

Die Führerscheine D1 und D werden jeweils für maximal fünf Jahre ausgestellt. Nach Ablauf dieser Zeit muss der Fahrer sich erneut einem Gesundheitscheck unterziehen. Hier werden das Seh- und Belastungsvermögen sowie der allgemeine gesundheitliche Zustand des Fahrers überprüft.

Omnibusse sind mittlerweile nicht nur im öffentlichen Nahverkehr zu sehen, sondern spielen auch auf längeren Strecken eine zunehmende Rolle. Immer mehr deutsche Städte werden durch den Einsatz von Reisebussen miteinander vernetzt. Busreisen professioneller Anbieter sind schon seit längerer Zeit eine günstige und umweltbewusste Alternative zu Flugzeug oder Bahn.

Kleinere Personenbusse mit bis zu 16 Sitzplätzen können für Sportvereine, Gemeinden oder andere soziale Einrichtungen eine bequeme Möglichkeit sein. Diese bieten mit fünf zusätzlichen Sitzplätzen immense Vorteile gegenüber Kleinbussen mit nur neun Sitzplätzen.

Schwere Last: Fahrzeuge zur Lastenbeförderung müssen jedem Anspruch gerecht werden

Auch Lastenfahrzeuge sind in den unterschiedlichsten Formen und Größen zu haben. Lkws und Transporter gehören ebenso dazu, wie Anhänger und Auflieger. Diese sind wiederum in den verschiedensten Ausführungen erhältlich. Oftmals sind sie so stark spezialisiert, dass sie vor allem einer Benutzung dienen. Ein gutes Beispiel hierfür sind Verkaufswagen, in denen Güter nicht nur transportiert, sondern später auch verkauft werden.

Die Allrounder unter den Lastfahrzeugen: Kastenwagen, Hochdachkombis und Kleintransporter

Kleintransporte wie Kastenwagen und  Hochdachkombis sind in verschiedensten Ausführungen erhältlich. Soweit sie ein Gewicht von 3,5 Tonnen nicht überschreiten, können diese Wagen mit einem normalen Pkw-Führerschein der Klasse B geführt werden. Anhänger mit einer zulässigen Gesamtmasse von 750 Kilogramm sind ebenfalls erlaubt. Anhänger, die dieses Gewicht überschreiten, bedürfen einer besonderen Fahrerlaubnis BE. Steuerlich werden Kastenwagen unabhängig von ihrer Größe und ihrem Gewicht als Lkws behandelt und daher nach der Nutzlast besteuert.

Da Kastenwagen mit einem geschlossenen Laderaum ausgestattet sind, eignen sie sich hervorragend zum Transport empfindlicher Gegenstände oder Materialien. Eine Variante der Kastenwagen sind sogenannte Hochdachkombis. Diese sind Varianten von Pkws, die mit einer Ladefläche ausgestattet wurden.

Kleintransporter können ebenfalls als Pritschenwagen vorkommen. Hierbei ist die Ladefläche nicht durch ein festes Gehäuse geschützt. Sie wird je nach Einsatzort offen gelassen oder mit einer Plane verkleidet. Der Fahrerbereich ist geschlossen und klar von der Ladefläche abgetrennt. Pritschenwagen bieten eine deutlich vergrößerte Fläche, da die Ladefläche auf der Hinterachse aufliegt. Zu Pritschenwagen gehören auch Pick-ups. Im Gegensatz zu Dreiseitenkippern, deren seitliche Begrenzung man auf allen Seiten herunterklappen kann, kann der Pick-up nur über eine hintere Klappe beladen werden.

Pritschenwagen eignen sich für den Transport von unempfindlichen Geräten oder Materialien. Rohstoffe wie Sand oder Holz werde oft auf Pritschenwagen geliefert. Ein weiterer Grund dafür ist ebenfalls die robuste Ladefläche. Diese hält vielen Widrigkeiten stand und kann besonders einfach gereinigt werden. Kipper sorgen dafür, dass die Last einfach und unkompliziert entladen werden kann.

Großes Geschütz für besonders schwere Fälle: Transporter, Sattelschlepper und Lkws

Lkws unterliegen als gewerblich genutzte Fahrzeuge ganz besonderen gesetzlichen Vorgaben. Kraftfahrzeuge mit einem Gewicht zwischen 3,5 und 7,5 Tonnen dürfen von Fahrern mit dem Führerschein C1 gefahren werden. Ein weiterer Anhänger mit einem zulässigen Gesamtgewicht von 750 Kilogramm darf ebenfalls mit dieser Fahrerlaubnis gefahren werden.

Mit dem Führerschein der Klasse C dürfen Fahrer hingegen auch 7,5 Tonner fahren. Hier gilt keine Gewichtsbegrenzung mehr. Diese gilt hingegen noch für Anhänger. Wenn Sie einen weiteren Anhänger hinzufügen möchten, der mehr als 750 Kilogramm zulässiger Gesamtmasse auf die Waage bringt, benötigen Sie den Führerschein CE.

Für alle Führerscheine der Klasse C gilt der Führerschein B als Voraussetzung. Außerdem wird die Fahrerlaubnis C grundsätzlich nur bis zur Vollendung des 50. Lebensjahres erteilt. Danach kann die Fahrerlaubnis verlängert werden. Hierzu ist ein Eignungstest, in dem Sehvermögen und der allgemeine gesundheitliche Zustand überprüft werden, Pflicht. Dieser muss wiederum alle fünf Jahre wiederholt werden.

Lkws sind in den vielfältigsten und spezialisiertesten Formen vertreten. Die Standardausstattung ist ein Sattelzug mit einem Aufliegeanhänger. Ist dieser aus einem festen Material und nicht aus Plane, wird er als Koffer bezeichnet. Koffer eignen sich zum Transport von empfindlicher Fracht, da diese hier vor Regen und Verschmutzungen bestens geschützt ist. Auch Pritschen sind bei Lkws sehr verbreitet.

Landwirtschaft und Reinigung: pragmatische Nutzfahrzeuge für sehr spezielle Ansprüche

Als letzte Kategorie der Nutzfahrzeuge sind Landwirtschaftsfahrzeuge und Reinigungswagen an der Reihe. Mit einer gültigen Zulassung dürfen diese Fahrzeuge ebenfalls im Straßenverkehr eingesetzt werden. Welchen Führerschein Sie benötigen, hängt vom Gewicht des Fahrzeuges ab. Landwirtschaftlichen Zugmaschinen dürfen von Besitzern des Führerscheins der Klasse T oder L geführt werden. Dieser darf bereits im Alter von 16 Jahren abgelegt werden. Fahrer unter 18 Jahren dürfen jedoch nur die betriebsbedingte Höchstgeschwindigkeit von 40 Kilometern pro Stunde fahren. Anhänger sind bei der Klasse T erlaubt, verringern die Geschwindigkeit jedoch auf 25 Kilometer pro Stunde.

Fazit: Es gibt für jeden Anspruch das passende Nutzfahrzeug. Sie entscheiden, welcher Wagen Sie zukünftig unterstützt.

 Das richtige Nutzfahrzeug zu finden, ist keine Zauberei. Eine einfache Analyse der eigenen Bedürfnisse bringt Sie schon einen großen Schritt näher zu Ihrem Fahrzeug. Mit diesem Ratgeber wurde Ihnen eine Übersicht über die verschiedenen Möglichkeiten und Formen von Nutzfahrzeugen gegeben. Mit diesen Tipps und Hinweisen werden Sie schnell das Fahrzeug finden, das zu Ihren Bedürfnissen passt und ihnen die Arbeit erleichtern wird.

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