Diese Software sollten Sammler von Briefmarken kennen

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Diese Software sollten Sammler von Briefmarken kennen

Briefmarken mit dem PC verwalten und archivieren

Briefmarkensammler beschäftigen sich in erster Linie mit dem Sammeln von Postwertzeichen. Die Philatelie, wie diese Freizeitbetätigung auch genannt wird, hat ihre Anfänge kurz nach der Ausgabe der ersten Briefmarke der Welt, der sogenannte One Penny Black, die 1840 in England in Umlauf gebracht wurde. Das Briefmarkensammeln verbreitete sich durch die Einführung von immer mehr Briefmarken auch in anderen Ländern. Auch wenn das Briefmarkensammeln in den zurückliegenden Jahren wie andere Sammelleidenschaften an Attraktivität eingebüßt hat, so beschäftigen sich nach wie vor noch viele Menschen mit den kleinen bunten Papierstückchen. Software zu ihrer Archivierung und Verwaltung kann heutzutage in vielen Fachgeschäften oder in den bekannten Verkaufs-Portalen im Internet bequem und zu günstigen Preisen erworben werden.

Ein Pionier der Philatelie

Als erster Briefmarkensammler der Welt gilt der Brite John Edward Gray, der unter anderen die ersten Kataloge der Postwertzeichen, die Briefmarkenverzeichnisse, erstellt und herausgegeben hat. Wie er selbst behauptete, habe er bereits Marken (nämlich Steuer- und Stempelmarken aller Art) gesammelt, bevor es überhaupt Briefmarken gab. Am Tag der Einführung der ersten Briefmarke in England kaufte Gray mehrere Exemplare dieser Marke. Schon damals beabsichtigte er, sie nicht zu verwenden, sondern aufzubewahren.

Die Anfangsjahre des Briefmarkensammelns, erste Formen der Archivierung

In den ersten Jahren und Jahrzehnten der Briefmarke war es unter Sammlern üblich, umfassende Generalsammlungen aufzubauen. Der Philatelist sammelte einfach alle Briefmarken, die jemals aufgelegt worden waren. Heutzutage wäre dies bei der unüberschaubaren Menge der unterschiedlichsten Ausgaben von Portwertzeichen völlig undenkbar. Die Briefmarkensammler besaßen in den frühen Jahren noch keine Hilfsmittel oder Möglichkeiten der Archivierung ihrer kleinen Schätze. Briefmarkenalben standen noch nicht zur Verfügung. Dies hatte die unangenehme Folge, dass die Briefmarken oft durch unsachgemäße Lagerung beschädigt oder gar unbrauchbar gemacht wurden.

Die Erfindung der Briefmarkenalben unterstützt die Philatelisten

In den 60er Jahren des 19. Jahrhunderts gab es die ersten Briefmarkenalben der Welt zu kaufen. In Paris erschien das erste kommerzielle Album, das als einfache Mappe in einem Ledereinband daherkam. Im Inneren der Mappe war auf jeweils einer Seite ein leerer Bereich vorgesehen, in das jeweils eine Briefmarke eingeklebt werden konnte. Die jeweiligen gegenüberliegenden Seiten informierten über das Land, aus dem die Marke stammte. In das Album konnten alle bis dahin erschienen Briefmarken der Erde eingefügt werden. Der entscheidende Nachteil dieser Briefmarkenalben bestand darin, dass die Briefmarken direkt in das Album geklebt werden mussten. Auf diese Weise waren Schäden an den Postwertzeichen vor allem, wenn diese einzeln entnommen werden sollten, nicht zu vermeiden. Viele Briefmarkensammler waren daher auf der Suche nach einer schonenderen Aufbewahrung ihrer Schmuckstücke. Jedoch wurde eine praktikable Lösung erst im Jahr 1881 gefunden.

Die ersten Briefmarkenkataloge entstanden schon 1861: Der Franzose Berger-Levrault und der Brite Dr. John Edward Gray entwickelten die ersten Briefmarkenverzeichnisse. Fast gleichzeitig wurden die ersten Briefmarkenvereine gegründet. In diesen Clubs konnten die Sammler mit Gleichgesinnten ihr Wissen und ihre Erfahrungen diskutieren und auch die Briefmarken selbst tauschen.

Bei den Sammlern setzte sich in den darauf folgenden Jahren der Briefmarkenfalz als Befestigungssystem für die Postwertzeichen durch. Auch in den Briefmarkenalben wurde dieses Prinzip übernommen. Darüber hinaus wurden auch immer weitere neue Varianten auf den Markt gebracht. In unseren Zeiten werden die Briefmarkenfalze nicht mehr verwendet, da diese die Gummierung der Postwertzeichen verletzen können. Seit der Mitte des 20. Jahrhunderts wurden die Falze von Klemmtaschen und anderen Möglichkeiten der Archivierung abgelöst.

Die Briefmarkensammler versuchten und versuchen natürlich auch in ihren Alben eine thematische Ordnung aufzubauen, wobei ihnen die Hersteller der Briefmarkenalben teilweise mit vorgedruckten Feldern Hilfestellung anbieten. Heutzutage wird die Aufgabe der thematischen Zuordnung, Archivierung und Wertbestimmung von Computerprogrammen übernommen. Diese Software kann zum Teil entweder als Datenträger, meist als CD oder DVD, erworben oder als weniger komfortable Ausführung kostenlos im Internet heruntergeladen werden.

Briefmarkensammeln, ein Hobby für Stubenhocker?

Wie viele Philatelisten behaupten, ist das Sammeln von Briefmarken ein Hobby, das äußerst vielseitig und spannend sein kann. Die meisten von ihnen denken dabei an die unzähligen alten und neuen Ausgaben unzähliger Länder. Und diese sehr facettenreichen Ausgaben bieten auch große Chancen für die Schatzjäger unter den Briefmarkensammlern. Die Philatelisten können mit einem fundierten Fachwissen in einem oder mehreren Spezialgebieten und einem ausgeprägten Jagdinstinkt oft wirkliche Schnäppchen machen, da sich niemand mit allen Kategorien der Briefmarken umfassend auskennt. Selbstverständlich erwirbt ein Sammler mit dem Ankauf einer größeren Sammlung so manches für ihn überflüssiges Material, das er wieder verkaufen möchte.

Für den Philatelisten ist es ein besonderes Erlebnis, einmal eine Briefmarke aus einer Ramschkiste oder günstig erworbenen Sammlung herauszufischen, die mehrere hundert Euro wert ist. Die Bestimmung des Preises solch neu entdeckter Schätze sorgt beim Briefmarkensammler für Glücksgefühle besonderer Art. Daneben gibt es jedoch noch viele weitere Motivationen, Briefmarken zu sammeln. So empfindet der eine Sammler Vergnügen dabei, eine Motiv- oder Ländersammlung unter mehr oder weniger großen Anstrengungen zu komplettieren. Ein anderer sammelt alle Druckvariationen einer speziellen Ausgabe einer Briefmarke.

Für viele Neulinge des Briefmarkensammelns steht es im Vordergrund, Briefmarken einfach wegen der interessanten Abbildungen zu sammeln, die in der Tat oft wahre Kunstwerke sind. Bei alteingesessenen Philatelisten oder Sammlern mit wissenschaftlichem Hintergrund ist eine derartige Motivation jedoch verpönt. Allerdings sind auf diese Art und Weise die sogenannten Motivsammlungen entstanden. Unter solchen Aspekten werden dann Motive wie Flugzeuge, seltene Gemälde, Gebäude, Tiere, Fahrzeuge, Schiffe, Weltraum, Eisenbahnen, Fische und vieles andere mehr gesammelt.

Frei im Internet verfügbare Software für Sammler

Die frei im Internet abrufbare Software für Philatelisten hilft den Sammlern eher ganz allgemein bei der Archivierung. Sie ordnet größere Bestände und greift passionierten Sammlern, wobei es gleichgültig ist, um welche Objekte (Münzen, Steuer- oder Briefmarken) es sich auch handelt, beim Überblicken ihrer Kompendien unter die Arme. Die eigene Benutzeroberfläche des Sammlers lässt sich an die jeweiligen besonderen Anforderungen anpassen. Dabei füllt der Sammler, der seinen Bestand auf diese Weise verwalten möchte, zu jedem einzelnen Sammelstück die übersichtlichen Formularfelder in den Eingabemasken alle relevanten Angaben ein. Darüber hinaus können Bilder ganz nach den eigenen Bedürfnissen in die verschiedenen Dateiformate importiert werden. Die Datenblätter einer solchen Software enthalten zum Beispiel Eingabemöglichkeiten zum Wert, Kaufdatum oder Art des Zustands. Die Daten lassen sich vom Anwender beliebig erweitern und umbenennen. Eine Beispiel für eine freie Software ist „Jäger und Sammler“, die eine einfach zu bedienende und umfassende Sammlungsverwaltung darstellt und die sich an die persönlichen Bedürfnisse und das Sammelgebiet des Users anpasst.

Briefmarkenspezialist MICHEL, auch Anbieter von Software

Die Software des Briefmarkenspezialisten MICHEL ist hervorgegangen aus den Katalogen des renommierten Verlags. Diese Kataloge zählen zu den am weitesten verbreiteten des deutschsprachigen Raumes. Unter den Briefmarkensammlern gelten sie als Standardwerke und sind wegen ihrer hohen Detailgenauigkeit auch im fremdsprachigen Ausland sehr beliebt. MICHEL-Kataloge gibt es nicht nur für den Bereich Briefmarken, sondern auch für die Kategorien Stempel, Telefonkarten, Münzen und Postkarten. Die heutigen MICHEL-Kataloge sind aus den umfassenden Preislisten und Katalogen dem 1906 gegründeten Briefmarkenhandel Hugo Michel in Apolda hervorgegangen. Seit 1919 erscheint der MICHEL als eigenständiges Katalogwerk im Leipziger Schwaneberger Verlag, der heute seinen Sitz in Unterschleißheim bei München hat. Die Zahl der Bände ist im Laufe der Zeit entsprechend zur weltweit steigenden Briefmarkenproduktion ständig angewachsen.

Die Kataloge dieses Verlages erfassen die von staatlichen Stellen ausgegebenen Briefmarken aller Staaten der Welt. Dabei werden auch Wertzeichen gelistet, die von Ländern oder Gebieten ausgegeben wurden oder werden, die offiziell nicht anerkannt wurden. Briefmarken privater Dienste werden in gesonderten Katalogen geführt. Der Schwaneberger Verlag publiziert zur Ergänzung der Kataloge monatlich die „MICHEL-Rundschau“, die Neuerscheinungen beobachtet und über die Änderungen von Bewertungskriterien früherer Briefmarkenausgaben informiert. Unter dem Label „MICHELsoft“ werden Informationen verschiedener Sammelgebiete auch in Form eines Software-Kataloges auf CD angeboten. Seit 2003 steht ein kostenpflichtiger „Online-Briefmarkenkatalog“ mit inzwischen fast allen etwa 638.000 Briefmarken (Stand: November 2009) der ganzen Welt zur Verfügung. Darüber hinaus stellt MICHEL den Sammlern seit 2003 einen kostenpflichtigen „Online-Briefmarkenkatalog“ mit inzwischen fast allen Briefmarken der ganzen Welt zur Verfügung.

Was bietet die MICHEL-Software?

Mit MICHELsoft lassen sich Briefmarken bequem verwalten. Die komfortable Software bietet dem Briefmarkensammler eine optisch ansprechend gestaltete Oberfläche in einem zeitgemäßen Design. Sie bringt den Vorteil mit sich, dass sie sehr übersichtlich strukturiert und mit vielen unterstützenden Funktionen ausgestattet ist. MICHELsoft sortiert nach Sammelgebieten. Das Programm enthält die wesentlichen Informationen wie Kurzbezeichnung, MICHEL-Nummer, Jahrgang und Preisfestlegungen aus den MICHEL-Katalogen. Es gibt viele weitere Datenfelder, die weitere Informationen wie Album, Ausgabeanlass, Motiv, Zuordnungsnummer und Kommentar zulassen. MICHELsoft gestattet auch das Anfügen von beliebig vielen Daten zu den Briefmarken. Zu den standardisierten Preisspalten können auch eigene per Mausklick für eigene Zwecke angelegt werden. Das Anlegen eigener Bilddateien ist ebenfalls umsetzbar. Ferner lassen sich alle Daten auch schnell und zuverlässig in vielen möglichen Listen, je nach Wunsch mit oder ohne Abbildungen, ausdrucken. Je nach dem Aufwand, den der Sammler betreiben möchte, kann er aktuellere oder ältere Software erwerben und einsetzen, was sich natürlich im Preis niederschlägt. Beispiele hierfür sind

  • MICHELsoft Daten Übersee 2009/2010
  • MICHELsoft Deutschland Spezial 2011 update
  • MICHELalbum Programm Version 2.0 - ohne Daten

Software von anderen Anbietern

Software von anderen Anbietern sind beispielsweise

  • GS Briefmarkenverwaltung 4
  • Briefmarken Sammlung, Sammler Software, Sammlerwert

Sammler kaufen heutzutage ihre Software zur Archivierung und Verwaltung ihrer Briefmarken aller Verlage und Anbieter in den einschlägigen Fachgeschäften oder in den bekannten Verkaufs-Portalen im Internet bequem und zu günstigen Preisen.

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