Diese Pflanzen kommen (fast) ohne Gießen aus! Plus 6 Tipps, wie jede Blume den Sommer gut übersteht

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Mit den richtigen Pflanzen musst Du bei der Gartenarbeit kaum einen Finger rühren. (© Thinkstock via The Digitale)
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Mit den richtigen Pflanzen musst Du bei der Gartenarbeit kaum einen Finger rühren. (© Thinkstock via The Digitale)

Sattes Grün auf der Fensterbank und ein farbenfrohes Blütenmeer im Garten: All das kannst Du haben, auch wenn Du wenig Zeit für Gartenarbeit oder keinen grünen Daumen hast. Wir stellen 5 Pflanzen vor, die (fast) ohne Gießen auskommen und geben Tipps, wie selbst empfindliche Pflänzchen den Sommer gut überstehen.
Der Schneeteppich wächst selbst unter harschen Bedingungen. (© Thinkstock via The Digitale)
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Der Schneeteppich wächst selbst unter harschen Bedingungen. (© Thinkstock via The Digitale)

1. Ein Schneeteppich im Sommer

Keine Lust auf Beete säen und Rasenmähen? Wie wäre es dann mit einem Steingarten, mitsamt hübschen, genügsamen Blumen? Steingartenpflanzen werden etwa 25 Zentimeter hoch und blühen meist üppig und dicht – und das den ganzen Sommer lang. Ein besonders schönes und anspruchsloses Exemplar ist der Schneeteppich.
Die weißen Blüten des Bodendeckers wachsen so dicht, dass sie wie ein Teppich wirken – daher der Name. Der Schneeteppich ist auch als Duftsteinrich bekannt, und auch diesem Namen macht die genügsame Pflanze alle Ehre, denn sie duftet intensiv und ist dadurch eine echte Bienenweide. Der Schneeteppich blüht durchgehend von Mai bis Oktober, danach ist allerdings Schluss mit der weißen Pracht: Sie ist nur einjährig und muss im nächsten Jahr neu gesät werden. Bevorzugte Orte sind Sonne und Halbschatten.  Der Schneeteppich gedeiht nicht nur  in Steingärten, sondern auch in  Blumentöpfen.
Neben dem Schneeteppich gibt es noch eine Reihe anderer sehr genügsamer Ziergewächse, die mit den kargen Bedingungen eines Steingartens bestens zu Recht kommen. Einige blühen sogar erst bei Trockenheit so richtig auf, zum Beispiel die Hängepolster-Glockenblume oder der Mauerpfeffer.  Da sie aus dem Gebirge stammen, sind sie gut an schotterreichen, humusarmen Untergrund angepasst. Düngen ist hier überflüssig.
Unverwüstlich und dazu hübsch anzuschauen: die Fette Henne. (© Thinkstock via The Digitale)
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Unverwüstlich und dazu hübsch anzuschauen: die Fette Henne. (© Thinkstock via The Digitale)

2. Staudengewächse

Stauden verpassen Deinem Balkon oder Garten einen wundervolll mediterranen Look. Hier kommen eine ganze Reihe schöner Pflanzen mit ebenso schönen Namen in Frage, wie beispielsweise Mädchenauge, Sonnenhut, Königskerze und Blauraute. Sie sind allesamt sehr genügsam, sowohl was den Wasserverbrauch als auch die sonstige Pflege angeht.
Eine besonders robuste Staude ist die Fette Henne oder Fetthenne. Sie wächst fast überall – sogar auf Dächern - braucht nur sehr wenig Wasser und ist bis minus 20 Grad winterhart. Zwar sollte sie in der Sonne gepflanzt werden, doch selbst wenig Licht macht ihr nicht den Garaus, sondern sorgt lediglich dafür, dass ihre rosafarbenen Blüten in ein zartes Weiß ausbleichen. Dazu ist sie mit mehr als 500 verschiedenen Arten äußerst variantenreich. Einige Fetthennen vertragen sogar Salz, so dass sie sich auch als Straßenbepflanzung eignen.
Macht sich prima als Mückenschreck und in Süßspeisen wie Eis: Lavendel. (© Thinkstock via The Digitale)
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Macht sich prima als Mückenschreck und in Süßspeisen wie Eis: Lavendel. (© Thinkstock via The Digitale)

3. Kräuter

Ebenfalls wunderschön mediterran und dazu äußerst praktisch sind Kräuter wie Rosmarin, Salbei oder Thymian. Die aromatischen Sträucher stehen gerne in der Sonne, doch auch mit Schatten kommen sie gut zurecht. Dazu sind sie sehr genügsam und müssen nur selten bis nie gegossen werden. Ein kleiner Regenschauer ab und an reicht ihnen. Durch seine violetten Spitzen besonders hübsch anzuschauen ist der Lavendel: Er sieht nicht nur schön aus, sein Duft vertreibt auch Mücken auf Balkon und Terrasse.
Ein besonderes krautiges Gewächs ist die afrikanische Gazanie. Sie stammt aus regenarmen Gebieten und liebt trockene Böden. Die Gazanie wird auch Mittagsgold genannt, weil sich nur um die Mittagszeit ihre Blüte komplett öffnet. Die Pflanze wird bis zu 30 cm hoch und blüht von Juni bis in den Herbst. Winterfest ist sie allerdings nicht, ab minus fünf Grad muss sie ins Warme.
Die Gazanie strahlt in vielen verschiedenen leuchtenden Farben. (© Thinkstock via The Digitale)
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Die Gazanie strahlt in vielen verschiedenen leuchtenden Farben. (© Thinkstock via The Digitale)
Die bunte Mischung von der Wiese ist auch auf dem Balkon hübsch anzusehen. (© Thinkstock via The Digitale)
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Die bunte Mischung von der Wiese ist auch auf dem Balkon hübsch anzusehen. (© Thinkstock via The Digitale)

4. Bunte Wiesenmischung

Falls Dein Nachbar einen liebevoll gepflegten englischen Rasen hat, wird er nicht sehr erfreut sein, wenn Du die bunte Wiesenmischung ausbringst, denn die Chancen stehen  gut, dass er nach und nach auch etwas von der Pracht abbekommt. Dafür ist der Anblick umso fröhlicher: eine bunte Fläche mit leuchtenden Wiesenblumen. Die richtige Mischung aus Mohn, Kornblume und Ackerwinde sorgt dafür, dass sich die Blütezeiten über das ganze Jahr verteilen und Du Dich ohne viel Aufwand an den Farbtupfern in der gesamten Gartensaison erfreuen kannst.
Benjaminis machen Deinen Balkon zum Urwald. (© Thinkstock via The Digitale)
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Benjaminis machen Deinen Balkon zum Urwald. (© Thinkstock via The Digitale)

5. Der Benjamini

Das immergrüne Bäumchen ist eher als Zimmerpflanze bekannt, weil es nicht frostsicher ist. Der auch als Ficus oder Kaktusfeige bekante Benjamini stammt ursprünglich aus Indien und Südostasien und kommt mit sehr wenig Wasser aus. Ausnahme: In Wachstumsphasen, da dürfen es schon ein paar Schluck Flüssigkeit sein. Auch auf dem Balkon oder der Terrasse macht es sich zur warmen Jahreszeit wunderbar. Aber Achtung: Auf häufige Ortswechsel reagiert er zuweilen zickig und protestiert durch Abwurf seiner Blätter! Ansonsten ist er unverwüstlich, weswegen er unbedingt auf die Liste der einfach zu pflegenden Pflanzen gehört.

Und mit diesen 6 Tipps überstehen all Deine Pflanzen den Sommer in Bestform

Wer sensiblere Pflänzchen im Garten hat, muss ein bisschen mehr in die Pflege investieren - vor allem zur heißen Jahreszeit. Doch mit diesen einfachen Tipps überstehen Deine Pflanzen den Sommer in Topform - und Du sparst Dir viel Gießarbeit!
Rindenmulch hält die Feuchtigkeit im Boden, sodass Du weniger gießen musst. (© Thinkstock via The Digitale)
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Rindenmulch hält die Feuchtigkeit im Boden, sodass Du weniger gießen musst. (© Thinkstock via The Digitale)

1. Pimp Deinen Boden

Unkraut verbraucht auch Wasser, also raus damit, damit das kostbare Nass nur Deinen Schützlingen nützt. Danach nimm Dir den Boden vor und pimpe ihn, sodass er möglichst lange viel Wasser speichert. Rindenmulch sieht nicht nur schön aus, sondern hält auch  Wasser in der Erde. Aus dem gleichen Grund ist das Auflockern mit einer Hacke sinnvoll, dadurch kann Regenwasser besser in den Boden sickern und trocknet nicht vorher auf der Oberfläche aus. Und je nach Bodenbeschaffenheit Kies oder Splitt (bei schweren Böden) oder Tonmineralmehl (bei sandigen Böden) untermischen.
Wer morgens gießt, verbraucht weniger Wasser und muss seltener nachwässern. (© Thinkstock via The Digitale)
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Wer morgens gießt, verbraucht weniger Wasser und muss seltener nachwässern. (© Thinkstock via The Digitale)

2. Gieße nur morgens

Am Morgen ist es noch kühl, so dass das Wasser in den Boden bis zu den Wurzeln dringen kann. Insofern wäre temperaturmäßig auch nichts gegen abendliches Gießen zu sagen. Allerdings finden dann durch die Feuchtigkeit Schnecken viel eher ihr Ziel. Außerdem sind die feuchten Stellen der perfekte Nährboden für Pilzerkrankungen. Gießt Du dagegen am Mittag, besteht die Gefahr, dass das Wasser auf den Blättern wie ein Brennglas wirkt und die Pflanze sogar schädigt. Darüber hinaus ist es auch pure Verschwendung, weil das meiste Wasser in der Hitze verdunstet  und die Pflanze nur wenig davon abbekommt.
Großblättrige Pflanzen wie der Lotus brauchen besonders viel Wasser. (© Thinkstock via The Digitale)
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Großblättrige Pflanzen wie der Lotus brauchen besonders viel Wasser. (© Thinkstock via The Digitale)

3. Große Blätter- großer Durst

Du bist nicht sicher, wieviel Wasser Deine Pflanzen brauchen? Da gilt der Grundsatz: Je größer die Blätter, desto mehr Wasser braucht die Pflanze. Im Süden beheimatete Pflanzen sind an Trockenheit gewöhnt und gedeihen mit weniger Wasser, als ihre nordeuropäischen Kollegen. Und Kräuter wie Thymian und Rosmarin sollten sogar gar nicht nicht zu oft bewässert werden.
Schattenpflanzen wie die Bergenie sind deutlich genügsamer als Sonnenanbeter. (© Thinkstock via The Digitale)
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Schattenpflanzen wie die Bergenie sind deutlich genügsamer als Sonnenanbeter. (© Thinkstock via The Digitale)

4. Halbschatter sind sparsamer

In der Sonne brauchen Pflanzen mehr Wasser als an schattigen Plätzen. Und in den ersten Wochen nach dem Anpflanzen muss mehr gegossen werden als später, wenn die Pflanze gut verwurzelt ist. Ältere Schatten- oder Halbschattengewächse sind daher viel pflegeleichter.
Bei diesen Töpfen muss die Gießkanne seltener ran. (© Thinkstock via The Digitale)
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Bei diesen Töpfen muss die Gießkanne seltener ran. (© Thinkstock via The Digitale)

5. Topfpflanzen brauchen ein wenig mehr Pflege

Da Topfpflanzen in vergleichsweise wenig Erde und noch dazu oft in der Sonne stehen,  müssen sie viel regelmäßiger gegossen werden als ihre Freiland-Artgenossen. Bei denen speichert der Boden nämlich einen Wasservorrat. Ein wenig länger bleibt die Erde übrigens in Kunststofftöpfen feucht, denn in ihnen verdunstet das Wasser nicht so schnell, wie in Terrakottatöpfen. So wichtig das regelmäßige Gießen für die Wasserversorgung ist, es entzieht leider auch Nährstoffe. Deshalb musst Du die meisten Topfpflanzen - ausgenommen unsere oben erwähnten - regelmäßig düngen.

6. Keine Zeit zu gießen? Dann lass es andere machen!

Es gibt zum Beispiel Blumentöpfe, die selber das Bewässerungssystem sind. Die Blumenkästen haben einen Einsatz, in den Erde und Pflanzen hineinkommen, darunter liegt der Wasserspeicher. Aus ihm zieht sich die Pflanze mit einem Ansaugkegel so viel Flüssigkeit, wie sie braucht. Ein Wasserstandsmesser sagt Dir, ob nachgetankt werden  muss.
Sehr hübsch und praktisch sind  auch Wasserspeicherkugeln. Die Kugeln sitzen auf einem dünnen Hals,  werden mit Wasser gefüllt und umgekehrt in den Boden gesteckt. Nun wird die Flüssigkeit nach und nach abgegeben. Außer Kugeln gibt es mittlerweile eine ganze Reihe dekorativer Behältnisse, die nach diesem Prinzip Pflanzen bewässern.

Bau Dir selber ein Bewässerungs-System !
Zugegeben, dieses System sieht nicht ganz so hübsch aus wie die Bewässerungskugeln, funktioniert aber genauso und lässt sich günstig schnell selber machen: Wasserspeicher aus einer Plastikflasche. Eine Anleitung gibt es hier:
Perfekt für den Urlaub: So baust Du eine Bewässerungsanlage. (© Blick / YouTube)
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