Diese Kabel-TV-Box bietet die richtige Auflösung für Ihr Fernseh-Gerät

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Diese Kabel-TV-Box bietet die richtige Auflösung für Ihr Fernseh-Gerät

Gerade das Fernsehen hat sich in den letzten Jahren hinsichtlich der Bildqualität stark verändert in Richtung einer hochauflösenden Darstellung mit brillanten Farben, die zum Teil schon zuhause ein Kinoerlebnis vermitteln. Von daher ist es nicht weiter verwunderlich, dass das Analogfernsehen im Bereich des Satelliten-TV im April 2012 abgeschaltet wurde. Der Trend geht insgesamt übrigens hin zum multimedialen Center für die eigenen vier Wände. In diesem Zusammenhang stellt sich natürlich die Frage, was wie zusammenpasst und ein Optimum an Darstellungs- und Soundqualität bietet. Antworten darauf finden Sie im nachfolgenden Ratgeber mit dem Schwerpunkt auf der Kombination einer Kabel-TV-Box und dem Fernseher, es werden jedoch noch weitere Möglichkeiten mit angesprochen, um Ihnen zusätzliche Hilfestellungen bei der Suche und der letztlichen Entscheidung mit auf den Weg zu geben.

Übertragungsformate

Die nachfolgende Liste soll zunächst einen Überblick geben über die Entwicklung des Fernsehens in Bezug auf die Vergangenheit sowie die aktuellen Übertragungsformate und was die nähere Zukunft noch an weiteren Veränderungen bringen wird. Um keine unnötigen Verwirrung zu stiften, werden zunächst nur die wichtigen Kennzahlen aufgeführt:

  • Analog TV: PAL (Auflösung 720 x 576 Pixel)
  • Digital TV: HD Ready (1280 × 720 Pixel - 720p)
  • Digital TV: Full HD (1920 x 1080 Pixel – 1080i oder seltener auch 1080p)

Angaben bei den Produktbeschreibungen

Die Angabe in Pixel beim Analog-TV ist ein für einen Vergleich umgerechneter Wert, da dieser normalerweise nur in Zeilen angegeben wurde. In den Produktbeschreibungen zu Fernsehern können Ihnen häufig auch die Ziffern/Buchstaben-Kombinationen 720p sowie 1080i anstelle der Pixelangaben begegnen. Dabei steht 720p für einen progressiven Vollbildaufbau mit 25 Bildern pro Sekunde über 720 Linien. 1080i steht dagegen für einen Halbbildaufbau nach dem Interlace-Verfahren, bei dem zumeist 50 Halbbilder pro Sekunde übertragen werden. In Pixeln in der Summe ausgedrückt, um den Vergleich noch etwas plastischer zu machen:

  • Analog TV: 414.720 Pixel
  • HD Ready: 921.600 Pixel
  • Full HD: 2.073.600 Pixel

Die Angaben beziehen sich auf ein Bildformat im Verhältnis von 16:9, die meisten Flachbildfernseher bieten von der Bauweise her genau dieses Seitenverhältnis, unabhängig von der Gesamtgröße, die in Zoll oder in Zentimeter für die Bildschirmdiagonale angegeben wird.

Anbieter

Wenn Sie sich bereits mit dem Thema beschäftigt und die Frage geklärt haben, können Sie diesen Abschnitt ohne Weiteres überspringen, andernfalls gilt es, diese noch zu klären. Die wichtigsten Anbieter sind nachfolgend gelistet, decken zumeist jedoch nur regionale Gebiete ab, was bedeutet, Sie müssen in Erfahrung bringen, welches der Unternehmen in Ihrer Region ansässig ist:

Darüber hinaus gibt es noch kleinere regionale Anbieter wie etwa die Deutsche Telekabel in Hessen, EWE Tel in Bremen oder Tele Columbus in Brandenburg, um nur einige Beispiele zu benennen. Es lohnt sich also auf jeden Fall zu recherchieren, denn eventuell können Sie hier bares Geld beim Abschluss eines Vertrages sparen.

Receiver-Kategorien

Vorausgesetzt, Sie haben ein Fernsehgerät ohne integrierten Tuner im Haushalt und haben sich für einen Kabelanschluss entschieden, kann die Suche nach der passenden Kabel-TV-Box starten. Zunächst einmal ist es wichtig zu wissen, welche Arten von Receiver es für DVB-C gibt.

FTA Receiver

FTA Receiver (Free to air) ermöglichen den Empfang aller frei verfügbaren und damit unverschlüsselten Programme wie etwa der Öffentlich Rechtlichen und zum Teil der Privatsender.

CA Receiver & CI-Receiver

CA-Receiver mit einem CA-Modul (Conditional Access System) dagegen ermöglichen zusätzlich den Empfang einiger verschlüsselter Programme, sofern eine Decodierung möglich ist. Weitaus mehr Freiheit bieten dagegen die CI-Receiver, über die theoretisch alle Programme inklusive Pay-TV empfangen werden können, sofern diese abonniert sind - bitte beachten Sie in diesem Zusammenhang auch den Abschnitt über zertifizierte Receiver.

HDTV-Receiver

Für den Empfang hochauflösender Programme im HD-Format werden entsprechend HDTV-Receiver benötigt (High Definition Television). Generell handelt es sich dabei um einen Überbegriff, beim Kauf sollten Sie auf die mögliche Auflösung achten, die wie zuvor beschrieben bei Full HD bis zu 1080i bzw. 1080p reichen kann. Mehr ist für einen Receiver nicht nötig, da es keine Sender gibt, die Inhalte mit einer höheren Auflösung anbieten - weder per Kabel noch per Satellit. Der Anschluss an das passende Ausgabegerät erfolgt über eine digitale Schnittstelle, bei neuen Geräten in der Regel über einen Port für HDMI-Kabel, die eine hohe Bandbreite gewährleisten und in HDMI-Standard sowie HDMI-HighSpeed mit oder ohne Ethernet auf eBay erhältlich sind.

PVR-Receiver & Twin-Receiver

Es gibt noch weitere Receiver-Typen, die sich auf den Funktionsumfang beziehen, und ebenfalls infrage kommen. PVR-Receiver (Personal Video Recorder Receiver) verfügen zusätzlich über eine intern verbaute Festplatte, mit der Sendungen zum einen aufgenommen werden können und zum anderen das zeitversetzte Fernsehen (Time Shift) möglich ist, wenn Sie kurz eine Pause einlegen möchten, um sich etwas zu trinken oder zum Knabbern zu holen. Um gleichzeitig eine Sendung aufzunehmen und eine andere live zu schauen, benötigt es zwei interne Tuner, die Rede ist in diesem Fall dann von einem Twin-Receiver.
Der PVR-Ready-Receiver verfügt dagegen zwar nicht über eine interne Festplatte, jedoch kann über einen USB-Anschluss (Universal Serial Bus) eine externe Festplatte für Aufnahmen angeschlossen werden.

Receiver mit DVD- oder Blu-ray-Laufwerk

Eine weitere Kategorie bilden Receiver, in denen etwa ein DVD- oder Blu-ray-Laufwerk eingebaut ist: Sendungen können - sofern es der Kopierschutz zulässt - aufgezeichnet oder eben Filme abgespielt werden.

Verfahren zur Fernseh-Übertragung

Um die riesigen Datenmengen bei Fernseh-Übertragungen überhaupt verarbeiten zu können, werden die Signale zunächst sehr stark komprimiert, dabei kommen Verfahren mit unterschiedlichen Spezifikationen zum Einsatz, die mit bestimmen über die Qualität der Bildausgabe und der damit verbundenen Auflösung. Das normale Digitalfernsehen wird mit dem MPEG-2 (Moving Pictures Experts Group) Verfahren auf den Weg gebracht, im Prinzip zum Beispiel alle derzeit frei empfangbaren Privatsender. Für HD Sendungen wird dagegen das MPEG-4 Verfahren angewendet, entsprechend muss dabei auch der Receiver ausgerichtet sein, damit Sie HD in voller Auflösung wiedergeben können, wie es oftmals von den Öffentlichrechtlichen frei zugänglich angeboten wird. Bei ausgewiesenen Full HD Receivern ist dies gewährleistet.

Schnittstellen des Receivers

Ein weiteres wichtiges Thema bei der Auswahl eines Receivers sind die vorhandenen Schnittstellen, um noch weitere Geräte anschließen zu können. Nachfolgend eine Liste der wichtigen Ports, die am Receiver nach Möglichkeit vorhanden sein sollten:

  • HDMI (High Definition Multimedia Interface): die aktuelle Schnittstelle für die Übertragung von Video- und Audio-Dateien mit einer hohen Bandbreite.
  • Der SCART-Anschluss: Notwendig, sofern noch ein älteres Analog-Gerät wie etwa ein Video-Rekorder angeschlossen werden soll, wird allerdings laut Ankündigungen ab 2015 nicht mehr unterstützt.
  • Cinch-Ausgänge für die Übertragung von analogen Audio-Signalen.
  • Digitale Audio-Ausgänge (optisch und/oder elektrisch) über die etwa Heimkino-Anlage für einen beeindruckenden Surround-Sound angeschlossen werden können.
  • Ethernet, um ein Netzwerk aufzubauen oder für den Einsatz von IPTV.
  • Ein USB-Port um externe Festplatten anzuschließen oder WLAN zu nutzen.

Hochwertige Receiver bieten für Schnittstellen wie eben HDMI oder USB zumeist zwei oder mehr Ports für einen noch flexibleren Einsatz des Gerätes.

Kosten des Kabelanschlusses

Der Kabelanschluss selbst ist kostenpflichtig, im Grundpaket können dabei alle frei verfügbaren Sender (on air) empfangen werden, die Gebühr fällt also ausschließlich für die Bereitstellung der Infrastruktur an. Wer zusätzliche HD-Sender anschauen möchte, muss diese hinzubuchen sofern nicht im Grundpaket enthalten. Dies gilt auch für den echten Pay-TV-Sender Sky, der vor allem in Bezug auf Sportübertragungen sehr beliebt ist.

Kauf einer neuen Kabel-TV-Box

Wenn der Kauf einer neuen Kabel-TV-Box ansteht, haben Sie die Möglichkeit, das Gerät direkt über den Kabelanbieter mit zu beziehen, je nach Gerät können dabei zusätzliche monatliche Gebühren anfallen. Kaufen Sie den gewünschten Receiver selbst, sollten Sie auf die Zertifizierung achten: Möchten Sie also einen Vertrag mit einem Kabelanbieter abschließen, müssen Sie in diesem Fall vorab die Seriennummer des Receivers angeben, sofern dieser zertifiziert ist, wird Ihnen die Smartcard problemlos zu gesendet.

Zertifizierte Geräte

Die Kriterien der Zertifizierung sind bis auf eine Ausnahme nicht genauer definiert, dabei handelt es sich um den Jugendschutz: Besteht etwa keine Möglichkeit, eine Jugend-PIN einzugeben, wird das Gerät nicht zertifiziert, da Pay-TV-Sender in Bezug auf die Ausstrahlung von Erotik- oder Gewaltfilmen an keine gesetzlichen Sendezeiten gebunden sind, wie es sie für freie Programme gibt.

Kauf eines neuen Fernsehgerätes

Steht der Kauf eines neuen Fernsehgerätes an, ist es auf jeden Fall eine Überlegung wert, ob nicht gleich ein Gerät mit integriertem Tuner angeschafft werden sollte, da auf diesem Weg ein externer Receiver nicht notwendig wäre. In den Produktbeschreibungen der Anbieter auf eBay finden Sie die relevanten Informationen. Empfehlenswert in diesem Zusammenhang sind Modelle mit einem sogenannten Triple-Tuner, was soviel bedeutet, dass Sie Sendungen in DVB-C (Kabel), DVB-S (Satellit) und DVB-T (terrestrisch = bodengebunden) empfangen können.

Was Sie sonst noch beachten sollten

Geht es um das Sehvergnügen, kommen noch drei weitere Faktoren mit ins Spiel: Bildschirmgröße, Bildwiederholfrequenz und Sichtabstand zum Fernsehgerät. Bei einem Sichtabstand von 1,5 Metern aufwärts etwa kann die einfache HD-Auflösung für ein Gerät mit 26 Zoll durchaus ausreichen. Wird ein Gerät ab 32 Zoll aufwärts gewählt, ist die Full HD Auflösung mit 1080 Zeilen unbedingt empfehlenswert, um ein scharfes und brillantes Bild zu erhalten. Die Bildwiederholfrequenz des Fernsehers wird in Hertz angegeben: Die Frequenz sollte mindestens bei 100 Hz liegen, da die berechneten Zwischenbilder die Ausgabequalität erhöhen, ob es dann 200 Hz oder mehr sein müssen, ist eine andere Frage. Bei der Auswahl der Kabel-TV-Box spielt dies allerdings keine Rolle, da hier die Bildwiederholfrequenz entsprechend den Signalen der ausstrahlenden Sender bei 25 Vollbildern oder 50 Halbbildern pro Sekunde liegt.

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