Diese Handschuhe eignen sich für den Einsatz im Rennsport

Mag ich anklicken, wenn dieser Ratgeber hilfreich war
Diese Handschuhe eignen sich für den Einsatz im Rennsport

Schnelle Fahrzeuge, ratternde Motoren und eine gehörige Portion Adrenalin – im Rennsport geht es immer ums Ganze. Volle Konzentration und modernste Technik sorgen für immer höhere Geschwindigkeiten und Rekorde. Damit dabei auch wirklich nichts schief gehen kann, sollten auch die Ausrüstung und der richtige Rennanzug im besten Zustand sein. Ein wichtiges und nicht zu unterschätzendes Detail bilden neben dem Helm vor allem die richtigen Handschuhe. Eine exzellente Qualität steht dabei absolut im Vordergrund. Sehr gute Handschuhe im Motorsport schützen Ihre Hände nicht nur vor Schürfungen und Brüchen, sondern sind auch im Falle eines Brandes feuerfest. Je nach Rennsportart sollten Sie zwischen den geeigneten Handschuhen wählen.

Im Rausch der Geschwindigkeit – auf den Spuren des Motorsports

Wie die meisten Sportarten entwickelte sich auch der Motorsport aus der spontanen Idee sportlichen Ehrgeizes. Um 1900 kamen die motorisierten Fahrzeuge flächendeckend auf den Markt und es dauerte nicht lange, bis erste Wettfahrten stattfanden. Die Automobile stellten sich dabei der Herausforderung, schneller als ihre Fortbewegungsvorgänger zu sein. Also fuhren sie Rennen gegen Pferde, Radfahrer und Eisenbahnen. Natürlich fuhren auch erste Automobile gegeneinander. Da die Straßenverhältnisse jedoch noch sehr schlecht und die Fahrzeuge selbst für derartige Zwecke nicht ausgelegt waren, hielt sich die Geschwindigkeit in diesem Urzustand des Autorennens noch in Grenzen und lässt sich kaum mit den heutigen Standards vergleichen. Ein Helm oder gar die passenden Handschuhe waren zu diesem Zeitpunkt noch undenkbar, obwohl die Fahrten durchaus schon sehr gefährlich sein konnten. Ein weitaus größeres Problem als die Geschwindigkeit bildete die Kraftstoffversorgung. Ein ausgereiftes Netz an Tankstellen steckte allenfalls in den Kinderschuhen und die Fahrer mussten sehr oft anhalten, um sich Nachschub aus der nächsten Apotheke zu holen.

Bis sich der Rennsport in den Köpfen der Menschen wirklich durchsetzen konnte, hatte er noch einige Hürden zu meistern. Zunächst einmal sperrten sich die Auto- und Motorradhersteller selbst gegen diese Art der Nutzung. Automobile sollten dem Komfort und der einfacheren Fortbewegung dienen und nicht der Unterhaltung im Rausch der Geschwindigkeiten. Die Hersteller weigerten sich strikt, Modelle auf den Markt zu bringen, die den Anforderungen eines Rennens angemessen gewesen wären. Zudem hatten sie sich gegen eine ganz andere Art der Fortbewegung durchzusetzen – dem Fahrrad. Was wir uns heute kaum vorstellen können, war damals Gang und Gäbe. Die Leute fuhren lieber mit dem Rad. Die motorisierten Fahrzeuge dagegen flößten vielen Menschen Sorgen und Ängste ein. Sie vertrauten dieser Art der Technik schlichtweg nicht. Das Tempo war zu hoch, umstehende Passanten konnten überfahren werden oder das Fahrzeug gehorchte nicht mehr dem Fahrer und raste gegen die nächste Hauswand. Die Sorgen um das Automobil waren vielseitig.
Erst allmählich und mit einer gehörigen Portion werbewirksamer Maßnahmen fassten die ersten Leute Vertrauen und das Auto setzte sich langsam gegen das Fahrrad durch. Im Zuge der Werbemaßnahmen konnten die Hersteller beobachten, wie wirksam dabei die Plakate zum Thema Rennsport waren. Es folgten erste Ausschreibungen zu einem offiziellen Wettrennen mit den neuesten Modellen. Auf einer strapaziösen Fahrstrecke sollte jedoch weniger das Talent des Fahrers geprüft werden, sondern vielmehr die Widerstandsfähigkeit und die robuste Bauweise des Fahrzeugs selbst. In Frankreich fand schließlich das erste Sportrennen überhaupt statt. Die Strecke führte von Paris nach Rouen. Noch immer spielte die Sicherheit des Fahrers durch die passende Bekleidung eine untergeordnete Rolle.

Tatsächlich sollte es noch über 50 Jahre dauern, bis die Automobilhersteller über das Thema Sicherheit ernsthaft nachdenken würden. Bis dahin gab es eine Vielzahl an Unfällen und Todesopfern zu beklagen. Erst in den 60er Jahren wurde schließlich der Sicherheitsgurt eingeführt – heute ist es undenkbar, ohne ihn auf den Straßen unterwegs zu sein. Die Rennstrecken wurden sicherer gestaltet, die Fahrzeuge mit Überrollbügeln ausgestattet und endlich kam man darauf, die Fahrer durch feuerfeste Kleidung und sichere Handschuhe besser zu schützen. In den 1970er Jahren gelang es schließlich, das Verletzungsrisiko weitestgehend einzudämmen und den Sport auch einem breiteren Publikum zumuten zu können. Seitdem hat sich die Technik immer weiter verbesserst. Die Geschwindigkeiten steigen zunehmend, die Fahrten werden rasanter und eine immer ausgefeiltere Technik beschränkt sich nicht nur auf das Fahrzeug selbst, sondern auch auf die Kleidung. Sie muss den hohen Ansprüchen der Rennteilnehmer in vollstem Maße genügen.

Besondere Anforderungen für Handschuhe bei Motorradrennen

Die Handschuhe für die Fahrer im Motorsport müssen ganz besondere Eigenschaften aufweisen können und haben im Grunde nichts mit den gewöhnlichen Autofahrerhandschuhen gemein. Die Fahrerhandschuhe für den Sportbereich sind in der Regel etwas länger geschnitten und bedecken auch den unteren Teil der Unterarme, um sie so besser vor Verletzungen zu schützen. Auch bei den Handschuhen gelten höchste Ansprüche. Sie müssen sehr gut an die Form und Größe der Hände des Fahrers angepasst sein. Jeder Fahrer hat sein eigenes Paar, meist handelt es sich sogar um Spezialanfertigungen. Dies hat seinen Grund. Immerhin gehören die Hände mit zu den wichtigsten Körperteilen für den Rennsport. Die schnellen Fahrzeuge reagieren bereits auf die kleinste Handbewegung. Daher ist es sehr unvorteilhaft, wenn der Fahrer durch zu kleine oder übergroße Modelle abgelenkt ist.

Gute Handschuhe sind ergonomisch geformt und nicht zu starr. Die Nähte sollten unbedingt außen liegen, damit sie beim Fahren nicht an der Haut reiben oder drücken. Die Finger und Handflächen sollten so verstärkt sein, dass sie einen optimalen Grip gewährleisten können. Silikonverstärkungen gehören zu den gängigsten Materialien. Zudem sollte der Handschuh den austretenden Schweiß absorbieren und nach außen transportieren können.

Hochwertige Materialien im Motorsport sehr wichtig

Wer sich in die Ruhmeshallen der Geschwindigkeit fahren möchte, sollte unbedingt Wert auf eine hochwertige Ausrüstung legen. Spitzenmaterialien und eine erstklassige Verarbeitung sind das mindeste, was Sie Ihrem Körper schulden, wenn Sie sich schon in derartig rasante Gefahren bringen. Die Vielfalt der Materialien für die Rennsporthandschuhe ist zwar groß, doch meist kommt nicht ein Material allein zum Einsatz, sondern eine ganze Mischung. Leder erweist sich immer noch als extrem robust und ist zudem atmungsaktiv. Die Haut in den festen Handschuhen kann sich trotz der Dicke des Materials wohlfühlen. Neben dem Leder werden meist auch hochwertigste High-Tech-Materialien eingesetzt. Mikrofasern sind feuerfest und schmiegen sich wie eine zweite Haut an die Handflächen. Ein besonderer Schutz gilt vor allem den Fingerknöcheln. Diese sind am empfindlichsten und bedürfen einer besonderen Behandlung. Extra Verstärkungen, Brücken und Protektoren sind unbedingt zu empfehlen. Moderne Silikone sind den meisten Plastikalternativen vorzuziehen, da sie nicht so schnell abreiben oder verschleißen. Allerdings kann es dabei sehr große Unterschiede geben. Sie sollten sich das Material in jedem Fall sehr genau anschauen und im Zweifel vom Fachmann erklären lassen.

Auswahl der Farbe zur Abstimmung des Designs

In der Tat, auch die Farbe spielt bei der Wahl der richtigen Handschuhe eine bedeutende Rolle. So ist es im Regelwerk für den Motorrennsport sogar strikt festgelegt, dass sich die Farbe der Handschuhe deutlich von der des restlichen Anzugs und der Farbe des Fahrzeuges abheben muss. Warum das Ganze? Diese Regelung dient der besseren Verständigung und Überwachung der Fahrer. Geben diese ein Notsignal mit den Händen, weil sie zum Beispiel eingeklemmt sind oder sonst irgendetwas mit dem Fahrzeug nicht stimmt, müssen Starter-Personen und andere dies sofort erkennen können.

Handschuhe für den Rennsport einkaufen

Wie auch beim Helm gilt genauso für die Handschuhe: Immer neu einkaufen. Selbst wenn die Ware von außen makellos erscheint, können Sie nie zu hundert Prozent sicher sein, dass die Handschuhe nicht doch bereits in einen Unfall verwickelt waren. Kleinste Faserrisse an Protektoren oder Silikonverstärkungen können die schützende Wirkung beeinträchtigen. Zudem ist es sehr wichtig, dass Sie die Handschuhe immer selbst anprobieren. Sie dürfen auf gar keinen Fall zu eng sein. Während schneller Fahrten merken manche Fahrer gar nicht, dass sie ihre Finger verkrampfen und sehr stark an das Lenkrad drücken. Da müssen nicht zusätzlich noch die Handschuhe unangenehmen Druck ausüben. Zu groß sollten die Handschuhe natürlich auch nicht sein. Sie dürfen nicht von alleine von Ihren Händen rutschen und Sie sollten alle Finger sicher darin bewegen können. Nur so garantieren die Handschuhe einen optimalen Grip.

Schauen Sie sich die Verarbeitung und das Material ganz genau an. Liegen die Nähte wirklich alle außen? Machen die Handschuhe insgesamt einen stabilen und sicheren Eindruck? Sind die Farben auch farbecht und bleichen nicht so schnell aus? Lassen Sie sich immer beraten. Behalten Sie einen Handschuh für einen Moment an und greifen Sie etwas damit. Der Handschuh sollte sich natürlich und fest zugleich anfühlen.

Unterschiede im Motorradsport teils markant

Bedenken Sie auch, dass es für den Automobil- und Motorradsport unterschiedliche Handschuhtypen mit ganz eigenen Anforderungen gibt. Motorradhandschuhe sind nicht so lang geschnitten. Die Protektoren an den Fingern sind ein wenig anders verteilt. Zudem sollte das Material eine lichtbeständige und wasserfeste Außenhaut besitzen. Immerhin müssen Sie auch bei schlechtem Wetter in den Handschuhen gut zurechtkommen. Die Handschuhe für Motorradfahrer sind meist etwas dicker gepolstert. Vor allem am Handrücken und an den Seiten ist ein zusätzlicher Schutz durch Polsterungen empfehlenswert. Protektoren finden sich nicht nur an den Fingerkuppen, sondern auch am Handgelenk. Natürlich gelten auch bei Handschuhen für den Motorradsport die gleichen Qualitätsansprüche. Ebenso sollten der Tragekomfort und die Flexibilität eine Rolle spielen. Mit der richtigen Ausrüstung an Ihren Händen – und selbstverständlich auch am Rest des Körpers – steht Ihrem nächsten Rundenrekord nichts mehr im Wege.

Möchten Sie Ihr Wissen weitergeben? Erstellen Sie Ihren eigenen Ratgeber… Verfassen Sie einen Ratgeber
Weitere Ratgeber erkunden