Diese Farben & Lacke machen Sie zum Kfz-Profi

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Beim Ausparken ist es passiert: Der kleine Baum hinten am Heck hat einen fiesen Kratzer hinterlassen. Der Lack ist ab und eine unschöne, kleine Delle ziert die Rückseite des Autos. Während zum Ausbeulen in der Regel ein Fachmann zu Rate gezogen werden muss, sind bei den Lackschäden lediglich etwas handwerkliches Geschick und, vor allem, der passende Lack vonnöten. Wir erklären Ihnen in diesem Ratgeber, wie Sie den passenden Lack für ihr Fahrzeug finden und wie Sie ihn fachmännisch auftragen. Mit dem Richtungen Know-how und dem passenden Lack werden Sie so zum Kfz-Profi.

Ausbessern, reinigen, warten, schützen - hier kommen Profi-Lacke zum Einsatz

Für Lacke am Fahrzeug gibt es die unterschiedlichsten Einsatzbereiche. Der Gängigste ist natürlich das Ausbessern der Farbe, aber auch zur Wartung, Pflege und Reinigung kommen unterschiedliche Lacke und Pflegemittel für die Farbe Ihres Autos zum Einsatz. Auch die Produkttypen könnten unterschiedlicher nicht sein. So gibt es

Im Folgenden sollen Sie erfahren, welche Lacke für welchen Einsatz am besten geeignet sind.

Lackieren und Ausbessern – die richtige Farbe ist Pflicht

Der wohl wichtigste Einsatzbereich von Farben und Lacken dient der Ausbesserung von kleinen Fehlern und Beschädigungen im Lack. Bei größeren Lackschäden ist es ratsam, sich an eine Autowerkstatt zu wenden, da hier nicht nur das nötige Fachwissen, sondern vor allem professionelles Werkzeug vorhanden ist. Bei kleineren Kratzern kann es sich hingegen lohnen, die Dinge selbst in die Hand zu nehmen. Damit Sie ein professionelles Ergebnis erzielen, ist es immer wichtig, die Farbe optimal auf die Original-Herstellerfarbe abzustimmen. Dies gilt für jede Art der Ausbesserung. Es gibt hier Lacke und Lackstifte, die genau für die Farb-Codes einzelner Modelle und Hersteller, zum Beispiel einen Opel, gemischt  sind.

Der Lackstift behebt kleinste Lackschäden schnell und unkompliziert

Kleinstschäden, durch Steinschlag oder Rollsplitt, lassen sich schon mit einfachen Mitteln beheben. Hierzu gibt es spezielle Lackstifte, mit denen die kleinen Beschädigungen ausgeglichen werden können. Hierbei unterscheidet man zwischen 1-Schicht- und 2-Schicht-Lacken. Bei 2-Schicht-Lacken wird noch ein Klarlack mitgeliefert, der ein hochglänzendes Finish hinterlässt und die Ausbesserung noch wetterbeständiger macht.

Ausbesserungen mit der Spraydose – so gelingt die Reparatur wie beim Kfz-Profi

Um großflächigere Lackschrammen zu reparieren, benötigen Sie ein wenig handwerkliches Geschick, Geduld und vor allem, die richtigen Werkzeuge und Lackiermittel. Zuallererst wäre da der Lack in der Herstellerfarbe. Die weiteren benötigten Utensilien sind

Zuerst sollten die Schrammen mit einem feinen Schmirgelpapier oder Handschleifpads angeraut werden und danach gründlich nass gesäubert werden. Nachdem die Feuchtigkeit getrocknet ist, kann der Füllspachtel auf die betroffene Stelle aufgetragen werden. Hier halten Sie sich am besten an die Anleitungen auf der Dose. Weiche Kunststoffspachtel eignen sich zum Auftragen der Spachtelmasse optimal. Jetzt heißt es geduldig sein, denn das ganze muss zwölf Stunden lang trocknen.

Nach dem Trocknen wird der Überschuss der Spachtelmasse mit einem groben Schleifpapier eben geschleift. Danach muss die Fläche mit einem feinen Schleifpapier nachgeschliffen. An dieser Stelle macht sich Genauigkeit bezahlt, denn nur wenn die Oberfläche komplett eben und ohne Kratzer ist, kann ein optimales Farbergebnis erreicht werden. Die Taschenlampe kommt zum Einsatz, indem Sie seitlich gegen die Oberfläche leuchten und überprüfen, ob noch kleinste Kratzer oder Unebenheiten vorhanden sind. Ist das der Fall, muss noch einmal mit dem feinen Schleifpapier nachgeschliffen werden. Erst wenn Sie mit dem Ergebnis zufrieden sind, geht es ans Lackieren.

Mit dem Krepp-Klebeband und etwas Zeitungspapier wird die betroffene Stelle abgeklebt, damit der intakte Lack nichts abbekommt. Bevor Sie die Sprühdose auf das Auto richten, sollten Sie eine Sprühprobe durchführen. Diese verhindert, dass große Lacktropfen auf das Auto gelangen. In diesem Falle müssten Sie noch einmal nachschleifen.

Beim Sprühen an sich sind die Anweisungen auf der jeweiligen Sprühdose zu beachten. Der Abstand der Sprühdose ist dabei ebenso wichtig, wie die Dicke des Auftrags. Am besten besprüht man die betroffene Stelle mit kreuzenden Bewegungen in einer dünnen Schicht. Hier sollten Sie sich Zeit nehmen und lieber drei Mal dünn lackieren, als eine zu dicke Schicht aufzutragen. Bei zu dicken Lackschichten bilden sich Laufnasen, die die Optik sehr stören. Zwischen den einzelnen Schichten, es sollten in etwa drei sein, sollten Sie eine halbe Stunde warten und den Lack antrocknen lassen. Hier verlassen Sie sich am besten auf die Angaben auf der benutzten Sprühdose. Nach der Trocknung können Sie erneut mit der Taschenlampe überprüfen, ob noch Unebenheiten oder Kratzer zu sehen sind. Gegebenenfalls kommt hier noch einmal das feine Schleifpapier nass zum Einsatz.

Für ein absolut professionelles und glattes Ergebnis wird nun der Sprühnebel mit einer Politur mit Schleifpartikeln (Schleifpaste) beseitigt. Erst dann wird der Klarlack aufgetragen. Auch hier gilt: Lieber mehrere dünne Schichten als eine dicke. Auch mit Klarlack können unschöne Nasen entstehen. Nach dem Auftragen des Klarlackes polieren Sie die Stelle noch einmal mit der Schleifpaste, bevor der neue Lack mit einer Politur versiegelt wird.

Kraftvoller Schutz: Karosserie-Lacke schützen Ihr Auto vor Rost, Steinschlag und anderen Umwelteinflüssen

Neben den optischen Vorzügen haben Lacke und Farben auch praktischen Nutzen. Karosserie-Lacke werden so unter anderem als Rostschutz, als Schutz gegen Steinschlag und als Unterbodenschutz eingesetzt. Wir zeigen Ihnen im Folgenden, wo Karosserielacke zum Einsatz kommen und wie sie aufgetragen werden.

Rostschutz ist die Basis für eine langlebige Karosserie

Rostschutz wird immer dann notwendig, wenn direkt auf das Blech lackiert wird, bzw. wenn Schleifstellen bei Kratzern bis auf das Metall reichen, zum Beispiel, wenn Rost oder Dellen geschliffen wurden. Die Grundierung sorgt auch für eine optimale Haftung zwischen dem Untergrund, also dem alten Lack oder dem Metall, dem Füller und dem Decklack.

Bei Rostbefall müssen alle betroffenen Stellen komplett von Rost bereinigt werden, da sich der Rost sonst immer weiter ausbreitet. Das geht am besten mit einer Drahtbüste oder einem Strahler. Danach müssen alle Silikonreste auf dem Lack entfernt werden. Dafür werden professionelle Silikonentferner eingesetzt, die mit einem Reinigungstuch aufgetragen werden. Staub, Fett und Silikonreste werden dadurch vollständig entfernt. Nachdem die Oberfläche sauber und angeraut ist, kann der Rostschutz aufgetragen werden. Dieser wird in der Regel mit einem Pinsel aufgetragen. Bei kleineren Flächen kann auch ein Haftgrund-Spray verwendet werden. Nach dieser Vorbehandlung kann die betroffene Stelle wie oben erklärt lackiert werden.

Unterbodenlack schützt den Boden vor Rost und Steinschlag

Wer sein Auto nicht nur an den offensichtlichen Stellen schützen möchte, kann auf Unterbodenlacke ausweichen. Es gibt hier sogar Produkte, die auf rostige Stellen aufgetragen werden können. Diese enthalten einen Rostumwandler und dämmen die Weiterentwicklung von Rost ein. Bei richtigen Rostlöchern hilft hingegen nur ein neues Bodenblechteil. Für die Vorarbeit vor der Unterbodengrundierung wird der alte Unterbodenschutz komplett oder an den entsprechenden Stellen entfernt. Die alten Schichten können entweder mit chemischen Mitteln oder Sandstrahlverfahren abgetragen werden.

Unterbodenschutz kann als ein permanenter Film oder als eine Art Wachs oder Harz aufgetragen werden. Filmschutz wird in der Regel zweimal in dünnen Schichten mit einer Sprühdose aufgesprüht. Beide Varianten haben die Aufgabe, den Unterboden geschmeidig zu halten und Schmutz und Steinschläge abzulenken. Das flexiblere Wachs kann auch etwas dicker aufgetragen werden und empfiehlt sich daher besonders für den Schutz gegen Steinschlag.

Hohlraumversiegelung beugt Rostschäden an schwerzugänglichen Stellen vor

So gut man sein Auto auch schützt, es gibt immer Stellen und Hohlräume, in die Feuchtigkeit eindringen kann. Die Folge sind Roststellen, die erst dann auffallen, wenn es zu spät ist und das Blech bereits durchgerostet ist. Um den Vorzubeugen, gibt es Hohlraumversiegelungen. Dabei wird in Hohlräume vom Fahrgestell und der Karosserie, in die beim normalen gebrauch Wasser eindringen kann, mit einem sogenannten Rost-Inhibitor behandelt. Das ist ein Hemmstoff, der die Entwicklung von Rost verhindert. Er sollte kriechfähig sein und eine dauerhaft wasserfeste Oberfläche bilden. Während bei Neufahrzeugen Hohlraumschutzwachs verwendet wird, werden ältere Fahrzeuge in der Regel mit speziellen Fetten behandelt. Soll diese Versiegelung nachträglich vorgenommen werden, müssen die zu bearbeitenden Stellen in jedem Fall sorgfältig gereinigt und von bereits vorhandenen Roststellen befreit werden. Damit sich erst gar nicht viel Wasser in den Hohlräumen ansammeln kann, sollten die eingebauten Wasserabflüsse regelmäßig überprüft und gereinigt werden.

Tipps und Tricks zum Abschluss: Mit diesen Polituren und Reinigungsmitteln pflegen Sie Ihr Auto von außen und innen

Um Farben und Lacke lange schön und glänzend zu halten, müssen sie regelmäßig gereinigt und gepflegt werden. Was in der Waschanlage nur oberflächlich geleistet wird, können Sie einfach zu Hause perfektionieren. Um den Glanz zu intensivieren, gibt es drei verschiedene Möglichkeiten, die für unterschiedliche Ansprüche geeignet sind:

Während Microfasertücher eine schnelle und bequeme Lösung bieten, Ablagerungen auf dem Lack zu entfernen, können Polierschwämme oder gar Poliermaschinen langfristige Glanzergebnisse erzielen. Um das Ergebnis noch weiter zu optimieren, werden Lackpolituren und Polierwachse eingesetzt. Hierbei gibt es einiges zu beachten. Zunächst: Politur trägt mikroskopisch feine Schichten des Lackes ab. Die Funktionsweise ist ähnlich wie bei der Schleifpaste, nur dass die Zusammensetzung hier eine andere ist. Durch die besonders feinen Schleifpartikel wird die Oberfläche geglättet und der charakteristische Glanz entsteht. Polituren bestehen außerdem aus hochwertigen Politurölen, die den Lack geschmeidig halten und den Glanz steigern. Um eine Oberfläche zu polieren, sollten Sie darauf achten, dass die Politur eine möglichst feine Körnung aufweist.

 

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