Diese Eigenschaften sollte ein Rasenmäher haben

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Diese Eigenschaften sollte ein Rasenmäher haben

Welcher Rasenmäher ist der Richtige für das eigene Grundstück?

Die Wahl des richtigen Rasenmähers hängt ganz wesentlich von der Größe der Rasenfläche ab, die regelmäßig gemäht und gepflegt werden muss. Die Entscheidung, ob es ein Handrasenmäher, ein Mäher mit Elektromotor, ein Akku-Rasenmäher oder ein Benzinmäher sein soll, wird häufig aber auch von der subjektiven Einstellung des Gartenbesitzers zur Gartenarbeit mitbestimmt. Wer im Rasenmähen den sportlichen Ausgleich zu einer überwiegend sitzenden Bürotätigkeit sieht, wird eine gewisse Anstrengung nicht nur in Kauf nehmen, sondern willkommen heißen. Gartenbesitzer, die die Arbeitsanstrengungen im Garten auf ein Minimum reduzieren möchten, werden sich eher für motorgetriebene Mäher mit einem eigenen Antrieb entscheiden. Unser Ratgeber soll Ihnen die wichtigsten Eigenschaften aufzeigen, die ein Rasenmäher haben sollte. Außerdem erhalten Sie einen Überblick über die unterschiedlichen Mähertypen und für welchen Einsatz sie am Besten geeignet sind. Je mehr Hintergrundwissen vorhanden ist, umso fundierter kann die Kaufentscheidung ausfallen.

Eigenschaften über die jeder gute Rasenmäher verfügen sollte

Unabhängig davon, für welches Rasenmähermodell Sie sich nach der Lektüre dieses Ratgebers entscheiden, gibt es einige grundsätzliche Eigenschaften, über die jeder Rasenmäher verfügen sollte.

Dazu zählt als Erstes ein scharfes Mähwerk, das gerade Schnittkanten hinterlässt und den Rasen beim Mähen schont. Jeder Rasenmäher sollte sich in der Schnitthöhe individuell einstellen lassen. So können unterschiedliche Graslängen, aber auch kleinere Unebenheiten im Boden ausgeglichen werden. Ein ausreichend großer Fangkorb ist heute für jeden Rasenmäher mit Ausnahme des Handmähers eine Standardausstattung. Eine sinnvolle Eigenschaft ist die Mulchfunktion. Bei den meisten Rasenmähern, auch bei Aufsitzrasenmähern, funktioniert das Mulchen, in dem ein sogenannter Mulchkeil eingesetzt und der Fangkorb entfernt wird. Beim Mähen wird nun das geschnittene Gras nicht in den Fangkorb befördert, sondern klein gehäckselt und wieder auf den Boden zurückgeführt. Das Rasenmulchen ist bei Gartenfreunden besonders beim letzten Rasenschnitt sehr beliebt, weil das gemulchte Gras den Rasen im Winter bei Frost und Schnee schützt und gleichzeitig als Gründünger fungiert.

Darüber hinaus bringt jedes Rasenmähermodell spezifische Eigenschaften mit, die bei einer Kaufentscheidung berücksichtigt werden sollten.

Für Besitzer kleiner Gärten immer noch up-to-date: Der Handrasenmäher

Handrasenmäher werden aufgrund ihres technischen Aufbaus auch als Spindelmäher bezeichnet. Die Funktionsweise eines Spindelmähers ist relativ einfach. Die Spindel wird über die Räder des Rasenmähers direkt angetrieben. Fest steht, dass es keine Technik gibt, die rasenschonender arbeitet als die Spindeltechnik. Die Spindel ist eine Walze, die mit spiralförmig angebrachten Messern versehen ist. Diese Messer werden an einem sogenannten Gegenmesser vorbei gedreht. Ähnlich wie bei einer gewöhnlichen Haushaltsschere werden die Grashalme sauber abgeschnitten. Durch diese glatte Schnittweise wirkt die Grünfläche optisch auf den ersten Blick schon sehr gepflegt. Der Handrasenmäher wird ausschließlich mit Muskelkraft betrieben. Deshalb ist er auch eher für kleine Rasenflächen bis 200 Quadratmeter geeignet, die möglichst eben sein sollten. Die Vorteile eines Handrasenmähers liegen darin, dass weder Kabel noch Antriebsstoffe benötigt werden und er auch nur wenig Platz bei der Aufbewahrung braucht. Außerdem ist der Handrasenmäher der leiseste Rasenmäher, den es gibt. Zu hören ist nur das Drehen der Spindel. Nach jedem Rasenschnitt sollte die Spindel gereinigt werden. Ein regelmäßiges Ölen der beweglichen Teile ist wichtig, um die Langlebigkeit dieses Gartengeräts zu garantieren.

Der Elektrorasenmäher – umweltfreundlich und leicht handzuhaben

Bei Rasenflächen bis zu einer Größe von etwa 500 Quadratmetern ist ein Elektrorasenmäher sehr gut geeignet. Elektromäher sind mit oder ohne Antrieb erhältlich. Eine Grundvoraussetzung für den Einsatz dieses Modells ist allerdings, dass im Garten eine Stromquelle vorhanden ist. Die Vorteile eines Elektromähers liegen zum einen darin, dass er leise und umweltschonend betrieben werden kann, zum anderen aber auch beim günstigen Anschaffungspreis und dem geringen Wartungs- und Pflegeaufwand. Während Handrasenmäher klassische Spindelmäher sind, werden Elektrorasenmäher genau wie Benzinrasenmäher als Sichelmäher gebaut. Der Sichelmäher schneidet grundsätzlich waagerecht. Damit ein glatter Schnitt erfolgt und die Grashalme nicht gequetscht werden, muss darauf geachtet werden, dass der Messerbalken immer scharf ist. Wenn Sie feststellen, dass die Schnittkanten ausgefranst sind, muss der Messerbalken neu geschärft werden.

Der Winter ist eine gute Gelegenheit, den Messerbalken des Elektrorasenmähers in einer Fachwerkstatt schleifen zu lassen. Die notwendige hohe Drehzahl beim Schleifen ist dort auf jeden Fall gewährleistet. Elektrorasenmäher gibt es auch in Variationen, die sich besonders für verwinkelte Grundstücke oder Rasenflächen mit Baum- und Strauchbestand gut eignen. In diesem Fall sollten Sie sich für einen Elektro-Lenkrasenmäher entscheiden. So ist das Umfahren von Hindernissen jeder Art unproblematisch. Eine weitere Variante des Elektromähers ist der Akku-Rasenmäher. Hier entfällt das Mitführen des Kabels. Ist der Akku leer, stellen Sie den Rasenmäher für ein bis zwei Stunden in die Ladestation, bevor Sie weitermähen. Auch Akku-Mäher eignen sich eher für kleinere Grundstücke bis maximal 400 Quadratmetern Rasenfläche.

Der Benzinrasenmäher – leistungsstark und vielseitig

Dichtes, hohes Gras meistert ein guter Benzinrasenmäher ohne Probleme. Je nach Grundstücksgröße kann ein Benzinrasenmäher mit oder ohne eigenen Antrieb und mit der passenden Motorleistung angeschafft werden. Die durchschnittliche Schnittbreite liegt bei 50 Zentimetern, sodass auch große Rasenflächen komfortabel gemäht werden können. Je größer das Grundstück ist, umso wichtiger ist der Antrieb, da ein Benzinmäher aufgrund seines höheren Gewichts schwerer zu schieben ist. Unbedingt zu beachten ist, dass ein Benzinrasenmäher im Gegensatz zu Hand- oder Elektrorasenmähern deutlich höhere Geräusche verursacht. Je nach Wohngegend muss hier auf die Einhaltung bestimmter Ruhezeiten geachtet werden. Ein großer Vorteil des Benzinrasenmähers ist, dass er ohne Kabel auskommt und so auch auf Grundstücken ohne Stromanschluss eingesetzt werden kann. Ein Kanister mit Benzin sollte allerdings immer griffbereit sein.

Der Benzinrasenmäher verursacht einen höheren Aufwand bei der Wartung und Pflege. Auf jeden Fall sollte einmal im Jahr ein Ölwechsel erfolgen und die Zündkerzen und das Antriebsseil überprüft werden.

Der Balkenmäher für unwegsames Gelände

Balkenmäher eignen sich hervorragend für Grundstücke mit Hanglage oder einen extrem unebenen Untergrund. Die Funktionsweise eines Balkenmähers unterscheidet sich von der eines herkömmlichen Rasenmähers. Der Balkenmäher ist mit dreieckförmigen Messern ausgestattet, die sich an einem starr konstruierten Mähbalken schnell hin und her bewegen. Balkenmäher für den privaten Gebrauch verfügen in der Regel über einen Verbrennungsmotor. Anders als beim Handrasenmäher hat man beim Balkenmäher zwei einzelne Griffe in der Hand, um den Mäher vorwärts zu schieben. Die Räder sind meist groß und geländegängig. Ein Balkenmäher erfordert ein häufigeres Nachschleifen, da die Messer über eine höhere Reibung verfügen und sich schneller abnutzen. Unterschiedliche Modelle und passendes Zubehör für Balkenmäher finden Sie auf eBay.

So macht das Rasenmähen jedem Spaß: Der Aufsitzrasenmäher

Bei Grünflächen ab etwa 400 Quadratmetern kann sich der Einsatz eines Aufsitzrasenmähers lohnen. Zum einen wird das Mähen selbst bequemer, weil man dabei sitzen kann. Zum anderen lassen sich so auch große Grasflächen in relativ kurzer Zeit mähen. Für Aufsitzrasenmäher, die alle einen Benzinmotor haben, gibt es unterschiedliches Zubehör. Streuwagen zum Einbringen von neuem Grassamen oder Grasdünger, Walzen, um die eingesäte Fläche zu ebnen, und Kehrvorrichtungen, die auch Laub von der Wiese aufnehmen, sind nur einige davon. Im Winter lässt sich der Aufsitzrasenmäher durch passendes Zubehör in eine kleine Schneeräummaschine umbauen. Die Bedienung eines Aufsitzrasenmähers ist relativ einfach. Allerdings benötigt eine solche Maschine mehr Platz als ein normaler Rasenmäher, wenn er nicht gebraucht wird.

Und hier noch einige Sonderformen unter den Rasenmähern

Wer seinen Rasen regelmäßig pflegt und kein allzu hohes Gras schneiden muss, findet im Luftkissenmäher ein geeignetes Gartengerät. Dessen größter Vorteil besteht in seinem geringen Gewicht und der Beweglichkeit. Selbst kunstvoll und in besonderen Formen gestaltete Rasenflächen lassen sich mit der Wendigkeit eines Luftkissenmähers problemlos schneiden und in Form halten. Dadurch, dass der Mäher mit einem Luftkissen ohne Rollwiderstand über den Untergrund gleitet, sind auch Hanglagen oder Unebenheiten kein Problem. Ein kleiner Nachteil kann sein, dass es bisher nur ganz wenige Modelle mit Fangkorb gibt, da das zusätzliche Gewicht des aufgefangenen Grasschnitts den Luftkissenmäher mit der Zeit immer tiefer auf den Boden drückt. Wer jedoch seinen Rasenschnitt grundsätzlich mulchen will, findet mit dem Luftkissenmäher ein leicht zu handelndes Gerät mit guten Mulcheigenschaften.

Immer beliebter werden inzwischen auch die Rasenroboter, die eine Rasenfläche völlig selbstständig mähen. Ist der Akku leer, fahren die Rasenroboter eigenständig in die Ladestation. Unterschiedliche Techniken wie zum Beispiel Induktionsschleifen, Sensoren oder eine GPS-Navigation machen diese automatisierte Arbeit möglich. Rasenroboter werden mit einem Elektromotor angetrieben, der über einen leistungsfähigen Akku verfügt. Die Ladestation für den Akku gehört zum Lieferumfang. Sie sind geräuscharm, und eine Akku-Ladung reicht bei normalem Untergrund für mehrere Hundert Quadratmeter Rasenfläche aus. Wie Luftkissenmäher auch, verfügen Rasenroboter nicht über einen Fangkorb, sondern arbeiten als sogenannte Mulcher.

Die Kaufentscheidung für den Rasenmäher treffen Sie!

Unser Ratgeber hat Sie nun mit den unterschiedlichen Modellen und Eigenschaften von Rasenmähern vertraut gemacht. Wer über ein fundiertes Hintergrundwissen verfügt, ist in der Lage, eine Kaufentscheidung zu treffen, die sowohl die individuellen Vorstellungen als auch die technisch umsetzbaren Möglichkeiten mit berücksichtigt.

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