Diese Autopflege & Wartung benötigt Ihr Fahrzeug

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Diese Autopflege & Wartung benötigt Ihr Fahrzeug

Jeder Autobesitzer kennt es, die Angst vor der Hauptuntersuchung. Kommt der Wagen durch? Wird dem Motorrad die Fahrerlaubnis erteilt? Kann der Wohnwagenanhänger mit in den nächsten Urlaub fahren? Bei einer regelmäßigen Pflege und Wartung sind diese Ängste unbegründet. Denn wer seinen Wagen, Anhänger oder sein Motorrad regelmäßig warten und überprüfen lässt, steht in der Regel auf der sicheren Seite. Sicher, die Checks kosten Zeit und Geld – doch gerade wirtschaftlich lohnen sich regelmäßige nicht gesetzlich vorgeschriebene Überprüfungen. Hier können Schäden früh erkannt und Folgeschäden vermieden werden. Zertifizierte Checks erhöhen auch den Wiederverkaufswert des Wagens immens.

Wir möchten Ihnen im Folgenden die wichtigsten Checks und Inspektionen vorstellen, die Ihrem Fahrzeug eine optimale Wartung und lange Lebensdauer garantieren. Doch auch Sie selbst können einiges zur Wartung und Pflege Ihres Wagens beitragen. Dies soll im zweiten Teil des Ratgebers thematisiert werden.

Professionelle Wartung zahlt sich aus: Sicher durch die kalte Jahreszeit mit dem Winter-Check

Gerade in der kalten Jahreszeit ist ihr Fahrzeug großen Belastungen ausgesetzt. Frost, Schneematsch, Streusalz und Rollsplitt verlangen dem Lack, der Karosserie und den Gummiteilen des Fahrzeuges einiges ab. Doch gerade im Winter ist es wichtig, sich komplett auf sein Auto verlassen zu können. Denn Pannen und Wagenaussetzer sind gerade bei Minusgraden ärgerlich und belastend. Ein Check in einer professionellen Kfz-Werkstatt kann Ihnen dabei viel Ärger und Geld sparen.

Beim Winter-Check werden standardmäßig folgende Fahrzeugkomponenten überprüft:

Vor allem im Winter müssen Sie sich darauf verlassen können, dass die Elektronik Ihres Fahrzeuges einwandfrei funktioniert. Elektronische Fahrhilfen, wie ABS oder ESP müssen gerade bei nicht idealen Fahrbedingungen eingreifen und sollten daher zuvor gründlich überprüft werden. Mit einem Winter-Check werden nicht nur teure Pannen, sondern auch kostspielige Folgeschäden wie das Einfrieren von Kühler, Motor oder Türen abgewendet. Diese Komponenten wird daher, genau wie die Reifen, beim Winter-Check in der Werkstadt besondere Beachtung geschenkt. Auch die Lichtmaschine und die Beleuchtung sind Bestandteile des Tests, da sie gerade im Winter einen großen Sicherheitsaspekt darstellen. Damit keine Feuchtigkeit in das Auto eindringen kann, werden die Gummiverkleidungen an Türen, Fenstern und Kofferraumklappen inspiziert und gewartet. Sie sorgen dafür, dass keine der Türen bei feuchten, frostigen Temperaturen zufriert.

Frisch in den Frühling: Gönnen Sie sich und Ihrem Auto den Frühlings-Check - Sicherheitschecks lohnen sich.

Im Frühjahr hat Ihr Fahrzeug die kritischste Jahreszeit hinter sich. Doch auch im Sommer sind der Motor und die Elektronik bei direkter Sonneneinstrahlung besonderen Bedingungen ausgesetzt. Um zu überprüfen, ob der Wagen oder das Motorrad in der Garage den Winter gut überstanden hat, empfiehlt sich ein Frühlingscheck, bei dem folgende Fahrzeugkomponenten überprüft werden sollten:

  • Beleuchtung
  • Windschutzscheibe
  • Elektronik
  • Flüssigkeitsstände
  • Bremsen
  • Abgasanlage
  • Keilriemen
  • Radaufhängung
  • Reifen

Lackschäden

Streugut, Rollsplitt und Streusalze können, wenn sie während der Fahrt an oder unter das Auto geschleudert werden, Schäden an Lack und Unterboden hervorrufen. Werden die betroffenen Stellen nicht schnellstmöglich entdeckt und behandelt, kann es an den Stellen, an denen der Lack leicht abgesplittert ist, zu Rost kommen. Breitet sich der Rost aus, muss unter Umständen der Lack großzügig abgeschliffen und erneuert werden. Ein teures Vergnügen, das sich bei frühzeitiger Erkennung einfach vermeiden lässt. Bei kleinerem Steinschlag wird die betroffene Stelle kleinteilig behandelt und der Rost eingedämmt.

Schäden am Unterboden

Auch im Unterbodenbereich kann es zu Schäden kommen, die Sie selbst gar nicht bemerken können. Werden diese Stellen nicht rechtzeitig erkannt, können die rostigen Stellen den Unterboden stark angreifen oder sogar entfernen. Dies kann sich auch auf Teile des Motors oder des Auspuffes ausüben. Gerade nach einem harten Winter mit viel Schnee und dementsprechend viel Streugut sollten Sie Ihren Wagen also in einer Werkstatt überprüfen lassen.

Windschutzscheiben-Check

Nicht minder wichtig ist die Kontrolle der Windschutzscheibe. Kleinster Steinschlag ist von Laien zum Teil nicht einmal von Verschmutzungen zu unterscheiden. Er wird daher oft erst dann erkannt, wenn bereits ein Riss entstanden ist und akute Gefahr für die Scheibe und den Fahrer bestehen. Bei einem Check werden kleinste Schäden in der Scheibe frühzeitig erkannt und können in unaufwendigen Verfahren ausgebessert werden. So schonen und pflegen Sie Ihre Windschutzscheibe auf professionellem Niveau.

Denken Sie bei der Wartung an den Wiederverkaufswert des Fahrzeuges: Regelmäßige professionelle Checks lohnen sich auch wirtschaftlich

Regelmäßige Checks in einer Werkstatt geben nicht nur Ihnen die Sicherheit, mit einem einwandfreien Fahrzeug unterwegs zu sein. Sie erhöhen und erhalten auch den Wert eines Fahrzeuges. Wenn Sie zum Beispiel vorhaben, Ihr Motorrad oder Ihren Wagen wieder zu verkaufen, zählt neben dem offensichtlichen Zustand auch die Gewissheit für den Käufer, dass das Auto regelmäßig professionell gewartet wurde. Gerade Laien können auf den ersten Blick nicht immer erkennen, ob das Fahrzeug in einem einwandfreien Zustand ist, oder ob sich Mängel verstecken. Die Checks in der Werkstatt werden in der Regel mit einem Zertifikat abgeschlossen, das Sie für genau diese Fälle aufbewahren sollten. Können Sie nämlich schriftlich beweisen, dass das Fahrzeug regelmäßig instand gesetzt wurde, übt sich das positiv auf den verhandelbaren Verkaufspreis aus.

Selbst ist der Fahrer: Das können Sie selbst tun, um Ihr Auto optimal zu pflegen und zu warten

Zusätzlich zu professionellen Inspektionen können auch Sie einiges dafür tun, dass Ihr Wagen oder Ihr Motorrad lange in einem optimalen Zustand bleibt. Dazu gehört zum einen die Reinigung und Pflege des Fahrzeuges. Aber auch das regelmäßige Inspizieren der Einzelteile kann Sie vor langfristigen Schäden bewahren. Ein aufmerksamer Blick auch das Fahrzeug kann also niemals schaden. Wir zeigen Ihnen im Folgenden, was Sie persönlich tun können, um Ihr Auto optimal zu warten und zu pflegen.

Alles wie gelackt: Inspizieren Sie den Autolack auf Roststellen

Kleine Roststellen im Lack können schnell passieren und sind zunächst auch keine große Sache. Wenn aber Feuchtigkeit über einen längeren Zeitraum hinzukommt, bieten kleinere Schäden schnell Angriffsfläche für Rost und Korrosion. Entdecken Sie eine kleine Roststelle, sollten Sie handeln. Wenn Sie dafür keine Werkstatt konsultieren möchten, können Sie die Stelle auch selbst behandeln. Mit speziellen Rostentfernern können kleine Stellen bearbeitet werden. Ist noch kein Rost an der beschädigten Stelle aufgetreten, können Sie kleinere Steinschlagschäden mit einem Lackstift ausbessern.

Doch Rost kann nicht nur die offensichtlichen Teile der Karosserie befallen. Besonders einfach hat es Rost an den Stellen der Karosserie, in der das Wasser nicht abfließen kann und länger steht. Dazu gehören kleine Hohlräume in der Karosserie, die mit sogenannter Hohlraumversiegelung aufgefüllt werden können. Dieser versiegelt die Oberflächen mit einer wasserfesten Schicht und verhindert so, dass Rost das Metall befallen kann.

Eine ebenfalls häufig befallene Stelle ist in der Kofferraumwanne unter dem Ersatzreifen. Hier ist in der Regel ein Abfluss installiert, der eingetretenes Wasser nach außen leitet. Ist dieser jedoch verstopft und eintretendes Wasser steht länger auf dieser Stelle, ist Rost programmiert.

Es ist nicht alles Gold, was glänzt: Mit Polituren und Poliergeräten bringen Sie den Lack auf Hochglanz

Eine Autopolitur bringt den Lack Ihres Fahrzeuges auf Hochglanz und kann mit relativ einfachen Mitteln von Ihnen selbst durchgeführt werden. Allerdings empfiehlt sich eine Behandlung mit Politur nur etwa zweimal im Jahr, je vor der Sommer und vor der Wintersaison. So ist die Oberfläche des Autos immer auf die kommenden wettertechnischen Herausforderungen vorbereitet.

Politur wird dann benötigt, wenn der Lack beginnt, stumpf zu wirken und seinen Glanz verliert. Dieses Matte Finish ist auch bei neuen Fahrzeugen zu beobachten und ist kleinsten Schmutzpartikeln geschuldet, die sich auf dem glatten Lack des Fahrzeuges absetzen. Die Oberfläche wird dadurch aufgeraut und erscheint nicht mehr glänzend. Diese Schmutzpartikeln können zum einen feine Staubschwebeteilchen sein, die durch Straßenverkehr und Gase auf der Oberfläche des Lackes landen. Aber auch Pollen verschiedenster Bäume tragen dazu bei, dass der Lack seinen Glanz verliert.

Politur ist in der Regel eine Paste, die aus Wachsen, Harzen oder Ölen besteht, die mit feinsten Schleifpartikeln verfeinert wurden. So kann der Schmutz schonend von der Oberfläche abgetragen werden. Da dabei auch immer eine kleine Schicht des Lackes abgetragen wird, sollte die Prozedur nicht mehr als zweimal jährlich durchgeführt werden. Die Voraussetzung für eine Politur ist die vorige gründliche Reinigung des Lackes. Dann können Sie die Polierpaste mit einem Polierschwamm oder speziellen Polierpads auftragen. Zum Abpolieren können Sie professionelle Poliertücher verwenden, aber auch gebräuchliche Microfasertücher sind zu diesem Zweck optimal geeignet.

So pflegen Sie die Polster Ihres Wagens, damit sie lange wie neu aussehen

Ein wichtiger optischer Eindruck in einem Wagen wird über die Polster vermittelt. Deshalb sollten diese besonders gepflegt werden. Da sie sich im Innenraum des Autos befinden, dürfen sie nur feucht und niemals nass gereinigt werden. Dringt zu viel Feuchtigkeit in das Polster ein, die nicht verdunsten kann, kann es zu Schimmelbildung kommen, die nicht nur unangenehme Gerüche, sondern auch gesundheitliche Konsequenzen nach sich ziehen kann.

Aus diesem Grund können Sie hier spezielle Polster-Schaumreiniger benutzen. Sie dringen in die Fasern ein und lösen die Verschmutzung, ohne viel Feuchtigkeit zu benötigen.

Das wird oft vergessen: Türgummis müssen regelmäßig überprüft und gepflegt werden

Ein wichtiger Aspekt, der auch in jeder Inspektion überprüft wird, sind die Gummis an den Fahrzeugtüren und Fenstern. Diese sind dafür zuständig, das Eindringen von Feuchtigkeit in den Wagen zu verhindern. Besonders im Winter spielen sie eine entscheidende Rolle: Sind die Gummis porös, kann Wasser eindringen. Im schlimmsten Falle kann so die Tür festfrieren.

Bei der Reinigung der Türgummis sollten Sie darauf achten, speziellen Reiniger zu verwenden, der nicht auf Wasser basiert. Geeignete Reiniger sind aus Talkum, Glycerin, Vaseline, Silikon oder Hirschtalg hergestellt. Sie halten das Gummi geschmeidig und flexibel.

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