Die zehn wichtigsten Bergsteigerzubehörartikel

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Die zehn wichtigsten Bergsteigerzubehörartikel

Das Bergsteigerhobby mit der richtigen Ausrüstung voll ausleben

Bergsteigen ist ein anspruchsvolles und spannendes Hobby. Es macht Freude, hohe Gipfel zu erklimmen und die herrliche Aussicht zu genießen. Damit das reibungslos funktioniert, sind verschiedene Bergsteigerzubehörartikel sinnvoll. Diese erleichtern einerseits das Klettern und sorgen andererseits für ein Höchstmaß an Sicherheit. In diesem Ratgeber begegnen Sie der wunderbaren Welt des Bergsteigens. Sie erfahren, welche Zubehörartikel für dieses Hobby unerlässlich sind und wozu diese dienen. Somit werden Sie in die Lage versetzt, schnell und mühelos nach zuverlässigen und preiswerten Produkten zu suchen und diese direkt zu kaufen.

1. Bekleidung und Schuhe

Für einen sicheren Aufstieg ist die passende Kleidung unerlässlich. Hierzu zählen insbesondere die Schuhe. Es empfiehlt sich, feste, relativ steife Bergsteigerstiefel zu wählen. Diese sollten möglichst bis über den Fußknöchel reichen, um diesen selbst beim Wegrutschen zu schützen. So kommt es weniger schnell zu Brüchen oder anderen Verletzungen. Zudem brauchen solche Schuhe ein tiefes Profil, um auch an schwierigen Wänden Halt zu finden. Je nach Höhe des Gipfels eignen sich jeweils andere Kleidungsstücke gut. Bei sehr hohen Bergen sind Mützen, Handschuhe und eine feste Jacke sehr zu empfehlen. Auf sonnigen Gipfeln sind hingegen ein stabiles T-Shirt und eine zuverlässige Hose ausreichend. Letztere sollte nach Möglichkeit recht lang sein, damit es beim Klettern nicht zu Kratzern und Wunden an den Beinen kommt.

2. Rucksack

Ein zuverlässiger Rucksack darf auf keiner Bergsteigertour fehlen. In diesem werden alle wichtigen Utensilien aufbewahrt. Achten Sie darauf, ein Modell zu wählen, das groß genug ist, um alles Wichtige unterzubringen, das jedoch klein und handlich genug ist, um nicht zum Hindernis beim Klettern zu werden. Zu unterscheiden ist hierbei zwischen einfachen Rucksäcken und Modellen für Mehrtagestouren. Mit verschiedenen Fächern und Taschen sorgen Sie für Ordnung im Rucksack und finden schneller die Gegenstände, die Sie brauchen. Ein solcher Rucksack ist beim Klettern hohen Belastungen ausgesetzt. Entscheiden Sie sich daher für hochwertige Modelle, die nicht schnell einreißen oder schmutzig werden. Nicht zuletzt stehen Ihnen zahlreiche Farben und Designs zur Auswahl, sodass Sie den Rucksack Ihren persönlichen Vorlieben gemäß kaufen können.

3. Steigeisen

Steigeisen garantieren ein sicheres Fortkommen auf Schneeflächen und in steilen Ebenen. Solche Eisen werden am Schuh eines Bergsteigers angebracht und besitzen verschiedene Zacken, die teilweise frontal und teilweise vertikal angebracht sind. Diese graben sich mit jedem Schritt in den Boden ein und sorgen somit für Halt. Je steiler das Gelände wird, desto stärker kommen die Frontalzacken zum Einsatz und die hinteren Vertikalzacken schweben in der Luft. Achten Sie beim Kauf solcher Steigeisen darauf, dass diese sicher und zuverlässig am Schuh befestigt werden. Hierfür stehen Riemen oder eine sogenannte Hebelbindung zur Auswahl. Nur wenn das Steigeisen wirklich festsitzt, garantiert es Sicherheit und ein gutes Vorkommen in hohen Bergregionen.

4. Klemmgerät und Karabiner

Klemmgeräte und Karabiner dienen der Sicherung eines Bergsteigers an einer Felswand. Bei Karabinern werden hierfür Haken in den Fels geschlagen. In diese Haken wird dann der Karabiner eingeführt und hält somit das Seil an der Wand fest. Diese Methode ist ausgesprochen sicher und funktioniert selbst bei Stürzen und großen Belastungen zuverlässig. Der Einsatz von Klemmgeräten ist demgegenüber sauber und weniger anstrengend. Es ist nämlich bei dieser Technik nicht nötig, Haken in den Fels zu schlagen. Stattdessen wird das Klemmgerät in Spalten und Risse im Fels geklemmt. Hierbei muss jedoch beachtet werden, dass die Klemmgeräte stets nur eine Belastungsrichtung haben, in die eine Belastung erfolgen kann. Zudem sind sie relativ schwer und stellen somit ein zusätzliches Gewicht beim Klettern dar.

5. Sicherungsgeräte

Es gibt verschiedene Techniken, mit denen Sicherungsgeräte die Sicherheit eines Bergsteigers gewährleisten. Für Anfänger eignet sich die sogenannte Tube-Sicherung besonders gut. Diese ist leicht zu handhaben und ermöglicht eine Sicherung bei ganz verschiedenen Kletterarten. Lediglich das Sichern eines Nachsteigers ist mit dieser Technik nicht erlaubt. Sollte diese Art der Sicherung erwünscht sein, ist die Halbmastwurf-Sicherung (HMS) besser geeignet. Diese ist ebenfalls für Anfänger geeignet, birgt jedoch das Risiko, dass sich das Seil durch die Reibung schneller abnutzt. Für professionelle Bergsteiger sind zudem die Achter-Sicherung und die halb automatische Sicherung sinnvoll. Letztere ermöglicht es theoretisch sogar, das Seil beim Klettern für eine gewisse Zeit loszulassen. Die Achter-Sicherung kann hingegen verrutschen, weswegen ein fundiertes Wissen und reichlich Praxiserfahrung für den Einsatz dieses Sicherungssystems von Nöten sind.

6. Gurte und Seile

Gurte und Seile sind das Grundinventar, um an steilen Wänden überhaupt hinaufzukommen. Sie dienen einerseits der Verbindung des Kletterers mit der Felswand und sichern andererseits die Bergsteiger untereinander. Das Seil wird hierbei durch den Gurt am Körper der Kletterer geführt und dann am Fels fixiert. Bei jeder Art des Kletterns wird zwischen einer Eigenabsicherung und einer Kameradensicherung unterschieden. Gurte und Seile müssen ausgesprochen stabil- und reißfest sein. Je nach Art der Sicherung und des Kletterns entstehen große Reibungskräfte, die sich negativ auf ein Seil oder einen Gurt auswirken. Entscheiden Sie sich beim Kauf daher für hochwertige Modelle, die höchste Sicherheit garantieren. In Bezug auf das Seil gilt es zu beachten, dass dieses ausreichend lang ist, eine bestimmte Anzahl von Normstürzen auffangen sollte und dehnbar sein muss.

7. Helme

Helme schützen den Kopf von Bergsteigern bei Stürzen und zusätzlich vor Steinschlag. Gerade bei anspruchsvollen Strecken an steilen Felswänden ist ein Helm unverzichtbar. Dasselbe gilt für das Klettern mit Kindern. Diese werden durch einen solchen Helm optimal geschützt und verletzen sich bei Stürzen nicht so leicht am Kopf. Es gibt verschiedene Modelle und Materialien bei Helmen. Hartschalenhelme sind sehr zuverlässig und stabil. Sie werden selbst mit relativ großen Steinen fertig und schützen den Kopf beim Aufprall nach einem Sturz. Allerdings sind solche Helme ausgesprochen schwer und stellen eine zusätzliche Belastung beim Klettern dar. Leichter und bequemer sind sogenannte Schaumhelme. Allerdings bieten diese nur in gewissem Maß Schutz. Achten Sie beim Kauf des Helms darauf, dass dieser optimal an Ihre Kopfform angepasst ist. Zudem kommt es auf einen zuverlässigen Verschluss an, damit der Helm nicht auf dem Kopf rutscht. Ansonsten ist die gewünschte Sicherheit nicht mehr gegeben.

8. Höhenmesser

Höhenmesser dienen der Orientierung in der Bergregion. Sie zeigen an, welche Höhe über dem Meeresspiegel bereits erreicht wurde. Es gibt solche Geräte in analoger und digitaler Form. Die analogen Modelle arbeiten mit dem Luftdruck und müssen vor der Tour auf die korrekte Höhe über Normal Null (NN) oder den zu Beginn der Tour vorherrschenden Luftdruck eingestellt werden. Digitale Modelle eignen sich demgegenüber nicht nur um die aktuelle Höhe zu bestimmen, sondern sie zeigen auch Veränderungen in der Höhe und im Luftdruck an. Somit können Sie als Nutzer gezielter Ihren Weg und die Höhenveränderung nachvollziehen. Während die Genauigkeit solcher Geräte in analoger Form zwischen 2-20 Meter schwankt liegt sie bei digitalen Modellen bei unter einem Meter.

9. Chalkbag

Ein Chalkbag (Kreidebeutel) wird beim Bergsteigen um die Hüfte getragen und beinhaltet Magnesia, das Bergsteiger für einen besseren Halt an einer Felswand benötigen. Die Magnesia saugt den Schweiß von den Fingern und Handflächen auf und verhindert somit ein Wegrutschen beim Greifen. Je nach Wunsch werden solche Chalkbags mit einer Schnur oder einem Karabiner am Gurt befestigt. Es ist sinnvoll, wenn sich der Beutel bei Bedarf verschieben lässt, sodass er auch in ungünstigen Positionen keine Behinderung darstellt. In Bezug auf das Design werden ganz unterschiedliche Geschmacksrichtungen befriedigt. Es gibt Chalkbags nämlich in unzähligen Farben, Formen und Größen.

10. Stirn- und Taschenlampen

Stirn- und Taschenlampen sind insbesondere in hohen und unwegsamen Regionen von Vorteil. Diese bieten selbst bei Dämmerung und Dunkelheit Licht, sodass ein Bergsteiger immer sieht, wohin er klettert und wonach er greift. Stirntaschenklampen bieten den Vorteil, dass sie auch ohne eine freie Hand genutzt werden können. Demgegenüber lassen sich Taschenlampen häufig präziser auf einen bestimmten Punkt fokussieren. Entscheiden Sie sich beim Kauf Ihrer Lampen für stabile und widerstandsfähige Modelle. Das Glas sollte hohe Belastungen aushalten und die Glühlampe langlebig sein. Bei Stirnlampen kommt es darauf an, dass diese sicher und fest am Kopf oder am Helm sitzen und keine Behinderung beim Klettern darstellen. Bedenken Sie zudem, dass Sie für solche Lampen Strom benötigen. Führen Sie daher sicherheitshalber immer eine Ersatzpackung Batterien mit sich.

Kaufkriterien bei Bergsteigerzubehörartikeln

Entscheiden Sie sich im Namen Ihrer Sicherheit immer für Qualität und Zuverlässigkeit. Es gibt diverse Hersteller wie Salewa oder Petzl, die Bergsteigerzubehör anbieten, doch nur die wirklich seriösen und namhaften garantieren ein Höchstmaß an Sicherheit. Auf einige der oben genannten Utensilien wie zum Beispiel den Chalkbag kann auf kleinen Touren ohne steile Wände gegebenenfalls verzichtet werden. Beim Klettern und Bergsteigen in hohen Regionen sind diese Ausrüstungsgegenstände jedoch unverzichtbar. Es empfiehlt sich, einen Blick auf das breite Sortiment an Bergsteigerzubehör bei Onlineportalen wie eBay zu werfen. Hier finden Sie nicht nur die Eigenschaften der einzelnen Bergsteigerzubehörartikel übersichtlich präsentiert, sondern können gleichzeitig einen umfassenden Preisvergleich durchführen. Als Anfänger ist es ratsam, dass Sie sich vor dem Kauf etwas beraten lassen oder zumindest Produktbeschreibungen oder Kundenrezensionen im Internet zu lesen. Gerade bei Karabinern und Sicherungsgeräten ist die richtige Handhabung für Sicherheit und Kletterspaß unverzichtbar. Nicht zuletzt ist es ratsam, dass Sie sich bei der Produktauswahl am gewünschten Einsatz orientieren. So benötigen Anfänger auf weniger anspruchsvollen Strecken zum Beispiel andere Hilfsmittel als semi-professionelle Bergsteiger in großen Höhen.

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