Die vielfältige Welt der Ehrenzeichen - 3 Sammelideen

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Die vielfältige Welt der Ehrenzeichen - 3 Sammelideen

Ehrenzeichen als Auszeichnungen für geleistete Dienste transportieren die Wertevorstellung ihrer Zeit. Damals mit starkem politischem Charakter behaftet, ist ihre Bedeutsamkeit heute vor allem an ihrem Sammlerwert zu bemessen. Frühere Formen tragbarer Auszeichnungen existierten bereits in der Antike.

 

Orden und Ehrenzeichen – die Geschichte tragbarer Auszeichnungen

Leistungen im Verdienst des Staats oder ein herausragendes vorbildliches Verhalten sind Anlass für die Verleihung von Orden und Ehrenzeichen. Bereits vor dem modernen Verständnis dieser Ehrung gab es tragbare Auszeichnungen. Aus dem altägyptischen Reich ist der Brauch überliefert, an verdiente Soldaten ein "Ehrengold" zu überreichen. Der Pharao übergab diese Ehrung in Form von Armreifen oder Halskragen. Im Athen der Antike galten Zweige des Ölbaums als traditionelle Auszeichnung. Deren Nachbildung existierte noch lange danach – als goldener Kranz zur Ehrung bei den Olympischen Spielen. Zeitgemäße Prägungen von Verdienstzeichen gehen auf die Ritterorden des Hochmittelalters zurück. Eine wichtige Station in der Geschichte der Ehrenzeichen stellt die Französische Revolution dar. Befreiungskriege und Gründung der Ehrenlegion beeinflussten bestehende Orden und inspirierten zur Neustiftung von Auszeichnungen.

 

Das Eiserne Kreuz – deutsch-preußische Auszeichnung als begehrtes Sammlerstück

Militärische Sammlerstücke, wie das Eiserne Kreuz, schlagen die Brücke zwischen Geschichte und Gegenwart. Hinsichtlich ihrer kulturgeschichtlichen Identität verbinden sie Generationen und gelten daher als begehrte Ehrenzeichen. Erstmals stiftete Friedrich Wilhelm III von Preußen diese bekannte Kriegsauszeichnung. Der Eiserne Kreuz-Orden wurde in ursprünglich drei Klassifizierungen eingeteilt: Eisernes Kreuz 2. Klasse, Eisernes Kreuz 1. Klasse und Großkreuz. Hinzu kam das 1939 durch Hitler gestiftete Ritterkreuz mit seinen Erhöhungen. Der Kreuzorden mit silberner Zarge verlangte je nach Art der Verleihung verschiedene Tragweisen und Werte. Das Eiserne Kreuz 2. Klasse war mit schwarz-weiß-rotem Band am Knopfloch zu tragen. Das Kreuz 1. Klasse hefteten Soldaten ihrer Zeit an der linken Brustseite mit Nadel an. Durch seine millionenfache Verleihung in den Weltkriegen hat das Kreuz 2. Klasse heute einen geringeren Wert. Andere Klassen dagegen, wie zum Beispiel der Hindenburgstern, sind nach wie vor hochgeschätzte Raritäten.

 

Die Kriegsdenkmünzen – Ehrenzeichen als erinnernde Volksauszeichnung

Unter Sammlern erfreuen sich die Denkmünzen großer Beliebtheit. Die Verleihung der Kriegsdenkmünzen erfolgte für die Teilnahme an Feldzügen oder Schlachten. Die Geschichte ihrer Ausgabe reicht bis zu den Befreiungskriegen 1813-1815 zurück. Es handelt sich hierbei ursprünglich um ein Kriegsabzeichen Angehöriger der Preußischen Armee. Die Denkmünze von 1813 hat einen Durchmesser von 2,9 cm. Vorne prägt das Eiserne Kreuz ein Lorbeer- und Eichenblätterkranz. Rückseitig befinden sich Königskrone und Monogramm F W. Als eingraviertes Merkmal dieses Ehrenzeichens gilt die zweiteilige Inschrift „Preußens tapferen Kriegern“.

 

Leistungsabzeichen – Sammlerstücke als Verdienst und Spiegel einer Zeit

Vermehrt kamen Leistungsabzeichen im mittleren und späten 19. Jahrhundert in Umlauf: Dazu gehört der königlich-preußische Johanniter-Orden (1811-1852). Die Klassifizierungen der deutschen Ehrenzeichen folgten den Ordenspositionen. Diese sind: Kreuz der Ehrenmitglieder, Kommendatorenkreuz, Rechtsritterkreuz und Ehrenritterkreuz. Die Kreuze sind durchgehend weiß emailliert. Besonders begehrtes Sammlerstück ist das Kreuz des Herrenmeisters noch vor dem Abzeichen der Ehrenmitglieder. Es zeigt Adler und Krone in golden, das Band schwarzseiden gewässert. Bei eBay finden Sie zahlreiche Sammelideen von deutschen Orden bis zu Abzeichen der UdSSR.

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