Die verschiedenen Einsatzmöglichkeiten von Schraubzwingen

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Die verschiedenen Einsatzmöglichkeiten von Schraubzwingen

Schraubzwingen gehören zur Grundausstattung in jeder Schreinerei. Doch nicht nur dort erfüllen sie ihren Zweck. Es gibt eine Reihe unterschiedlicher Anwendungen in verschiedenen Gewerken sowie im privaten Haushalt. Wer regelmäßig selbst Reparaturen vornimmt, sollte deshalb einige gute Schraubzwingen zu Hause haben. Wofür sich die Zwingen eignen, welche Ausführungen es gibt und welche Vor- und Nachteile sie haben, erfahren Sie hier.

 

Schraubzwingen-Ratgeber: Wofür Sie Schraubzwingen verwenden können und was die Profis mit ihnen machen

Schraubzwingen kommen vor allem im Möbelbau zum Einsatz. Hier dienen sie dem Fixieren von Bauteilen. Im Gegensatz zu einem Schraubstock können Sie mit einer Schraubzwinge zwei Holzteile so aneinanderpressen, dass mit dem zusätzlichen Einsatz von Leim eine feste Verbindung entsteht. Mit einem konstanten und hohen Anpressdruck und einem guten Holzleim schaffen Sie bündige und langlebige Verbindungen, die einer Verschraubung in Sachen Festigkeit in nichts nachstehen. Gleichzeitig können Sie gute Schraubzwingen zum Arretieren von Bauteilen nutzen. Hierbei fungieren sie als Ersatz für Schraubstöcke. Der Vorteil: Schraubzwingen gibt es in besonders langen Maßen, sodass Sie auch große Bauteile problemlos an der Werkbank fixieren können. Schraubzwingen kommen also überall dort zum Einsatz, wo eine zusätzliche Hand zum Fixieren fehlt oder der Anpressdruck per Hand zu gering wäre.

 

Verschiedene Zwingenarten: Einhandzwingen und Schraubzwingen in verschiedenen Längen

Im Handel finden Sie verschiedene Arten von Schraubzwingen. Neben den klassischen Ausführungen, die über eine Schraube festgezogen werden, gibt es sogenannte Einhandzwingen. Besonders im Möbelbau sind sie sehr praktisch, da sie mit einer Hand über einen Abzug ähnlich einer Kartuschenpistole betätigt werden. Durch Zusammendrücken des Griffs schiebt sich die Zwinge zusammen. Der Nachteil der Einhandzwingen ist der niedrigere Druck. Für großflächiges Verleimen von Holzbrettern eignen sie sich nur bedingt. Beide Zwingenarten, Schraubzwingen und Einhandzwingen, gibt es in verschiedenen Längen. Hierdurch können Sie sowohl sehr kleine als auch sehr große Bauteile arretieren.

 

Schraubzwingen aus Temperguss oder Stahl: Vor- und Nachteile

Erhältlich sind Schraubzwingen aus zwei verschiedenen Materialien: Temperguss und Ganzstahl. Ganzstahl-Schraubzwingen sind die teurere Variante und zeichnen sich durch eine höhere Elastizität aus. Dennoch eignen sie sich zum Anpressen von geleimten Holzteilen genau so gut wie Temperguss-Schraubzwingen. Allerdings haben sie bei der Bearbeitung mit Werkzeugen einen wichtigen Vorteil: Durch die Flexibilität löst sich das Werkstück auch bei hohen Vibrationen nicht allmählich. Zudem beugt dies Beschädigungen an der Anpressstelle vor. Temperguss-Schraubzwingen sind hingegen besonders starr und eignen sich deshalb nicht so gut für die Bearbeitung von Holzbauteilen. Dafür sind sie günstiger in der Anschaffung. Gute Hersteller von Schraubzwingen und Einhandzwingen sind Wolfcraft, Festool und Bessey.

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