Die verschiedenen Arten von Heizlüftern entdecken

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Heizlüfter stellen eine gute Ergänzung zur Heizung dar, um beispielsweise während der Übergangszeit oder an kalten Sommerabenden für Wärme zu sorgen. Für die Gartenparty, die Gastronomie oder die Baubranche stehen spezielle Geräte mit besonders hoher Heizleistung zur Verfügung. Normale Heizlüfter erlauben aufgrund ihrer Größe, ihres geringen Gewichts sowie ihres Aufbaus eine flexible Nutzung.

Die unterschiedlichen Typen der Heizlüfter

Zu den Heizlüftern zählen Heizkanonen sowie im weitesten Sinne auch Radiatoren und Heizstrahler. Kleinere Heizlüfter für Privathaushalte können mit Hausstrom betrieben werden. Viele Geräte verfügen zusätzlich über eine Kühlstufe, sodass sie sich zudem an sehr heißen Tagen als Ventilator benutzen lassen.

Heizkanonen und Baulüfter

Heizkanonen stellen eine Sonderform der Heizlüfter dar. Der Ausdruck wird normalerweise für sehr große, mobile Heizgeräte verwendet. Es gibt keine konkrete Abgrenzung zum Heizlüfter, eingestuft werden sie als Heizkanonen bereits bei circa zwei bis fünf kW Ausgangsleistung. Zum Einsatz kommen Heizkanonen normalerweise in großen, gewerblichen Räumen ohne Heizung oder in Zelten, um diese schnell zu erwärmen beziehungsweise bei niedrigen Temperaturen während einer Veranstaltung warmzuhalten.

Die starken Heizlüfter für das Baugewerbe sind im Grunde nichts anderes als riesige Heizkanonen. Sie dienen ganzjährig zum schnellen Trocknen von feuchten Bereichen. Im Winter benötigt das Bauhandwerk sie, um die Arbeit der Handwerker in Rohbauten zu erleichtern und die äußerst kühlen Räume etwas zu klimatisieren. Ein Großteil der Baulüfter wird mit Gas betrieben, elektrische Heizlüfter für das Baugewerbe benötigen angesichts ihrer hohen Ausgangsleistung in der Regel einen Starkstromanschluss.

Radiatoren

Bei Radiatoren handelt es sich um Metallkörper, die mit Wärmetauschern ausgerüstet sind und vornehmlich im Infrarotbereich arbeiten. Die mögliche Wärmestrahlung hängt von der Größe der Fläche ab. Es gibt Radiatoren, die über ein Gebläse verfügen und so ihre Wärmewirkung verstärken. Die erreichbare Heizleistung von Radiatoren bewegt sich einem Bereich von einhundert bis mehreren Tausend Grad Celsius.

Heizstrahler

Heizstrahler sind Heizungen, deren Wärmeabgabe wie beim Radiator durch Wärmestrahlung erfolgt. Sie werden auch als Wärmewellenheizung oder Strahlungsheizung bezeichnet. Es gibt zwei verschiedene Bauformen bei den Heizstrahlern, die Niedertemperaturheizkörper und die Hochtemperaturstrahler.

Niedrigtemperaturstrahler

Zu den Niedrigtemperaturstrahlern gehören Heizkörper, die die Wärme eines anderen Mediums, beispielsweise von heißem Wasser, an die Umgebung abführen. Das Medium durchfließt dabei ein Leitungssystem. Typische Niedrigtemperaturstrahler sind neben den normalen Haushaltsheizkörpern auch elektrische Heizmatten, Fußbodenheizungen, Deckenheizungen und Ähnliches.

Hochtemperaturstrahler

Hochtemperaturstrahler dienen dazu, über einen größeren Abstand Wärme abzugeben. Sie kommen in der Gastronomie oder bei Gartenpartys beispielsweise an kühlen Abenden oder bei Zeltveranstaltungen in Form von Terrassenstrahlern zum Einsatz. Aufgrund der extrem hohen Temperaturen, die Hochtemperaturstrahler entwickeln, sind sie mit entsprechender Vorsicht zu handhaben. Neben der Verbrennungsgefahr bergen sie auch das Risiko, an einem unvorsichtig gewählten Standort einen Brand auszulösen.

Die Sicherheit von Heizlüftern

Grundsätzlich ist bei der Nutzung von Heizlüftern darauf zu achten, dass die Geräte frei stehen und der Luftstrom die Möglichkeit hat, ungehindert zu zirkulieren. Werden die Ansaugluft oder auch das Ausströmen der Warmluft gehemmt, besteht die Gefahr, dass sich Stauwärme bildet und das Gerät überhitzt. Moderne, fehlerfrei arbeitende Heizlüfter schalten sich zwar ab, trotzdem können sie schlimmstenfalls noch immer einen Brand auslösen. Da Standardheizlüfter für den Betrieb in Haushalten keine besondere Absicherung benötigen, lassen sie sich an jede herkömmliche Steckdose mit normalem Hausstrom anschließen. Reicht die Kabellänge des Geräts nicht aus, sollten Heizgeräte aufgrund der hohen Leistung nur mit einem stärkeren Verlängerungskabel mit der Steckdose verbunden werden.

Die Arbeitsweise von Heizlüftern

Heizlüfter für den häuslichen Gebrauch sind üblicherweise mit einem Blankdrahtheizelement ausgestattet. Bei dieser Technik befindet sich der stromführende Widerstand direkt im Luftstrom. Ein Ventilator sorgt für die Verteilung der Warmluft. In Baustellengeräten mit extrem hoher Heizleistung kommt ein widerstandsfähiger Rohrheizkörper zum Einsatz, der zudem den Vorteil aufweist, auch eine höhere Schutzwirkung gegen Fremdkörper zu bieten. Ein Spaltpolmotor treibt den Propeller an, der Wahlschalter ermöglicht den Betrieb in mehreren Heizstufen sowie die Nutzung als Lüfter.

Die meisten Heizlüfter sind mit einem Thermostat bestückt und besitzen fast immer einen Überhitzungsschutz. Bei modernen Geräten für den Privatgebrauch ist zudem im Gerätesockel ein Schalter eingelassen, der die Stromzufuhr in dem Moment unterbricht, wenn der Heizlüfter nicht mehr auf dem Boden steht. Der integrierte Kippschutz verhilft zu einem sicheren Stand auf ebenem Untergrund und sorgt dafür, dass das Gerät nicht so schnell umfällt.

Neu, gebraucht oder defekt – für jeden Bedarf der passende Heizlüfter

Gewerbliche Händler bieten überwiegend Neugeräte an. Die Heizlüfter kommen originalverpackt mit Rechnung zum Kunden und unterliegen der gesetzlichen Gewährleistungsfrist von vierundzwanzig Monaten für Neugeräte.

Heizlüfter zeichnen sich durch ihre geringe Störanfälligkeit aus, sodass der Kauf eines Gebrauchtgeräts durchaus eine Überlegung wert ist. Aufgrund der verhältnismäßig einfachen Bauart lohnt sich für Bastler die Anschaffung eines nicht mehr voll funktionsfähigen Heizlüfters. Als Ersatzteil / defekt angebotene Geräte lassen sich häufig mit wenig Aufwand reparieren oder können als Ersatzteillager für das eigene Gerät dienen.

Klimageräte, Klimaanlagen und Ventilatoren

Eine Vielzahl von Heizlüftern eignet sich auch im Sommer zur Nutzung als Klimagerät. Die Warmluftgebläse funktionieren als Kühlgeräte, sind jedoch keine Klimaanlagen, die nach einem völlig anderen Prinzip arbeiten. Heizlüfter ähneln eher einem Ventilator.

Heizlüfter als Klimageräte

Heizlüfter, die auch als Klimagerät funktionieren, verfügen über mindestens zwei Stufen, eine für den Warmluftbetrieb und eine für die Kühlung. Um den Kühleffekt zu erreichen, wird die Wärmezufuhr durch das Umlegen des Schalters unterbrochen. Der Ventilator, der die erwärmte Luft in den Raum befördert, läuft weiter und kühlt aufgrund seiner schnellen Rotation die einströmende Luft ab. Das Gerät gibt diese genau wie im Warmluftbetrieb direkt an die Umgebung weiter.

Klimaanlagen

Bei den echten, fest eingebauten Klimaanlagen hingegen handelt es sich um hochtechnische Geräte, die sowohl die Raumtemperatur als auch die Luftfeuchtigkeit und die Luftqualität kontrollieren und konstant halten. Ein ausgeklügeltes Steuersystem vergleicht laufend die Istwerte mit den Sollwerten und greift ein, wenn diese nicht übereinstimmen. Stationäre Klimaanlagen sind stets mit dem Heizsystem des Objekts verbunden und sorgen dafür, dass auch bei kaltem Wetter die Raumtemperatur nicht unter die voreingestellten Werte sinkt.

Ventilatoren

Auch Ventilatoren senken die Raumtemperatur, allerdings stammt ihr Kühleffekt nicht wie bei den Klimaanlagen von einem Kühlmittel, sondern von der Rotation der Ventilatorblätter. Je größer die Blätter sind, desto besser wird der Kühleffekt. Ventilatoren stehen in einer Reihe von unterschiedlichen Ausführungen zur Verfügung, angefangen beim kleinen Tischventilator über mittelgroße und große Standventilatoren bis hin zu Deckenventilatoren in allen Größen. Deckenventilatoren mit mehreren Rotationsgeschwindigkeiten weisen den Vorteil auf, dass sie im Winter mithilfe der langsamsten Stufe die aufsteigende warme Luft auf den Boden herunterdrücken. Damit unterstützen Deckenventilatoren den Erhalt der Temperatur in tieferen Zonen und reduzieren auf diese Art und Weise die Heizkosten.

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