Die richtige Wahl einer Fliegenrute

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Von Rolf Böker

Mit allen Fliegenruten kann der Fliegenfischer Fische fangen. Ob er aber auch Erfolg hat, hängt hauptsächlich davon ab, wie er die Rute führt.
Es gibt aber auch heute noch gute und weniger gute Ruten- wenn auch die Unterschiede nicht mehr so erheblich sind,  wie in der Zeit mit den schweren Glasruten!

Auch heute ist es einem Fliegenfischer ohne entsprechende Erfahrung  nur möglich, die nach seinem persönlichen Empfinden passendste und schönste Rute auszuwählen. Mangelnde technische Kenntnisse lassen Ihn darum oft immer weiter nach der Traumrute suchen, was häufig zu unnötigen Ausgaben führen kann.

Die Zeiten in der Insekten schlüpfen sind kurz und ebenso die Zeiten in der die  Fische aktiv sind, um Nahrung aufzunehmen. Darum ist es für den Fischer besonders wichtig, eine fehlerfreie Rute zu haben, die leicht in seiner Hand liegt, präzise Würfe ermöglicht  und mit der richtigen Schnur und Rolle gut abgestimmt ist.

Was beim Kauf einer Fliegenrute zu beachten ist.

Die Aktion

Spitzenaktion:
 
Fliegenruten mit Spitzenaktion- also nur in der Spitze beweglich- sind für das Fliegenwerfen nicht so gut geeignet- da die Kraft nicht voll bis in die Spitze  der Rute übertragen wird.

Semiparabolische Aktion:

Die semiparabolische Aktion ist eine mittlere Aktion zwischen Spitzenaktion und parabolischer Aktion. Dabei ist die Rute vom Handstück bis in die Mitte steif. Erst dann beginnt sie sich unter Belastung durchzubiegen, im Mittelteil etwas geringer, zur Spitze hin mehr. Dieser Aktionstyp ist für den normalen Fliegenfischer ebenfalls nicht so geeignet, eher für Ruten im Turniersport, oder für eine Streamerrute.

Parabolische Aktion:

Die beste Aktion einer Fliegenrute für alle Fischarten. Hier beginnt die Aktion in der Hand, die den Griff der Rute umfasst und setzt sich nun gleichmässig bis in die Spitze der Rute fort. Damit sind saubere und weite Würfe problemlos und ohne Handicap möglich. Eine weite, kontrollierte und sanft auf dem Wasser aufgelegte Präsentation der Fliege ist die Folge.

Die Rutenlänge:

8 1/2  /   8`6” Fuß,  260-270 cm, 5/6

Hier muss man wählen- mit feiner Aktion ist es eine empfehlenswerte Nymphen- und Nassfliegenrute die in größeren Gewässern, auch für die Trockenfliegenfischerei geeignet ist. Vom Anfänger ist diese Kombination mit feiner bis mittlerer Kombination am problemlosesten zu werfen.

9  Fuß,  270 cm, 6/7

Auch hier ist eine Trennung zwischen einer feinen oder einer harten Rute nötig.Die 9 Fuß lange feine Fliegenrute ist eine ideale wunderbare Nymphen- und Nassfliegenrute, ob im Bach oder auch in größeren Gewässern. Als Trockenfliegenrute ist sie dort geeignet, wo sich hohe Büsche und Hindernisse für den Fliegenfischer befinden.

10  Fuß,  305 cm, 8/9

Die beste Länge für eine Einhand-Lachsfliegenrute. In unseren Gewässern auch als starke Streamerrute für Raubfische und für Meerforellen geeignet.

Ab 10  Fuß,  350 cm, 9/10
Ab hier beginnen die Zweihandruten für die schwere Fischerei auf Lachs!

Die heutigen Ruten sind leicht gebaut und ermöglich dem Fliegenfischer lange zu fischen, ohne dabei schnell zu ermüden. Dies ist besonders beim
fischen auf Lachs ein grosser Vorteil.

Ich wünsche Ihnen viel Freude und Petri Heil bei unserem schönen Sport.

Rolf Böker
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