Die richtige Speicherkarte für ihre Digitalkamera

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Hat man eine Digitalkamera, so reicht der interne Speicher gewöhnlich nicht aus. Beim Kauf einer Speicherkarte hat man nun die Qual der Wahl. Neben verschiedenen Medientypen differenziert man auch zwischen unterschiedlichen Speichergrößen und –geschwindigkeiten.

Inhalt:

  1. Medientypen
  2. Speichergröße: Worauf es wirklich ankommt…
  3. Geschwindigkeit
  4. Kaufempfehlungen

1. Medientypen


Überprüfen Sie zuerst, welche Medientypen ihre Digitalkamera unterstützt. Einige Modelle akzeptieren auch verschiedene Typen. Schauen Sie hierzu in die Bedienungsanleitung oder wenden Sie sich an den Hersteller. Hier haben Sie einen kleinen Überblick über die verbreiteten Standards:

  • Compact Flash (CF)
    Compact Flash ist Marktführer und wird von führenden Herstellern favorisiert.
    Die Speicherkapazität kann mehrere GB betragen. Beachten Sie, dass es von CF verschiedene Varianten gibt (1.0, 2.0, 3.0 und +)

  • Secure Digital (SD)
    SD-Karten ermöglichen derzeit Schreibgeschwindigkeiten bis 20MB/s und können bis zu 4GB fassen. Sie verfügen meist über einen kleinen Schreibschutzschalter.
  • Multimedia Card (MMC)
    MMCs sind die Vorgänger der SD-Karten. Sie können zwar ebenfalls etwa 4 GB speichern, erreichen aber derzeit etwa 14MB/s Schreibgeschwindigkeit.
  • Memory Stick (MS)
    MS ist eine Erfindung von Sony und kommt bei vielen Sony-Produkten zum Einsatz. Auch hier gibt es verschiedene Varianten (Duo MSD, Pro MSP und Pro Duo MSPD, sowie HighSpeed *HS) mit unterschiedlichen Leistungsmerkmalen.
  • xD-Picture Card
    Diese Karten fassen zurzeit bis zu 1GB, sind jedoch mit einer maximalen Schreibgeschwindigkeit von 3MB/s eher langsam.

2. Speichergröße: Worauf es wirklich ankommt…

Das Spektrum reicht von wenigen Megabyte, bis hin zu 4 Gigabyte und sogar mehr…
Um ihre optimale Speichergröße zu finden, müssen Sie sich zunächst im Klaren sein, was für ein Fotografiertyp Sie sind. Egal, ob Sie gelegentlich das Familienfest festhalten und die Bilder nur am PC bestaunen, oder Sie ein ambitionierter Vielfotografierer sind und gern Fotos ausdrucken: Ist die Karte zu klein, ärgert man sich, weil der Fotospaß ein frühes Ende nimmt, eine zu große Karte wäre hingegen reine Geldverschwendung.
Im Folgenden können Sie sehen, wie viele Bilder ungefähr auf eine Speicherkarte passen. Ausschlagend für den Speicherplatzbedarf eines Fotos sind in erster Linie die Auflösung (gemessen in Megapixel) und die eingestellte Bildqualität. Die Dateigröße variiert außerdem je nach Kameramodell und Motiv.

Schauen Sie zunächst, welche gängigen Auflösungen für welche Zwecke optimal geeignet sind:

  • 640x480 (ca. 0,3 Megapixel): Anzeige auf dem Bildschirm, Versand per Email
  • 2 Megapixel (1600x1200): Anzeige auf dem Bildschirm, 9x13cm-Abzug
  • 3 Megapixel (2048x1536): A4-Abzug
  • 4 Megapixel (2304x1728): A4-Abzug
  • 5 Megapixel (2560x1920): A3-Abzug

Überlegen Sie sich, wie viel Sie speichern wollen. Bedenken Sie, dass Sie womöglich nicht nur ab und zu einen Partyabend festhalten, sondern die Karte vielleicht auch einen ganzen Urlaub lang reichen soll. Bekommen Sie nachfolgend eine ungefähre Vorstellung von der Kapazität unterschiedlicher Speichergrößen:

Anzahl der Bilder bei verschiedenen Auflösungen und Speichergrößen*:

  • 256MB
    640x480: 1000
    2M: 256
    3M: 170
    4M: 150
    5M: 128
  • 512MB
    640x480: 2000
    2M: 512
    3M: 341
    4M: 301
    5M: 256
  • 1024MB (1GB)
    640x480: 4000
    2M: 1024
    3M: 682
    4M: 603
    5M: 512

 (M = Megapixel), © André Sokolowski
*getestet mit Casio Exilim EX-Z10 bei höchster Qualitätsstufe, Angaben können je nach Kameramodell und Fotomotiv stark variieren

Achtung: Beachten Sie, das es in Sachen Speichergröße für manche Digitalkameras eine Obergrenze gibt. Wie viel ihre Cam „verträgt“ entnehmen Sie der Bedienungsanleitung oder wenden Sie sich an den Hersteller.

3. Geschwindigkeit

Die Geschwindigkeit von Speichermedien wird in Megabyte pro Sekunde (MB/s) gemessen. Man redet hierbei von Schreib- und Lesegeschwindigkeit, also die Geschwindigkeit, mit der es möglich ist, die Karte mit Daten zu beschreiben bzw. Daten auszulesen.
Wichtiger ist hierbei die Schreibgeschwindigkeit. Ist diese zu langsam, kann es nach der Aufnahme eines Fotos eine Weile dauern, bis die Kamera dieses gespeichert hat und der nächste Schnappschuss möglich ist. Dies kann sehr störend sein, wenn es schnell gehen soll und man z.B. Serienaufnahmen machen möchte.
Bei Aufnahmen mit einer Auflösung von 5 Megapixeln sind Sie mit ca. 6-10MB/s auf der sicheren Seite. Soll es darüber hinausgehen, können Sie auch Karten mit 20MB/s oder mehr benutzen.
Informieren Sie sich vor dem Kauf auch über die technischen Daten ihrer Kamera. Es nützt schließlich nichts, wenn sie eine Karte mit 20MB/s kaufen, ihr Modell jedoch nur mit 6MB/s schreiben kann.

4. Kaufempfehlungen

Speicherkarten für Digicams gibt es wie Sand am Meer. Daher finden Sie in diesem Ratgeber verschiedene Kaufempfehlungen für einige Medientyp. Angegeben sind dabei auch die maximale Schreibgeschwindigkeit und die Speicherkapazität:

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