Die richtige Hundeleine finden

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Die richtige Hundeleine finden

Wie und wo man die richtige Hundeleine erwerben kann

Eine der ersten Anschaffungen des künftigen neuen Hundebesitzers ist meist die Hundeleine. Die Auswahl an Hundeleinen ist sehr umfangreich und häufig recht verwirrend, denn eine schier unbegrenzte Produktpalette verschiedener Materialien, Designs, Farben und Muster erwartet den Hundebesitzer und dieser hat nun die schwere Qual der Wahl.

Wichtige Aspekte für die Wahl der richtigen Hundeleine sind natürlich die jeweilige Hunderasse, Größe und des Gewichts des Hundes. Kleine Hunderassen benötigen keine so starke Leine wie große und schwere Hunde. Selbstverständlich spielen auch der Geschmack und das Budget des Hundehalters bei der Auswahl der passenden Hundeleine eine entscheidende Rolle.

Hundeleinen kann der Hundebesitzer heute über viele Quellen erwerben oder beziehen. Man kann sie zum Beispiel beim Hundezüchter, beim Tierarzt, im Tierfachhandel oder über Online-Shops im Internet kaufen. Das Online Auktionshaus eBay bietet hier ein ansprechendes Sortiment ausgefallener Hundeleinen. Modebewusste Hundeliebhaber kaufen ihre Hundeleine in sogenannten Hundeboutiquen oder bestellen diese bei eBay, da eine Hundeleine für sie kein Gebrauchsgegenstand ist, sondern als Accessoire für den geliebten Vierbeiner angesehen wird. Hier gibt es im Unterschied zu den üblicherweise angebotenen Hundeleinen individuelle Modelle zum Beispiel mit Swarovski Steinen besetzt, die sich vom normalen Angebot abheben. Diese Klientel von Hundebesitzern verfügt deshalb meist über eine Auswahl an Hundeleinen in unterschiedlichen Ausführungen und Preiskategorien.

Hundeleinen gibt es in verschiedenen Längen

Das Sortiment reicht von kurzen Leinen, die unter einem Meter lang sind, bis zu Leinen mit einer Maximallänge von 20 Metern. Die Verwendung einer kürzeren Leine, der sogenannten Führleine, ermöglicht dem Hundehalter eine bessere Kontrolle des Hundes. Zur besseren Veranschaulichung: Hat der Hund ein Gewicht von 50 Kilogramm und der Hundehalter ein ungefähr gleiches Gewicht, sollte eine Führleine zum Einsatz kommen. Längere Hundeleinen ermöglichen dem Hund mehr Bewegungsfreiheit beim Spaziergang kann es jedoch dazu kommen, dass der Hund sich in der Leine verheddert. Es gibt sogenannte Verlängerungsleinen, mit denen eine kurze Leine zu einer langen Leine erweitert werden kann. Die Auswahl der richtigen Länge richtet sich auch danach, wie der Hund erzogen ist, wie stark das Vertrauen zwischen Mensch und Vierbeiner ist und wo die Leine genutzt wird. Wenn Hundehalter und Hund viel an stark befahrenen Straßen oder in der Innenstadt mit vielen Menschen und Reizen spazieren gehen, ist eine kurze Leine die bessere Wahl. In einer ruhigen Umgebung mit wenig Menschen und Autos ist eine längere Leine optimal. Für diesen Zweck kommen meist die bekannten Flexileinen zum Einsatz, bei denen der Hundehalter die Möglichkeit der individuellen Längeneinstellung hat. Das bedeutet, er kann den Hund jederzeit durch Betätigen der Bremstaste stoppen und ihn so kontrollieren. Für Hunde, die permanent an der Leine ziehen, ist diese Art der Leine nicht so gut geeignet, da der Hund auf diese Weise auch noch für das ständige Ziehen an seiner Leine mit mehr Leinenlänge belohnt wird. Beim Hundetraining werden in der Regel Leinen mit einer Länge ab fünf Meter verwendet. Zur Jagd setzt man sogenannte Schlepp- oder Suchleinen ein. Für Hunde, die als Wachhund für Hof und Gelände eingesetzt werden, gibt es spezielle Leinen mit Sprungfeder.

Das richtige Material der Hundeleine

Das Material der Hundeleine entscheidet über die Robustheit und Langlebigkeit dieses wichtigen Utensils. Generell sind die unterschiedlichsten Materialien für Hundeleinen geeignet. Meist werden Leinen heute vorwiegend aus Leder oder Nylon hergestellt, was praktische und optische Gründe hat. Qualitativ hochwertig hergestellte Lederleinen sind echte handwerkliche Meisterstücke und zeichnen sich durch ihre Weichheit sowie den hervorragenden Tragekomfort für den Hund und das angenehme Griffgefühl für den Halter aus. Bei einer Leine aus Leder spielt die jeweilige Lederart eine besonders große Rolle. Diese sind meist aus Rinds-, Hirsch- oder Elchleder gefertigt. Das sehr angenehme weiche und warme Leder einer Elchlederleine fühlt sich sehr gut an und ist das beliebteste Material für Lederleinen. Zur Pflege einer Leine aus Rinds-, Hirsch- oder Elchleder sollte diese von Zeit zu Zeit zum Beispiel mit Leder-, Sattler- oder Melkfett eingefettet werden, damit sie ihre Geschmeidigkeit und die Funktionstüchtigkeit dauerhaft behält. Hundeleinen aus Nylon sind in vielen unterschiedlichen und trendigen Farben und mit schönen Mustern erhältlich, fühlen sich jedoch oft etwas künstlich an. Sie werden in vielen Längen und Breiten angeboten und sind sehr widerstandsfähig und pflegeleicht. Immer beliebter wird das Material Biothane für die Herstellung von Hundeleinen. Dieses Material ist unempfindlich gegen Schmutz oder Nässe und nimmt keine unangenehmen Gerüche an.

Die Qualität der Hundeleine

Ein ganz entscheidender Aspekt beim Kauf einer Hundeleine muss die Qualität der Leine sein. Die im Fachhandel angebotenen Hundeleinen überzeugen durch eine sehr gute Qualität in der Verarbeitung und einen hohen Tragekomfort für Hund und Hundehalter. Auf hochwertige Hundeleinen wird durch den Hersteller in der Regel eine längere Garantiezeit eingeräumt. Qualitative Hundeleinen aus Leder werden noch heute in Handarbeit nach alter Sattlertradition angefertigt. Bei Leinen aus Nylon gibt es erhebliche Unterschiede in der Qualität des Nylons. Viele Modelle sind doppellagig und sehr robust vernäht. Egal, ob die Wahl auf eine Leder- oder Nylonleine fällt, Qualitätsunterschiede gibt es natürlich auch innerhalb der jeweiligen Materialgruppen. Eine qualitativ minderwertige Hundeleine hält Belastungen nicht lange stand und kann im schlimmsten Falle reißen. An einer stark frequentierten Straße kann dies eine erhebliche Gefahr für den Hund, den Halter sowie für die anderen Verkehrsteilnehmer darstellen. Die Hundeleine sollte nicht nur beim Kauf auf Reißfestigkeit geprüft werden, sondern in regelmäßigen Abständen auf poröse Stellen und kleine Risse untersucht werden. Schadhafte Hundeleinen sollten zur Gewährleistung der Sicherheit aller Beteiligten schnellstens durch eine neue Leine ersetzt werden. Eine entsprechende Pflege der Hundeleine erhöht die Lebensdauer zusätzlich. Bei der Anschaffung der Hundeleine sollten nicht ausschließlich das Design und der Preis entscheiden, denn eine gute Qualität zahlt sich hier auf Dauer aus.

Hundeleinen für jede Gelegenheit

Heutzutage ist der Vierbeiner bei den meisten Freizeitaktivitäten seines Frauchens oder Herrchens mit dabei. Aus diesem Grund gibt es für die unterschiedlichen Aktivitäten die jeweils passende Hundeleine. Für Sportler, die den Hund mit zu ihren täglichen Läufen nehmen, werden spezielle Joggingleinen angeboten. Diese verfügen über praktische Taschen, in denen zum Beispiel Schlüssel oder Handy untergebracht werden können, sodass die Hände des Joggers frei sind. Zur Sicherheit von Hund und Hundehalter sind an Joggingleinen Reflektoren angebracht, damit auch bei schlechten Sicht- und Lichtverhältnissen beide durch andere Verkehrsteilnehmer wahrgenommen werden. Führer von Rettungshunden oder Jäger bevorzugen Spezialleinen, die aus Biothane gefertigt sind, da diese extrem belastbar und reißfest und unempfindlich gegen Nässe und Schmutz sind. Hundeleinen aus Neopren sind die idealen Begleiter für Hundebesitzer, die viel bei nassem Wetter draußen sind. Sie zeichnen sich durch ihr wetterfestes und schnell trocknendes Verhalten aus. Moxonleinen sind Führleinen und bestehen aus einer Kombination von Halsband und Leine, was das schnelle Abstreifen und Verstauen der Leine ermöglicht. Diese Leinen werden meist aus Leder oder aus Reepschnur gefertigt. Moxonleinen werden vor allem für trainierte Hunde verwendet und eignen sich nicht für Hunde, die stark an der Leine ziehen. Diese Leinen haben eine Würgewirkung und sollten zur Sicherheit immer mit einem Stopper ausgestattet sein. Dieser Stopper verhindert, dass sich die Schlinge der Leine zu fest zuzieht und den Hund verletzt. Eine Schleppleine wird für das Training der Leinenführigkeit des Hundes und bei der Jagd eingesetzt. Durch die Verwendung dieser Leine hat der Hundehalter auch dann noch die Kontrolle über seinen Hund, wenn sich dieser einige Meter von ihm entfernt hat. Für Hundebesitzer, die mit ihrem Hund überwiegend in der Stadt unterwegs sind, ist das moderne Design der Leine oft entscheidend. Hier bieten Leinen aus Leder oder Nylon dem Hundebesitzer eine große Vielfalt.

Der richtige Einsatz der Hundeleine

Bereits im Welpenalter sollte der Hundebesitzer den Hund spielerisch an die Hundeleine und das Tragen eines Halsbandes oder Geschirrs gewöhnen und diesen durch Lob motivieren. Der Hund sollte die Hundeleine beschnuppern und ablecken, damit sie ihm vertraut wird und er die Leine als etwas ganz Selbstverständliches empfindet. Zu Beginn kann die Hundeleine auch zeitweise im Haus zum Üben angelegt werden, damit der Welpe sich in seiner gewohnten Umgebung befindet und nicht zu viele Ablenkungen erfährt. Viele Hundehalter haben oftmals enorme Probleme, ihrem Hund beizubringen, an der Leine bei Fuß zu gehen oder dem Hund das Ziehen an der Leine abzugewöhnen. Der richtige Einsatz der Hundeleine ist das A und O dafür, dass der Hund auch ohne Leine auf seinen Besitzer hört und zu keiner Zeit zu einem Sicherheitsrisiko wird oder aber für ihn ungeeignete oder gefährliche Gegenstände vom Boden aufnimmt und frisst. Die Hundeleine sollte nie zur Bestrafung eingesetzt werden, sondern der Sicherheit des Hundes dienen. Den richtigen Umgang mit der Hundeleine können Hund und Hundebesitzer erlernen, indem Sie professionelle Hilfe in einer Hundeschule oder bei einem Hundetrainer im Einzel- oder Gruppentraining in Anspruch nehmen. Diese Kurse werden bereits für Hundewelpen angeboten und fördern den sozialen Umgang der Tiere. In diesem Zusammenhang werden auch wichtige Tipps zur Hundeerziehung vermittelt. In öffentlichen Parks und Grünanlagen besteht eine generelle Pflicht zum Anleinen von Hunden. Dies sollte aus Respekt zu anderen Hundehaltern, Mitmenschen und der Umwelt stets berücksichtigt und eingehalten werden.

Abschießend ist dass es dem Hund nicht so wichtig ist, aus welchem Material seine Hundeleine besteht. Der Vierbeiner möchte die Welt am liebsten ohne Leine erkunden. Aus diesem Grund bleibt die Auswahl der richtigen Leine und des passenden Materials dem Geschmack und Budget des Hundebesitzers vorbehalten.

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