Die richtige Größe von Monitoren: Size matters

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Dass es bei der Wahl der richtigen Monitors auch auf die Größe ankommt, ist unbestritten. Allerdings sollte man der Maßgabe „je größer, desto besser“ nur bedingt folgen. Denn die passende Größe eines Monitors ist keinesfalls nur eine Frage des Geldbeutels.

 

Die richtige Größe von Monitoren: Typische Bildschirmgrößen und Geometrieparameter im Vergleich (Copyright: Marcel Müller/Wikimedia).

Diagonale und Seitenverhältnis

Zwei Werte definieren die Größe eine Monitors: zum einen ist dies die Angabe zur Bildschirmdiagonale - also der Entfernung von einer der beiden oben liegenden Ecken der Darstellungsfläche zur unteren, schräg gegenüber liegenden Ecke. Weiterhin wichtig ist Angabe zum Seitenverhältnis, mit der das Verhältnis von der Breite eines Rechtecks zu seiner Höhe beschrieben wird. Üblicherweise wird diese Relation als Bruch dargestellt, zum Beispiel 16:9, was bedeutet: auf 16 Zentimeter Breite des Rechtecks (bzw. einem Vielfachen davon) kommen 9 Zentimeter Höhe.

 

 

Zoll übersetzt

Noch vor wenigen Jahren war es üblich, potenzielle Käufer erst einmal zum Rechnen zu nötigen, wollte er die Größe eines Monitors eruieren. Denn die Angaben zur Bildschirmdiagonale erfolgten meist ausschließlich in Zoll  – ein Wert, den wir im Alltag eher selten nutzen und deshalb wenig greifbar ist. Einfache faustregel: 1 Zoll entspricht 2,54 Zentimetern.

 

 

Einsatzzweck entscheidend

Für Spaß beim Spielen ist ein Breitformat des Monitors quasi Pflicht (Stefan Bayer/Copyright: pixelio) Soviel zur Theorie, ab in die Praxis. Vor dem Monitorkauf sollte man zunächst einmal überlegen, was man an dem (hoffentlich) guten Stück hauptsächlich erledigt. Denn der Einsatzweck hilft dabei, sich über das empfehlenswerte Seitenverhältnis klar zu werden. So ist etwa das früher auch bei TV-Geräten übliche Seitenverhältnis von 4:3 aus der Mode gekommen und entsprechend das Angebot an Neugeräten dieser Klasse zurückgegangen. Für Menschen, die am PC hauptsächlich lesen oder schreiben, ist es dennoch eine gute Wahl.

 

 

In die Breite gehen

Standard ist heute ein Seitenverhältnis von 16:9 und mit Abstrichen 16:10. Diese Breitlinge erlauben es, auch zwei Bildschirmfenster nebeneinander zu platzieren - etwa den Browser und die Textverarbeitung. Das Seitenverhältnis 16:9  ist de-facto Standard für Filme. Wer am PC Videos und Filme schaut, ist damit gut beraten.

 

Die zusätzlichen Zentimeter an Höhe beim selteneren 16:10-Format sind dann nützlich, wenn man den Bildschirm des Öfteren zum Arbeiten einsetzt. Denn bei einer gleich großen Bildschirmdiagonale ist die dargestellte Fläche um knapp fünf Prozent größer als bei 16:9 - was allerdings auch einen (etwas) höheren Anschaffungspreis mit sich bringt.

 

Ein Sonderfall sind die Monitore mit dem relativ neuen Seitenverhältnis von 21:9, die allerdings vorwiegend von Kinofans genutzt werden, die aktuelle Hollywood-Blockbuster ohne störenden schwarzen Rand genießen möchten.

 

 

Richtige Größe

Weniger ist mehr - das kann auch bei der Wahl der Monitorgröße gelten. Denn wer aufgrund beengter Platzverhältnisse nah am Bildschirm sitzen muss, wird sich bei einem zu großen Monitor zum Wendehals entwickeln, will er denn alles Dargestellte erfassen. Der Bildschirm sollte nur so groß sein, dass man den gesamten Inhalt ohne Kopfdrehen erfassen kann. In diesem Fall ist ein 17- oder 21-Zöller bestimmt eine bessere Wahl als ein deutlich größeres Exemplar mit einem halben Meter Bildschirmdiagonale.

 

 

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