Die passenden Prismen & Zenitspiegel für Hobby-Astronomen

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Prismen & Zenitspiegel diese verschiedenen Arten gibt es

Die Astronomie ist ein faszinierender Wissenschaftszweig und Hobby zahlreicher Menschen. Durch die Beobachtung der Sterne und Planten ist es möglich, viel über den Zusammenhang des Weltalls zu erfahren. Um die Sterne möglichst genau beobachten zu können, ist eine gute Ausrüstung unbedingt erforderlich. Teleskope und Ferngläser sind hierfür bestens geeignet. Die Teleskope verfügen über viele optische Linsen, die die Lichtstrahlen, die aus dem Weltall auf die Erde fallen, so brechen, dass ein vergrößertes Abbild der Sterne und Planeten entsteht. Diese Geräte sind für die Beobachtung der Himmelskörper sehr wichtig. Wenn Sie schon über ein Teleskop verfügen, ist es bereits möglich, die Sterne und Planeten zu erkennen, doch können Sie mit zahlreichem Teleskop-Zubehör Ihre Möglichkeiten noch deutlich ausweiten. Sie finden hier beispielsweise Filter, Okulare, Taschen und Produkte für die Montierung, die Ihr Hobby erheblich bereichern können. Darüber hinaus werden auch Prismen und Zenitspiegel angeboten, die ebenfalls für die Beobachtung der Himmelskörper sehr hilfreich sein können.

Prismen und Zenitspiegel für eine bessere Beobachtung der Himmelskörper

Wenn Sie ein Teleskop erwerben, ist in vielen Fällen bereits ein Zenitspiegel oder ein Prisma im entsprechenden Set enthalten. Da dies jedoch nicht immer der Fall ist, muss dieses Zubehörteil diesen Fällen separat gekauft werden. Außerdem kann es vorkommen, dass das ursprünglich verwendete Produkt einen Defekt erleidet oder dass der Besitzer mit einem neuen Prisma oder Spiegel die Beobachtung der Sterne verbessern will.

Wozu dienen Zenitspiegel und Prismen?

Wenn Sie ein Teleskop verwenden, wird dieses in der Regel auf einem Stativ aufgestellt und das Gerät weist schräg nach oben zum Himmel. Das Licht, das von den Himmelskörpern ausgesendet wird, tritt durch die vordere Linse in das Teleskop ein und wird im Inneren daraufhin mehrfach vergrößert. Der Beobachter kann am hinteren Ende des Teleskops den Effekt der Vergrößerung beobachten. Allerdings ist diese Position nicht sehr angenehm. Da die Stative recht klein sind, muss der Nutzer sich sehr tief beugen oder sich sogar auf den Boden setzen, um aus dieser Position die Sterne beobachten zu können. Daher werden in der Regel Prismen oder Spiegel verwendet, um die Standposition zu verbessern. Dabei wird der Strahlenkegel reflektiert und somit aus der optischen Achse des Geräts herausgelenkt, um einen besseren Einblick zu erhalten. So muss der Hobby-Astronom nicht von unten in das Teleskop blicken, sondern kann dies bequem von der Seite tun.

Der Unterschied zwischen einem Zenitspiegel und einem Zenitprisma

Der Anwendungsbereich von Zenitspiegeln und Zenitprismen ist genau gleich. In der Regel können beide Geräte verwendet werden. Welches Produkt sinnvoller ist, hängt zum einen von den persönlichen Vorlieben des Benutzers ab, zum anderen gibt es auch Teleskope, die für die eine oder andere Art besser geeignet sind.

Ein Spiegel reflektiert das Licht, das auf seine Oberfläche trifft. Wenn die Strahlen in einem rechten Winkel auf den Spiegel fallen, werden sie in die gleiche Richtung zurückgeworfen, aus der sie stammen. Wenn der Spiegel jedoch so angebracht ist, dass das Licht in einem anderen Winkel auf ihn trifft, wird dessen Richtung verändert. Diesen Effekt nutzt der Zenitspiegel, um zu ermöglichen, dass der Beobachter seitlich in das Teleskop schauen kann.

Ein Prisma ist ein dreieckiger Glaskörper. Viele Menschen kennen dieses Bauteil aus einfachen optischen Versuchen, bei dem ein Lichtstrahl gebrochen wird, sodass er in viele unterschiedliche Farben zerlegt wird. Bei der Verwendung als Zenitprisma ist jedoch gerade dieser Effekt nicht erwünscht. Deshalb wird das Prisma so angeordnet, dass das Licht senkrecht auf eine der kurzen Seiten trifft. So dringt es im Inneren des Glaskörpers bis zur langen Seite, die Hypotenuse genannt wird, vor. Hier wird es ähnlich wie beim Spiegel reflektiert und kann durch die andere kurze Seite wieder austreten. Auch auf diese Weise wird das Licht in eine andere Richtung gelenkt, was eine seitliche Betrachtung ermöglicht.

Was eignet sich besser – Zenitspiegel oder Zenitprisma?

Sowohl der Zenitspiegel als auch das Zenitprisma bieten verschiedene Vor- und Nachteile. Daher ist es zum einen sehr wichtig, sich zu überlegen, auf welche Vorteile man mehr Wert legt. Zum anderen sollten Sie auch beachten, welche Art von Teleskop Sie verwenden, da hier je nach Modell die Vor- und Nachteile ihre Wirkung in verschiedener Weise zur Geltung bringen.

Bei einem Zenitspiegel wird nur eine einzige optische Fläche verwendet. Dies ist der Punkt, an dem das Licht vom Spiegel reflektiert wird. Daher kann es hier nur zu geringen optischen Fehlern kommen, die das Bild beeinträchtigen können. Bei Prismen hingegen kommen drei verschiedene optische Flächen zum Einsatz: Wenn das Licht durch die kurze Seite des Glaskörpers in das Prisma eindringt, wenn es an der Rückseite reflektiert wird und wenn es an der anderen kurzen Seite wieder austritt. So summieren sich auch die Möglichkeiten für optische Fehler. Unter Umständen können die Abbildungen daher nicht originalgetreu dargestellt werden. Es kommt hinzu, dass sich die Lichtbrechung auch je nach Wellenlänge – und somit je nach Farbe des Lichts – unterscheidet. Dies führt dazu, dass bei der Verwendung eines Prismas auch Farbfehler möglich sind. Somit kann hier der Spiegel in der Regel ein Bild mit deutlich weniger Fehlern bieten.

In einem anderen Bereich hingegen überzeugt das Prisma. Bei der Verwendung eines Spiegels wird nicht das gesamte Licht reflektiert. Es geht immer ein gewisser Teil verloren. Zwar gibt es auch sehr hochwertige Spiegel mit einer Reflexion von 99 Prozent, doch sind diese in der Regel sehr teuer. Günstige Spiegel bieten nur eine Reflexion zwischen 80 und 90 Prozent. Dies führt dazu, dass das Bild hier deutlich schwächer zu erkennen ist. Bei der Verwendung eines Prismas kann hingegen auch bei günstigen Modellen eine hohe Reflexionsrate erreicht werden, sodass hier das Bild lichtstärker ist.

Bei der Entscheidung, ob ein Prisma oder ein Spiegel verwendet werden soll, müssen Sie daher viele Dinge beachten. Wenn Sie genügend Geld zur Verfügung haben, ist sicherlich ein Spiegel mit hoher Reflexionsrate die beste Alternative, da dieser sowohl lichtstark ist als auch wenige optische Fehler produziert. Wenn Sie jedoch nur ein begrenztes Budget besitzen, müssen Sie einen dieser Nachteile in Kauf nehmen. Da die optischen Fehler verringert werden, wenn die Lichtstrahlen parallel auftreffen, sind Prismen in erster Linie bei Teleskopen mit einem großen Öffnungsverhältnis zu empfehlen. Je größer dieses ist, desto paralleler treffen die Strahlen ein. Bei einem Teleskop mit einem Öffnungsverhältnis von f/10 sollten nur geringfügige Fehler bei der Verwendung eines Prismas auftreten; sollte das Öffnungsverhältnis f/15 oder gar noch größer betragen, sind die Unterschiede in der Regel nicht mehr wahrzunehmen.

Wichtige Kriterien bei der Auswahl eines Zenitspiegels oder Prismas

Wenn Sie einen Spiegel oder ein Prisma für Ihr Teleskop auswählen, gibt es noch weitere Punkte zu beachten. Zum einen sind sie für die Qualität des Produkts maßgeblich und zum anderen garantieren sie, dass das Prisma oder der Spiegel mit Ihren übrigen Geräten zusammen verwendet werden kann.

Die Reflexion

Wie bereits beschrieben, werfen die Spiegel und Prismen nicht das gesamte eintreffende Licht wieder zurück. Daher wird bei den Spiegeln auch immer die Reflexionsrate angegeben. Diese beschreibt, welcher Anteil des Lichts zurückgeworfen wird. Je höher die Reflexionsrate ist, desto lichtstärker und hochwertiger wird das Bild. Daher ist dies immer ein wichtiger Punkt bei der Auswahl eines entsprechenden Produkts.

Der Auslenkwinkel

Der Auslenkwinkel gibt an, in welchem Winkel die Lichtstrahlen umgelenkt werden. Die meisten Spiegel und Prismen verfügen über einen Auslenkwinkel von 90 Grad. Dies ist sehr günstig, wenn Sie Objekte beobachten, die hoch am Himmel stehen. Um diese zu betrachten, muss das Teleskop sehr steil stehen, sodass Sie mit einem Auslenkwinkel von 90 Grad die Sterne sehr gut sehen können. Wenn Sie hingegen Objekte beobachten wollen, die dicht über dem Horizont stehen, muss das Teleskop deutlich weniger steil aufgestellt werden. In diesem Fall ist ein Auslenkwinkel von 90 Grad nicht ideal. Daher werden auch Produkte mit einer Auslenkung um 30, 45 oder 60 Grad angeboten. Je nach Verwendungszweck kann dies vorteilhaft sein. Besonders praktisch sind Produkte, bei denen der Auslenkwinkel variabel ist.

Die Anschlussmöglichkeiten

Das verwendete Produkt muss immer zum Ausgang Ihres Teleskops passen. Sehr häufig hat dieser einen Durchmesser von 1,25 oder 2 Zoll. Damit Sie stets ein passendes Gerät für Ihr Teleskop finden, ist es sehr wichtig, vor dem Einkauf zu überprüfen, welche Größen verwendet werden können.

Fazit

Ein Prisma oder ein Zenitspiegel ist sehr nützlich bei der Beobachtung von Himmelskörpern. Sie dienen dazu, das Licht umzulenken, sodass der Beobachter nicht von unten in das Teleskop schauen muss, sondern von der Seite. Aufgrund der steilen Position, die diese Gräte in der Regel bei der Beobachtung des Nachthimmels einnehmen, ist dies eine erhebliche Erleichterung. Eine wichtige Frage bei der Auswahl ist es immer, ob ein Spiegel oder ein Prisma besser geeignet ist. Spiegel bieten in der Regel weniger optische Fehler und keine Farbfehler. Bei Prismen können diese Fehler zwar häufiger auftreten, dafür sind sie jedoch lichtstärker. Hier müssen Sie zum einen entscheiden, auf welche Punkte Sie mehr Wert legen und zum anderen können die Vor- und Nachteile bei verschiedenen Teleskopen unterschiedlich stark gewertet werden.

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