Die passenden Objektive für Film und Foto – ein Kaufratgeber

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Die passenden Objektive für Film und Foto – ein Kaufratgeber

Gerade eine neue Kamera gekauft und nun fehlt noch das richtige Objektiv? Da kann die Entscheidung schon einmal schwer fallen, gerade weil die Auswahl für Neulinge in diesem Segment erdrückend vielseitig ist. Umso wichtiger ist es, sich im Vorfeld ausgiebig zu informieren, die Möglichkeiten der eigenen Kamera kennenzulernen und natürlich die eigenen Vorlieben zu definieren.

Welche Objektive gibt es?

Es kann zwischen folgenden Objektivvarianten gewählt werden: Standardobjektiven, Weitwinkelobjektiven, Makro- oder auch Teleobjektiven sowie den sogenannten Fischaugenobjektiven. Sie alle haben ihre Vorzüge und können in unterschiedlichen Situationen genutzt werden. Hier hängt viel von den eigenen Vorstellungen ab, was erneut die Wichtigkeit der Einschätzung der eigenen Anforderungen und Wünsche unterstreicht.

Was unterscheidet ein Standardobjektiv von den anderen?

Zunächst einmal sind Standardobjektive im Lieferumfang der Kamera enthalten. Dabei ist es nebensächlich, ob es sich um eine Kamera von Canon, Nikon, Pentax oder einer der zahlreichen anderen Marken handelt, sie alle sind mit einem kleinen Objektiv erhältlich. Dieses Objektiv hat oft nur eine geringe Brennweite und kann daher nur für nähere Aufnahmen genutzt werden. Es lässt sich jedoch auch gut für Landschaftsaufnahmen verwenden, sofern man hier keinen zu großen Winkel fotografieren möchte. In diesem Fall wäre das Weitwinkelobjektiv die bessere Wahl, da es, wie der Name bereits sagt, einen größeren Winkel in der Aufnahme umfasst. Das Fischauge ist nochmals eine Vergrößerung dieses Winkels, der bei diesen Objektiven manchmal sogar 180° erreichen kann. Auf dem Bild äußert sich dies dann in einer Rundung des Horizonts – dem sogenannten Fischaugeneffekt.

Wann ist das Standardobjektiv nicht mehr ausreichend?

Neben der bereits genannten Weitwinkelaufnahme gerät ein Standardobjektiv auch dann an seine Grenzen, wenn weiter entfernte Objekte fotografiert werden sollen. Gerade bei Tierfotografien muss der Fluchtabstand des jeweiligen Tieres berücksichtigt werden. Um es dennoch recht nah auf dem fertigen Foto abzubilden, wird ein Teleobjektiv genutzt. Dieses verfügt über eine größere Brennweite und zoomt so gesehen die entfernten Tiere näher heran. Die Reichweite ist hierbei von Modell zu Modell unterschiedlich und kann leicht 900 mm und mehr betragen. Hierbei handelt es sich dann jedoch bereits um Profiausrüstung mit einem entsprechenden Gewicht, die nur mit einem Stativ händelbar und dadurch eventuell weniger für den alltäglichen Gebrauch geeignet ist.

Makroobjektive – die Unterschiede

Zu den weiteren Varianten der Objektive – wenn auch eine eher gegensätzliche – gehören die sogenannten Makroaufnahmen. Mit diesen werden kleine Dinge ganz groß dargestellt. Sie funktionieren auf geringem Abstand und sind so die ideale Wahl für jeden, der Nahaufnahmen machen möchte. Je nach Brennweite des Objektivs ist der notwendige Abstand zum Motiv jedoch geringer, sodass bei der Auswahl aufgepasst werden muss. Wer die höhere Fluchtdistanz bei Insekten berücksichtigen möchte, kann beispielsweise auch zu sogenannten Tele-Makros greifen. Diese vereinen den Vorteil des Teleobjektivs mit den Möglichkeiten eines Makroobjektives und sind so für viele eine sinnvolle Ergänzung.

Vorsatzobjektive – die Alternative

Nicht jeder möchte reihenweise Objektive mit sich herumtragen, um diese immer passend zum jeweiligen Motiv auf der Kamera zu befestigen. Hier sind die sogenannten Vorsatzobjektive eine gern und viel genutzte Alternative. Sie sind eine einfache Erweiterung anderer Objektive und ergänzen deren Funktionen durch die eines anderen Objektivs. Entsprechend gibt es verschiedene Aufsätze passend zu den unterschiedlichen Objektivarten: Fisheye, Weitwinkel, Tele und natürlich Makro. Die Möglichkeiten und Eigenschaften dieser Aufsätze können sich oft mit denen eines vollwertigen Objektivs messen, hier sollte man allerdings vorher überlegen und vergleichen. Grundsätzlich gilt: Die Vorsatzobjektive können eine preisgünstige Alternative darstellen, doch es sollte auf Qualität geachtet werden, um an die Leistung eines vollwertigen Objektivs heranzukommen.

Worauf muss bei der Auswahl geachtet werden?

Beim Kauf eines neuen Objektivs oder einer Alternative gibt es zahlreiche Dinge zu beachten. Dabei ist es zunächst einmal nebensächlich, ob es sich um Neuware oder ein eventuell gebrauchtes Objektiv handelt. Wichtig ist vor allem eines: Es muss auf die Kamera passen. Wenn das Objektiv nicht passt, ist das ärgerlich und im Fall eines Gebrauchtkaufes auch nicht immer zu korrigieren. Es ist also unverzichtbar, im Vorfeld zu prüfen, welche Objektive zur eigenen Kamera passen.

Wie stelle ich fest welches Objektiv passt?

Um festzustellen, welche Objektive zur eigenen Kamera passen, sind die technischen Angaben des Herstellers der ideale Weg zur Lösung. Hier wird die Anschlusskennung gegeben, die bei vielen Objektiven ebenfalls genannt wird. Canon-Kameras verfügen beispielsweise oft über einen sogenannten EF- bzw. EF-S-Anschluss. Oft können die passenden Kameras jedoch auch bei den weiterführenden Angaben zum Objektiv eingesehen werden.

Die Brennweite des Objektivs

Ein weiterer wichtiger Auswahlfaktor ist die Brennweite des Objektivs. Hier gibt es große Unterschiede vom Standard- zum Tele- oder auch zum Makroobjektiv. Während das Standard- und das Makroobjektiv oft eine ähnliche Brennweite haben, ist die Reichweite der Teleobjektive deutlich größer. Um hier eine Auswahl zu treffen, welches Brennweiten-Intervall passend ist, sollte überlegt werden, was vorrangig fotografiert werden soll. Für weit entfernte Objekte sollte eine höhere Brennweite genutzt werden als bei nur gering entfernten Motiven. Bei Portrait-Aufnahmen werden gern auch Objektive mit einer festen Brennweite genutzt. Da es hier keinen Bereich an verschiedenen Brennweiten gibt, sollte entsprechend gezielt nach einer bestimmten Brennweite gesucht werden. Der Vorteil dieser Objektive: Hier ist das Motiv selbst scharf, während der Hintergrund (das sogenannte Bouquet) unscharf dargestellt wird.

Wie wichtig ist die Lichtstärke?

Die Lichtstärke ist neben der Brennweite die zweite wichtige Kenngröße bei der Auswahl der Objektive. Hier gilt: Je kleiner der Wert, desto besser. Viele Objektive haben ein Intervall von verschiedenen Lichtstärken, welches bei den eher kostspieligen Objektiven im Vergleich jedoch deutlich geringer ausfällt.

Fazit

Der Kauf neuer Objektive zur Kamera sollte keinesfalls leichtfertig getätigt werden. Hier gewinnt, wer im Vorfeld vergleicht und die Eigenschaften der verschiedenen Objektive berücksichtigt. Bei eBay hat jeder die Wahl zwischen neuen oder gebrauchten Artikeln aus dem Bereich Foto & Camcorder. Wer ganz sicher gehen möchte, dass Objektiv und Kamera zueinander passen, kann mit dem Verkäufer oft auch einen Besichtigungstermin vereinbaren und das Objektiv an der eigenen Kamera probieren.
Für den Ernstfall gibt es allerdings auch die Alternative der Objektivadapter, mit denen diese Schwierigkeiten beseitigt werden können. Diese Adapterringe gibt es jedoch nicht nur für die Objektive sondern auch für die verschiedenen Filter zum Objektiv. Dies gestaltet die Möglichkeiten für die eigene Kamera noch vielseitiger.

 
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