Die passende Musik für Ihren Lautsprecher & Subwoofer finden

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Die passende Musik für Ihren Lautsprecher & Subwoofer finden

Sie haben ein neues Lautsprecher-Set und möchten nun den vollen Klang der Anlage austesten? Oder Sie sind noch auf der Suche nach den passenden Speakern und Subwoofern und möchten die richtigen Lautsprecher bei einem ausgiebigen Soundtest finden?
Dann sind Sie in diesem Ratgeber richtig. Hier soll es darum gehen, die Musik zu finden, die das volle Klangspektrum Ihrer Lautsprecher auslotet und die Vorzüge Ihrer Lautsprecher-Anlage unterstreicht.

Die richtige Musik für die Lautsprecher? Die Lautsprecher für die richtige Musik!

Bei der Wahl eines Lautsprecher-Sets sollten Sie auf immer Ihren eigenen Musikgeschmack und die damit verbundenen Klangvorstellungen im Hinterkopf behalten. Verschiedene Musikrichtungen legen unterschiedliche Schwerpunkte im Frequenzspektrum, so ist klassische Musik eher höhenlastig, während Musikstile wie Dubstep oder Hip Hop auf satte Basslaute setzen. Bevor Sie sich also Lautsprecher zulegen, informieren Sie sich, welche Lautsprecher Ihren Musikwünschen entsprechen. 

Doch bevor wir zur eigentlichen Musikauswahl schreiten, gilt es zu klären, warum unterschiedliche Lautsprecher für unterschiedliche Musikstile geeignet sind.

Hochtöner und Tieftöner: Aus diesen Komponenten besteht ein Lautsprecher-Set

Lautsprecher bilden das letzte Element der Hi-Fi-Kette, Sie nehmen also bei der Klangproduktion eine Schlüsselposition ein. Daher sollte ihnen bei der Zusammenstellung einer Hi-Fi-Anlage besonders viel Aufmerksamkeit zugemessen werden.

Lautsprecher wandeln die elektronischen Wechselstromsignale in Schalldruck um. Das Signal des Verstärkers bringt eine Membran zum Schwingen, die dadurch die Schallwellen an die Luft weitergibt. Zu diesem Zwecke werden unterschiedliche Verfahren genutzt, die sich für jeweils ein bestimmtes Klangspektrum besonders eignen. Dynamische Schwingspulenlautsprecher sind so meistens bei tiefen und mittleren Tönen im Einsatz, während Magnetostaten, wie Bändchen- und Folienlautsprecher eher für die Höhen zuständig sind.

Der Grund dafür liegt darin, dass unterschiedliche Bauweisen für bestimmte Frequenzbereiche besser geeignet sind. Aus diesem Grund teilt man den gesamten Klangumfang in verschiedene Frequenzbereiche ein. Jeder Bereich wird dann einem Lautsprecher zugeordnet. Eine Hi-Fi-Anlage besteht in der Regel, wie eine PA-Anlage auch, aus einer Zusammenstellung von sogenannten Hochtönern, Mitteltönern und Tieftönern. Zu den Frequenzen kommen wir im nächsten Punkt. Zunächst möchten wir Ihnen erklären, welche unterschiedlichen Bauformen es für Lautsprecher gibt.

Schwingspulenlautsprecher für tiefe Töne und satte Klänge

Bei Schwingspulenlautsprechern wird das Wechselstromsignal des Verstärkers in eine zu einer Spule aufgewickelten Stromleitung gesendet. Diese Spule ist mit der Lautsprechermembran verbunden. Durch das Wechselstromsignal entsteht um die Spule herum ein Magnetfeld, das im Takt der Signale, die Richtung wechselt. Um die Spule herum sind zwei Dauermagneten befestigt. Durch das sich ständig ändernde Magnetfeld wird die Spule durch die Anziehung und Abstoßung der beiden Dauermagneten in Schwingung versetzt. Diese Schwingung wird dann auf die Membran übertragen.

Bändchen- und Folienlautsprecher für exakte höhen und präzise Töne

Die Wandlung des elektrischen Signals in Schalldruck entsteht bei Bändchen- (Ribbon) und Folienlautsprechern ganz ähnlich. Der Unterschied besteht in der Übertragung der Schwingung auf die Membran. Während die Spule die Membran an einer Stelle berührt, ist die Membran beim Bändchenlautsprecher selbst der Leiter, über den das elektronische Signal direkt in Schallwellen umgewandelt werden kann.

Die Membran des Bändchenlautsprechers besteht aus sehr dünnem Aluminium und ist daher sehr empfindlich. Aus diesem Grund können die Membranen nur sehr klein gefertigt werden. Bei Folienlautsprechern ist die Membran aus feinem Kunststoff gefertigt. Dieser wird von feinen Leiteradern durchzogen, die das elektronische Signal des Verstärkers direkt auf die Membran übertragen.

Weshalb sind bestimmte Lautsprecher für bestimmte Tonbereiche besser geeignet? Die Frequenz bestimmt

Sie wissen nun, welche Bauarten von Lautsprechern es gibt und dass diese sich für bestimmte Klangspektren mehr oder weniger eignen. Doch woran liegt das? Schuld ist die Physik, genauer gesagt, die Natur des Klanges. Musik, ein Ton oder ein Geräusch besteht aus Schallwellen, die in einer bestimmten Frequenz schwingen. Die Frequenz wird in Hertz gemessen und gibt darüber Auskunft, wie oft eine Schallwelle über einen bestimmten Zeitraum hinweg schwingt. Ist die Frequenz hoch, entsteht ein hoher Ton. Ist die Frequenz niedrig und die Schallwelle dementsprechend lang, ist der Ton niedrig.

Um tiefe Töne mit einer niedrigen Frequenz und einer langen Schallwelle wiedergeben zu können, wird neben einer großen Membran auch ein verstärkend wirkender Resonanzkörper benötigt. Nur so kann genug Schalldruck für voluminöse und kraftvolle Bässe erzeugt werden. Aus diesem Grund sind Basslautsprecher in der Regel größer und massiver, als normale Mittel- und Hochtöner.

Um hohe Töne mit feinen, schnellen Schwingungen wiederzugeben, eignen sich Lautsprecher mit großen Membranen hingegen nicht sonderlich gut. Die großen Membranen neigen dazu nachzuschwingen. Was bei tiefen Basslauten ein eher geringes Problem darstellt, ist bei besonders schnellen Bewegungen der Membran sehr störend.

Kleinere Membranen, wie sie bei Folienlautsprechern genutzt werden, können schnell und präzise hohe Frequenzen wiedergeben. Der Manko der kleinen Lautsprecher liegt, wer hätte es gedacht, im Bassbereich. Hier kann die kleine Membran in Kombination mit einem ebenso kleinen Gehäuse nicht ausreichend Schalldruck erzeugen.

Um den kompletten Frequenzumfang des Verstärkersignals optimal wiederzugeben, kombiniert man Hochtöner, Mitteltöner und Subwoofer zu einem Lautsprecher-Set. Für die Aufteilung des Verstärkersignals in die verschiedenen Frequenzbereiche werden Frequenzweichen genutzt. Diese sind meistens direkt in den Lautsprechern installiert und lassen nur die Frequenzen durch, für die der Lautsprecher geeignet ist.

Bei Lautsprechersystemen gibt es jedoch unterschiedliche Schwerpunkte. Manche sind in den Höhen besonders ausgeprägt, während andere den Fokus auf die Bassfrequenzen legen. Wir erklären Ihnen im Folgenden, welche Musik für welche Lautsprecher geeignet ist.

Mit dieser Musik testen Sie Ihre HiFi-Lautsprecher und Subwoofer

Um die Lautsprecher auf die klangliche Qualität zu testen, sollten Sie auf jeden Fall ein Lied und eine Aufnahme wählen, die Sie gut kennen. Das Gehör benötigt immer Vergleichspunkte, um Vor- oder Nachteile der Lautsprecher erkennen zu können. Haben Sie ein Lied schon aus sehr vielen verschiedenen Lautsprechern gehört, können Sie am Ende genau erkennen, ob der Sound gut oder schlecht ist.

Um die einzelnen Komponenten der Lautsprecher zu testen, eignen sich unterschiedliche Musikstile. Das liegt daran, dass in den verschiedenen Musikbereichen unterschiedliche Frequenzen im Zentrum stehen. Wir möchten Ihnen nun vorstellen, mit welcher Musik Sie das Optimum aus Ihren Lautsprechern und Subwoofern herausholen. Wir beginnen ganz unten am Klangspektrum.

Hip Hop und Drum’N’Base eignen sich für Mitten und Bässe

Um die Subwoofer und tiefen Mitten Ihrer Lautsprecher herauszufordern, bietet sich Hip Hop als Musikrichtung ab. Bei Bands und Künstlern wie Jay-Z und Kanye West kommen die tiefen Bässe besonders gut zur Geltung. Auch Reggae, Ska und Dub gehören zu den basslastigen Musikrichtungen. Wem das nicht gefällt, kann mit Drum’N’Base Tracks die Subwoofer austesten.
Gut geeignet sind hier jedoch auch Stücke, in denen menschliche Stimmen vorkommen. Diese liegen im Bereich der Mitten und werden vom menschlichen Gehör besonders sensibel wahrgenommen. Sollten in diesem Klangbereich Fehler auftreten, sind sie selbst für ungeübte Hörer deutlich zu vernehmen.

Für Fans klassischer Töne eignen sich Orgelkonzerte, da hier das gesamte Klangspektrum bis in die tiefsten Tiefen ausgereizt wird.

Gegensätze ziehen sich an: Elektro und Heavy-Metall reizen das Potenzial der Höhen und Tiefen aus

Um zu sehen, wie ihre Lautsprecher sich in den gegensätzlichen Frequenzbereichen verhalten, bieten sich Musikrichtungen mit großen Frequenzunterschieden an. Sowohl elektronische Musik als auch Heavy-Metal weisen tiefe Bässe und hohe Frequenzen in Form von elektronischen Soundeffekten oder Gitarren-Soli auf.
Hier können Sie gut erkennen, wie die Lautsprecher untereinander aufeinander abgestimmt sind. Ist ein Tonbereich lauter als der andere, liegt eine Unebenheit im Frequenzgang vor. Dies kann mit einem Equalizer ausgeglichen werden, sollte aber bei einem Lautsprecher-System im Idealfall nicht vorkommen.

Mitten und Höhen werden bei Akkustik-Musik bedient

Der Frequenzrahmen von akustischer Musik und Jazz ist besonders hoch. Die meisten Grundtöne von akustischen Instrumenten, wie Gitarren oder Cellos liegen im Bereich zwischen 40 und 100 Hertz, das ist der mittlere bis obere Bassbereich. Auch die Sprachgrundfrequenz männlicher Stimmen liegt im oberen Bassbereich zwischen 100 und 150 Hertz.
Weibliche Stimmen und der Grundtonumfang vieler akustischer Instrumente liegen im sogenannten Grundtonbereich rund um 400 Hertz. Dieser Bereich wirkt sich besonders auf die Wärme und Fülle des Klangbildes aus. Eine Überbetonung der Mitten, also wenn diese besonders dominant wirken, kann einen sehr direkten, vorwärts gerichteten Klangeindruck ausmachen.

Unter Hi-Fi-Spazialisten gilt hier Eric Claptons „Unplugged“ Album als ideale Testquelle. Das Album bietet außerdem ein gutes Beispiel für eine hochqualitative Stereo-Aufnahme, mit der Sie den Raumklang Ihrer Anlage optimal testen können. Sollten Sie ein Surround-Set besitzen, können Sie natürlich auch Stereo-Aufmahmen darauf hören. Um die Lautsprecher zu testen, sollten Sie sich hingegen eine Aufnahme aussuchen, die für Surround-Kanäle ausgerichtet ist.

Klassische Musik für mittlere Höhen und Höhen

Klassische Musik ist mit vielen Instrumenten im Höhenbereich ausgestattet. Der höchste Ton einer Piccoloflöte und eines Flügels liegt so beispielsweise bei ca. 4.200 Hertz. Um das volle Klangspektrum auszuschöpfen, empfiehlt sich der Bolero von Maurice Ravel. Durch den Einsatz von Pauken am Ende werden auch die tiefsten Basstöne abgedeckt. Hier können Sie die Dynamik Ihrer Lautsprecher auf die Probe stellen.

Die unteren und mittleren Höhen sind besonders wichtig, da das menschliche Gehör sie besonders empfindlich wahrnimmt. Dieser Frequenzbereich betrifft die Obertöne der menschlichen Stimme. Die Obertöne bestimmen die Klangfarbe der Stimme und sind grundlegend dafür, dass wir Stimmen oder Instrumente vom Klang her unterscheiden und eindeutig zuordnen können.

Superhochtöne in den Bereichen zwischen 10.000 und 20.000 Hertz decken die Obertöne vieler Instrumente ab. Der Hörer empfindet den Sound als luftig und nach oben offen. Diese Wahrnehmung hat auch Auswirkungen auf die Raumwahrnehmung. Bei gut ausgeprägten Höhen wirkt der Raumklang besonders weit und ausgeprägt.

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