Die fünf wichtigsten Punkte beim Kauf eines Druckservers

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5 Punkte, die Sie beim eBay-Kauf eines Druckservers beachten sollten

Immer dann, wenn in einem Haushalt mehr als ein PC vorhanden ist, stellt sich die Frage nach der Druckmöglichkeit. Für jeden Rechner einen eigenen Drucker anzuschaffen, ist häufig allein aus Kostengründen nicht möglich. Außerdem beanspruchen Drucker zusätzlichen Platz, der nicht überall gegeben ist. Deshalb ist es auch im privaten Umfeld eine Überlegung wert, ob sich nicht alle einen einzigen Drucker teilen können. Mithilfe des richtigen Druckservers ist das nämlich überhaupt kein Problem. Die wichtigste Voraussetzung sollte allerdings bereits vorhanden sein: Alle Computer müssen in ein Heimnetzwerk eingebunden sein. Das ist ohnehin eine Voraussetzung dafür, dass man von jedem PC aus Zugriff auf das Internet hat.

Worauf es bei einem Druckserver ankommt, erläutert Ihnen dieser Ratgeber anhand der fünf wichtigsten Kriterien, die für die Auswahl entscheidend sein können. Dazu gehören unter anderem:

  • Allgemeine Informationen über das Drucken im Netzwerk
  • Die Unterschiede zwischen internen und externen Druckservern
  • Die Eigenschaften von Druckservern bei WLAN-Netzen
  • Die Verwendung von Druckservern in kabelgebundenen Netzwerken
  • Die Konfiguration und Einrichtung von Druckservern

1. Drucken im Netzwerk – mit einem Druckserver kein Problem

Druckserver kommen immer dann zum Einsatz, wenn der Drucker keinen eigenen Netzwerkanschluss hat. Reine Netzwerkdrucker werden häufig nur für den professionellen Einsatz gebaut. Für private Zwecke sind sie in der Regel zu teuer, weil der Anschaffungspreis zwischen 50 und 100 Euro über den normal üblichen Druckerpreisen liegt. Ein Druck- oder Printserver ist aber in der Lage, jeden beliebigen Drucker in das Netzwerk einzubinden. Im Grunde handelt es sich bei einem Druckserver um einen Mini-PC mit einer Netzwerkschnittstelle. Die einzige Aufgabe des Druckservers ist es, Druckdaten aus dem Netzwerk anzunehmen und an den Drucker weiterzuleiten.

Der besondere Vorteil eines Druckservers liegt darin, dass er den Drucker für alle Teilnehmer am Netzwerk erreichbar macht und wesentlich weniger Strom verbraucht als zum Beispiel ein normaler PC. Außerdem können die einzelnen Rechner beliebig weit auseinanderstehen, während der Drucker an einem zentralen, für alle Benutzer gleichermaßen gut erreichbaren Ort aufgestellt wird. Kontrollieren Sie im Handbuch Ihres Druckers aber unbedingt ob er einen Druckserver akzeptiert. Es gibt Modelle, die nicht mit einem solchen Gerät kommunizieren. In diesem Fall müssten Sie zusätzlich zum Druckserver einen neuen, kompatiblen Drucker anschaffen oder sich doch für die Alternative eines reinen Netzwerkdruckers entscheiden.

2. Die Vor- und Nachteile interner und externer Druckserver

Druckserver können als interne Erweiterung für den Drucker selbst oder als externe Geräte angeschafft werden. Allerdings sind Einbauschächte für solche internen Erweiterungen in der Regel nur bei sehr hochwertigen Druckern vorhanden, sodass im privaten Bereich eher die externe Alternative infrage kommt.

Natürlich hat die interne Lösung ihre Vorteile. Es wird kein zusätzlicher Platz für ein weiteres Gerät benötigt, und die Stromversorgung für den internen Druckserver übernimmt der Stromanschluss des Druckers. Nachteilig ist die begrenzte Auswahl an Druckern, die den internen Einbau erlauben. Das schränkt auch die Auswahl ein, wenn ein neuer Drucker angeschafft werden soll.

Wesentlich kostengünstiger ist also die externe Lösung. Druckserver werden über die USB-Schnittstelle des Druckers angeschlossen. Der Drucker sollte mindestens einen Standardanschluss (USB 2.0) zur Verfügung stellen, damit eine ausreichend große Datentransferrate erreicht werden kann. Für ältere Drucker, die diesen Standard noch nicht haben, können auch serielle oder parallele Schnittstellen zum Anschluss des Druckservers verwendet werden.

Der Druckserver selbst verfügt neben dem USB-Port noch über einen Netzwerkanschluss. Dieser kann als Antenne für ein WLAN-Netz oder als Steckplatz für ein Netzwerkkabel vorgesehen sein. Über diesen Netzwerkanschluss nimmt der Druckserver die Verbindung zu einem Router oder Switch auf. Es gibt Druckserver, die über einen integrierten Switch verfügen. Damit besteht die Möglichkeit, diesen Printserver auch als Brücke zwischen anderen Geräten einzusetzen. Wenn Ihr Netzwerk über einen Router arbeitet, kontrollieren Sie, ob im Router eventuell bereits ein Druckserver integriert ist. In diesem Fall brauchen Sie kein zusätzliches Gerät anzuschaffen. Wenn ohnehin ein neuer Router gekauft werden soll, wählen Sie am besten gleich einen Router mit eingebautem Druckserver.

3. Der Druckserver im kabellosen Netzwerk

Wer innerhalb der Wohnung keine Kabel verlegen möchte oder sogar ein Netzwerk über mehrere Etagen aufbaut, wird vermutlich zu einem WLAN-Router greifen. In diesem Fall muss natürlich auch der Druckserver WLAN-fähig sein. Das ist aber bei den meisten im Handel befindlichen Geräten der Fall.

Das Netzwerk entscheidet übrigens auch über die Geschwindigkeit, mit der der Druckserver Daten verwalten und an den Drucker weiterleiten kann. Damit auch große Datenmengen relativ schnell an den Drucker gesendet werden, sollte der Druckserver nach g-Standard arbeiten. In den technischen Detailinformationen sollten Sie das Kürzel IEEE 802.11g finden. Damit ist theoretisch eine Datentransfermenge von bis zu 54 Megabit in der Sekunde möglich. Wenn Sie Wert auf eine noch schnellere Übertragungsrate legen, achten Sie beim Kauf des Druckservers darauf, dass er nach dem Standard „n“ arbeitet. Hier sind Übertragungsraten von bis zu 300 Megabit pro Sekunde möglich. Aber Achtung: Damit die schnelle Datenübertragung unterstützt wird, müssen alle am Netzwerk angeschlossenen Geräte ebenfalls den n-Standard unterstützen. Ist das nicht der Fall, orientiert sich der Druckserver am schwächsten Glied in der Kette und reduziert die Übertragungsrate auf diese Geschwindigkeit. Die maximale Datenübertragungsrate kann nur erreicht werden, wenn der Empfang optimal ist. Je größer der Abstand zum WLAN-Router beziehungsweise Druckserver ist, umso langsamer wird die Übertragungsgeschwindigkeit.

Kabellose Druckserver mit Accesspoint

Es gibt inzwischen kabellose Druckserver, die einen eigenen Accesspoint haben. Dieser verstärkt das Netzwerksignal und vergrößert somit den Empfangsradius. Accesspoints – auch Repeater genannt – sind auch als Zusatzgerät erhältlich. Sie werden einfach in eine Steckdose gesteckt und verstärken damit die Netzwerksignale genauso wie ein integrierter Accesspoint.

Sie sollten auch bedenken dass die Sicherheit der Daten in einem WLAN-Netz nicht so hoch wie in einem kabelgebundenen Netz ist. Deshalb sollten alle Daten, die über das Netzwerk laufen, verschlüsselt sein. Der heutige Standard für die Verschlüsselung von WLAN-Netzen ist WAP2. Alle Netzwerkteilnehmer, also auch der Druckserver, müssen diesen Standard unterstützen, damit die höchstmögliche Datensicherheit gewährleistet ist.

4. Der Druckserver im kabelgebundenen Netzwerk

Da kabelgebundene Netzwerke inzwischen mithilfe guter Netzwerkkabel Distanzen von mehr als 100 Metern überbrücken können, ist ein kabelgebundenes Netzwerk nicht die schlechteste Alternative. Dem Nachteil der Kabelmontage stehen hier auch deutliche Vorteile gegenüber. Kabelgebundene Netzwerke arbeiten in der Regel schneller, außerdem ist die Datensicherheit deutlich höher als bei WLAN-Netzen.

Um einen Druckserver im kabelgebundenen Netz einsetzen zu können, muss er über einen Ethernet-Anschluss verfügen. Mithilfe des passenden Ethernetkabels wird der Druckserver mit dem Router verbunden. Wenn Sie sich gern alle Möglichkeiten offenhalten, kaufen Sie einen Druckserver, der sowohl einen WLAN- als auch einen Ethernetanschluss hat. Damit sind Sie flexibel, auch wenn sich am Netzwerk einmal etwas ändern sollte.

Kabelgebundene Netzwerke sind in der Regel sicherer vor einem Zugriff von außen. Trotzdem sollte auch hier eine Verschlüsselung der Daten erfolgen. Eine gute Möglichkeit ist es, auf das SSL-Protokoll zu vertrauen, das auch im Internet für eine gesicherte Datenübertragung sorgt. Aber auch hier gilt natürlich, dass alle am Netzwerk teilnehmenden Geräte einschließlich des Druckservers dieses Protokoll unterstützen müssen. Informationen dazu finden Sie in der Produktbeschreibung oder auf der Webseite des Herstellers.

5. Die Konfiguration des Druckservers

Die Konfiguration eines Druckservers ist auch für einen Laien kein allzu großes Problem. In der Regel fügen die Hersteller dem Druckserver die notwendige Software bei. Danach muss nur noch an den einzelnen PCs der vorhandene Drucker als Netzwerkdrucker eingerichtet werden. Hierfür ist normalerweise keine gesonderte Treibersoftware notwendig.

Es gibt Printserver auf dem Markt, die sich über ein sogenanntes Webinterface konfigurieren lassen. Dazu wird die IP-Adresse des Druckservers im Webbrowser aufgerufen. Das funktioniert im Grunde ähnlich wie das Konfigurieren des Routers. Die einzelnen PCs müssen dann mit einer sogenannten Client-Software versorgt werden, die ihnen den Zugriff auf den Druckserver und den daran angeschlossenen Drucker erlaubt. Die Konfiguration über ein Webinterface findet man häufig bei Druckservern, die für den gewerblichen Einsatz gedacht sind.

Nicht alle Druckserver gestatten den Zugriff auf sämtliche Funktionen des Druckers

Selbstverständlich beherrschen alle Geräte das Weiterleiten von Druckdaten an den Drucker. Aber die Verwaltung des Farbmanagements, die Kontrolle über den Tinten- oder Tonerstand und die Einstellungen des Drucklayouts funktionieren nur, wenn Printserver und Drucker die bidirektionale Kommunikation unterstützt. Gerade bei preiswerten Geräten ist das nicht immer der Fall. Prüfen Sie also zunächst anhand der Bedienungsanleitung Ihres Druckers, ob er bidirektional arbeitet, und achten Sie auf diese Funktion auch beim Kauf des Druckservers. Wird die bidirektionale Kommunikation nicht unterstützt, kann über den Druckserver immerhin von jedem Netzwerkteilnehmer gedruckt werden. Um den Drucker zu konfigurieren, muss er den Drucker jedoch direkt an den Computer anschließen.

Achten Sie darauf ob der der Druckserver mit Ihrem Betriebssystem kompatibel ist

Manche Druckserver sind abhängig vom Betriebssystem. Nicht alle Geräte unterstützen alle Betriebssysteme. Besonders, wenn innerhalb eines Netzwerkes mit verschiedenen Systemen wie Microsoft Windows, Linux oder Mac OS X gearbeitet wird, muss unbedingt auf die entsprechende Kompatibilität der Druckserver geachtet werden. Die detaillierten Produktbeschreibungen und die technischen Datenblätter können Sie normalerweise auf der Webseite des Herstellers einsehen.
Wenn Sie sich für preisgünstige Angebote entscheiden, ist es empfehlenswert, Drucker und Druckserver von ein und demselben Hersteller zu kaufen. So ist die Kompatibilität auf jeden Fall gewährleistet, und Sie haben so auch die einfachsten Konfigurationsmöglichkeiten innerhalb des Netzwerkes.

Noch ein wichtiger Hinweis zum Schluss: Der Druckserver sollte über einen Ein- und Ausschalter verfügen, damit er bei längerer Abwesenheit vom Netzwerk getrennt werden kann. Bei kabelgebundenen Geräten ist das oft nicht so. In diesem Fall sollten Sie das Netzwerkkabel abziehen, um die Verbindung zu unterbrechen.

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