Die elektrische Ausrüstung der EMW R 35 - Schaltpläne, Zubehör und Ersatzteile

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Die elektrische Ausrüstung der EMW R 35 - Schaltpläne, Zubehör und Ersatzteile

Nicht jede EMW R 35 befindet sich in einem guten Zustand. Wenn Sie Ihr Oldtimer Motorrad fachgerecht restaurieren und aufbereiten möchten, müssen Sie sich gut mit der Geschichte und der verwendeten Technik vertraut machen. Denn je nach Baujahr ändern sich auch die verwendeten Zubehör- und Ersatzteile. Um einen Eingriff an der Elektrik vornehmen zu können, ist zudem ein Schaltplan notwendig.

 

Die Geschichte der EMW R 35

Bereits bei ihrer Erstvorstellung im Jahre 1936 wirkte die EMW R 35 nicht wie ein neues Motorradmodell. Kein Wunder, stammte doch der Pressstahlrahmen vom Vorgänger R4. Im Gegensatz zu der R3 und R4 war das Motorrad nun aber nicht mehr seitenwagentauglich und im Steuerkopf steckte eine ungedämpfte Teleskopgabel mit einer Blattfederkonstruktion. Das Hinterrad war wie zuvor auch ungefedert und Motor und Getriebe glichen der R4. Doch im Punkt elektrische Ausrüstungen gab es ein paar wichtige Änderungen.

 

Die Technik der R 35

Nachdem die Produktion der R35 in Eisenach wieder aufgenommen wurde, kam die Elektrik des Motorrads nicht mehr von Bosch, sondern wurde im nahe gelegenen Ruhla gefertigt. Den Vergaser lieferte die Berliner Vergaser Fabrik. Ebenso wie die BMW R 35, verfügte auch die EMW über einen geschlossenen Rahmen. Dieser bestand aus zwei Stahlpressteilen mit einem u-förmigen Querschnitt. Verbunden waren diese durch drei genietete Querträger. Zunächst wurde der Rahmen in Eisenach noch vernietet, später dann verschweißt.

 

Ab Modell 1952 fanden einige wichtige Änderungen statt

Mit der 1952 vorgestellten R 35/3 fand auch eine grundlegende Modellpflege statt. Jetzt wurde die Teleskopgabel mit einer Öldämpfung versehen und die Kühlung des Motors wurde durch einen neuen Vorderradkotflügel an den Gleitrohren erreicht. Das bis dato ungefederte Rahmenheck erhielt eine Geradwegfederung. Das Getriebe konnte nun wahlweise per Fuß oder mithilfe eines kleinen Handschalthebels betätigt werden. Der Hubraum verringerte sich, doch trotzdem wurde mit 14 PS die gleiche Leistung erreicht. Für die Gemischaufbereitung war nun ein 22-Millimeter-SUM-Vergaser zuständig, der über ein ungewöhnliches horizontales Schiebergehäuse verfügte.

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