Die digitale Datenspeicherung ist der Standard

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Die digitale Datenspeicherung ist der Standard

CDs, DVDs und Blu-rays für die moderne Datenspeicherung

Die Zahl derjenigen, die heutzutage Ihre Musik immer noch auf Musikkassetten speichern und Filme bzw. Videos auf VHS-Kassetten vorhalten, dürfte sehr gering sein. Diese alten Medien sind zwar nicht komplett von der Datenträgerlandkarte verschwunden, sie fristen jedoch nur noch ein Nischendasein.

Besser ist es da, wenn man heute im Zeitalter der MP3, der Download-Plattformen und Streaming-Dienste, digitale Massenspeicher für die Datensicherung benutzt. Daten, das sind dabei nicht nur die Programme und Betriebssysteme, Excel-Tabellen und Text-Dokumente.

Die heutige moderne Datenspeicherung bezieht sich auch auf digital vorliegende Musik-Sammlungen, auf Videos, Fotos und andere Dateien. Multimedia eben. Hierfür bieten sich Massenspeicher wie CDs, DVDs oder Blu-Ray-Discs an.

Doch stopp! Ist das nicht auch bereits Schnee von gestern? Speichert man heute nicht bereits schon eher auf externen Festplatten und Servern? Natürlich. Es gibt jedoch einen entscheidenden Vorteil, den eine solche Datenscheibe gegenüber einer handelsüblichen Festplatte besitzt.

Gegenüber den mechanischen Festplatten, die mit einer Fülle von beweglichen Komponenten aufwarten, bietet eine CDs, DVDs und Blu-Rays eine weitaus größere Ausfallsicherheit. Jedoch muss man dabei auch das Lebensalter der „Silberlinge“ betrachten.

Am Beginn der 1980er stand auch der Anfang einer großen und umwälzenden Revolution im Ton- und Datenträgerbereich. In dieser Zeit arbeiteten Sony und Philips an einem neuen Format, der Compact Disc.

Die CD revolutionierte den Ton- und Datenträgerbereich

1981 stellte man das neue Medium offiziell auf der Berliner Funkausstellung vor. In den folgenden Jahren mauserte sich die CD zum bevorzugten Ton- und Datenträger. Sie stieß im Musik- bzw. Tonbereich die weitverbreitete Schallplatte und die „Compact Cassette“ vom Thron.

Mitte der 1990er Jahre hatte sich die CD auch als Speichermedium im Computerbereich durchgesetzt. Dadurch erschlossen sich nicht nur neue Anwendungsfelder. Auch die Ansprüche der Nutzer stiegen mit den immer größeren Möglichkeiten des Medienkonsums per Computer.

Die DVD war die Antwort auf gestiegene Ansprüche

Eines der wesentlichen Merkmale dieser gesteigerten Ansprüche war (und ist) ein immer höherer Speicherbedarf. Zwar trat in den 1990er Jahren auch das MP3-Format auf den Plan, das Musikstücke in ihrem Speicherhunger sehr begrenzte. Der immer höhere Speicherbedarf schlug jedoch vor allen dingen im digitalen Film- und Videobereich zu Buche.

Die Antwort war die DVD (Digital Video Disc; Digital Versatile Disc). Sie überflügelte die CD in der Speicherkapazität (siehe unten) bei Weitem und setzte sich in kurzer Zeit auch als Videodatenträger Nr. 1 durch. Sie vertrieb damit besonders die allgegenwärtige VHS-Kassette als Speicher für Videoinformationen.

Am vorläufigen Ende der digitalen optischen Speichermedien steht die Blu-Ray-Disc

Auch die Blu-Ray-Disc reagiert auf die immer höheren Anforderungen unserer digitalen Welt. Sie wurde seit Anfang der 2000er Jahre entwickelt und trat zunächst in Konkurrenz mit der sogenannten HD-DVD. Aus diesem „Kampf der Formate“ ist die Blu-Ray-Disc jedoch als Siegerin hervorgegangen.

Auch sie übertrifft die Speicherkapazität ihres Vorgängers bei Weitem. Dabei ist es besonders erstaunlich, dass sich die Abmessung seit der Vorstellung der CD nie verändert hat. Wie bei den Vorgängern CD und DVD haben sich auch bei der Blu-Ray-Disc verschiedene Varianten entwickelt.

Das Wissen um diese Varianten und Formate ist wichtig, wenn man sich um eine vernünftige Datenspeicherung bemüht. Deswegen möchte dieser Ratgeber im Folgenden kurz auf die verschiedenen Versionen von CD, DVD und Blu-Ray-Disc eingehen.

Die CD ist das älteste und damit ausgereifteste Format

Kurz zur Funktionsweise, welche sich bei DVD und Blu-Ray nicht mehr wesentlich verändert, sondern nur noch optimiert. Im Wesentlichen liegt der CD das gleiche Funktionsprinzip wie bei der Schallplatte zugrunde. Eine rotierende Scheibe, eine Datenspur auf der Scheibe und ein lesender (im Falle der CD, DVD und Blu-Ray auch schreibender) „Tonabnehmer“.

Die Datenspur auf der CD verläuft dabei – anders als bei der Schallplatte – von innen nach außen. Ihn ihr befinden sich kleinste Erhebungen und Vertiefungen, die von einem Laser – der „Nadel“ des CD-Spielers – gescannt werden. Ein Wechsel von Vertiefung und Erhebung („Pit“ und „Land“) bedeutet 1, kein Wechsel bedeutet 0. Fertig ist der duale digitale Code.

Durch Fotodioden wird das reflektierte Licht des Lasers aufgenommen und in ein elektrisches Signal gewandelt. Dieses wird – im Falle eines Musik-CD-Players – verstärkt und an die Lautsprecher weitergegeben. Fertig.

Von der beschreibbaren CD gibt es verschiedene Varianten, deren Spezifikationen Sie bei der Speicherung Ihrer Daten beachten sollten.

  1. CD-R
  2. CD-RW

CD-Rs (das „R“ steht für „recordable“) können Sie ein einziges Mal beschreiben. Da man – im Gegensatz zur Festplatte – Daten hier nicht blockweise brennen, bzw. speichern kann, muss immer zuerst ein Speicherabbild erstellt werden. Dieses enthält die exakte Kopie der zu brennenden Daten samt Dateisystem.

Mann kann jedoch, falls die CD nicht „finalisiert“ wurde, auch einen weiteren Schreibvorgang nachträgliche erzeugen. Dieser legt eine neue Session bzw. einen neuen Track mit einem neuen Dateisystem an.

CD-RWs („RW“ für „rewritable“) können Sie mehrmals beschreiben. Dies muss jedoch auch von Ihrem Brenner unterstützt werden. CD-RWs können blockweise mit Daten beschrieben werden. Das erlaubt ihnen ein spezielles Dateisystem (UDF), das auch bei DVDs eingesetzt wird.

CD-Rs und CD-RWs gibt es mit unterschiedlichen Speicherkapazitäten, die jedoch alle nicht die 1 Gigabyte-Grenze überschreiten. Handelsüblich sind 700 Megabyte.

Die DVD steigert die Speicherkapazität einer CD um ein Vielfaches

Die optische Funktionsweise der DVD beruht auf derjenigen der CD. Es haben sich insgesamt drei Formate herausgebildet, die für drei verschiedene Anwendungsbereiche gedacht sind. Diese weisen jeweils spezielle Datenstrukturen auf.

  1. DVD-Audio für die Wiedergabe von Standbildern mit Ton
  2. DVD-Video für die Wiedergabe von Videos und Filmen
  3. DVD-ROM zur Speicherung von allgemeinen (auch Multimedia-) Daten

Interessant für die digitale Datensicherung sind hier vor allen Dingen die DVD-ROMS. Die DVD-ROM weißt wiederum verschiedene Formate auf. Folgende Systematik hat sich etabliert:

  1. - (das Minus deutet auf alle DVD-Formate hin, die von der Herstellervereinigung „DVD-Forum“ stammen)
  2. + (am Plus sind alle Formate erkennbar, die von der Herstellervereinigung „DVD-RW Alliance“ unterstützt werden)
  3. ± (unterstützt die DVD-Formate beider Herstellervereinigungen)
  4. R (steht für „recordable“, die DVD ist damit genau einmal beschreibbar)
  5. RW (steht für „rewritable“, die DVD ist bis zu 1000-mal wiederbeschreibbar)
  6. RAM (bedeutet „Random Access Memory“, die DVD hat direkten Schreib- und Lesezugriff auf alle Daten)
  7. DL (steht Dual (-) bzw. Double (+) Layer, jede DVD-Seite besitzt zwei Datenschichten)

Mit DVDs sind – je nach Variante – Speicherkapazitäten mit bis zu 15,84 Gigabyte möglich. Die einfache und handelsübliche Daten-DVD besitzt eine Kapazität von 4,38 Gigabyte. Achten Sie beim Kauf eines geeigneten DVD-Brenners auf die Unterstützung aller Formate.

Mit der Blu-Ray-Disc lassen sich die höchsten Speicherkapazitäten erzielen

Die Blu-Ray-Disc („blu“ bezieht sich auf den blauen bzw. violetten Laserstrahl) gibt es in drei verschiedenen Versionen. 1. Die nur lesbare BD-ROM. Sie ist für diesen Ratgeber natürlich unerheblich.

Darüber hinaus hat sich 2. die sogenannte BD-R etabliert. Genauso wie schon bei der CD und der DVD ist die BD-R („R“ für „recordable“) nur ein einziges Mal beschreibbar. 3. Weiterhin gibt es noch die BD-RW, die, vergleichbar mit der DVD±RW, mehrere Male wiederbeschreibbar ist.

Bei der Blu-Ray-Disc werden mehrere Lagen innerhalb der Scheibe beschrieben. Das führt dazu, das sich die Speicherkapazitäten im Vergleich zu herkömmlichen DVD noch einmal um ein Vielfaches steigern. Aktuelle Blu-Rays sind momentan in den Größen 25, 50 und 100 GB im Handel zu haben.

Ein Ende der Speichererweiterung ist momentan noch nicht abzusehen. Erst vor einiger Zeit ist  die Unterbringung von sechs Speicherlagen mit einer gesamten Speicherkapazität von 200 GB gelungen.

Nicht unerheblich für die Datenspeicherung per CD, DVD oder Blu-Ray ist die mögliche Schreibgeschwindigkeit. Diese hängt zum einen natürlich mit der Leistung Ihres Brenners zusammen. Auf der anderen Seite geben die „Silberlinge“ selbst Begrenzungen vor. Möglich sind Schreibgeschwindigkeiten von 2 bis 56 Umdrehungen pro Sekunde.

Was Sie auch beachten sollten, ist die Langlebigkeit Ihrer Speichermedien. Da es noch keinerlei belastbare Langzeittestergebnisse gibt, empfiehlt sich die Übertragung der Daten auf einen neuen CD-, DVD- oder Blu-Ray-Datenträger alle fünf Jahre.

Wenn Sie sich bei eBay nach diesen beschreibbaren Medien für Ihre Datenspeicherung umsehen, werden Sie merken, dass sich hier viele der bekannten Herstellermarken wiederfinden. Intenso, Mediarange, Platinum aber auch TDK, Verbatim und viele andere.

Wie Ihnen der folgende Ratgeber zeigen konnte, eignen sich CDs, DVDs und Blu-Ray-Discs gut für die Datenspeicherung. Vor allen dingen besitzen sie gegenüber der Festplatte einen entscheidenden Vorteil: Sie sind robuster und weniger störanfällig.

Wer gerne Musik mit seinem CD-Player hört, der sichert seine Musikdaten unter Umständen lieber auf dem gewohnten Datenträger. DVDs und Blu-Ray-Discs eignen sich dabei hervorragend für das Beschreiben besonders speicherintensiver Formate. Das sind momentan beispielsweise Video- und Filmdaten.

Ein möglicher Nachteil der Speicherung auf CD, DVD oder Blu-Ray ist bisher allerdings noch nicht verifizierbar. In Zukunft könnte es nur noch wenige Abspielgeräte für die Datenscheiben geben. Doch das könnte man mit dem Kauf eines robusten und langlebigen Players umgehen.

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