Die besten pädagogisch wertvollen Lernspielzeuge

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Die besten pädagogisch wertvollen Lernspielzeuge

Spielzeug soll für Kinder nicht nur einen reinen Zeitvertreib darstellen. Denn durch richtig ausgewähltes Spielzeug lassen sich eine Vielzahl von Fertigkeiten ausbilden und verfeinern. Vor allen Dingen Kleinkinder und Kindergartenkinder entwickeln mit pädagogisch wertvollem Lernspielzeug Motorik, Feinmotorik, aber auch Fantasie und Kreativität deutlich leichter und weiter.

Es ist stets wichtig, dass das Spielzeug dem Alter und den Fertigkeiten entsprechend ausgewählt wird und das Kind weder über- noch unterfordert ist. Hinzu kommt, dass Lernspielzeug das Interesse des Kindes wecken muss, denn fehlt dies, wird Ihr Kind das sorgfältig ausgewählte Beschäftigungsinstrument in der Ecke liegen lassen. Je nach Alter spielen hier unterschiedliche Aspekte eine Rolle. In jedem Fall können Sie durch eine gute Wahl des Spielzeugs die Fähigkeiten Ihres Kindes fördern. 

Wichtigen Aspekte guter Lernspielzeuge

Sozialpädagogen erforschen seit Jahren den Wert von Spielzeugen. Hierbei wurde festgestellt, dass Kinder sich selbst meist jene Spiele auswählen, die ihren Fähigkeiten am besten entsprechen.

Neigungen beobachten

Spielzeug, das eine Tätigkeit erfordert, die dem Kind weniger liegt oder das die Möglichkeiten des Kindes nicht voll ausschöpft, ist weitestgehend uninteressant. Um das Kind also in Bereichen zu fordern, die ihm weniger liegen, sollten Sie auf die Abneigung Ihres Kindes gegenüber speziellen Spielzeugen achten und herausfinden, ob es mit dieser Art von Beschäftigung unterfordert ist oder in diesem Bereich Training benötigt. Ist Letzteres der Fall, können Sie Ihr Kind langsam an ein Lernspielzeug dieser Art heranführen und so schwächer ausgeprägte Fähigkeiten trainieren. Dabei sollten Sie jedoch beachten, dass das Kind immer mit Spaß bei der Sache ist, denn nur so erzielen Sie eine positive Wirkung.

Pädagogisch wertvolle Spielzeuge können sich auf einen oder mehrere Bereiche konzentrieren. So steht vor allen Dingen bei Klein- und Kindergartenkindern die Motorik und Feinmotorik im Vordergrund. Dies sind nahezu die wichtigsten Entwicklungsschritte, die ein Kind durchläuft. Bewegungsabläufe, Griffe und Koordination der Hände und Füße werden hier geübt und legen den Grundstein für spätere Geschicklichkeit.

Aber auch die Kommunikation ist in ihrer späteren Bedeutung wichtig. Denn das Kind soll möglichst früh begreifen, dass durch das korrekte Ausdrücken von Bedürfnissen, Wünschen und Gefühlen positive Veränderungen erzielt werden können. Vor allem im Kindergartenalter gehören Kreativität und Fantasie zu den wichtigen Aspekten der Lernspielzeuge. Ein gutes Beispiel hierfür sind Lego-Steine, die zwar auch im Bereich der Feinmotorik gute Dienste leisten, jedoch hauptsächlich von Ihrem Kind verlangen, dass es etwas Imaginäres durch Zusammensetzen von Steinen erschafft. Dieser Punkt ist eng mit einem weiteren Aspekt, dem Entdecken und Forschen, verknüpft. Lernspielzeug kann den natürlichen Drang eines Kindes nach neuen Entdeckungen verstärken und in eine positive Richtung lenken.

Rollen- und Strategiespiele

Einige Lernspielzeuge konzentrieren sich, vor allem für ältere Kinder, auf den Bereich Rollenspiele. Diese bereiten das Kind spielerisch auf viele verschiedene Lebenssituationen vor, von denen es später profitieren kann. Aus diesem Grund werden diese Spiele auch in Trainings für Erwachsene gerne aufgenommen. Ebenso wichtig für das spätere Leben sind aber auch Strategie- und Planspiele, denn diese bereiten das Kind auf spätere Aufgaben vor. Sie vermitteln, wie Aufgaben sinnvoll bewältigt werden können. Braucht Ihr Kind eine Förderung im Bereich soziales Verhalten und Kooperation, sind Spiele sinnvoll, die nur mit mehreren Spielern gespielt werden können. Der am schwersten zu vermittelnde Aspekt ist jedoch Geduld und Ausdauer. 

Lernspielzeuge für Kleinkinder fördern die Motorik

Ab der Geburt bis zum ersten Lebensjahr sind Kinder recht anspruchslos, was ihr Spielzeug angeht. Trotzdem gibt es Babyspielzeug, das schon früh das Interesse des Kindes weckt und es an Formen und Farben gewöhnt. Das Alter von eineinhalb bis zu drei Jahren bezeichnet man als Kleinkindphase. In dieser Zeit fängt das Kind an, seine Umwelt aktiver wahrzunehmen, entwickelt sowohl Sprache als auch soziale Beziehungen und läuft selbstständig.

Da in diesem Stadium Stärken und Schwächen noch nicht deutlich erkennbar sind, ist die Bandbreite an Lernspielzeug ebenso groß. Im Bereich der motorischen Entwicklung helfen Ihnen in dieser Phase bewegliche Spielzeuge, hinter denen das Kind herkrabbeln oder herlaufen kann. Sie animieren Ihr Kind, im Laufen sicherer zu werden. Sind diese Spielzeuge zusätzlich mit einer Klangfunktion ausgestattet, erhöht dies den Reiz. Aber auch Steckspiele, bei denen Ihr Kind versucht, Farben und Formen zuzuordnen, gleichzeitig aber auch das Greifen und Halten trainieren muss, sind immer bestens geeignet. Spielhäuser, Tunnel und Höhlen sehen nicht nur nett aus, sondern fördern auch die Motorik und vermitteln Ihrem Kind zudem ein Sicherheitsgefühl. Und auch ein Sandkasten mit Förmchen fördert die Kreativität und Motorik.

Was in keinem Kinderzimmer fehlen sollte, sind Bilderbücher. Schon die Kleinsten interessieren sich für bunte Bilder. Mit interaktiven Büchern, bei denen sich Teile öffnen lassen oder Geräusche machen, lernt Ihr Kind durch dieses wertvolle Lernspielzeug, Schlussfolgerungen zu ziehen und Entscheidungen zu treffen. Aber auch Kuscheltiere sind pädagogisch gesehen durchaus wertvoll, denn hier werden erste Beziehungen geknüpft. Allerdings ist es wichtig, dass Sie das Kind nicht mit diesen Gefährten überschütten. In der Regel sollten anfangs nicht mehr als drei oder vier dieser Spielzeuge vorhanden sein, um die Entwicklung in die richtige Richtung zu lenken.

Kindergartenkinder benötigen Lernspielzeuge für Kreativität und Fantasie

Der nächste Schritt in der Entwicklung Ihres Kindes ist das Kindergartenalter, von dem man ab dem dritten Lebensjahr spricht. Nicht nur äußerlich ist nun ein deutlicher Fortschritt zu sehen. Auch in seinen Möglichkeiten wird Ihr Kind sich ändern. Es wird in diesem Alter in der Regel das erste Mal bewusst wahrnehmen, dass andere Menschen mit eigenen Bedürfnissen in seiner Umgebung sind und es seinen Platz innerhalb von Gruppen finden muss. Nun können auch klare, wenn auch anfangs kleine, Aufgaben gegeben werden, die das Kind einschätzen und erfüllen kann. Geduld, Konzentration und Feinmotorik sind die Schlagworte, um die es ab diesem Alter in der Entwicklung geht, und auch das Spielzeug sollte sich dem anpassen.

Angefangen bei Buntstiften, die sich zum Malen eignen und die Feinmotorik, Kreativität und Fantasie fördern, über Motorikschleifen, die die Entwicklung im Bereich des logischen Denkens genauso wie der Feinmotorik unterstützen, bis hin zu leichten Konzentrations- und Geduldsspielen ist die Palette vielfältig und fast unerschöpflich. Eine breite Auswahl an entsprechenden Spielen finden Sie in Fachgeschäften und im Internet. Wichtig ist jedoch, dass Sie Ihr Kind gut beobachten und Stärken, Schwächen und Vorlieben bei der Auswahl des richtigen Lernspielzeugs beachten. Sollte Ihr Kind im Kindergarten sein, können Sie auch hier wertvolle Hilfestellung erhalten, in welchen Bereichen Ihr Kind gefördert werden sollte. Auch können Ihnen die Betreuer bei der Einschätzung Ihres Kindes helfen.

Schulkinder mit Lernspielzeug fördern

Im Alter von sechs Jahren wird Ihr Kind schulpflichtig. In dieser Zeit ist es besonders wissbegierig und lernbereit. Auch bilden sich mehr und mehr die sozialen Kompetenzen heraus. Nun zahlt sich Ihre Förderung im Laufe der ersten Lebensjahre merklich aus, denn Konzentration, Geduld und die Fähigkeit, sich in Gruppen zu integrieren, wird hier besonders benötigt. Zudem ändern sich mit der Einschulung die Anforderungen an Ihr Kind komplett. Das Spielen steht nicht mehr im Vordergrund, Leistungen werden gefordert.

Damit Ihr Kind sich dem gewachsen fühlt, Selbstsicherheit entwickelt und einen Ausgleich zur Schule findet, sollten Sie das richtige Lernspielzeug auswählen. Dabei kann es sich um einen Experimentierkasten, einen Lerncomputer oder ein Fahrrad handeln, das zur Bewegung animiert. Sollten Sie das Thema Kindercomputer kritisch sehen, gilt es, einen gesunden Mittelweg zu finden, denn ein komplettes Computerverbot würde bei Ihrem Kind ebenso wenig Erfolg bringen wie die uneingeschränkte Nutzung. Sie sollten einen zeitlichen Rahmen festsetzen und die Spiele, die genutzt werden, genau in Augenschein nehmen. In jedem Fall ist es wichtig, das Kind da zu unterstützen, wo es Schwächen zeigt, und für ausreichende Bewegung zu sorgen, da der Aufenthalt in der Schule eine starke Veränderung zur Kindergartenzeit darstellt. Nutzen Sie Rollschuhe, Fahrräder oder einfach Bälle, um Ihr Kind im Freien zu beschäftigen.

Jugendliche benötigen bei der Auswahl guter Lernspielzeuge Unterstützung

Zwischen dem 13. und 16. Lebensjahr spricht man von Jugendlichen. Im Zuge der Pubertät ändert sich Ihr Kind nicht nur äußerlich, sondern löst sich auch mehr und mehr von den Eltern. Diese werden nicht mehr in jeden Teil des täglichen Lebens mit einbezogen. Außerdem entwickelt sich das analytische und hypothetische Denken. All dies führt dazu, dass Eltern sich nicht mehr in der Lage sehen, das richtige Spielzeug für ihre Kinder auszusuchen. Jugendliche bevorzugen es, dieses selbst auszuwählen. Dagegen spricht im Regelfall nichts, allerdings sollten Sie als Eltern trotzdem ein wachsames Auge auf die Wahl werfen.

Da Spielen jedoch vermehrt abgelehnt und als "kindisch" abgetan wird, gilt es für Sie, Ihrem Kind eine Alternative zu bieten. Entweder Sie suchen zusammen interessante Spiele aus und deklarieren Sie als Familienaktivität oder Sie versuchen, im sportlichen Bereich einen Ausgleich zu finden, da Jugendliche in diesem Alter vermehrt Bewegung benötigen. Bei Computer- oder Konsolenspielen sollten Sie genau beobachten, welche Spiele sich eignen. Zwar halten Sozialpädagogen auch Ballerspiele zum Aggressionsabbau für sinnvoll, jedoch sollten diese in Maßen konsumiert werden. Versuchen Sie jedoch in keinem Fall, Ihre eigenen Interessen auf Ihr Kind zu projizieren. Respektieren Sie die Wünsche Ihres Kindes und seine eigene Persönlichkeit und unterstützen Sie es bei der Entwicklung. 

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