Die besten Tipps zum Finden schöner Tierromane

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Die besten Tipps zum Finden schöner Tierromane

Wer kennt sie nicht, die berühmten Verfilmungen "Ein Hund namens Beethoven" oder "Garfield". Die teils lustigen, teils traurigen Geschichten rund um die Tierwelt begeistern Jung und Alt. Ob Lebensretter auf vier Pfoten oder freche Federviecher.
Das Spektrum der Tiergeschichten, die weltweit Berühmtheit erlangt haben, scheint schier unendlich. Auch Fabelwesen erfreuen sich sehr großer Beliebtheit, denn was wäre ein Rittermärchen ohne Drachen. Ob die Tiere hierbei nur eine Nebenrolle spielen oder als Hauptdarsteller das Geschehen leiten, ist allein dem Autor überlassen.
Stets ist gerade die Interaktion mit menschlichen Akteuren spannend, ganz gleich ob eine fiktive Verständigung durch sprechende Tiere oder eine reale Betrachtung der Verständigung durch Gesten und Handlungen präsentiert wird.
Was im Film gezeigt wird, kann in der Literatur noch viel intensiver erzählt werden, weshalb gerade Tierromane eine angenehme Möglichkeit bieten, das Verhalten von Mensch und Tier nachvollziehbar aufzuzeigen.

Das richtige Tier zur richtigen Geschichte

Bevor man sich durch die Vielzahl von Tierromanen kämpft, sollte man sich erst seiner eigenen Interessen bewusst werden. Die Vielzahl an Geschichten aller nur erdenklichen Tierarten in allen nur möglichen und auch unmöglichen Situationen bietet jedem Leser ein passendes Erlebnis. Allein die eigene Präferenz entscheidet, wie sehr man sich der Geschichte hingeben kann.
Eine Affinität für Pferde wird jede Pferdegeschichte von vorneherein aufwerten. Eine generelle Abneigung gegen Schlangen wird womöglich zu einer Ablehnung eines Hauptakteurs in Schlangengestalt führen, was der erzählten Geschichte die Spannung und das Mitfiebern rauben kann. Umgekehrt kann es das Lesevergnügen trüben, wenn das Lieblingstier im Roman als Bösewicht auftritt.

Lassen Sie sich mitreißen

Aber auch die Geschichte an sich muss einen packen und mitreißen können, die Handlung muss sowohl nachvollziehbar als auch spannend bleiben. Schicksalsschläge in den Romanen schlagen Brücken ins eigene Leben und nicht selten erkennt man sich oder andere Personen in den beschriebenen Tieren wieder.
Wer sich hier auf den Wechsel in den Körper anderer Lebewesen einlässt, erlebt manch unvorstellbar wirkende Geschichte als Abbild der eigenen Sichtweise, die sich mitunter auch dem Ausgang der Handlung anpassen kann. Wer nach einer traurigen Geschichte, in der einem Tier Unrecht getan wird, auch im wirklichen Leben gegen diese Ungerechtigkeit vorgeht, der hat mehr aus dem Roman mitgenommen als nur eine fiktive Geschichte.
Ein weiteres Beispiel für die Macht der Tierromane ist die humoristische Anprangerung von menschlichen Verhaltensweisen durch überspitzt agierende Tierprotagonisten. Als Beispiel seien hier die vorzüglichen „Lebens-Ansichten des Katers Murr“, ein satirischer Roman von E.T.A. Hoffmann, genannt. Hier parodiert der wie ein Mensch sprechende, denkende und gebildete Kater die zeitgenössischen Trivialisierung der Bildungsidee.

Von kleinen und großen Tieren

Von kleinsten Lebewesen, wie den Methan abbauenden Bakterien in Frank Schätzings „Der Schwarm“, die von mutierten Tiefseewürmer ausgeschieden, durch das Freisetzen des Methans aus dem Methanhydrat den Kontinentalabhang den Weltuntergang aus dem Meer heraus heraufbeschwören, bis hin zu der abenteuerlichen Reise des Elefanten Salomon, der in José Saramagos „Die Reise des Elefanten“ von Spanien nach Wien die Alpen überqueren muss, findet man allerlei Tierarten in den Bücherregalen.
Die Geschichte der Füchsin O-ha, die sich in einer rauen Welt in „Füchse unter sich“ von Garry Kilworth behaupten muss, um ihr Rudel und ihre Nachkommen zu schützen, oder die des einst unbezwingbaren Schneeleoparden Dschaa-Bars, der in Tschingis Aitmatows „Der Schneeleopard“ ein letztes Mal um sein Überleben kämpfen muss und dabei auf die Freundschaft eines verbitterten Journalisten zählen kann, zeigen die faszinierende Vielfalt der Tierwelt und die Geschichten, die in dieser Welt verborgen sind und nur darauf warten, vom Leser gefunden zu werden.

Tierromane geben Einblick in die Beziehung zwischen Mensch und Tier

Wer sich ganz der Tierwelt hergeben will, ohne Einwirken von Menschen auf den Verlauf der Geschichte, der findet mit Werken wie Kerstin Ekmans „Hundeherz“, in deren Roman es um die traurige Geschichte eines Hundewelpen geht, der ganz alleine in der Wildnis ums Überleben kämpfen muss, eine wundervolle, aber auch nachdenklich stimmende Lektüre.
Der Mensch als Übeltäter und Antagonist ist eine weitere Variante, das Tier als Romanhelden zu präsentieren, das sich gegen Verbrechen der Menschheit an die Tierwelt behaupten muss und uns oft in einfühlsamer Weise aufzeigt, wo auch wir für eine bessere Welt sorgen können. So auch in Joy Smith Aikens „Solos Reise“, in dem es um den pfiffigen Kater Solo geht, der sich mit List, Willensstärke und Ausdauer als Oberhaupt einer Katzenbande behaupten muss um in den Kampf gegen Menschen, die seine Artgenossen in Tierversuchslabors missbrauchen, zu ziehen.
Oder Anita Albus’ „Von seltenen Vögeln“, deren Roman das Aussterben seltener Vogelarten in Natur- und Kriminalgeschichte spannend und anschaulich beschreibt und verurteilt. Einen weiteren Vertreter stellt der Roman „Schogul, Rächer der Tiere“ von Birgit Laqua dar, in dem der Kater Ringo, nach qualvollen Misshandlungen stirbt. Im Katzenhimmel steht er Schogul, dem Rächer der Tiere und weiteren verstorbenen Tieren gegenüber und beschließt, die Schicksale der anderen Tierseelen herauszufinden.
m Einklang von Mensch und Tier befindet sich im Gegenzug Leonie Swanns „Garou“, in deren Roman eine Schafherde mit Hilfe ihrer Schäferin Rebecca Mordfälle in einem französischen Dorf aufklären muss, oder Lauren Brookes „Heartland: Rückkehr nach Haus“, deren Geschichte von der 15 jährigen Pferde-Närrin Amy handelt, die in die Seele der Tiere blicken kann und nach dem plötzlichen Tod der Mutter die Familienfarm und ihre dort lebenden Pferde retten muss.

Realität oder Fiktion?

Die Unterteilung von Tierromanen in fiktive und reale Geschichten macht durchaus Sinn. Eine Geschichte über Tiere in menschlichen Rollen, wie zum Beispiel die hinterhältige Grinsekatze oder der mysteriöse Märzhase, die Alice auf ihrer fantastischen Reise in Lewis Carrolls „Alice im Wunderland“ trifft, bieten zwar eine Faszination für das Unglaubliche, jedoch erschließt sich diese Art der Unterhaltung meist nur jüngeren Lesern mit dem Bestreben, der eigenen Fantasie neue Ideen zu geben.

Klassiker „Farm der Tiere“

Die teils wahren, teils einfach nur schön erzählten Geschichten über Freundschaft und Konflikte zwischen Mensch und Tier im Rahmen der fiktiven Welt begeistert jedoch auch den erwachsenen Leser, der sich einer Handlung hingeben möchte, die er auf die reale Welt abbilden kann. So mag auch der Erfolg von Georg Orwells „Farm der Tiere“ zu erklären sein, in dessen Roman die Gewaltherrschaft der Schweine am Hofe ein Sinnbild für die diktatorische Herrschaft Stalins in der Sowjetunion darstellt und damit zeigt, dass nicht jede Rebellion zu einer Verbesserung der eigenen Lebensumstände führen muss und wie sehr Macht einen Charakter verändern kann.
Auf der anderen Seite stehen die realen Geschichten, wie Michael Frey Dodillets „Herrchenjahre“, in dessen Roman der Autor den lustigen Weg eines Hundebesitzers beschreibt, der seine aufmüpfige Hündin Luna erziehen will. So bietet dieser Tierroman einen Wiedererkennungswert und somit eine starke Sympathie für den vierbeinigen Hauptakteur.

Kennen Sie Moby Dick?

Aber auch Geschichten, die keinen Bezug zum eigenen Leben herstellen, können einen beim Lesen fesseln. Die weltberühmte Geschichte um den Walfang in Herman Melvilles Roman „Moby Dick“ ist beispielhaft für Schicksalsschläge und die Aufarbeitung von Problemen, die in Tierromanen viel Platz zur Präsentation haben und auch wenn der eigene Bezug zu den Tieren nicht vorhanden ist, so sind doch meist die Emotionen und Handlungsweisen nachvollziehbar, was das Leseerlebnis auch persönlich werden lassen kann.
Auch fiktive Lebewesen wie Drachen oder Einhörner können diese Emotionen vermitteln, wenn man sie aufgrund der Realitätsferne nicht gleich als Kinderkram abstempelt. Hier ist Michael Endes Roman „Die unendliche Geschichte“ zu nennen, in dem der Drache Fuchur nicht nur durch Kinderköpfe geflogen ist. Die Geschichte um den Jungen Bastian Balthasar Bux in der Parallelwelt Phantásien, die vom Nichts zerstört wird, hat einige Buchpreise und Auszeichnungen gewonnen und sollte in keiner Büchersammlung fehlen.

Nichts für Kinder: „Friedhof der Kuscheltiere“

Während dieser Roman jedoch eher eine jüngere Leserschaft hat, bietet Stephen Kings „Friedhof der Kuscheltiere“ Horrorvergnügen für Erwachsene, wo eine, auf einem alten Indianerfriedhof begrabene und wieder auferstandene, Katze nur den Anfang von grausigen Ereignisse in der fiktiven Kleinstadt Ludlow darstellt.

Wer suchet, der findet

Zusammenfassend kann man sagen, dass die Wahl des passenden Tierromans an den eigenen Interessen festgemacht werden sollte, um persönliche Affinitäten und auch Erlebnisse im Roman wiederzufinden und somit die Bindung an die Akteure beim Lesen zu stärken
Auf sich selbst projizierte Handlungen der Tiere regen zum Nachdenken an, verschafft unseren oft wehrlosen Mitbewohnern dieser Erde Gehör oder unterhält im simpelsten Fall durch wunderbare und eingängige Geschichten.
Bei der Suche nach neuen Tierromanen sollten Sie sich jedoch nicht von vornherein zu sehr auf Ihre Vorlieben beschränken, da Ihnen durch eine zu enge Auswahl viele interessante Romanen verwehrt bleiben.
Auch sollte man sich nicht von anfangs langweilig erscheinenden Inhaltsangaben abschrecken lassen, und hier gegebenenfalls auf die Erfahrungen und die Bewertung anderer Personen, sei es aus dem Freundeskreis oder im Internet auf entsprechenden Literaturplattformen, zurückkommen.
Beststellerlisten und Buchauszeichnungen sind auch gute Anlaufstellen für das Entdecken schöner Tierromane. Letzten Endes sollte man aber einfach das Wagnis eingehen und selber herausfinden, ob ein Roman zu einem passt und einen fesseln kann.

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