Die besten Tipps für Heimwerker zum Einbau von WCs

Aufrufe 3 Mal bewertet mit „Gefällt mir” Kommentare Kommentar
Mag ich anklicken, wenn dieser Ratgeber hilfreich war
Die besten Tipps für Heimwerker zum Einbau von WCs

Die Montage - mit dem richtigen WC kein Problem

Der Einbau eines WCs sollte in der Regel für einen versierten Heimwerker kein Problem darstellen. Der Schwierigkeitsgrad beim Einbau ist jedoch davon abhängig, um welchen WC-Typ es sich handelt. Sie sollten sich deshalb im Vorfeld darüber Gedanken machen, welches Modell Ihren Bedürfnissen sowie den räumlichen Anforderungen am ehesten gerecht wird. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, Komponenten eines bestehenden WC-Systems weiter zu verwenden. Die neuen Teile sollten deshalb auf das alte System abgestimmt sein. Das spart auf jeden Fall jede Menge Ärger und Zeit. Die passenden Komponenten zu finden, ist aufgrund der unterschiedlichen Systeme jedoch nicht immer einfach. Viele Teile können Sie jedoch in unserem Baumarkt-Onlineshop finden. 

Wie ein WC aufgebaut ist

Ein WC besteht in der Regel aus einem Becken sowie einem Spülsystem. Bei konventionellen Modellen ist der Spülkasten normalerweise als Aufbaukonstruktion über der WC-Schüssel angebracht. In modernen Bädern findet man jedoch immer häufiger WC-Systeme mit verstecktem Spülsystem. Hierfür sind jedoch meist weitere bauliche Maßnahmen zu treffen. Zudem ist die Montage wesentlich aufwendiger. Ein weiteres wesentliches Unterscheidungskriterium bei WC-Systemen ist die Konstruktionsweise des WC-Beckens. So gibt es zum Beispiel Modelle, die auf dem Boden stehen sowie Modelle, die direkt an die Wand gehängt werden und somit frei schwebend konstruiert sind. Beide Varianten haben ihre Vor- und Nachteile. Darüber hinaus wird zwischen Flachspülern und Tiefspülern unterschieden.

WC-Arten: Flachspüler und Tiefspüler mit ihren jeweiligen Vor- und Nachteilen

Bei einem sogenannten Flachspüler fallen die Ausscheidungen zuerst auf eine Stufe, bevor sie vom Spülwasser in das Abwasserrohr gespült werden. Das kann unter Umstände zu einer erhöhten Geruchsbelästigung kommen. Ein Vorteil des Flachspülers ist jedoch, dass das Spritzen des Wassers vermindert wird. Von manchen Menschen wird nämlich das spritzende Wasser als unhygienisch empfunden.
Beim Tiefspüler hingegen können die Ausscheidungen ungehindert ins Abwasser fallen, was die Geruchsbelästigung stark vermindern soll. Aus diesem Grund findet man auf öffentlichen Sanitäranlagen fast ausschließlich Tiefspüler. Obendrein ist bei einem Tiefspüler der Wasserverbrauch in der Regel niedriger als bei einem Flachspüler. In der Zwischenzeit befinden sich weitaus mehr Tiefspüler als Flachspüler auf dem Markt, da das Problem mit dem spritzenden Wasser durch eine ausgeklügelte Wasserführung minimiert werden konnte.

Die Montage eines WC-Systems mit Aufbauspülkasten

Die Variante mit einem Aufbauspülkasten hat den Vorteil, dass wesentlich weniger Arbeiten im Wandbereich durchgeführt werden müssen. Eine komplizierte Vorwandinstallation entfällt bei dieser Variante, was vor allem bei Renovierungsarbeiten zu einer erheblichen Zeit- und Kostenersparnis führen kann. Sofern die Anschlüsse passen, müssen nur minimale Umbauten im Bereich der Fliesen durchgeführt werden. Darüber hinaus ist diese Variante unproblematischer bei Wartungs- und Reparaturarbeiten im Bereich des Spülsystems. Die Ablaufgarnitur ist zum Beispiel ein Bauteil des Spülkastens, das im Laufe der Zeit oftmals nicht mehr richtig funktioniert und ausgetauscht werden muss.

Bodenstehende WC-Becken

Ein Aufbauspülkasten wird in der Regel aus Gründen der Stabilität in Kombination mit einem bodenstehenden WC-Becken montiert. Ein bodenstehendes WC-Becken leitet die vertikalen Kräfte direkt in den Boden. Die Befestigung an der Wand dient eigentlich nur der Fixierung in horizontaler Richtung. Aus diesem Grund kann das bodenstehende WC-Becken auch ohne größere Probleme bei porösen und instabilen Innenwänden verwendet werden. Bei einem bodenstehenden WC-Becken kann das Abwasser zudem nicht nur in die Wand, sondern auch in den Boden geleitet werden. Für beide Fälle gibt es spezielle Übergangsstücke, die genormt und somit passgenau sind.

Wie Sie ein WC-Becken montieren

Die eigentliche Montage eines solchen WC-Beckens ist recht einfach und aufgrund der bodenstehenden Bauweise von einer Einzelperson leicht zu bewerkstelligen. Vor der Montage sollten Sie jedoch darauf achten, dass der Hauptwasserhahn geschlossen ist und die Leitung sowie der Spülkasten leergelaufen ist. In einem zweiten Schritt wird das genormte Abwasserrohr zugeschnitten und sauber entgratet. Dann können Sie das Becken ausrichten und die Position mit einem abwaschbaren Filzstift markieren. Bei der Ausrichtung sollten Sie darauf achten, dass der aufgestellte Deckel auch nachher nicht umkippt. Die Befestigung eines bodenstehenden WC-Beckens erfolgt mittels Bohrung und Dübel, in welche die Schrauben eingebracht werden können.

Die Montage des Spülkastens

In einem nächsten übergeordneten Schritt erfolgt die Montage des Spülkastens. Auch wenn Ihr alter Spülkasten aus technischer Sicht noch gut funktioniert, kann ein neues Spülsystem durchaus Sinn machen. Moderne Spülkästen für bodenstehende WCs sind in der Regel mit einer Spülstoppvorrichtung ausgestattet, was zu einer erheblichen Minimierung des Wasserverbrauchs beitragen kann. Des Weiteren kann bei diesen Systemen die Wassermenge, die zum Spülen verwendet wird, eingestellt werden. So können die Betriebskosten weiter gesenkt werden.

Worauf Sie beim Aufhängen des Spülkastens achten sollten

Bei der Aufhängung des Spülkastens ist Ihre Maßarbeit gefragt. So sollte das Eckventil auf der Höhe des Spülkastenzulaufs liegen. Die Ausrichtung und Montage ist mit zwei Personen auf jeden Fall einfacher zu bewerkstelligen. Eine Wasserwaage eignet sich hervorragend, um die Positionierung zu überprüfen. In einem weiteren Schritt kann das Spülrohr zurechtgeschnitten und in den Spülwassereingang des WC-Beckens eingefügt werden. Um das Eckventil am Zulauf abzudichten, wird in der Zwischenzeit bevorzugt ein Dichtungsband aus Teflon verwendet. Vorteilhaft sind außerdem flexible Rohre vom Dichtungsventil zum Zulauf. Diese sind weniger empfindlich gegenüber Erschütterungen und können zudem leichter an schwierige Bedingungen angepasst werden.

Der Einbau eines WCs mit integriertem Spülkasten

In der Zwischenzeit gibt es auch WC-Schüsseln mit integriertem Spülkasten. Bei diesen sogenannten Kombinationsmodellen, ist der Spülkasten direkt auf dem Becken montiert. Diese Lösung wirkt optisch sehr kompakt und ist zudem einfacher und schneller zu montieren als ein WC-Becken mit separatem Spülkasten. Angesichts des integrierten Spülkastens hat das Komplettsystem meist ein etwas höheres Gewicht. Aus diesem Grund handelt es sich bei diesen Kombinationen in vielen Fällen um die bodenstehende Variante. Da es bei einem WC mit integriertem Spülkasten nicht immer möglich ist, den Zulauf des Spülkastens auf Höhe des Eckventils auszurichten, eignet sich hier besonders gut ein flexibles Wasserrohr. Des Weiteren gibt es auch bei den WCs mit integriertem Spülkasten Modelle, die direkt an die Wand gehängt werden. Hier sollte aber darauf geachtet werden, dass die Wand die erhöhte Kraft auch aufnehmen kann. Die Montage ist ähnlich wie beim hängenden WC-Becken und hängt im Detail sehr vom Hersteller und Modell ab.

Die Montage eines WC-Systems mit verdecktem Spülkasten

Systeme mit einem verdeckten Spülkasten benötigen im Gegensatz zu Systemen mit Aufbauspülkasten eine aufwendige Vorwandkonstruktion, hinter der sich der Wasserbehälter, die Mechanik sowie die Rohre zum WC-Becken befinden. Die Montage eines solchen Systems benötigt deshalb im Vorfeld eine detaillierte Planung. Ein solches System eignet sich für schnelle Renovierungsarbeiten nur bedingt, da meist die Fliesen im Bereich des WCs ausgetauscht werden müssten. Bei Neuplanungen ist jedoch diese Variante eine hervorragende Alternative.
Ein Vorteil neben der besseren Optik ist beispielsweise auch der geringere Putzaufwand. Schließlich sind die meisten Aufbauspülkästen aufgrund der zahlreichen Ecken, Kanten und Fugen schwer zu reinigen. Die Variante mit dem verdeckten Spülkasten gilt daher auch als hygienischere Option.

Die Installation einer Vorwand

Die Installation einer Vorwand ist für einen versierten Heimwerker kein Problem. Denn die Vorwand wird in der Regel als fertiges Element gekauft. Das Element besteht aus einer verzinkten Stahlrahmenkonstruktion, die mit dem Spülkasten, der Betätigungsplatte für die Spülung sowie dem Zulauf für das WC fertig bestückt ist. Bei vielen Vorwandkonstruktionen lässt sich die Montagetiefe einstellen, was für eine gute Passgenauigkeit spricht. Bei der Ausrichtung hilft zudem eine einfache Wasserwaage. Die Vorwandkonstruktion wird mittels Dübel in der Wand fixiert. Um Fließgeräusche zu mildern, können die Zu- und Abflussrohre zusätzlich mit einem wickelbaren Dämmstoff ummantelt werden. Nach der Montage und nach dem Anschluss des Wasserzulaufs wird die Wand mit einer Gipskartonplatte verschlossen, verspachtelt und im Anschluss normal gefliest.

Weitere Vorteile verdeckter Spülkästen

Verdeckte Spülkästen kombiniert man im Normalfall mit WC-Becken, die an der Wand hängen. Diese passen aus optischen Gründen sehr gut und warten obendrein mit weiteren Vorteilen beim Reinigen des WCs auf. So kann beispielsweise unter dem Becken viel einfacher und schneller als bei einer bodenstehenden Variante gewischt werden. Viele Vorwandelemente verfügen zudem über eine Montagevorrichtung, auf diese das Wand-WC einfach aufgesteckt und aufgeschraubt werden kann. Die stabile Vorwandkonstruktion aus Stahl verteilt dabei die Kräfte gleichmäßig auf das Mauerwerk. Ein WC ist standardmäßig 40 Zentimeter hoch, was vor allem in einem Haushalt mit Kindern ein gutes Mittelmaß ist. Diese Höhe können Sie jedoch Ihrer Körpergröße entsprechend anpassen, eine Höhe von 50 Zentimetern kann auch bei älteren Menschen Vorteile mit sich bringen.

Weitere sinnvolle Ausstattungsmerkmale und Zubehörkomponenten bei WCs

Als besonders wassersparend haben sich die sogenannten 2-Mengen-Spülkästen erwiesen. Diese verfügen über zwei Tasten für verschiedene Spülmengen. Moderne WC-Becken warten zudem mit einer speziellen Versiegelung der Oberfläche auf. Diese Oberfläche lässt unter anderem Wasser abperlen. Schmutzablagerungen wie Kalk lassen sich somit leichter verhindern. Zudem wird die Reinigung aufgrund der Versiegelung wesentlich vereinfacht.
Bei den Betätigungsplatten für die Spülung hat sich das Material Edelstahl als sehr sinnvoll erwiesen. Dieses ist beständig, leicht zu reinigen und wirkt zudem antibakteriell. Wenn das Schmutzwasser eines WCs nicht über ein Gefälle abgeleitet werden kann, muss es über eine Hebeanlage befördert werden. Das kann zum Beispiel der Fall sein, wenn sich die Toilette im Keller des Hauses unterhalb der sogenannten Rückstaulinie befindet. Die Größe und Leistung einer solchen Anlage ist abhängig vom Nutzvolumen sowie von der Förderhöhe. Auch im Bereich der Hebeanlagen gibt es Systeme, die hinter einer Vorwand versteckt werden können.

Möchten Sie Ihr Wissen weitergeben? Erstellen Sie Ihren eigenen Ratgeber… Verfassen Sie einen Ratgeber
Weitere Ratgeber erkunden