Die Wichtigsten Punkte für Autopflege und Wartung

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Die Wichtigsten Punkte für Autopflege und Wartung

Viele Autos zeigen im Zuge des regelmäßigen Gebrauchs zunehmend Verschleißerscheinungen. Betroffen sind die empfindlichen Lackoberflächen, der Motor, Scheiben und Kunststoffe. Um Ihr Auto möglichst lang und ansehnlich nutzen zu können, stehen Ihnen verschiedene Pflegemittel zur Verfügung. Für ihren konkreten Bedarf finden Sie bei uns folgende Utensilien:

Dem folgenden Ratgeber können Sie entnehmen, auf welche Aspekte beim Kauf der Pflegemittel zu achten ist. Berücksichtigt werden dabei neben dem konkreten Bedarf auch Anwendungshinweise und Preise.

Welche Teile des Autos bedürfen regelmäßiger Pflege?

Zur Werterhaltung seines PKW können Sie selbst viel beitragen. Mit einer individuellen Auswahl von Reinigungsmitteln halten Sie Lackoberflächen, Bremsen, Felgen und Motor dauerhaft instand. Erfahren Sie im Folgenden, welchen Bauteilen bei Pflege und Wartung besondere Aufmerksamkeit entgegenzubringen ist.

Die Karosserie - Schützende und ästhetische Qualität des Lacks

Einen wichtigen Einfluss auf das Erscheinungsbild eines Autos hat neben der Form der Karosserie die Lackierung. Ihre Funktion besteht im Schutz des Stahlblechs vor Korrosion. Mit der Entwicklung des Automobils erweiterte sich ihr Aufgabenspektrum. Sie trägt nunmehr zu seinem ästhetischen Mehrwert bei. Autolacke wurden ursprünglich aus Harz, Terpentin oder Leinöl hergestellt. Der Prozess war sehr langwierig. Der Lack wurde in mehreren Schritten über Tage und Wochen auf die Karosserie gegeben. Eine schnellere Lackierung ermöglichen Lacke aus Kolophonium, Nitrocellulose, Alkyd- und Pulverharz. Man unterscheidet einkomponentige und zweikomponentige Lacke. Erstere härten beim Trocknen an der Luft selbstständig aus. Zweikomponentenlacke erfordern die Zugabe von Härtern. Ihrer Struktur nach unterscheidet man einschichtige von zweischichtigen Systemen. Einschichtige Systeme bezeichnet man als Decklacke. Der Härter ist in der farbigen Glanzschicht enthalten. Die Grundlage von zweischichtigen Systemen bilden ungeschützte Basislacke, die mit einem Klarlack überzogen sind. Diesem ist zum Schutz ein Härter beigemengt.

Woran orientiert man sich bei der Felgen- und Bremsscheibenpflege?

Die Autofelge ist eigentlich nur der äußere Rand des Autorades. Der Reifen umschließt in. Radflansch, Radkranz und Felge sind bei den meisten Autos aber ein einzelnes Werkteil. Sie werden aus diesem Grunde synonym zumeist auch als Felge bezeichnet. Bei den meisten Autos besteht sie aus Stahl oder Leichtmetall. Der gewalzte Stahl ist in der Regel billiger als die gegossene Leichtmetallfelge. Diese überzeugt hingegen mit ihrer optischen Qualität. Nutzfahrzeugfelgen werden auch aus Faserverbundwerkstoff und Aramid hergestellt. Wie die Karosserie überzieht man Felgen während der Produktion mit einem Lack. Es handelt sich häufig um zweischichtige Systeme. Ein silberner, matter Basislack wird mit gehärtetem Klarlack überzogen. Ist dieser auch sehr widerstandsfähig, so greifen ihn Streusalze im Winter doch an. Eine besondere Pflege wird notwendig. Aluminiumfelgen mit Chromanteilen haben statt des Lacks eine galvanisierte Oberfläche.
Der zweite wichtige Teil des Autorades ist die Bremse. Mit ihr wird Bewegungsenergie in Wärmeenergie umgewandelt. Ihre Hitzeresistenz muss entsprechend hoch sein. Die meisten PKW verfügen über hydraulische Scheibenbremsen. Anders als LKW funktionieren sie nicht mit Druckluft, sondern mit Flüssigkeit. Zu ihrer Pflege werden Korrosionsschutz und Rostschutz verwendet. Für einen sicheren Betrieb sollten Sie alle zwei Jahre die Bremsflüssigkeit wechseln, bei starker Erhitzung häufiger. Bildet sich Kondenswasser, steigt der Wasseranteil der Bremsflüssigkeit. Bei einem starken Gebrauch wie im Gebirge ist deshalb ein jährlicher Wechsel empfehlenswert.

Der Motor – Verschleißanfälligkeit erfordert regelmäßige Pflege

Die meisten Autos arbeiten mit Verbrennungsmotoren. Die Erhitzung des Kraftstoffs sorgt für die Entstehung von Druck und Gasvolumenveränderungen. Diese werden mittels eines Kolbens und einer Kurbel in mechanische Energie umgewandelt. Als permanent beanspruchtes Bauteil ist der Motor verstärkt Verschleißerscheinungen ausgesetzt. Die Kolben verkleben bei unsachgemäßer Pflege. Oxidationsschichten bilden sich. Bei der Sättigung des Öls mit Schmutz entsteht überdies Schwarzschlamm. Dieser führt zur Verstopfung des Filters. Die Pleuelstangen werden in diesem Fall nicht mehr geschmiert. Starke Reibungen, Verschleiß und Motorschäden sind die Folge. Zur Reinigung des Motors gibt es spezielle Konzentrate, die Öle, Fette und verschiedene Arten von Ablagerungen beseitigen. Öl und Ölfilter sollten regelmäßig gewechselt werden. Die Intervalle hierbei variieren je nach Fahrstil und Fahrzeugtyp.

Worauf sollten Sie bei der Pflege des Oberflächenlacks achten?

Zur Lackpflege stehen Ihnen Shampoo, Wachs und Politur zur Verfügung. Lesen Sie im Folgenden, wie Sie die Reinigungsmittel fachgerecht verwenden können.

Anwendungsgebiete und Qualitätsmerkmale von Autoshampoos

Um den Glanz des Autolacks lange zu bewahren und seine Oberfläche zu schützen, stehen Ihnen Autoshampoos, Polituren, Wachse, Poliertücher aus Mikrofaser und Trockentücher zur Verfügung. Mit Autoshampoo befreien Sie die Oberfläche des Lacks von Schmutz, Öl, Insekten und Kraftstoffflecken. Gute Shampoos bestehen aus Polymeren und schützen den Lack mit einer Versiegelung. Die Oberfläche wird dadurch für einige Zeit von einer Wasser und Schmutz abweisenden Schicht bedeckt. Beim Kauf sollten Sie immer darauf achten, dass es Gummidichtungen, Vinyldächer, Chrom, Aufkleber und Wachs nicht angreift. Vor dem Gebrauch mengen Sie den vorgegebenen Anteil des Konzentrats in einen Wassereimer und shampoonieren das Auto ein. Bei guten Shampoos reichen 1-2 Becher für etwa 10 Liter Wasser. Nach dem Einwirken spülen Sie es gründlich herunter, trocknen und polieren es. Dieser auch als Abledern bezeichnete Arbeitsschritt wird durch Shampoos mit abperlender Wirkung verkürzt. Shampoos können auch zur Reinigung von Felgen und Kunststoffanteilen verwendet werden und sind ph-neutral. Folgende Hersteller bieten hochwertige Mittel an:

  • Meguiar
  • ValetPRO
  • Chemical Guys
  • Ravenol
  • Sonax

Kauf- und Verwendungshinweise zu Wachs und Politur

Wachse und Polituren dienen der Veredelung und dem Schutz der Oberfläche. Idealerweise verwenden Sie sie quartalsweise oder halbjährlich. Vor dem Wachsen muss der Lack gründlich gereinigt und poliert werden. Taschenlampen mit gelbem Licht machen auch kleine Kratzer sichtbar, Silikonentferner dienen der Entfernung alter Wachse und Polituren. Auf die saubere und ebene Oberfläche können Sie per Pad das Wachs auftragen. Um eine zu schnelle Trocknung zu vermeiden, eignet sich ein schattiger Platz oder die Garage. Das Auftragen selbst erfolgt sanft und mit wenig Druck in Fahrtwindrichtung. Das Wachs soll später einfach entfernbar sein. Eine dünne Schicht reicht vollkommen aus. Nach dem vollständigen Eintrocknen des Wachses erfolgt der letzte Arbeitsschritt. Das Wachs wird mit einem feinen Mikrofasertuch in entgegengesetzter Richtung abgerieben. Mit elektrischen Poliermaschinen können Sie den Vorgang kraftschonend gestalten. Gutes Wachs erkennen Sie an einer langen Standzeit. Es hält bis zu einem Jahr und übersteht Autowäschen. Testberichte im Internet bieten gute Vergleichsmöglichkeiten. Bekannte Hersteller sind:

  • 3M
  • Koch
  • Nigrin
  • Normfest

Die Reinigung von Felgen und Bremsscheiben

Felgenreiniger werden in Kanistern oder Sprühflaschen geliefert. Sie entfernen Bremsstaub, Straßenschmutz und Ablagerungen mineralischen Ursprungs. Die Auswahl hängt von der Art der Felge und ihrer Lackierung ab. Den Produktbeschreibungen können Sie entnehmen, ob sich das Mittel nur mit Stahl- oder auch mit Leichtmetallfelgen verträgt. Wichtig sind weiterhin  biologische Abbaubarkeit, Säurefreiheit und hohe Konzentration. Für größere Wassermengen reicht dann bereits wenig Konzentrat aus. Der Verdünnungsgrad richtet sich nach der Art der Verschmutzung. Weniger verschmutzte Felgen können mit geringerer Konzentration gereinigt werden. Mit Rostumwandlern werden Bremsscheiben von Ablagerungen befreit. Gute Mittel sind witterungs- und feuchtigkeitsbeständig und überlackierbar. Mittels einer Schutzschicht verhindern sie zudem das erneute Auftreten von Rost.

Welcher Wartung bedarf der Automotor?

Für den sicheren und verschleißarmen Betrieb des Motors ist das Motoröl der erste Garant. Hochwertiges Motoröl verhindert das Verkleben von Kolben und die Verschmutzung der Zylinder. Qualitätsmerkmale sind weiterhin Rostschutz, Hitzebeständigkeit und Oxidationsverhinderung!  Für einen wirtschaftlichen Benzinverbrauch ist das Motoröl ebenso wichtig wie für das reibungsarme Funktionieren des Motors. Ein Ölwechsel ist hierfür regelmäßig durchzuführen. Als Richtwert gilt eine Strecke von 20.000 km. Die entsprechende Anzeige im Cockpit informiert über einen niedrigen Ölstand. Bei der Auswahl des Motoröls halten Sie sich an die Angaben des Herstellers in der Betriebsanleitung. Bei der Verwendung eines anderen Öls mit anschließendem Motorschaden kann sonst ihr Garantieanspruch erlöschen. Zur Auswahl stehen Mineralöle und Synthetiköle. Letztere sind teurer, ermöglichen aber eine höhere Leistung. Weiterhin verbessern sie im Winter den Kaltstart, verringern den Verschleiß am Motor und bilden einen gleichmäßigen Schmierfilm auch bei hoher Temperatur.
Der Motor selbst kann mit speziellen Motorreinigern von Verschmutzungen befreit werden. Sie enthalten Tenside, Alkalihydroxide und Lösevermittler. Schwer lösliche Substanzen können damit gut entfernt werden. Je nach Verunreinigungsgrad wird die Konzentration des Reinigungsmittels festgelegt. Bei leichter Verschmutzung verdünnt man 1:20 mit Wasser, bei sehr starker Verschmutzung etwa bei 1:5. Bauen Sie zur Reinigung den Motor aus! Anschließend können Sie ihn einsprühen oder einpinseln. Zum Schluss wird er mit einem Druck- oder Dampfstrahlgerät abgespült. Achten Sie beim Kauf darauf, dass das Mittel keine Metalle oder Kunststoffe angreift! Im Winter ist die Verwendung von Frostschutzmitteln für den Motor anzuraten. Sie werden in Konzentratform vertrieben und können einen Schutz bis zu -35°C liefern. Korrosionsadditive sorgen für zusätzlichen Rostschutz.

Wie werden Scheiben, Kunststoffe und Unterböden gepflegt?

Zur Reinigung von Scheiben wird Konzentrat verwendet. Kleine Fläschchen ergeben bis zu 60L Reinigungslösung. Sie beseitigen Schmierfilme und Blendstreifen. Kalkablagerungen verhindern gute Mittel ebenso. Berücksichtigen Sie bei Kauf, ob sie auch zur Säuberung von Scheinwerfern aus Polycarbonat verwendet werden können! Ein abgetrennter Tank in den Flaschen erleichtert die Dosierung. Zur Scheibenwischerpflege tragen manche Mittel ebenfalls bei. Zur Pflege von Kunststoffbauteilen wie Armaturen, Spoilern oder Vinyldächern werden Silikonsprays, Polierpasten und Lösungen verwendet. Gute Mittel schützen dauerhaft vor Korrosion und Feuchtigkeit. Den Unterboden ihres Fahrzeugs können Sie mit Kautschukspray schützen. Dieser leistet neben der Reinigung von Rost, Fett und Öl auch Grundierungsarbeiten.

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