Die Vorzüge des G-Laders bei Volkswagen-Modellen mit G-60-Motor

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Entdecken Sie die Vorzüge des G-Laders an verschiedenen Volkswagen-Modellen mit G-60-Motor

Der G-Lader gehört zur Familie der mechanischen Kompressoren und sollte aufgrund des niedrigen technischen Fertigungsstandes überhaupt nicht in Serie gebaut werden. Aufgrund der hohen Genauigkeit und Präzision, die für die Fertigung eines G-Laders erforderlich ist, gelang es dem Fahrzeughersteller Volkswagen erst etliche Jahre später, den Kompressor in Serie zu fertigen und in verschiedenen Fahrzeugen einzubauen. Bei eBay stehen Ihnen Fahrzeugmodelle von Volkswagen mit einem solchen G-Lader zur Verfügung.

Die Hintergründe zur Entstehung des G-Laders und in welcher Form dieser bei Volkswagen weiterentwickelt wurde

Das Grundprinzip des G-Laders stammt von Léon Creux, der diesen 1905 erfand und den Spiralverdichter zum Patent anmeldete. Die Grundvoraussetzung zur Fertigung des G-Laders war eine sehr genaue, zeit- und kostenintensive Arbeit. Daher bestand zu dieser Zeit keine Möglichkeit, den Spiralverdichter in Serienproduktion gehen zu lassen. Immer wieder unternahmen verschiedene Firmen den Versuch, das Konzept für die Herstellung umzusetzen, mussten dies allerdings aufgrund der Toleranzanforderungen immer wieder einstellen. Im Jahr 1978 erhielt Dr. Ernst Fiala, damaliger Entwicklungschef bei VW, Kenntnis und Informationen über den Spirallader und lies verschiedene Prototypen des sogenannten G-Laders bauen. Der erste Spirallader wurde im Jahr 1984 von VW verbaut. Jedoch präsentierte Volkswagen der Öffentlichkeit den G-Lader erst im auf der IAA im Jahr.

Der Name G-Lader entstand, weil die Form der Spiralgänge im Ruhezustand den Buchstaben "G" zeigten. Die bei Volkswagen eingeführten Modellbezeichnungen "G40" und "G60" deuten auf die Kammerbreite von 40 und 59,5 mm hin. Bevor die Fahrzeuge bei Volkswagen in Serie gingen, testete das Unternehmen 24 Stunden lang jeweils drei G40-Prototypen auf der Hochgeschwindigkeitsstrecke in Ehra-Lessien in Niedersachsen. Die Tests waren sehr erfolgreich und Volkswagen stellte in dieser Klasse einen Hochgeschwindigkeitsweltrekord auf. Im Jahr 1987 entschied Volkswagen sich dazu, 500 limitierte Polo GT G40 in Serie zu produzieren und 40 weitere Fahrzeuge von Volkswagen Motorsport in Hannover auf die Rennstrecke zu schicken.

Die richtige Wartung und Pflege, um eine hohe Lebensdauer des G-Laders zu gewährleisten

Der G-Lader hat aufgrund der Tatsache, dass die Reparaturkosten eines neuen Spiralladers sehr kostenintensiv sind, ein negatives Image. Volkswagen tauscht bei einem Defekt des G-Laders alle Anbauteile, wie sämtliche Schläuche und den Ladeluftkühler des G-Lader-Kreislaufs, aus. Einige freie Werkstätten tauschen jedoch nicht alle Einzelteile aus, sondern reinigen die noch intakten Teile lediglich sorgfältig mit Waschbenzin. Dieser Vorgang sollte jedoch sehr vorsichtig und gewissenhaft durchgeführt werden, um die neuen Ersatzteile in der Kombination mit den alten Teilen nicht zu beschädigen. Eine weitere Alternative zu einem neuen G-Lader sind gebrauchte Austauschlader, die komplett überarbeitet wurden und bei eBay erhältlich sind.

Zu einem Defekt am G-Lader müssen Sie es aber gar nicht erst kommen lassen. Sollten Sie sich für ein Fahrzeug mit einem G-Lader interessieren, achten Sie darauf, dass der G-Lader selbst bei einem Kilometerstand von unter 100.000 km regelmäßig gewartet und überprüft wird. Dies wird nicht zwingend im Wartungsheft vorgeschrieben und Volkswagen überholt G-Lader ohne Anweisung auch nicht automatisch. Bitte beachten Sie auch, dass keine G-Lader mehr gefertigt werden und er daher von vorneherein eine sehr gute Pflege benötigt, damit der G-Lader lange störungsfrei intakt bleibt.

Das erste Modell von Volkswagen mit einem G-Lader wurde im Jahr 1985 auf den Markt gebracht

Im August 1985 präsentierte Volkswagen den ersten G-Lader in einem Serienauto, dem Polo II G40. Bei der Präsentation wurde der Modelltyp auf 500 Fahrzeuge limitiert. Aufgrund der großen Nachfrage entschied VW ein Jahr später, weitere 1500 Fahrzeuge zu produzieren. Der Polo hatte ohne Katalysator eine Motorleistung von 85kW/115 PS, die sich später mit Katalysator geringfügig auf 83kW/113 PS verringerte. Durch sein geringes Gewicht von nur 835 Kilogramm erreichte er eine Beschleunigung von null auf 100 Stundenkilometer in acht Sekunden. Serienmäßig wurde der Polo G40 tiefergelegt und mit BBS-Alufelgen ausgeliefert. Das Polo-Modell mit einem 1,3 Liter Motor hatte ein Kofferraumvolumen von 240 Litern, welches durch Umlegen der Sitze auf 900 Liter erhöht werden konnte. Das Fahrzeug war serienmäßig zum Beispiel mit ABS, G40-Sportsitzen, einem vollsynchronisierten 5-Gang-Getriebe, Kotflügelverbreiterungen und einer feststehenden Dachantenne ausgestattet. Im Kühlergrill und auf der Heckklappe wurde der Schriftzug G40 angebracht. Ab August 1991 wurden zusätzlich Nebelscheinwerfer, weiße Blinkleuchten, abgedunkelte Rückleuchten, ein Lederlenkrad und ein Lederschaltkauf in die Serienausstattung aufgenommen. Falls ein Fahrzeug aus dieser Baureihe für Sie interessant ist, sollten Sie im Fahrzeugangebot bei eBay Ausschau danach halten.

Die verschiedenen Modelle des VW Golf, die mit einem G-Lader ausgestattet wurden

Im Jahr 1989 wurde der G-Lader in den Golf II 16 V G60 eingebaut und präsentiert. Dieses Sondermodell Golf Limited wurde bei Volkswagen nur mit einer Stückzahl von 71 Fahrzeugen gefertigt und hatte den stärksten Serienmotor seiner Klasse. Der Golf hatte eine Leistung von 155 kW/210 PS, die nach außen hin sehr unscheinbar in der viertürigen Kompaktlimousine wirkten. Damit die Leistung auf der Straße gehalten werden konnte, bauten die Ingenieure von Volkswagen Motorsport eine Allradtechnik mit einer Viscokupplung ein. Mit dieser Technik gelang eine Beschleunigung von Null bis 100 km/h in 7,4 Sekunden. Alle 71 Golf Limited wurden in Handarbeit gefertigt, hatten eine schwarze Metalliclackierung und wurden mit BBS-Felgen im mehrteiligen Kreuzspeichendesign ausgeliefert. Das Original des Golf Limited zeigt eine Plakette auf dem vorderen Schlossträger mit der jeweiligen Fertigungsnummer. Zum Interieur des Golf 16 V G60 zählten Lederausstattung, Schiebedach, elektrische Fensterheber, Servolenkung, ABS sowie eine Sitzheizung.

Damit Volkswagen nicht nur auf der Rennstrecke mit dem G-Lader weiterhin Motorsporterfolge verzeichnen konnte, brachte das Unternehmen mit der Modellserie Golf II den Golf Rallye G60 heraus. Dieses Modell wurde auf 5.000 Fahrzeuge limitiert, damit Volkswagen die Homologation erhielt, mit dem VW Rallye Golf Gr. A ein baugleiches Straßenmodell präsentieren zu können. Der Golf Rallye G60 hatte einen Reihenvierzylinder Motor mit einem Hubraum von 1.763 cm³, eine Ladeluftkühlung und erbrachte eine Leistung von 118 kW/160 PS. Die Motorenleistung wurde über die Kardanwelle und Viscokupplung auf die Hinterachse verteilt und brachte somit eine Höchstgeschwindigkeit von 209 km/h. Der Rallye Golf G60 war mit einem Syncroantrieb und zwei Katalysatoren ausgestattet und wurde zum Beispiel in den Farben Tornadorot oder Unischwarz ausgeliefert. Bei eBay können Sie VW Golf Modell mit G-Lader finden.

Im Jahr 1991 wurde der letzte G60 im Modell Golf II eingebaut. Mit der Typenbezeichnung Golf G60 präsentierte Volkswagen den Golf mit einer Leistung von 118 kW/160 PS als Serienfahrzeug ohne Limitierung. Auch in diesem Modell baute der Hersteller die Allradtechnik und die Viscokupplung ein. Der Golf G60 wurde zum Beispiel serienmäßig mit Schiebedach, Zentralverriegelung, ABS und Servolenkung ausgestattet.

Eine Reihe von Modellen des VW Corrado und des Passats erhielten ebenfalls einen G-Lader

In den Jahren 1988 bis 1993 fertigte Volkswagen den Corrado 1,8 G60. Dieses viersitzige Coupé hatte eine Leistung von 118 kW/160 PS und erreichte eine Höchstgeschwindigkeit von 225 km/h. Interessant an der Bauweise des VW Corrado ist der geschwindigkeitsabhängige Heckspoiler, der bei einem Tempo von 120 km/h auffährt und erst bei einer langsameren Fahrt von 20 km/h wieder in seine Ruheposition zurückkehrt. Der Corrado wurde serienmäßig unter anderem mit ABS, Servolenkung, Color-Wärmeschutzverglasung und höhenverstellbaren Sportsitzen gefertigt. Die elektrisch einstellbaren und beheizbaren Außenspiegel wurden ausschließlich in Wagenfarbe lackiert. Der Corrado G60 wurde mit 15-Zoll-Alufelgen und 185/55 R15 Reifen ausgeliefert. Das Coupé verfügt zudem über eine Allradtechnik und die Viscokupplung. Der Tankinhalt des Corrados lag anfangs bei 55 Litern und das Kofferraumvolumen betrug 300 Liter. Nach Modifizierungen im Jahr 1991 wurde der Tankinhalt auf 70 Liter erhöht und das Kofferraumvolumen auf 235 Liter reduziert.

Im September 1989 präsentierte VW den Passat G60 Syncro, der bis ins Jahr 1993 produziert wurde. Volkswagen baute in den Passat, der wahlweise als Limousine oder Kombi angeboten wurde, die Syncrotechnik und die Viscokupplung ein. Das Fahrzeug hatte eine Fahrzeugleistung von 118 kW/160 PS und die Höchstgeschwindigkeit lag bei 215 km/h. Der Passat wurde beispielsweise serienmäßig mit ABS, Servolenkung, G60 Schriftzügen an Kühlergrill und Heck, Sportsitzen und 15-Zoll-Alufelgen und einer Bereifung von 185/55 R15 ausgerüstet. Die elektrisch einstellbaren Außenspiegel, die beheizen werden konnten, wurden passend in der Farbe des Fahrzeuges lackiert. Bei eBay sind für Sie unterschiedliche Modelle aus der Volkswagen Familie erhältlich.

Fazit zum G-Lader und hilfreiche Tipps zu Ihrem G60 Fahrzeug von Volkswagen

Als Volkswagen Liebhaber zählen für Sie die Fahrzeugmodelle mit einem G-Lader zu den Klassikern. Die Fahrzeuge sind robust und haben bis auf ein paar Krankheiten, keine größeren Probleme. Für die einwandfreie Funktion des G-Laders in Ihrem Fahrzeug können Sie mit der richtigen Pflege und Wartung selbst Sorge tragen. So wird er Ihnen lange Freude bereiten. Wenn Sie mit dem Gedanken spielen, ein Fahrzeug von VW mit einem G-Lader zu erwerben, wäre es ein Vorteil, wenn Sie eines mit geringer Kilometerleistung finden würden. Achten Sie auf spezielle Details, wie zum Beispiel, dass der im Corrado eingebaute Tacho dem Baujahr entspricht und nicht gegen einen aus einer späteren Modifizierung stammt. Auch die Sitze, der Gummibelag auf den Pedalen, die Anzahl der Vorbesitzer oder die Abnutzung des Lenkrades geben einen Aufschluss auf die tatsächliche Kilometerleistung. Überprüfen Sie beim G-Lader Modell, ob das Fahrzeug regelmäßig von einer Fachwerkstatt überholt wurde. Wartungsintervalle sollten je nach Fahrweise alle 50.000 Kilometer durchgeführt worden sein. Bei einem Kilometerstand von bis 100.000 Kilometer brauchen Sie sich, je nach Fahrweise des Vorbesitzers, keine Sorgen zu machen. Ab 150.000 Kilometer sollten Sie den Motor schon sehr genau unter die Lupe nehmen. Die Karosserie sollten Sie zwischen Motorhaube und Kotflügel, Heckklappe und Türen auf eventuell ausgebesserte Stellen kontrollieren, denn an diesen Stellen können Sie oft ein Unfallfahrzeug erkennen.

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