Die Top 3 der beliebtesten DEFA-Filme auf DVD

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Die Top 3 der beliebtesten DEFA-Filme auf DVD

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde die Deutsche Film AG, abgekürzt DEFA, in den einstigen Studios der UFA in Potsdam-Babelsberg und in Berlin-Johannisthal gegründet. Die DEFA war ein volkseigenes Filmunternehmen der ehemaligen DDR und bestand aus mehreren Betrieben mit verschiedenen Arbeitsschwerpunkten. In Potsdam und Johannisthal wurden vornehmlich Spielfilme und Märchenfilme für das Kino und Fernsehfilme gedreht, von denen einige noch heute zu den Publikumslieblingen zählen. Seit 1998 werden die Filme der DEFA von dem Medienunternehmen Icestorm Entertainment auf DVD und Video verwertet. Die Verleihrechte hat der Progress-Film-Verleih inne.

 

"Drei Haselnüsse für Aschenbrödel" – eine Koproduktion der DEFA und der tschechischen Filmstudios Barrandov

Drei Haselnüsse für Aschenbrödel" aus dem Jahr 1973 dürfte zu den bekanntesten und beliebtesten Märchenverfilmungen der DEFA gehören. In Koproduktion mit den Filmstudios Barrandov aus Prag entstand dieser zauberhafte Film nach dem gleichnamigen Märchen der tschechischen Schriftstellerin Božena Němcová mit Motiven des Märchens "Aschenputtel" der Gebrüder Grimm. Die Dreharbeiten zu diesem Film fanden in den DEFA-Studios in Potsdam-Babelsberg, in den Filmstudios Barandov, am Schloss Moritzburg bei Dresden und an verschiedenen Drehorten in der Tschechoslowakei statt. Die Hauptdarsteller des Films waren Libuše Šafránková als Aschenbrödel, Pavel Trávníček als Prinz und Rolf Hoppe als König. Regie führte Václav Vorlíček.

 

"Und nächstes Jahr am Balaton" – ein Roadmovie aus dem Osten Deutschlands

Der Spielfilm "Und nächstes Jahr am Balaton" aus dem Jahr 1980 feierte seinerzeit in den Kinos der DDR große Erfolge und wurde durch die Zeitschrift "Neues Leben" als bester DEFA-Film des Jahres 1980 ausgezeichnet. Nach dem Roman "Ich bin nun mal kein Yogi" von Joachim Walther thematisiert der Film vor dem Hintergrund einer Sommerreise zur Schwarzmeerküste die Probleme eines jungen Paares miteinander und mit den Eltern. Der Film wurde größtenteils in Bulgarien gedreht. Regie führte Herrmann Zschoche, der bereits durch die Filme "Liebe mit 16" und "Sieben Sommersprossen" bekannt war. Die Hauptdarsteller waren René Rudolph, Kareen Schröter, Odette Bereska, Gudrun Ritter und Peter Bause.

 

"Jakob der Lügner" – eine Romanverfilmung mit hochkarätiger Besetzung

"Nach dem Roman "Jakob der Lügner" von Jurek Becker wurde im Jahr 1974 der gleichnamige Film unter der Regie von Frank Beyer gedreht. Jakob Heym, ein inhaftierter Jude, erzählt in den letzten Tagen des Krieges seinen Leidensgenossen im Warschauer Ghetto von einer hoffnungsvollen Nachricht, die er angeblich im Radio gehört hat, und animiert sie damit zum Durchhalten. Zur Besetzung des Films gehörten Vlastimil Brodský, Erwin Geschonnek, Henry Hübchen, Armin Müller-Stahl, Klaus Brasch und Blanche Kommerell. "Jakob der Lügner" wurde im Jahr 1975 bei den Internationalen Filmfestspielen in West-Berlin mit dem Silbernen Bären ausgezeichnet und in der Kategorie "Bester fremdsprachiger Film" als einziger Film der DDR jemals für einen Oscar nominiert.

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