Die Sache mit dem Artikelzustand...

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... ist leider nicht so einfach und bedarf jeder Menge Verständnis und Toleranz von beiden Seiten.

Ich persönlich gebe wirklich mein bestes, einen Artikel zu zu beschreiben, wie er ist. Vor allem bei Kleidung gestaltet es sich etwas schwieriger, vor allem, wenn man sehr viele Artikel an einem Tag sichtet, katalogisiert, fotografiert und dann schließlich beschreibt. So ist es leider auch mir ergangen und es ist mir irrsinnig peinlich. Ich habe etwas vergessen anzugeben, was ich auf meinem Notizblock sehr wohl vermerkt hatte und was auch offensichtlich war und ich habe tatsächlich etwas übersehen. Das tut mir auch unglaublich leid, ich bin sehr froh, dass "mein" Käufer mich ganz nett anschrieb und ich Gelegenheit hatte, mich zu äußern. In einem anderen Fall leider nicht, wenigstens wurde die Bewertung ergänzt. In diesem Fall war es (leider) so, dass ich sehr allgemein geschrieben hatte, denn ich empfand das in diesem Moment (der Einstellung) auch als ausreichend. Immerhin ging es um ein Paar Schuhe aus weißem Satin, ein Material wo ich eigentlich glaubte, dass jeder weiß, wie empfindlich dieses ist. Ich gab also im Angebot an, dass die Schuhe getragen sind und mit entsprechenden Spuren versehen, eben WEIL Satin sehr empfindlich ist. Einen speziellen "Fehler" habe ich genau angegeben, denn er war deutlich zu sehen. Allerdings besagte der "Test"  - die Schuhe standen etwa 1,50 von mir weg und ich betrachtete sie von weitem - dass die Gebrauchspuren wirklich nur zu sehen sind, wenn man weiß, dass welche da sind bzw. man wirklich ganz genau drauf sieht. Einzig der schwarze Streifen war nicht zu leugnen und an der Sohle waren "laufspuren" zu sehen. Ja, klar, ich habe diese ja auch getragen und nie was anderes behauptet.

Die Schuhe gingen also weg, ich hatte nicht das Gefühl, etwas falsch gemacht zu haben. Leider offenbar doch, was ich wenig später an der Bewertung sah.

Ich für meinen Teil habe daraus gelernt, denn als Käufer habe ich leider selbst die leidvolle Erfahrung machen müssen, dass "nur gewaschen, aber ungetragen" oder "nur wenig getragen" leider nicht zwangsläufig bedeutet, dass man auch solche Ware bekommt. Vor einiger Zeit waren als "wenig getragen, neuwertig" Bodys für ein Baby gemeint, die einen deutlichen grauschleier hatten und schon deshalb nicht neuwertig sein konnten - dann wären sie ja weiß. Oder ein Angebot mit dem Hinweis: "Neuwertig, Gebrauchsspuren findet man nur, wenn man mit der Lupe sucht" - also für eine abgeplatzte Ecke und einen riesenkratzer auf der oberfläche brauche ich keine Lupe. In beiden Fällen habe ich aber höflich den Verkäufer angeschrieben und darauf hingewiesen, dass das aber nicht so beschrieben wurde. Im letzteren Fall wurde ich beschuldigt, den Zustand selbst herbeigeführt zu haben. Dazu möchte ich mich aber nicht weiter äußern, beide Verkäufer sind keine Mitglieder mehr, zumindest nicht unter den Namen.

Künftig wird in meinen Angeboten alles das stehen, was ich an einem Artikel sehe oder vermute, kleinlich genau, damit dies nicht wieder passiert. Offenbar ist es nämlich gar nicht so eindeutig, wie ein neuwertiger Gegenstand auszusehen hat, was unter "guter Zustand" zu verstehen ist und was man erwarten "darf" wenn man einen Artikel in die nähere Wahl zieht.

Vielleicht können meine Worte auch ein wenig helfen, dass man als Verkäufer in den Angeboten ehrlicher ist und als Käufer nicht ganz so kleinlich, wenn man einen gebrauchten Artikel und keinen neuen gekauft hat und zumindest im Angebot steht "getragen, Spuren nicht vermeidbar..:" o.ä. 

LG

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