Die Rückkehr der Analogfotografie

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Die Rückkehr der Analogfotografie

Viele sprechen vom neuen Trend zur Analogfotografie, der sich in der Nische, in die sich die analoge Fotografie in den letzten 15 Jahren zurückgezogen hat, derzeit wieder etwas breiter macht.
Zumindest scheint beim seit 1996 kontinuierlichen Nachfragerückgang nach Kleinbild- und Rollfilmen inzwischen der Boden erreicht, wenngleich auf niedrigem Niveau. Ilford, Weltmarktführer bei Schwarz-Weiß-Filmen und Fotopapier, verkauft erstmals wieder mehr Filme als in den Vorjahren. Bei Ebay wachsen die Verkaufszahlen analoger Kameras inzwischen wieder an. Und in den Regalen gut sortierter Zeitschriftenhändler finden sich wieder Magazine zur Analogfotografie. Mit Impossible B.V. ist die Herstellung der Sofortbildfilme für Polaroid-Kameras im ehemaligen Polaroid-Werk wieder aufgenommen worden.
 
Wie sieht es auf dem Gebrauchtmarkt für analoge Kameras aus?
Analoge Kameras sind heute keine Alltagskameras mehr. Kleinbild-Spiegelreflex-Kameras aus dem Anwenderbereich wie die Canon AE-1 oder eine Minolta X-700 mit klassischem Sigma 35-70mm Objektiv finden keine Käufer mehr. Auf dem Gebrauchtmarkt für Kameras sind es die Spezialitäten unter den klassischen Kameras, die heute in den Fokus des Interesses rücken, außergewöhnliche Kameras und besondere Objektive, mit denen man sich als Hobby abseits der alltäglichen Digitalfotografie beschäftigt. Die analoge Groß- oder Mittelformatkamera holt man an Sonntagen aus dem Schrank, wenn man etwas Zeit und Muße hat für ein besonderes Bild.

Der Einstieg in die analoge Fotografie ist heute besonders attraktiv, denn der Gebrauchtkamera-Markt ist heute immer auch ein Schnäppchenmarkt. Der Zugang zu höchster mechanischer und optischer Leistung ehemaliger Profitechnik gelingt zu einem vergleichsweise geringen Preis. Selbst die hochwertigen und seinerzeit sündhaft teuren Kameraklassiker wie eine Hasselblad 500 C/M kosten nur ein paar hundert Euro, ein Bruchteil des damaligen Ladenpreises. Ein lichtstarkes Top-Objektiv aus der alten analogen Zeit mit M42-Anschluss kostet 1/10 eines entsprechenden modernen Objektives aktueller Kamerahersteller.

Ob sich aus dem derzeit wachsendem Interesse an der analogen Fotografie tatsächlich ein interessanter Markt entwickelt, bei dem, ähnlich wie beim Oldtimer-Automarkt, hohe Preise verlangt werden können und auch bezahlt werden, bleibt abzuwarten. Derzeit liegen die erzielbaren Preise für gebrauchte analoge Kameras meistens noch deutlich unter den Vorstellungen der Besitzer.
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