Die Qual der Wahl: Welche Maus soll es sein?

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Mäuse finden sich für jeden Zweck, sei es fürs Büro, zum Spielen oder Designen. Das wichtigste ist aber die Form: Nehmen Sie eine Maus in die Hand, merken Sie sofort, ob Sie gut damit zurechtkommen – ganz egal ob günstig oder teuer.

 

 

Die Qual der Wahl: Welche Maus soll es sein?Klassisch fürs Büro, futuristisch fürs Spiel, dreidimensional fürs CAD-Design: Für jeden Zweck gibt es die richtige Maus. (Copyright: Mad Catz/ Microsoft/ 3Dconnexion)

 

Schreiben, Spielen, Zeichnen: Was tun Sie mit der Maus?

Gute Mäuse sind schon ab 20 Euro erhältlich und für die meisten Nutzer erfüllen sie jeden Zweck sehr gut. Als Normalanwender können also günstig zuschlagen. Wichtiger als der Preis ist, ob die Maus gut in der Hand liegt. Die Form der Maus ist vor allem entscheidend, wenn Sie Linkshänder sind. Eine "ergonomisch" geformte Maus für die rechte Hand können Linkshänder nicht gebrauchen. Sie wählen eher eine symmetrische Maus. Diese sind auch meist die günstigsten. Wenn Sie Wert auf Extras legen, müssen Sie mehr investieren, etwa für konfigurierbare Treiber, mehr Funktionstasten, eine höhere Verarbeitungsqualität oder eine exakter justierbare Genauigkeit. Darauf legen vor allem Spieler großen Wert – aber auch CAD-Designer lieben den Luxus: Gute 3D-Mäuse können mit über 400 Euro zu Buche schlagen.

 

 

Was ist besser: USB oder Bluetooth?

Es muss nicht immer mausgrau sein: Die Wireless Mouse von Logitech kommt in farbenfrohen Designs. (Copyright: Logitech) Ein Kabel stört eigentlich immer. Funkmäuse erlauben mehr Bewegungsfreiheit und die Anbindung per Bluetooth funktioniert einfach. Allerdings brauchen die Mäuse Batterien oder müssen aufgeladen werden. Darüber hinaus ist eine Funkverbindung theoretisch störanfällig, das Kabel dagegen garantiert eine gleichbleibend stabile Signalübertragung ohne Aussetzer. Deshalb wählen vor allem Spieler eher eine Kabelmaus. Für den Büroalltag spielt dies aber kaum eine Rolle, zumal die heute gängigen Bluetooth-Mäuse nur wenig störempfindlich sind. Außerdem ermöglicht die Reichweite sogar die "Fernsteuerung" des PCs aus bis zu zehn Metern Entfernung.

 

 

Bei Mäusen für Spieler zählt die Geschwindigkeit

Einige Gaming-Mäuse wie die Proteus Core sehen so futuristisch aus wie die Spielewelten, für die sie gemacht sind. (Copyright: Logitech) Eine Gaming-Maus muss die Bewegungen des Spielers sehr präzise und schnell zum Rechner schicken, weshalb viele Spieler Kabelmäuse wählen. Außerdem sollte eine Spielmaus frei belegbare Sondertasten bieten. Die Funktionen können dann passend zu jedem Spiel programmiert werden. So sind schnellere Reaktionen möglich – vorausgesetzt, die Tasten sind gut zu erreichen. Das ist für jede Hand anders, also sollten Sie Ihre neue Maus vor dem Kauf unbedingt "manuell" prüfen.

 

Der zweitwichtigste Faktor für Spieler ist die Schnelligkeit der Maus. Diese wird in "Counts per Inch" (CPI) ausgedrückt: Je höher die CPI-Zahl, desto schneller fährt der Mauszeiger über den Bildschirm und desto geringer ist der Weg, den die Maus dafür zurücklegen muss. Das ist zwar gut für schnelles Rennen, Ducken und Abrollen, aber nicht unbedingt für den präzisen Schuss mit dem Zielfernrohr. Profis möchten deshalb einen CPI-Schalter an der Maus: "High Sense" mit mehr als 1600 CPI für schnelle, weite Läufe und "Low Sense" unter 800 CPI für präzise, langsame Bewegungen. Top-Mäuse schaffen sogar mehr als 3000 CPI und lassen sich in mehreren Stufen herunterschalten.

Hinweis: Fälschlicherweise wird statt "CPI" häufig "DPI" angegeben – also "Dots per Inch". Das ist eigentlich die Auflösung eines Druckers und damit für Mäuse nicht die richtige Einheit. Gemeint ist aber dasselbe.

 

 

Arbeitstiere: Mäuse fürs Büro

Fürs Büro braucht Ihre Maus keine Auflösung von 2000 CPI. Sie sollte aber stabil und langlebig sein. Falls Sie kabellose Mäuse bevorzugen, achten Sie auf eine möglichst lange Laufzeit ohne Batteriewechsel beziehungsweise Aufladen. Ein Scrollrad, mit dem man auch horizontal scrollen kann, erleichtert ebenfalls die Arbeit. Ein weiter Bequemlichkeitsfaktor sind zusätzliche Funktionstasten. Sie können mit häufig gebrauchten Befehlen belegt werden und sparen erheblich Zeit. Da Sie mit der Maus den ganzen Tag arbeiten, sollten sie gerade im Büro gut in der Hand liegen. Die beste Maus nützt Ihnen nichts, wenn Sie sich damit quälen.

 

 

Mini-Mäuse sind ideal fürs Notebook

Ein Touchpad findet sich zwar auf jedem Notebook. Richtig bequem lässt sich damit aber weder Surfen noch spielen oder arbeiten. Eine Maus muss also her – und für die Reisetasche am besten ein kleine. Der Winzling muss aber dieselbe Leistung bringen wie eine große Maus und kabellose Exemplare sollten vor allem ausdauernd sein, damit ihr unterwegs oder bei der Präsentation nicht der Saft ausgeht. Fürs mobile Arbeiten sind auch Multitalente im Angebot: Die "Wireless Notebook Presenter Mouse" von Microsoft etwa kann auch als Laserpointer oder Multimedia-Fernbedienung dienen. Ein Druck auf den "Marker"-Knopf erzeugt einen Pointer-Laserstrahl und mit Funktionstasten auf der Unterseite navigieren Sie durch eine Präsentation.

 

 

3D-Mäuse: Spezialisten für CAD-Designer und Spieler

Maus oder Joystick? Für hochwertige 3D-Mäuse muss man teils über 300 Euro investieren. (Copyright: 3Dconnexion) Erst in 3D macht das Entwerfen richtig Spaß. Während eine Hand wie gewohnt mit der 2D-Maus arbeitet, kann die 3D-Hand ein Objekt nach Belieben steuern. So lässt sich zum Beispiel ein neu entworfenes Automodell oder eine Animationsfigur in der virtuellen 3D-Umgebung in alle Richtungen drehen, rotieren, zoomen und bewegen.

 

Die meisten 3D-Mäuse haben einen runden Knopf, der sich wie ein Joystick in alle Richtungen neigen lässt – vorne, hinten, links rechts. Zusätzlich ist der Knopf drehbar, um zum Beispiel ein Auto um die Ecke zu lenken. Tasten für Mausklicks und andere Funktionen vervollständigen das 3D-Erlebnis. Sie müssen aber kein Maschinenbauer oder Architekt sein, um die dritte Dimension zu genießen: Auch in 3D-Spielen oder Google Earth können Sie mit der 3D-Maus Spaß haben. Allerdings kosten schon die Einsteigermodelle über 100 Euro.

 

 

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