Die Preußische Gesindeordnung für das Gesinde

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Die Preußische Gesindeordnung


Der gelernte Historiker versteht unter dem  Begriff Gesinde  die zu häuslichen Arbeitsleistungen verpflichteten Dienstboten eines Grund- oder Gutsherrn. 1846 wurde dem Gesinde in der Preußischen Gesindeordnung  vorgeschrieben, mit Erreichen des 16. Lebensjahres ein "Gesindedienstbuch" (Arbeitsbuch) zu führen:

"Bei Entlassung des Gesindes ist von der Dienstherrschaft ein vollständiges Zeugnis über die Führung und das Benehmen in das Gesindebuch einzutragen".

Das abgeleitete, stark abwertende Wort Gesindel hingegen bezeichnet  Personen, denen sich der Sprecher moralisch und / oder in der sozialen Ordnung übergeordnet sieht und denen aus Sicht des Sprechers unkultivierte oder asoziale, möglicherweise auch kriminelle Verhaltensweisen zugesprochen werden.


 
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