Die Käufer-und Verkäufer-Ticks...

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Zur Zeit haben Ticks sowohl bei Käufern als auch Verkäufern Hochjonjunktur. Gibt es doch bei ebay das Forenportal, in dem man sich mit anderen Betroffenen austauschen kann oder sogar vielleicht ein schwarzes Schaf findet, dass man schnell mal abmahnen kann.

 

Ich gehöre zu den Händlern, die auch bei ebay erst mal auf die Nase gefallen sind. Schon lange hatte ich einen privaten Account, beim gewerblichen Account schütze Unwissen vor Schaden nicht, denn ich hatte die Widerrufsbelehrung falsch. Mit falsch ist gemeint, dass das Wort "Impressum" fehlte, mittlerweile habe ich dies dank einem Medienanwalt unter ständiger Beobachtung, aber Abmahnungen sind Mode. Nach diesem Vorfall habe ich es mir zur kleinen Aufgabe gemacht Neulinge anzuschreiben und auf falsche Widerrufsbelehrungen oder Angaben aufmerksam zu machen, mit dem Hinweis, dass dies recht teuer werden kann. Was zurück kam war so lachhaft, dass ich es aufgegeben habe, denn nicht eine einzige Person der angeschriebenen war sich über die Folgen im Klaren, nahm meinen Hinweis ernst, im Gegensatz dazu bekam ich sogar 2 patzige Antworten, das sei schon so richtig (2-Wochen statt einem Monat usw...). Trotzdem finde ich die Maschen von einigen Verkäufern richtig schäbig, ich hatte die Dame erwischt, die mit ihrem Rechtsanwalt Golf spielt und dabei richtige Abmahnwellen plante.

 

Was mich aber trotzdem ärgert und was ich auch bei ebay angebe (natürlich nicht abmahnen lasse, aber drüber schauen lasse), sind Verkäufer die ausschließlich Neuware verkaufen, aber als privater Verkäufer gekennzeichnet sind. Das finde ich persönlich eine Frechheit und viel schlimmer, als die Tatsache das Wort "Impressum" zu vergessen, wobei ich bei den o.g. Fällen deutliche Wettbewerbsvorteile für die Einsteller sehe, denn sie verkaufen ohne Gewährleistung und Rückgabe, so nehmen sie es zumindest an.

 

Die neuste Masche der Käufer ist die, Ware als nicht erhalten zu melden. Leider übersehen die Käufer bei mir, dass ich grundsätzlich mit Hermes versende, dort alles nachvollziehbar ist und man sich online den Sendestatus abrufen kann. Auf den Hinweis, dass das Paket dann und dann mit der Nummer verschickt worden ist, erhält man in keinem Fall noch mal eine Antwort auf die Nachricht. Plötzlich ist alles in bester Ordnung. Bester Fall war eine Frau, die behauptete etwas wäre nicht angekommen. Es war der 4.12. und nachdem Hermes nachgeforscht hatte, konnte ich beweisen, dass das Paket am 1.12. geliefert und auch gegengezeichnet wurde. Auf 3 Hinweismails von mir, dass das Paket meiner Ansicht angekommen sei, ob sie das bestätigen könnte usw. bekam ich nie eine Antwort. Wohl aber nach 3 Wochen eine Mail mit dem Hinweis, ich solle jetzt gefälligst mal eine positive Bewertung abgeben. So kann meiner Meinung nach ebay nicht laufen, es kann immer etwas falsch laufen, aber man kann miteinander reden oder schreiben.

Genau so unschön finde ich es, dass sich einige Mitglieder einen Spaß daraus machen, zu jedem Artikel Fragen einzustellen, vermutlich als Langeweile und dann oft, wenn die Fragen schon beantwortet wurden oder die Daten im Angebot stehen. Ebenfalls reichlich kompliziert finde ich es, wenn Mitglieder nach dem Ersteigern Kontakt aufnehmen und auf einmal Fragen oder Forderungen haben. Diese können dann lauten, kann das auch so und so verschickt werden oder die Ware muss gefälligst bis morgen da sein, sonst brauch ich sie nicht. Früher waren das Einzelfälle, heute hat man das leider meist bei jeder dritten Auktion. Sicher kann es sein, dass man in letzter Sekunde etwas bietet, dann ist es auch durchaus legitim zu fragen, ob man es nicht günstiger versenden kann. Aber meist sind es Leute, die in der Gebotsliste schon mehrfach erschienen sind und eben dann nach beendeter Auktion auf einmal Forderungen oder Wünsche stellen, die vorher einfacher zu klären gewesen wären.

PS: Noch ein kleiner Hinweis für Käufer - es ist ja mittlerweile möglich in 4 Sparten Bewertungspunkte zu verteilen, was ich persönlich sehr begrüße. Was ich nicht verstehe ist, warum ich z.b. nur 4,3 % bei den Versandkosten habe, weil ich immer genau das verlange, was Hermes verlangt und dabei schon drauf zahle, da ich ja Verpackungsband und Kartonage besorgen muss. Ich kann ja nicht weniger verlangen, als der Versanddienst und andere Anbieter sicher auch nicht. Dazu sollte man bei der Versanddauer auch bedenken, dass die Deutsche Post in der Regel recht schnell versendet (1-2 Tage), Hermes etwas länger (2-4 Tage) und die Lieferung nie am nächsten Tag nach Zahlungseingang erfolgen kann, außer man hat sehr viel Glück und steht schon morgens um 9 Uhr bei der Post auf der Matte... das nur mal so als augenzwinkernder Hinweis nebenbei, denn unmögliches kann selbst ein guter Verkäufer nicht möglich machen.

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