Die Heilige Mafia des Papstes.Opus Dei (Hutchinson)

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Die Heilige Mafia des Papstes. Untertitel: der wachsende Einfluß des Opus Dei von Robert Hutchinson. Zuletzt verlegt bei Droemer Knaur, München, 1996, im Buchhandel seit längerer Zeit vergriffen. Hochrangige Mitgliedes des Vatikan bilden eine unheilige Allianz mit weltlichen Mächten und den Herren der Unterwelt. Ihr gemeinsames Ziel: Beeinflussung staatlicher Politik, Ungehung der Regeln des weltweiten Finanzsystems, Errichtung eines geheimen finanziellen Imperiums. Im Zentrum dieses Netzwerkes  steht OPUS DEI, der 1928 in Spanien gegründete Geheimbund, dessen einzigartige Machtstellung  bislang weder von kirchlicher noch von staatlicher Seite erschüttert werden konnte.  Nach außen hin gibt sich diese Organisation harmlos, Ihre Mission, heißt es offiziell, bestehe darin, den Menschen zu vermitteln, daß sie durch Arbeit und ein tätiges leben zum Heil gelangen.  Aber wie läßt sich damit vereinbaren, daß der Vatikan von einer unsichtabren Hand regiert wird, während sich das Pontifikat von Johannes Paul II  dem Ende  zuneigte ? Wie konnte Opus Dei mehr Macht und Reichtum auf sich vereinigen als so mancher Staat der dritten Welt? Mit seinen weltweit über 85.000 Mitgliedern  ( Stand 2004), davon über 1.800 Priestern , ist das Opus Dei  einflußreicher als der Jesuitenorden und verschwiegener als die Glaubenskongregation, die als höchste krichliche Instanz die katholische Lehre interpretiert und verteidigt und deren Politik vom OPUS DEI massiv unterstützt wird. In mehr als 100 Ländern operiert Opus Dei teils offen, teils verdeckt. Vom Hauptquartier in  Rom aus soll nicht nur ein ungeheures nachrichtendienstliches Netzwerk, sondern auch ein weltweites Firmenkonglomerat gesteuert werden. Robert Hutchinsol zeigt, daß Opus Dei in der Wahl der Mittel, die es zur erreichung seiner Ziele einsetzt, kaum Skrupel kennt: die fanatischen Verfechter eines erzreaktionären Weltbildes unterstützen ideell und finanziell andere Kämpfer der wahren Lehre, und mit Kontakten bis in  höchste Regierungskreise nehmen sie Einfluß auf die internationale Politik. Ihr Ziel: die Zurückdrängung der fundamentalistischen Moslem-Bewegungen.  Gestüptzt auf vier Jahre intensiver Recherchen, belegt Robert Hutchinson , daß die orthodoxen Strategen des Opus Dei in Rom und Wien kaum weniger radikal vorgehen als ihre islamischen Gegenspieler. Ungerührt vertreten sie selbst die streng fundamentalistischen Positionen, wo diese in die Katastrophe führen müssen:  beispielsweise ächten sie trotz Überbevölkerung alle Mittel zur Empfängnisverhütung . Damit drohen sie nicht nur jede liberale Kirchenpolitik zu ersticken, sondern beschwären  auch  einen regelrechten Glaubenskrieg herauf - und womöglich die Spaltung der katholischen Kirche. Der Autor legt dar, wie das Opus Dei die Gesellschaft von  oben nach unten druchdringt , angeworben werden als Mitlgieder vor allem solche der Oberschicht, die wiederum Leute kennen und finanzkräftige neue Mitglieder bringen können und sollen. Er zietiert dazu den Gründer  Josemarie Escriba de Balaguer  " Keines meiner Kinder kann sich zufrieden geben, wenn es nicht jeder jahr vier oder fünf treue und verläßliche Berufungen gewinnt" (Chronica VII, 1968) . Die öffentlich bekannten kooperaitven Werke des Opus Dei dienen der Bekehrung (Cronica V, 1963) Hauptzweck der Schulen, Herberge, Vereine, Kulturzentren, Jugendclubs, Hauswirtschaftsschulen, Abiturientenkurse, Sommerschulen und internationalen Zusammenkünfte ist die Anwerbung der Teilnehmer als Mitglieder des Opus Dei . In Spanien war das Opus Dei maßgeblich am Aufbau der Wirtschaft nach 1945 beteiligt aber auch am ersten Skandal  der Firma MATESA. Einen alten Adelstitel aus dem Jahr 1718 grub der Gründer 1968 aus und legte sich ab dann den Titel "de Balaguer Y Albas" zu., etwas untypisch für einen Menschen, dem 20 Jahre später  tiefe Demut als eine seiner größten Tugenden nachgesagt wurde. Das Opus Dei soll den Vatikan vor dem Bankrott gerettet haben, im internationalen Bankgeschäft und Bankenskandalen verwickelt gewesen sein ( Loge P2, Mord an Bankier Roberto Calvo, United Trading, verschwundene 200 Mio US $,) Wer sich für das Thema OPUS DEI interessiert und nicht gerade mit dem orthodoxen (rechten) Flügel des Katholizismus  sympathisiert, sollt e dieses Buch unbedingt gelesen haben. (Auch wenn vergriffen, bie ebay öfters angeboten!) Im ausführlichen Literaturverzeichnis finden sich weitere Hinweise. Ich hoffe, die Ausführungen waren für Sie interessant und nützlich und bedanke mic im Voraus für eine poritive Bewertung!
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