Die Großen unter den Kleinen – das bieten Ihnen Modellautos von im Maßstab 1:18

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Für viele Menschen ist die Beschäftigung mit Modellautos eine willkommene Abwechslung zur Alltagsroutine. Wer es ruhiger und gesetzter mag, baut die Modelle zusammen. Wer mehr Aufregung braucht, bedient sie per Fernsteuerung. Eine dritte Möglichkeit ist die Ausstellung in der eigenen Wohnung. Detailreiche Automodelle sorgen für einen ästhetischen Mehrwert.

Wissenswerte Fakten über Modellautos

Man unterscheidet grundlegend zwei verschiedene Arten von Modellautos. Die erste davon besteht in Modellen, die ausschließlich zur Ausstellung geeignet sind. Man bewahrt sie gut sichtbar in Vitrinen, auf Tischen und Schränken auf. Autonachbildungen dieses Typs tragen die Bezeichnung Standmodell. Das Hauptaugenmerk liegt bei ihnen auf der Originaltreue. Dem Sammler ist an einer möglichst hohen Detailvielfalt gelegen. Zum Spielen oder Umherfahren sind sie nicht geeignet.

Die zweite Art bezeichnet man als Modellauto bzw. Funktionsmodell. Sie verfügen über einen Antrieb in Form eines Motors. Mit einer Steuerung kann man sie lenken und ihre Geschwindigkeit regulieren. Die Unterscheidung zwischen Modellautos und Automodell ist häufig etwas irreführend. Modellautos sind dabei Ausführungen ohne Motor, während Automodelle keinen haben. Im Folgenden wird der Verständlichkeit halber zwischen Standmodell und Funktionsmodell unterschieden.

Unterschiedliche Arten von Modellautos

Neben dem Grad der Motorisierung ist es die Konstruktionsweise, die eine Unterteilung der vielen verschiedenen Autos zulässt. Es gibt Modelle, die per Hand zusammengebaut werden, neben solchen, die bereits fertig montiert vertrieben werden. Der überwiegende Teil der Modellautos gehört letzterem Typus an.

Nach der Verwendungsweise unterscheidet man Standmodelle, Funktionsmodelle, Modelle für den Wettbewerb und Modelle zum individuellen Tunen. Die Informationen in den folgenden Abschnitten können Ihnen als erste Orientierung dienen, wenn Sie sich in das heterogene Feld des Modellbaus einarbeiten wollen.

Besonderheiten von Standmodellen

Bei Standmodellen sind die Authentizität und die Originaltreue besonders wichtig. Die Hersteller versuchen, sie ihren Vorbildern so ähnlich wie irgend möglich zu machen. In den meisten Fällen werden sie bereits vormontiert vertrieben. Das Grundmaterial bei der Herstellung ist Metall. Darüber hinaus kommen Kunststoff und Fotoätzteile zum Einsatz. Besonders kleine Autos werden nicht selten komplett aus Kunststoff hergestellt. Man nutzt das Material häufig bei Modellen des Maßstabs 1:87.

Welche Informationen entnimmt der Modellbauer dem Maßstab?

Die Auswahl originalgetreuer Autominiaturen ist sehr groß. Die Hersteller bringen Modelle in vielen unterschiedlichen Farben, Formen und Größen heraus. Um bei den vielfältigen Möglichkeiten eine ansprechende Sammlung aufzubauen, bedarf es einer Systematik. Viele Sammler stellen sich eine Auswahl anhand bestimmter Kriterien zusammen. Das System könnte beispielsweise so aussehen, dass nur Modelle eines bestimmten Maßstabs, eines Hersteller oder eines Fahrzeugtyps gesammelt werden. Mit welchen Modellen man seine Sammlung ergänzt, bleibt letztlich jedem selbst überlassen.

Der Maßstab ist eine Größe, der in jedem Fall große Bedeutung entgegengebracht werden sollte. Er macht eine genaue Aussage darüber, in welchem Verhältnis die Größe eines Modells zur Größe des Originals steht. Die Maßstabangabe setzt sich aus zwei Zahlen zusammen. Halten Sie sich die Zusammenhänge anhand des Beispiels 1:18 vor Augen. Die 1 steht für die Originalgröße. Die Zahl nach dem Doppelpunkt gibt das Verkleinerungsverhältnis an. Im vorliegenden Beispiel wäre das Original 18mal länger als die Nachbildung. Der Maßstab stellt einen Kompromiss aus Platzbedarf und Detailreichtum dar. Halten Sie sich diesen Zusammenhang beim Kauf stets vor Augen. Je größer ein Modell ist, desto mehr Details können darauf dargestellt werden. Umgedreht hat es dadurch einen höheren Platzbedarf und kann nicht mehr an jedem Platz aufgestellt werden. Ein kleines Modell kann leichter positioniert werden, ist allerdings weniger genau.

In welchen Maßstäben sind Modelle erhältlich?

Obwohl theoretisch sehr viele verschiedene Maßstäbe möglich sind, hat sich eine kleine Zahl verwendeter Größenverhältnisse herauskristallisiert. In Deutschland sind die Maßstäbe 1:87, 1:43 und 1:18 verbreitet. Modelle von landwirtschaftlichen Nutzfahrzeugen haben häufig den Maßstab 1:50. Optional findet mach auch den Begriff Nenngröße. Er stellt lediglich eine alternative Bezeichnung für die verschiedenen Maßstäbe dar. Die Nenngröße H0 entspricht dem Maßstab 1:87. Er ist besonders im Modelleisenbahnbau verbreitet. Der Maßstab 1:43 entspricht der Nenngröße 0.

Im nordamerikanischen und europäischen Raum zählt der Maßstab 1:18 zu den am weitesten verbreiteten. Autos mit diesem Größenverhältnis sind vergleichsweise groß und mit vielen Details ausgestattet. Mitunter bestehen diese Modelle aus bis zu 1.000 Einzelteilen. Zu den Extras zählen bewegliche Kofferraumklappen, Türen, Scheibenwischer und Fenster. Die Lenkung kann bei manchen Modellen ebenso bewegt werden. Eine Federung kann je nach Detailgrad ebenfalls vorhanden sein. Bekannte Hersteller in diesem Bereich sind Kyosho, Revell, AutoArt, Yat Ming.

Der Großteil der Modellfahrzeuge wird im Maßstab 1:43 produziert. Die meisten Sammler spezialisieren sich auf Pkw dieser Größenordnung. Da sie sich so umfassend durchgesetzt hat, bezeichnet man sie teilweise als internationalen Sammelmaßstab. Überall auf der Welt ist er vertreten. Die meisten japanischen Modellautos sind ausschließlich im Verhältnis 1:43 verfügbar.

Was sind Funktionsmodelle und Modellautotuning?

Ein großer Teil der Modellautos ist nicht für die Ausstellung in einer Vitrine vorgesehen. Sie werden zusammen mit einer Fernbedienung ausgeliefert und können gesteuert werden. Aus der besonderen Verwendungsweise ergeben sich Konsequenzen bei der Herstellung. Das Hauptaugenmerk bei Funktionsfahrzeugen liegt auf der Leistung. Bei der Optik geht man Kompromisse ein. Dies kann unter anderem an der Bauweise des Motors liegen. Da er ein spezifisches Ausmaß hat, muss die Karosserie daran angepasst werden. Im Bereich der ferngesteuerten Autos gibt es zahlreiche etablierte Hersteller. Hierzu zählen Scalextric, Ninco, SCX und Carrera.

Eine Erweiterung von Funktionsmodellen stellen Wettbewerbsautos dar. Sie sind mit einem Elektro- oder Verbrennungsmotor ausgestattet. Aufgrund der komplexeren Technik und der höheren Leistung sind sie eher für Erwachsene geeignet. Kinder sollten davon allenfalls unter Aufsicht Gebrauch machen. Bei Wettbewerbsmodellen ist die Leistung der zentrale Aspekt. Die Optik hat sich dem unterzuordnen. Im Aussehen weichen sie häufig erheblich von den Originalen ab. Ihren Namen haben sie daher, dass sie häufig in Rennen eingesetzt werden. Wie im echten Motorsport gibt es dabei verschiedene Leistungsklassen.

Wie bei echten Autos gibt es auch im Modellbereich eine eigene Tuning-Szene. Man spricht in diesem Zusammenhang auch von Modellveredelung. Etablierte Hersteller in diesem Bereich sind Jadatoys und Maisto. Da es beim Tuning besonders auf die Details ankommt, nutzt man bevorzugt den Maßstab 1:18. Er ist groß genug, um kleine Bauteile authentisch abzubilden. Beim Autotuning demontiert man das metallische Grundgerüst des Autos, ersetzt die Serienteile durch neue und baut es wieder zusammen. Gern ausgewechselte Teile sind Frontschürzen, Felgen und Spoiler. Der Lack bietet ebenfalls individuelle Spielräume.

Bburago – ein traditioneller Hersteller

Bburago ist ein 1974 gegründetes Unternehmen, das bis 2007 Modelle herstellte. Der Name Bburago wurde erst ab etwa 1975 verwendet. Vorher wurden die Automodelle noch unter den Namen Martoys vertrieben. In der Anfangszeit produzierte Bburago Automodelle aus Metall mit dem Maßstab 1:24. Die Besonderheit an diesen Autos war eine für den Preis überdurchschnittlich hohe Detailtreue. Für den besonderen Erfolg waren weiterhin die Türen verantwortlich, die sich öffnen ließen.

Das Angebot wurde nach einiger Zeit um Modelle im Maßstab 1:18 und 1:43 erweitert. Man verwendete dabei sowohl moderne Autos als auch Oldtimer als Vorlage. Eine weitere Besonderheit bestand in der Strategie, einige Modelle mit den Maßstäben 1:18 und 1:43 in Form von Bausätzen herzustellen. Den Käufern bot sich somit die Möglichkeit, die Autos nach eigenem Geschmack zusammenzubauen und zu färben.

Besondere Bekanntheit erlangte das Unternehmen aufgrund seiner Ferrari-Modelle. Sie wurden in dem großen Format 1:18 hergestellt. Die Lizenzrechte wurden jedoch später von dem Hersteller Mattel erworben. Bburago ist heute überwiegend für seine Preise bekannt. Die Modelle sind zwar detailärmer, dafür aber günstiger als bei der Konkurrenz.  Erhältlich sind neben Modellen verschiedener Ferrari-, Mercedes- und BMW-Fahrzeuge auch Bausätze.

So schützen Sie ihr Modell mit einer Vitrine

Wollen Sie Ihr Modellauto in der Wohnung aufstellen, drängt sich die Frage auf, an welchem Ort es geschützt ist und gut zur Geltung kommt. Die Oberfläche einer Anrichte mag den optischen Ansprüchen genügen, vor versehentlichen Berührungen und Staub schützt sie indes nicht. Umgekehrt bietet das Innere eines Schrankes zwar Schutz, doch schränkt er die Sichtbarkeit massiv ein. Eine Alternative bieten Vitrinen. Sie bestehen in der Regel aus Holz. Ein Sichtfenster aus Glas ermöglicht einen leichten Einblick.

Jede Vitrine bietet zwei grundsätzliche Vorteile. Der erste besteht in einem umfassenden Schutz vor Staub und sonstigem Schmutz. Sie müssen das Modell erheblich seltener reinigen, wenn es sich dauerhaft darin befindet. Vor versehentlicher Berührung und Herabfallen ist es ebenfalls geschützt. Mit einem zusätzlichen Schutz können Sie es zusätzlich vor unbefugtem Zugriff bewahren. Der zweite positive Aspekt ist die gute Sichtbarkeit des Modells. Durch das Glas kann es von jedem Betrachter gut wahrgenommen werden. Gleichzeitig ist der empfindliche Lack vor UV-Licht geschützt. Achten Sie bei der Auswahl darauf, für welche Maßstäbe die Vitrine geeignet ist. Wollen Sie mehrere kleine Autos ausstellen, empfehlen sich Ausführungen mit mehreren Bahnen. Manche davon sind beleuchtet und zur automatischen Drehung der Autos imstande.

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